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Bahnfahren kann sooo schön sein...
Railroad Tycoon 2 (DC)

Name des Mitglieds: Alfco
Produkt:
Railroad Tycoon 2 (DC)
Datum: 13.08.01, geändert am 13.08.01 (262 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Umfangreiche Wirtschaft, hoher Suchtfaktor
Nachteile: keine
Die Anzahl der Wirtschaftsimulationen auf dem Dreamcast kann man an einer Hand abzählen. Und selbst dafür braucht man nicht alle Finger. Doch zum Glück gibt es Railroad Tycoon 2.
Ziel ist es, ein gut laufendes Eisenbahnimperium aufzubauen.
Im Hauptmenü kann man sich zwischen dem Kampagnenmodus oder eigenen Einstellungen entscheiden.
Im Kampagnenmodus bekommt man bestimmte Aufgaben (z.B. Verbinden der Ost- und Westküste der USA, Verbinden bestimmter Großstädte in Europa, Transport einer bestimmten Anzahl bestimmter Güter usw.). Bei Erfolg winken Bronze-, Silber- oder Goldauszeichnungen.
Bei den eigenen Einstellungen kann man sich Ort, Beginn (z.B. 1850) und Anzahl der Gegner weitgehenst aussuchen.
Doch zum eigentlichen Spiel:
Ein Spiel läuft meistens über mehrere Jahrzehnte, es gibt 40 verschiedene Arten von Fracht und ca. 60 verschiedene Lokomotiven (von der ersten Dampflok bis zu heutigen Höchstgeschwindigkeitszügen).
Man beginnt meistens mit einer kleinen Summe Geld. Nun sollte man sich zwei Städte suchen, die recht nahe zusammenliegen. Zwischen ihnen baut man die erste Bahnstrecke (gibts ein- und zweigleisig) und in jeder Stadt einen Bahnhof (es gibt verschiedene Größen).
Nun sucht man sich eine der zur Verfügung stehenden Loks aus und bestimmt, an welchem Bahnhof welche Waggons angehängt werden (meistens fängt man am Anfang des Spiels an, sein erstes Geld mit Passagier- und Postlieferungen zu verdienen). Ist dies erledigt, fährt der Zug in die andere Stadt und man verdient sein erstes Geld. Danach fährt er automatisch wieder zurück.
Mit der Zeit werden neue Städte mit Gleisen verbunden und neue Züge eingesetzt. Richtig viel Geld läßt sich mit Frachtgütern verdienen. Z.B. kann man von einem Getreidefeld das Getreide in die nächste Stadt fahren und dort verkaufen.
Aber man kann es noch viel effektiver machen:
Man fährt einen Zug voller Getreide (man kann bei einem Zug ei
nstellen, daß er erst den Bahnof verläßt, wenn er voll beladen ist) nicht in die nächste Stadt, sondern in eine, wo ein Viehhof in der Nähe ist. Man bekommt das Geld für die Lieferung und der Viehhof kann mehr Vieh produzieren. Dieses fährt man in eine Stadt mit einer Fleischfabrik. Dort bekommt man Geld für die Viehlieferung und die Fabrik stellt Nahrungsmittel her, die wiederrum verkauft werden können.
So läßt sich richtig viel Geld machen.
Mit der Zeit werden es immer mehr Strecken, Bahnhöfe (diese lassen sich noch erweitern: z.B. mit Hotels, Silos, Postämtern, Kühlräumen) und Züge hinzu. Immer wieder werden neue Loks vorgestellt (manche sind in der Ebene schnell, bei Steigungen bleiben sie fast stehen; andere sind zwar langsam, sind aber im Gebirge wahre Arbeitstiere), später auch mit Diesel und Stromabnehmern.
Meistens gibt es auch noch andere Unternehmen, die ebenfalls Erfolg haben wollen. So kann es zu wahren Aktienkriegen kommen, wenn ein Unternehmen versucht ein anderes aufzukaufen. Hat man dies geschafft, kontrolliert man dieses Unternehmen wie sein eigenes.
Doch der Gegner schläft nicht und versucht dasselbe.
Außerdem sitzen einem die Aktionäre im Nacken, die auf ordentliche Dividenden hoffen. Enttäuscht man sie zu lange Zeit, wird man gefeuert und das Spiel ist beendet.
Railroad Tycoon 2 macht einfach Spaß. Während am Anfang eines Spiels noch alles übersichtlich ist, wird das Streckennetz im späteren Spielverlauf absolut riesig. Dutzende von Zügen und Bahnhöfen müssen im Auge behalten werden, ebenso die recht umfangreichen Fahrpläne der einzelnen Züge, während Zeitungsanzeigen immer wieder von wichtigen wirtschaftlichen Ereignissen berichten, auf die man auch reagieren sollte. Da heißt es schonmal schnell reagieren und bestimmte Fahrpläne zu ändern, wenn man z.B. nicht will, daß ein Zug endlos lange vor einer geschlossenen Erzmine auf Rohstoffe wartet. Und wer will das schon?
Das Spiel läuft
unter Windows CE, eigentlich ein Schrecken aller Dreamcast-User. Dies hält sich aber in Grenzen.
Die stufenlos drehbar- und zoombare 3D-Optik ist recht flüssig. Man sieht Wasserbewegungen in Flüssen und an der Küste, aus den Schornsteinen von Dampflokomotiven, Häusern und Fabriken kommt Rauch.
Leider nutzt die 3D-Grafik nicht den gesamten Bildschirm aus, aber dies stört eigentlich nicht weiter.
Der Sound besteht aus Zuggeräuschen (wird lauter, wenn man näher an einen Zug heranzoomt) und Western- und Bluesmusik.
Da es mittlerweile sogar schon für 39.- DM erhältlich ist heißt es: Zugreifen solange Vorrat reicht.
Eine neue Speicherkarte sollte man sich aber gleich mitkaufen, denn ein Spielstand (man kann im Gegensatz zur Playstationversion auch WÄHREND des Spiels speichern) ist ca. 30-200 Blöcke groß (abhängig von der Größe des Unternehmens).
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Dreamcast Spiele
- Bei einer Party geht der Bär (oder der Boxer) ab
- gelungenes remake eines klassikers
- Worms bleibt Worms
- Futuristisches Rennspiel in besserer umsetzung
- es gibt bessere spiele
- Was hat uns POD da angetan?
- Jetzt gibt's blaue Augen!
- Kämpfe um Deine Seele!
- Der volle Griff ins Pixel-Klo!
- Urlaub in Hong Kong

