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Ein Spiel, an dem man nicht vorbeikommt
Soul Fighter (DC)

Name des Mitglieds: Squall88
Produkt:
Soul Fighter (DC)
Datum: 29.04.00, geändert am 29.04.00 (36 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: wenig Ambiente für ein solches Genre
Nachteile: schwache Durchführung
Leider ist auch das Gameplay nicht viel ergiebiger als das des Playstation-Bruders, sondern beschränkt sich auf das routinemäßige Verdreschen tumber Computerschergen. Sind die Gegner durch Schläge, Tritte und Waffengewalt (jeder Kämpe verfügt über eine Nahkampfwaffe, deren Energie sich bei bei Gebrauch jedoch erschöpft und regeneriert werden muß) oder Magie (sind genügend Treffer ausgeteilt und/oder eingesteckt, gibt eine Extraleiste Combos und Zaubersprüche frei) niedergestreckt, wartet meist noch ein Endgegner auf seine Abreibung. Die Zahl der verbleibenden Widersacher läßt sich an dem "Seelenmeter" am unteren Rand des Bildschirms ablesen, zudem findet sich hier glücklicherweise eine rotierende Karte der gelegentlich doch recht verwinkelten Levels.
Das alles wäre an sich ja nicht so verkehrt, schließlich liebe zumindest ich persönlich diese Spiele; leider haben sich jedoch einige unverzeihliche Schwächen ins Gameplay geschlichen. Am schlimmsten ist die Kameraführung: Wie man sich auch dreht und wendet, der Bildausschnitt zeigt immer wieder Hauswände statt der Feinde. Was hilft mir eine Nahansicht meines Helden, wenn mir dafür der außerhalb meines Sichtbereichs stehende Gegner gleich eins auf die Nuß gibt? An zweiter Stelle steht die überkomplizierte Steuerung: Wirklich, wer will schon drei Buttons gleichzeitig drücken, nur um eine Combo zu beginnen oder einen Zauber zu sprechen? Folgerichtig beschränkt man sich auf die üblichen Punches und Kicks, wobei vor allem in späteren Spielabschnitten auch die Blocktaste zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese wird darüber hinaus zum Aufheben von Extras bzw. dem Werfen von Truhen und Feinden benutzt, allerdings muß hierzu auf das digitale Steuerkreuz zurückgegriffen werden - genial, was?
Technik
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Auch hier gilt das gleiche wie anno Playstation: Zunächst wirkt die optional unter 60Hz (Vollbild) ablaufe
nde Grafik schön detailliert und flüssig, doch verfliegt dieser positive Eindruck sehr schnell. Bald verliert man im Kampfgetümmel die Übersicht, und es ist unmöglich, die Aktionen der Gegner rechtzeitig zu erkennen. Dazu kommen die recht mäßigen Animationen und die ziemlich lächerlichen Siegesschreie der Helden - egal ob Paladin Orion, Schwertkämpfer Altus oder Ninja-Mädel Sayomi, am Ende eines Levels ertönt zweimal ein kehliges (und völlig falsch ausgesprochenes) "Victory!"
Über die restliche Soundkulisse aus dramatischer Musik mit klassischen Einflüssen und Klirrgeräuschen gibt es wenig zu berichten bzw. zu meckern, dafür soll das Intro nicht ungeschoren davonkommen: Abgesehen davon, daß es nicht gerade sensationell ist, einem beleibten König zu lauschen, der im Thronsaal sein Familienleben offenlegt, hätte man sich zumindest um deutsche Untertitel seines Dauermonologes bemühen können. Naja, wahrscheinlich war den Entwicklern die Story ohnehin zu belanglos...
Ergebnis
Schade: Netter Ansatz, schwache Durchführung. Daß es TOKA-Produkten traditionell etwas an Spieltiefe mangelt, konnten "Burning Road" und "Explosive Racing" wenigstens durch solides Gameplay wettmachen. Bei "Legends" enttäuschte jedoch auch dieses, und "Soul Fighter" schließt sich dieser unschönen Tradition an. Das Fazit muß auch hier lauten: Freunde gepflegter Prügelkost sind mit "Dynamite Cop" besser bedient, es sei denn, es handelt sich um ganz harte Schwertfetischisten.
Fazit:


