Roadsters (DC)
Karriere im Cabrio - Roadsters (DC) Dreamcast Spiele

Neuester Testbericht: ... hat mich sehr enttäuscht... das fahrverhalten ist sehr unrealistisch, ist aber geschmackssache. die level sind sehr langweilig dargestellt... mehr

Karriere im Cabrio
Roadsters (DC)

Yasmina24

Name des Mitglieds: Yasmina24

Produkt:

Roadsters (DC)

Datum: 03.05.05

Bewertung:

Vorteile: Bessere Grafik als auf PS, Kaufladen, Karriere, Tuning, Mehrspielermodus, wechselndes Wetter

Nachteile: Steuerung macht Probleme, Autos neigen nicht selten zum Ausbrechen, es ruckelt manchmal, langsam

Zu meinen Lieblingsvideospielen gehören ganz eindeutig die meistens doch sehr unkomplizierten Rennspiele. Gerade für die Sony Playstation aber auch für den Sega Dreamcast gibt es da eine große Anzahl an
Spielen aus eben diesem Genre. Auf dem Dreamcast gibt es zwar bei weitem nocht solche Massen an Vertretern aus diesem Genre, doch dafür sind so richtig schlechte Titel kaum dabei, was man bei der Playstation ja nicht unbedingt sagen kann. Auch bei uns zu Hause sind Rennspiele sehr dominant vertreten, ein Rennspiel für den Sega Dreamcast muss da eigentlich schon etwas ganz Besonderes bieten, um sich von der starken Konkurrenz abheben zu können. Eigentlich, Ausnahmen bestätigen die Regel, na ja. Ob dies jedenfalls Roadsters gelingt, war eigentlich doch schon von Anfang an ziemlich fraglich, fand ich jedenfalls, als ich den ersten Blick auf diese DC-Fassung warf.

Dieses um die Jahrtausendwende erschienene Rennspiel für den DC von Sega legt sich bei der Auswahl an zur Verfügung stehenden Fahrzeugen eindeutig fest, denn hier kommen in erster Linie Cabrio-Freunde auf ihre Kosten, daher natürlich auch der Name „Roadster“ im Titel dieses Spiels. Die Auswahl ist dabei nicht gerade gering, es sind, so glaube ich, ungefähr dreißig oder noch mehr Autos, in welche Ihr früher oder später einsteigen dürft und viele der Wagen werden Euch auch bekannt vorkommen, so zum Beispiel der Mercedes CLK oder der Renault Spider und noch viele mehr. Doch selbstverständlich könnt Ihr nicht von Beginn an gleich in irgendeinem Wagen Platz nehmen, der Euch gerade gefällt, sondern Ihr müsst zunächst einmal sorgfältig mit Eurem Geld umgehen, zu Beginn der „Roadsters“ habt Ihr nämlich nur einen relativ kleinen Geldbetrag zur Verfügung, welcher für die Startgebühr und einen Wagen fast schon gänzlich aufgebraucht sein dürfte.

Bevor Ihr jedoch in diesem Hauptmodus loslegt, solltet Ihr zunächst einmal ein schnelles Rennen zur Eingewöhnung fahren, um Euch mit den grundlegenden Dingen im Hinblick auf die Steuerung erst einmal vertraut zu machen. Wird Euch das dann irgendwann einmal zu langweilig, bietet sich der Zeitrennen-Modus an, in welchem Ihr dann schon wesentlich besser erkennen könnt, wie es um Eure Fahrkünste bestellt ist. Fühlt Ihr Euch dann gut genug, begebt Ihr Euch zur eben schon erwähnten Meisterschaft, kauft Euch einen Wagen und rüstet diesen, sofern Ihr noch etwas Kleingeld übrig haben solltet, noch ein bisschen auf. Die Tuningmöglichkeiten sind dabei vielfältig, so habt Ihr unter anderem die Möglichkeit am Motor und Getriebe, am Auspuff, an Bremsen und Reifen ganz persönliche Einstellungen vorzunehmen beziehungsweise entsprechende Teile einzubauen. Spätestens dann aber sollte Euer Geld vollständig aufgebraucht sein und Ihr habt von da an gar keine andere Wahl, als Euch neue Prämien durch entsprechende Rennerfolge zu ergattern, ansonsten ist es mit Eurer Rennfahrerkarriere schon sehr schnell vorbei.

Das Fahrerfeld besteht in den jeweiligen Rennen aus acht Teilnehmern, wobei ich Euch ganz klar sagen kann, dass die CPU-Fahrer echte „Stolpersteine“ darstellen, denn diese fahren wirklich richtig gut. Außerdem wechselt öfters auch noch während eines Rennens das Wetter, was aber als durchaus positiv anzusehen ist, schließlich kommt damit ein erhöhtes Maß an Abwechslung mit ins Spiel. Auch die Landschaften an sich sind sehr gut ausgewählt und werden Euch auf durchaus angenehme Art und Weise präsentiert, Ihr braust zum Beispiel am Buckingham Palace vorbei, über riesige Ölfelder und macht auch das Hafengebiet Londons unsicher, die Auswahl der Strecken hat mir persönlich jedenfalls sehr gut gefallen. Je nachdem wie gut Ihr seid beziehungsweise welche Platzierung Ihr in einem Renne erreicht, fällt Eure Punktzahl aus und schließlich, und das ist ja eigentlich die Hauptsache, die Höhe Eures Preisgeldes, wobei natürlich die Siegprämie für uns am Interessantesten sein dürfte.

Siegreich zu sein, ist jedoch alles Andere als leicht, ich erwähnte ja schon ganz kurz die Stärke der Computerfahrer, die Euch das Leben ganz sicher gehörig schwer machen werden, es ei denn Ihr zählt zu den absoluten Profis, wozu ich mich ganz sicher nicht zählen möchte. Aus meiner Sicht jedenfalls kommt Ihr ohne ausreichende Trainingsstunden vorher nicht allzu weit, zumal Ihr nicht nur auf das Streckendesign, sondern auch noch die wechselnden Wetterbedingungen achten müsst, was ich aber sehr gut fand, da hierdurch ein taktisches Vorgehen beziehungsweise ein schnelles Reagieren auf die veränderten Umstände nötig ist. Schafft Ihr es irgendwann einmal dann tatsächlich am Ende einer Rennsaison den ersten Platz zu belegen, ist das Spiel natürlich noch nicht vorbei, denn dann steigt Ihr in eine höhere Klasse auf, was die Motivation deutlich erhöht beziehungsweise dafür sorgt, dass Ihr mehr als nur ein paar Stunden mit diesem Rennspiel beschäftigt seid. Dass der Spielumfang dann noch größer wird, liegt daran, dass es einen interessanten Vierspielermodus gibt, was natürlich dafür sorgt, dass Ihr zu viert auch Monate später dieses Rennspiel herauskramen werdet, vorausgesetzt Ihr verfügt über so viele Mitspieler, was bei uns zu Hause eigentlich weniger das Problem ist beziehungsweise war. Dass es trotz der motivierenden Spielmodi nicht ganz zu einem echten Rennspiel-Hit gereicht hat, liegt vielmehr an der nicht ganz geglückten technischen Umsetzung, zu der ich jetzt noch kurz etwas sagen möchte.

Leider gibt es nämlich einige Aussetzer im Rennverlauf, womit ich mich in erster Linie auf die vielen ärgerlichen Ruckler beziehe. Die doch sehr schwankende Bildrate sorgt nämlich dafür, dass es mehr als nur einmal ruckelt und ich manchmal das Gefühl hatte, dass dieses Spiel kurz davor ist, abzustürzen, was aber nicht passierte. Das Spielgefühl wird dadurch natürlich auf sehr unangenehme Weise beeinträchtigt und trübt den gesamten Spielspaß nicht unerheblich. Das ist besonders schade, da das Spiel nach einem etwas trägen Beginn nachher wirklich „an Fahrt gewinnt“ und durch die unterschiedlichen Klassen und den Mehrspielermodus wirklich zu motivieren weiß. Da auch der Soundtrack mehr schlecht als recht vor sich „hindümpelt“, könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, dass ich von der Spieltechnik in „Roadsters“ doch etwas enttäuscht bin, hier war eindeutig mehr drin. Allerdings muss ich auch zugeben, dass diese DC-Fassung sich im Hinblick auf die Grafik doch ziemlich deutlich von der Version für die Sony Playstation abhebt. Frischere Farben, ein nicht so eckige oder kantig wirkendes Aussehen, alles wirkt etwas bunter und weicher gezeichnet und eine nicht ganz so schwankende Bildrate wie bei Sonys Konkurrenztitel sorgend afür, dass ich mit dieser DC-Version nicht ganz so hart ins Gericht gehen muss wie noch bei der für die PS. Insofern sammelt diese DC-Version zumindest kleine Pluspunkte, denn gerade die Grafik hat schließlich bei Rennspielen eine große Bedeutung.

Schließlich kann ich Euch „Roadsters“ für den Sega Dreamcast zwar nicht als herausragendes Rennspiel bezeichnen, trotzdem tue ich mich mit einer Kaufempfehlung etwas leichter als noch bei der PS-Fassung. Die Entwickler haben hier auf dem DC anscheinend das Grafikproblem etwas besser, aber insgesamt trotzdem nie so ganz in den Griff bekommen. Schlecht sehen die Wagen und Hintergrundlandschaften jedenfalls hier nicht aus und die Atmosphäre in den Rennen ist eigentlich grundsätzlich auch sehr angenehm, wäre da nicht, ja wären da nicht die vereinzelten bösen Rucklerauch hier auf dem DC zwischendurch (wenn auch nicht mso häufig wie auf der PS), die auf Dauer extrem nerven können, so war es zumindest bei mir. Darüber hinaus bin ich zwar mit der Kameraführung, nicht aber mit der Steuerung der Autos zufrieden, denn diese brechen ab und zu auf unerklärliche Weise aus, was manchmal ganz schön frustrierend war, da ich mir eigentlich in jenen Momenten keiner „Schuld“ bewusst gewesen war. Nun ja, aufgrund der erwähnten Vorteile haben wir es hier mit Roadster für den Sega Dreamcast mit einem durchschnittlichen Titel zu tun, der wahrscheinlich ohnehin nur noch Sammler/innen von Rennspielen interessieren dürfte. Es ist eben ein ganz nettes Raserspiel, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Solltet Ihr die Wahl haben und aus irgendwelchen Gründen es ausgerechnet auf Roadsters abgesehen haben, dann entscheidet Euch für diese Version, denn sie ist einen Tick besser als die für den PC und deutlich besser als die PS-Fassung. Ein Pflichtkauf ist dieses Rennspiel für den DC aber keineswegs, kennt Ihr es (bislang) noch nicht, habt Ihr auch nicht so schrecklich viel verpaßt.

Fazit: Nicht uninteressantes aber insgesamt nur solides Rennspiel

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: