Re-Volt (DC)
Einer der besten Fun-Racer für den Dreamcast - Re-Volt (DC) Dreamcast Spiele

Neuester Testbericht: ... eher ab als einem tonnenschweren echten Vehikel. Die Wagen unterscheiden sich auch untereinander deutlich in ihren Fahreigenscha... mehr

Einer der besten Fun-Racer für den Dreamcast
Re-Volt (DC)

ptmptm

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Produkt:

Re-Volt (DC)

Datum: 20.02.01, geändert am 20.02.01 (185 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gute Grafik, gute Steuerung, ungewöhnliche Perspektiven

Nachteile: kein Onlinespiel möglich

Wenn es ein Genre gibt, auf dem der Dreamcast mit Spielen geradezu überschüttet wird, dann sind das Racing Games. Und trotz zahlreicher und namhafter Konkurrenz hat es Re-Volt geschafft, in die Top 5 meiner Liebelingsspiele für den Dreamcast zu fahren.

Der Reiz des Spiels ist etwas schwierig zu beschreiben. Zunächst mutet es etwas seltsam an, ein Autorennspiel mit ferngesteuerten Autos zu bestreiten. "Da kann man ja gleich mit echten Modellautos spielen" - so oder ähnlich dachte ich bei mir, als ich von diesem Konzept das erste mal hörte. Aber gerade die Wahl dieser ungewöhnlichen Fahrzeugklasse und die damit verbundenen Unterschiede zu herkömmlichen Rennspielen machen den Reiz von Re-Volt aus.

Da ist zum einen die ungewöhnliche Froschperspektive, aus der man die Umgebung wahrnimmt. Dazu kommen die lebensechten Reaktionen der Autos, denn so ein Modellauto kippt nun mal leichter um als ein richtiges Auto. Auch richtige Sprünge nimmt man einem leichten Modellflitzer eher ab als einem tonnenschweren echten Vehikel. Die Wagen unterscheiden sich auch untereinander deutlich in ihren Fahreigenschaften, so sind Fahrzeuge mit großen, breiten Reifen im Sand deutlich besser zu steuern, allerdings sind flotte, windschnittige Flitzer auf glattem Parkett viel schneller. Insgesamt 20 Fahrzeuge stehen zur Verfügung, wovon viele aber erst noch freigespielt werden müssen.

Die zahlreich vorhandenen Strecken sind originell und von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Ob man eine Fahrt durch ein gepflegtes Villenviertel, durch ein Museum oder durch eine Spielzeuglandschaft unternimmt - die Umgebung ist voller Details und es gibt keine störenden Pop-Ups oder Nebel. Aufgrund der Größenverhältnisse kann schon ein ganz normaler Ball zu einem echten Hindernis werden, ganz zu schweigen von Rolltreppen oder Bordsteinkanten. Auch akustisch geben sich die verschiedenen Strecken unterschiedlich, im Supermarkt surren die Kühltruhen und im Villenviertel hört ma
n spielende Kinder lärmen.

Beim Spielen stellt sich ein eigenartiger Geschwindigkeitsrausch ein. Trotz ihrer geringen Größe entwickeln die Autos nämlich verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten, und die Umgebung rauscht teilweise nur so an einem vorbei. Bei den schwierigeren Strecken ist deshalb durchaus ein gewisses Training nötig, um sich die verschiedenen Kurven, Sprünge und sonstigen Eigenheiten einzuprägen. Die Framerate bleibt während des Rennens konstant bei 30 fps. Die Steuerung per Gamepad ist angenehm, jedoch bei manchen Fahrzeugmodellen zu direkt. So bekommt man teilweise schon bei geringsten Lenkbewegungen sein auf glattem Parkett schleuderndes Auto kaum wieder unter Kontrolle. Aber gerade die nicht zu einfache Steuerung erhöht die Motivation, das Spiel wirklich zu "beherrschen" - besonders im Vergleich zu anderen Fun-Racern.

Den größten Spaß bieten sicher die im Rennen einzusammelnden Extras. Daraufhin kann man seine Gegner abschießen, mit Wasserbomben bewerfen, ihnen den Strom abzapfen, Öllachen hinterlassen und so weiter. Die Rennen bleiben damit bis zuletzt spannend, denn wer weiß schon, ob man nicht noch kurz vor dem Ziel von einer überdimensional großen Kugel aufgehalten wird, die ein Gegner geschickt auf einen losgelassen hat. Die Rennen gestalten sich somit zu wahren Feuerwerken an Geschossen und herumfliegenden Autos, trotzdem liegt das Hauptaugenmerk auf dem fahrerischen Können.

Neben den Einzelrennen und einem Meisterschaftsmodus gibt es auch einen Multiplayermodus, an dem bis zu vier Spieler an einer Dreamcast-Konsole Gas geben können. Leider hat Re-Volt keine Onlinefähigkeiten, denn gerade dieses Spielprinzip schreit geradezu nach Rennen im Netzwerk. Dafür gibt es noch eine Stuntarena sowie einen Streckeneditor (letzterer wurde komischerweise vergessen zu übersetzen, er präsentiert sich also in französisch).

Fazit: Ein Riesenspaß sowohl allein als auch gegen menschliche Mitspieler. Die grafischen F
ähigkeiten des Dreamcast werden gut ausgenutzt, so dass Pixelhaufen, Pop-Ups und Slow-Downs Fremdwörter für Re-Volt bleiben. Dank großer Strecken- und Fahrzeuganzahl ist auch eine hohe Langzeitmotivation garantiert.




Fazit: