Sword of the Beserk (DC)
Hackfleisch-Schnitzel zum Mittagessen! - Sword of the Beserk (DC) Dreamcast Spiele

Neuester Testbericht: ... den Kauf. In Zeiten von ständiger Zensur muss man ja solche Perlen schon fast suchen... Das Spiel bietet über eine Stunde Filme in bester g... mehr

Hackfleisch-Schnitzel zum Mittagessen!
Sword of the Beserk (DC)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

Produkt:

Sword of the Beserk (DC)

Datum: 19.01.04, geändert am 19.01.04 (180 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Auf der Suche nach ein paar Games aus meiner Dreamcast-Sammlung bin ich mal wieder über eine kleine Perle gestolpert, die man meiner Meinung nach als passionierter Dauder-Daddler in jedem Fall kennen sollte. Da das bestimmt nicht bei jedem der Fall sein dürfte möchte ich Euch das Game hiermit vorstellen, es handelt sich dabei um den Titel "Sword of the Berserk"...




| ° Story
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Ihr spielt Guts (eigentlich Gattsu), einen unerschrockenen Krieger, einen der wenigen Überlebenden einer Söldnertruppe im mittelalterlichen Europa. Zusammen mit einer weiteren Überlebenden - Casca - durchstreift Ihr das Land, um zum einen Cascas Amnesie zu beheben und zum anderen den Krieger zu finden, den alle die "Hand Gottes" nennen. Denn er ist dafür verantwortlich, dass Euer Söldnertrupp nahezu komplett ausradiert worden ist. In einem kleinen Dorf setzt das Spiel dann ein, wo Ihr ein Heilmittel gegen eine alles bedrohende da giftige Alraune finden müsst. Die Story ist dabei von mir jetzt recht knapp gehalten, wird aber sowohl in der Anleitung als auch in zahlreichen Videosequenzen ausführlichst erzählt, immerhin basiert der Titel auf dem japanischen Manga "Kenpuu Denki Berserk"...




| ° Spielprinzip
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Eingeleitet wird das Spiel mit einer beeindruckenden Cut-Sequenz, danach geht es unmittelbar los. Ihr befindet Euch mitten in einem Pulk Banditen, die Casca überfallen wollen und dürft Euer riesiges Schwert einsetzen, welches Ihr mit Euch führt. Mit einigen Schlitzern schlagt Ihr Euch einen Weg aus der Meute und verbringt im Prinzip eigentlich 95% der weiteren Spielzeit damit, Eure Klinge gegen Eure Opponenten zu führen. "Sword of the Berserk" ist demnach das, was man ganz klassisch als "Hack'n'Slay" bezeichnen kann. Einige Combos sind ausführbar und wenn nach einer ausreichenden Anzahl an gemetzelten Feinden die Amok-Leiste gefüllt ist, rastet Guts aus und wird zum sprichwörtlichen Berserker mit unglaublichen Kräften - was aber immer nur kurz anhält. Man kann Guts zudem einen Sprung vollführen lassen, braucht diesen aber im Prinzip nur als Angriffsvariante. Auch andere Waffen wie ein Bogen oder Wurfmesser kommen nur selten zum Einsatz, meist regiert das Schwert das Geschehen.

Dabei seid Ihr aber nicht wie gedacht einen Großteil der Zeit dabei die Gegner umzumetzeln, sondern den Videosequenzen zu folgen. Denn diese machen den Hauptaspekt des Games aus, man könnte "Sword of the Berserk" demnach fast als eine Art Anime mit kleinen Videospieleinlagen bezeichnen. Denn gleich zu Beginn trefft Ihr auf die Zigeunerin Rita und die Elfe Puck, die Euch zusammen mit Casca in eine Nahe Stadt bringen und die Story somit vorantreiben. Wirklich spielen dürfte/müsste Ihr dann nur in den Szenen, wenn Feinde auftauchen und es entweder Menschen oder Monster zu besiegen gilt. Ist der Schauplatz von Gegnern gesäubert, wird die Story in einer Videosequenz weitergesponnen.

Dabei trefft Ihr auf allerlei seltsame Kreaturen, die von bösartigen Pflanzen über Kröten und Wölfe bis hin zu geflügelten Monster und ähnlichen Gestalten reichen. Besonders übel sind in der Regel die Level-Obermotze, denen Ihr mitunter ganz schön zusetzen dürft bevor sie das Zeitliche segnen. Aber auch diese sind meist ganz gut zu erledigen und somit dürfte man je nach Geschick und eingestelltem Schwierigkeitsgrad gerade mal einen Abend brauchen, um das Ende des Games zu erblicken. Einen kleinen Ansporn verschafft einem dabei die sogenannte Prize Box, denn nach jedem Durchspielen erhält man kleine Goodies, die von einfachen Gallerien über die Videosequenzen bis hin zu einer Battle Arena oder dem heiss begehrten Stage Select reichen.

Prinzipiell sollte man sich darüber im Klaren sein, dass "Sword of the Berserk" bei weitem nicht das geradlinige Hack'n'Slay ist, als das es oftmals angepriesen wird. Man kann natürlich die vielen Videosequenzen wegklicken, aber wenn man das tut bleiben gerade einmal zwischen 30 und 60 Minuten reine Spielzeit und damit wäre das Game verdammt kurz. Vielmehr sollte man sich die Zeit nehmen, die wirklich fantastisch gemachte Story verfolgen und das Game eher als eine Art interaktiven Film ansehen. Es spricht ja generell nichts dagegen für zwischendurch auch einfach mal eine Runde Metzeln zu gehen - zumal das Blut bei dem Spiel bei jedem Treffer gleich literweise fliesst - das sollte aber nicht der Hauptgrund sein warum Ihr Euch für "Sword of the Berserk" entscheidet, sonst wird das Game sehr schnell langweilig werden.




| ° Grafik & Sound
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Hier muss man den Programmierern einfach ein riesiges Lob aussprechen, weil es einfach wahnsinnig ist was sie der Dreamcast entlocken. Man muss zwar bedenken, dass das Game zu der ersten Generation Spiele für die Sega-Konsole gehörte und heute natürlich nicht mehr mit aktuellen Titeln mithalten kann, für die damalige Zeit aber einfach perfekt war. Die einzelnen Charaktere - allen voran Guts - sind relativ groß, unglaublich detailliert designt und bewegen sich absolut flüssig und realistisch. Achtet nur einmal auf Gut's Umhang, wie der bei jeder Bewegung mit im Wind flattert, das sieht einfach fantastisch aus! Hinzu kommen die stimmungsvollen Locations, die zwar oft recht düster gehalten sind, deswegen aber natürlich zur einmaligen Atmosphäre des Titels beitragen.

Das Herzstück des Games sind aber logischerweise die Videosequenzen. Sie wurden zwar "nur" in Spielgrafik umgesetzt, können sich aber dennoch sehen lassen und wirken einfach nur überwältigend. In sich stimmig und glaubhaft wird die Geschichte erzählt und man hat fast das Gefühl, als würde da vor einem auf dem Bildschirm ein richtiger Anime ablaufen. Der optionale 60 Hz-Modus vor Spielstart verfeinert die Optik zudem, was für die damalige Zeit keine Selbstverständlichkeit war.

Ganz groß punkten kann man auch im soundtechnischen Bereich. Hier sollten zwar erst einmal alle gewarnt sein, die mit der englischen Sprache auf Kriegsfuß stehen, da selbst die PAL-Version komplett auf Englisch ist, wer damit aber keine Probleme hat wird mit einem ganz besonderen Schmankerl belohnt. Nicht nur dass ein professioneller Erzähler die Anfänge der Story wiedergibt, auch während der Videosequenzen ist reichlich Sprachausgabe enthalten - die einfach nur perfekt ist, mal stimmungsvoll und bedrohlich, mal mit leichtem Akzent und mehr als authentisch. Dazu gesellt sich ein bombastischer und opulenter Soundtrack, der jede Szene einfach nur grandios untermalt. Selten hat man in einem Videospiel dermaßen genialen Musikstücke lauschen dürfen - ich bin begeistert!




| ° Fazit
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Zurecht ist das Spiel keinem größeren Zocker-Kreis bekannt, denn wenn man es genau betrachtet ist es doch ein eher ungewöhnlicher Titel, der auch nur eine kleine Zielgruppe ansprechen dürfte. Vielleicht konnte ich aber dennoch dem ein oder anderen das Game schmackhaft machen, da es eigentlich diese Nischendasein nicht verdient hat. Technisch war es für damalige Verhältnisse brilliant, strotz vor atmosphärischen Melodien und überzeugender Grafik und kann mit einer genial-dichten Story aufwarten wie kein anderer Genre-Titel. Greift also zum Schwert und steigert - denn bei Ebay bekommt man "Sword of the Berserk" in der Regel schon für wenige Taler und es wäre wirklich schade, wenn Ihr Euch dieses epische Gemetzel entgehen lassen würdet!



In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Berserkermaster



PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen Guts' Klinge küssen... ;)


Shake Heads!



Fazit: