Roadsters (DC)
Der letzte Fahrspaß auf der Dreamcast? - Roadsters (DC) Dreamcast Spiele

Neuester Testbericht: ... hat mich sehr enttäuscht... das fahrverhalten ist sehr unrealistisch, ist aber geschmackssache. die level sind sehr langweilig dargestellt... mehr

Der letzte Fahrspaß auf der Dreamcast?
Roadsters (DC)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Roadsters (DC)

Datum: 21.07.02, geändert am 21.07.02 (53 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Lizenzen von Markennamen, wie TVR, Lotus, oder Renault

Nachteile: fehlender 60Hz Modus, lange Ladezeiten, schlechte Soundeffekte

Roadsters ist eines der letzten erschienenen Spiele für die Dreamcast, vielleicht das letzte Rennspiel, das diese Konsole beehrt hat, warum also nicht mal einen Blick drauf werfen? Schließlich kommen am Ende einer
Konsolenära sehr viele gute Spiele heraus, weil die Programmierer die Hardware schon kennen und besser im Griff haben. Ob Roadsters davon allerdings nun wirklich profitieren konnte ist fraglich. Um eines vorwegzunehmen: Roadsters ist kein Abschlußknaller für die Dreamcast, oder sonst eine Art Überflieger, sondern nur ein Durchschnittsprodukt.

Gameplay
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Das Spielprinzip ist dem von Speed Devils sehr ähnlich, denn auch Roadsters ist ein Fun-Racer mit Einlagen von Naturkatastrophen. So muß man damit rechnen, dass die Strecke urplötzlich anfängt zu brennen, ein Wirbelsturm über einen hereinbricht und das Auto ein Stück in die Luft hebt, oder ein Flugzeug auf Englands Big Ben abstürzt (ganz schön makaber) und bestimmte Teile der Strecke mit Trümmern übersäht, die man umfahren muß. Gar nicht so einfach, denn was einem als erstes am Spiel auffällt ist die ziemlich mißlungene Steuerung. Das Auto ist schwer auf der Strecke zu halten und die Kollisionsabfrage wurde einfach nur mies programmiert, denn erwischt man gerade noch so die Ecke eines Hindernisses, bleibt man daran hängen. Würde sich das Vehikel wenigstens drehen oder überschlagen, könnte man vielleicht eher darüber hinwegsehen, aber es bleibt nur abrupt stehen und die ohnehin schon kaum besiegbare Konkurrenz läßt einen Staub schlucken. Überhaupt müssen die Strecken oft fehlerfrei gefahren werden, um auf einen der siegbringenden, ersten drei Plätze vorzupreschen, womit wir wieder bei der hakeligen Steuerung sind, die sich doch arg oft mit dem hohen Schwierigkeitsgrad schneidet. Ein weiterer Nachteil sind die
langen Ladezeiten, von denen ich eigentlich dachte, dass sie mit der Playstation One Ära ihr Ende gefunden hätten, ein wenig Optimier
ung hätte hier nicht geschadet. Der Multiplayer-Modus allerdings kann dann und wann doch schon mal ganz nett sein.

Grafik
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Die acht Strecken können alle nicht wirklich beeindrucken, sind allerdings auch nicht wirklich schlecht designed. Die schon genannten Naturkatastrophen schwanken zwischen "Naja" und "Gar nicht mal sooo schlecht" und das Design der Autos, übrigens von echten Marken, wie Renault, TVR, Fiat usw., ist auch nicht unbedingt als komplett mißlungen zu betrachten. Wirklich Herausstechendes ist an derGrafik allerdings nicht zu finden, weshalb sie im Mittelmaß
versinkt und bei den stellenweise recht heftigen, wenn auch seltenen Rucklern vielleicht auch noch einmal eine
Überarbeitung verdient hätte. Einfach Schlecht sind die vielen Pop-Ups und der fehlende 60Hz Modus.

Sound FX / Musik
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Die Lieder im Spiel sind sehr einfach gestrickt und verschwinden im Hintergrund, ohne besonders positiv, oder störend aufzufallen. Sie sind stets passend zu dem Geschehen, dass sich gerade auf dem Bildschirm abspielt und werden von einigen wenigen Soundsamples, wie z.B. dem sehr dünnen Motorensound und dem blechern klingenden Kollisionen unterlegt. Auffallend ist hier, dass die Naturkatastrophen erstaunlich leise sind. Eigentlich sollte
man doch meinen, dass so ein Vulkanausbruch in unmittelbarer Nähe mit dazugehörigem Lavastrom und Ascheregen lauter sein würde, als ein leises Rumpeln in der Ferne... Zwar kann man die Effekte lauter stellen, allerdings muß man dann auch mit überlauten anderen Geräuschen leben, was bei dem nervigen Motorensound schnell zur Tortur wird. Als wirklich nervend habe ich die Sprachsamples der Fahrer empfunden. Jeder kann in etwa zwei, oder drei Sprüche,
die a) ziemlich flach und b) oft gar nicht angebracht sind, so schreit einer der Fahrer manchmal, wenn er einen anderen überholt: "Hey,
get back here!". Insgesamt ist der Sound gut zum Spiel passend, nämlich alles andere, als herausragend.

Fazit
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Wer von Speed Devils nicht genug bekommen hat und sich ein Speed Devils 2 wünscht, der sollte Roadsters mal probefahren, ansonsten sollte man, wenn man das Spiel nicht besonders günstig bekommt, lieber die Finger von einem solchen Titel lassen. Ich habe bei Ebay 5,- Euro für das Spiel bezahlt. Mit Porto zusammen waren es dann auch schon 8 Euro, was die meiner Meinung nach die Obergrenze für das Spiel selbst sein sollte. Es läßt sich zwar einerseits durchaus eine Zeit lang gut spielen, versinkt dann aber in den Weiten des Spieleregals und wird höchstens noch einmal für eine Multiplayer-Session herausgeholt. Ich gebe gerade noch so drei Sterne.

Fazit: