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Skateboarden ohne Bodenhaftung
Trickstyle (DC)

Name des Mitglieds: oliver_geistbeck
Produkt:
Trickstyle (DC)
Datum: 07.07.00, geändert am 07.07.00 (45 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Graphik, Gamedesign
Nachteile: zu wenig langzeitmotivierend
Skateboarden ohne Bodenhaftung nimmt diesem Sport sicherlich etwas von seinem ursprünglichen Reiz, andererseits lassen sich somit auch ansonsten gefährliche Stürze einschränken oder gänzlich vermeiden - dies stellt sich zumindest der Durchschnittsspieler vor, wenn er an ein Hoverboardkonzept denkt. Nun, die Idee ist an sich nicht neu, bereits im zweiten Teil der in den USA erfolgreichen Back to the future Reihe mit Michael J. Fox in der Hauptrolle bedient er sich zwecks Entgehen einder drohenden Rauferei mit seinen Widersachern eines dieser fast fliegenden Bretter. Einziges Problem: Sie funktionieren - zumindest in der Billigversion - nicht auf Wasser. Dies scheint in Trickstyle gelöst worden zu sein. Wer also Lust hat, mit einem schwebenden Skateboard mal ganz unbeschwert und "locker vom Hocker" durch futuristisch gestaltete Parks und andere Anlagen zu düsen, dem seien hier keine Grenzen mehr gesetzt. Ähnlich wie bei dem "echten" Skateboardspiel Tony Hawk erübrigt sich das Anschieben, so dass sämtliche Tasten für Extraeinlagen übrig sind. Sprünge, special moves und andere Gimmicks lassen das Spielherz höher schlagen und an sich ist das Spiel eine nette Sache, da es in einem Einführungsmodus die Grundlagen des Hoverns vermittelt. Im Anschluss daran kann man sich in abenteurlich gestalteten Rennkursen mit menschlichen oder per Computer gesteuerten Gegnern messen, was Spaß macht, auf Dauer jedoch nicht sonderlich motiviert. Die Graphik von Trickstyle lässt nichts zu wünschen übrig, die Framerate ist konstant und von Acclaim ist man ja inzwischen aufgrund guter Erfahrung gewohnt, dass die Programmierjungs ordentliche Arbeit abliefern. Die Tracks sind gut designed, der Hintergrund lässt keine Wünsche offen und im Großen und Ganzen hat man den Eindruck, dass das Spiel solide und gut gemacht ist, auch wenn trotz allem der Langzeitspaß wie gesagt ein wenig auf der Strecke bleibt. Leider lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, woran dies genau liegen
mag. Vielleicht daran, dass die Konkurrenz mit Tony Hawk ein realistischeres Fahrgefühl bietet und auch die Snowboardtitel bei Dreamcast und Nintendo einiges in petto haben. Nun, zu guter Letzt sei noch ein Tipp angebracht: Schaut doch mal bei Karstadt oder ähnlichen Kaufhäusern vorbei, kann nämlich gut sein, dass die sich in ihrem Kontingent verschätzt haben und mehr Titel beordert haben, als sie verkaufen können. Restposten werden daher zu einem Hammerpreis verschleudert, Karstadt Augsburg z.B. bietet Trickstyle zu unschlagbaren 50,-DM an. Reinschauen lohnt sich also.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Dreamcast Spiele


