Vigilante 8 (DC)
Autoschlacht auf Dreamcast - Vigilante 8 (DC) Dreamcast Spiele

Neuester Testbericht: ... gar nichts vermissen. Damit es dabei nicht allzu schnell langweilig wird, hat Activision neben dem klassischen (Death-Match) Arcade-... mehr

Autoschlacht auf Dreamcast
Vigilante 8 (DC)

ChristianS

Name des Mitglieds: ChristianS

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Vigilante 8 (DC)

Datum: 10.06.00, geändert am 10.06.00 (41 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: viele Spielmodi

Nachteile: schon altbekannt

Jeder Liebhaber des Genres kennt die "Twisted Metal"-Serie auf der Playstation oder "Interstate '76" auf dem PC. Doch auf dem Dreamcast gab es bisher nichts vergleichbares. Wenn die Besitzer des 128-Bitters auf dem Asphalt mal richtig die Sau rauslassen wollten, musste immer noch Vaters Benz oder Mutters Corsa dran glauben.

Damit ist vorerst Schluss: Activisions "Vigilante 8: 2. Herausforderung" bietet alles, was das Genre hergibt! Nur kurze Zeit nach dem Playstation-Release erreichte uns die technisch und spielerisch bessere Dreamcast-Version.
Kommen wir zum Spiel selbst: Ziel ist es, mit einem bis an die Zähne bewaffneten Boliden euren Gegnern jede Mutter aus der Karosserie zu ballern und euch selbst möglichst heil durch das jeweilige Level zu bringen. Richtig, damit hat man das Rad nicht gerade neu erfunden, man hat es jedoch kräftig auf Hochglanz poliert. Zahlreiche Fahrzeuge mit eigenen Special-Moves, unzählige Bonuswaffen, versteckte Bonusstages sowie ultra-coole Charaktere lassen bei "Vigilante 8: 2. Herausforderung" gar nichts vermissen.

Damit es dabei nicht allzu schnell langweilig wird, hat Activision neben dem klassischen (Death-Match) Arcade-Modus auch einen Quest-Modus integriert, in dem ihr quer durch Amerika tourt und bestimmte Aufgaben zu lösen habt. So muss man neben der Verschrottung der Gegner sein Augenmerk auf bestimmte Aufgaben, wie Bomben finden und den Start einer Rakete sichern, richten. Allerdings hört sich das einfacher an, als es im Spiel umgesetzt wurde: Oft beginnt ein munteres Ratespielchen wie denn die Mission tatsächlich zu lösen ist. So gilt es beispielsweise in einem Level einen Zug zu beschützen und ein paar Aktentaschen einzusammeln. Um aber an diese heranzukommen, muss man den gleichen Zug (den man beschützen soll) beschießen. Darauf muss man erst mal kommen, oder?

Die letzte Alternative für den Solospieler stellt der Survival-Modus dar: Wie der Name scho
n andeutet, habt ihr es mit unendlich vielen Gegnern (immer vier gleichzeitig) zu tun und müsst so lange überleben wie nur möglich. Seine wahre Stärke zeigt "Vigilante 8" im Multiplayer-Bereich: Zwei bis vier Spieler kommen hier voll auf ihre Kosten. Zu zweit lässt sich "Vigilante 8" im Versus-, Cooperate- und Quest-Modus spielen. Letzterer spielt sich genauso wie sein Solo-Pendant, allerdings greift euch euer Freund hierbei unter die Arme. Im Versus-Mode geht ihr aufeinander los, im Cooperate-Modus zusammen auf den Computergegner.
Zu viert setzt Activision sogar noch einen drauf: Neben dem Death-Match- und Team-Battle-Modus, gibt es den sogenannten Smear-Modus. Drei Spieler suchen sich dabei einen befreundeten Mitfahrer als Ziel aus; wenn sie ihn schließlich genüsslich in seine Einzelteile zerlegt haben, wird ein anderer zum Gejagten.

Erwähnenswert sind einige Besonderheiten der Fahrzeuge. Ihr könnt euch nämlich nicht nur auf dem Asphalt oder Schotter bekämpfen, sondern mit Hilfe einiger einsammelbarer Icons verwandelt sich euer Gefährt zum Schlitten-, Wasser- oder sogar Luftfahrzeug. Vom Gebrauch des Düsenpacks muss ich allerdings abraten, da das Fahrzeug dann überhaupt nicht mehr steuerbar ist.

In "Vigilante 8: 2. Herausforderung" könnt ihr eurer Fahrzeug kontinuierlich aufmotzen. Zerstört ihr einen Gegner, taucht für ein paar Sekunden ein spezielles Icon auf, welches ihr einsammeln könnt. Diese Icons erhöhen das Punktekonto einer bestimmten Kategorie (Geschwindigkeit, Panzerung, etc.). Bis hin zu einem nigelnagelneuen Chassis erhaltet ihr auf diese Weise für eine bestimmte Punkteanzahl (10, 50, 100) Upgrades für euer Fahrzeug.

Die Grafik hält sich ungefähr auf dem Niveau von "Speed Devils". Sie läuft relativ konstant mit 60 fps (von ein paar gelegentlichen Slowdowns abgesehen) und kämpft vereinzelt mit Popups. Ab und zu fallen ein paar unsaubere Wechsel der Texturdetails auf, so werden zum B
eispiel die Schäden der Gegner nur ab einer gewissen Distanz zum eigenen Gefährt dargestellt (einen halben Meter weiter ist das Fahrzeug scheinbar noch unversehrt) und die Kollisionsabfrage (vor allem die der Umgebung) ist ebenfalls nicht ganz fehlerfrei. Alles in allem schneidet die Optik aber immer noch mit einer guten Bewertung ab.

Die einzelnen Level sind sehr individuell gestaltet und die Umgebungen größtenteils interaktiv. Besonders positiv fällt die Musik auf: Sie fängt das volle Spektrum der verschiedenen Musikstile der 70er-Jahre ein und trägt einen guten Teil zur Spielmotivation bei.




Fazit: