Power Stone 2 (DC)
4 Faustkämpfer für ein Hallelujah! - Power Stone 2 (DC) Dreamcast Spiele

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4 Faustkämpfer für ein Hallelujah!
Power Stone 2 (DC)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

Produkt:

Power Stone 2 (DC)

Datum: 19.01.04, geändert am 19.01.04 (85 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Nachdem ich ja bereits den ersten Teil von Capcom's innovativem Dreamcast-Prügler "Power Stone" unter die Lupe genommen habe, folgt nun der Test zum Nachfolger, der knapp eineinhalb Jahre später auf den Markt geworfen wurde. Der Erfolg des ersten Teiles machte es möglich, immerhin wurde sogar ein Anime zu "Power Stone" gedreht (Vielen Dank an "Shin-chan" für die Info). Ich hatte mir "Power Stone 2" damals als Nippon-Import für schlappe 50 DM ersteigert (als es noch recht neu war), inzwischen bekommt man natürlich auch die PAL-Version für wenige Euro gebraucht hinterher geworfen.




| ° Spielprinzip
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Am mehr als genialen Spielprinzip hat man seitens Capcom natürlich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Nach wie vor steuert man seinen Charakter mit Hilfe von vier Aktionen - Punch, Kick, Jump & Block - durch die 3D-Areale und versucht dabei seine Kontrahenten möglichst effektiv zu verdreschen. Die normalen Attacken halten sich dabei in Grenzen, aber dank sporadisch auftauchender Schatzkisten stehen dem Spieler jede Menge Extrawaffen zur Verfügung (dazu gleich mehr). Herzstück des Titels sind jedoch die namensgebenden "Power Stones", von denen jeder Recke anfangs einen mit sich trägt. Seinem Kontrahenten kann man mit diesen einem beherzten Schlag abluchsen und sobald man den dritten Stein (der irgendwann sporadisch erscheint) aufgesammelt hat, geht's rund. Dann nämlich sind fulminanten Special-Attacken möglich, die gut und gerne mal den halben Bildschirm verwüsten und in der Regel eine mehr als durchschlagende Wirkung haben.

Im Vergleich zum ersten Teil wurde die Kämpferriege um vier neue Recken aufgestockt und beträgt nun ein volles Dutzend kampflustiger Persönchen. Neu dazugekommen sind ein dicker Koch, eine Art junge Mary Poppins im weiten Rock, ein Revolverheld im Lucky Luke-Style und ein älterer Erfinder, die das vorhandene Kämpferfeld um interessante Charaktere ergänzen. Das ist auch gut so, denn die Mitstreiter aus dem ersten Teil waren doch zum größten Teil eher etwas altbacken, da bringen die neuen Kämpfer etwas frischen Wind in den Beat'em'Up-Reigen. Das ändert zwar nicht an der Tatsache, dass es sich mit den Veteranen Fokker und Ryuoma am besten spielt, aber man hat immerhin nun die Möglichkeit auch mal neue Gesichter zu verdreschen.

Auch die Stages an sich wurden erweitert. Zwar gibt es nun nur noch fünf verschiedene Kampfarenen, diese haben es jedoch allesamt in sich. Sie sind nun in verschiedene Bereiche aufgeteilt und im Laufe des Kampfes wird man diese nach und nach erkunden. Man startet beispielsweise im Dschungel vor einem antiken Maja-Tempel, wird dann genötigt dotrhinein zu gehen, nur um kurze Zeit später ganz Indy-like von einer riesigen Steinkugel verfolgt zu werden und sich anschliessend im Inneren des Tempels zu verkloppen. Auf Luftschiffen beginnt ein weiteres Duell und während man noch die dort angebrachten Bordkanonen für sich nutzen will, muss man das Flugzeug verlassen und sich erst einmal im freien Fall mit seinen Widersachern beharken.

Mehr oder weniger sanft gelandet (ja nachdem ob Ihr einen Regenschirm ergattern konntet um Euren Sturz zu bremsen) geht es dann vor den Toren einer Burg eifrig weiter, wo Ihr mal eben die Katapulte oder einen aus dem Burgtor herausfahrenden Panzer für Eure Zwecke missbrauchen dürft. Das sind nur zwei Beispiele gewesen die Euch zeigen sollen, dass im zweiten Teil von "Power Stone" sehr viel mehr Wert auf abwechslungsreiche Stages gelegt wurde. Somit ist es auch nicht weiter tragisch, dass es nur fünf Stages gibt, da diese im Prinzip wie 15 normale Stages in anderen Prügelgames aufgebaut sind. Überall lassen sich Kanonen, Katapulte, Vasen, Laternen, Aufzüge, etc. benutzen und somit wird garantiert, dass in den einzelnen Stages so schnell keine Langeweile aufkommen kann.

Gespielt wird übrigens auf Wunsch nicht mehr nur alleine, sondern in der Regel mit vier Kämpfern gleichzeitig. Vom Spieler können dabei gegen den Computer zwei Recken übernommen werden, man kann also mit einem Freund ein Team bilden und die Computer-Kämpfer verkloppen oder sich mit dem CPU gegen seinen Kumpel verbünden, je nach Lust und Laune. Wer nur mit menschlichen Spielern antreten will, wählt den Versus-Modus. Bis zu drei Freunde dürfen dann zum Pad greifen und sich in hektischen Multiplayer-Duellen beharken, was das Zeug hält. Im Adventure-Modus tritt man dagegen nur alleine an, hat aber eine Stage immer dann absolviert wenn zwei der Mitstreiter ausgeschaltet wurden. Hier werden auch die eingesammelten Waffen sowie die ergatterten Punkte interessant.

In "Power Stone 2" gibt es nämlich einen ausladenden Item-Shop, indem Ihr Euch nicht nur die gesammelten Waffen betrachten könnt, sondern diese auch nach Belieben miteinander kombinieren dürft. Naja, Ihr dürft es versuchen, denn nicht alle Waffen sind natürlich untereinander kompatibel. Klappt es nicht, sind die Waffen verbraucht, aber Ihr erhaltet von der Shop-Besitzerin eine Roulette-Karte und dürft dort dafür noch einmal Euer Glück versuchen, um vielleicht neue Gegenstände zu erhalten. Habt Ihr jedoch die korrekten Waffen kombiniert, dann steht Euch fortan eine völlig neue Wumme zur Verfügung, die nun auch sporadisch in den Schatzkisten der Levels zu finden ist und benutzt werden kann.

Da es insgesamt 120 Gegenstände (u.a. ein Skatebord zu schnelleren Fortbewegung, Plasma-Knarren, Äxte, Brecheisen, Bazookas, Bomben, etc.) zu entdecken gibt ist man hier eine ganze Weile beschäftigt, die vor allem mit dem Sammeln und Kombinieren von Waffen verbracht werden wird. Das ist aber auch gut so, da man auf diese Art und Weise auch im Single-Player-Modus eine Zeit lang beschäftigt ist. Kernstück bleibt aber nach wie vor der mehr als geniale (und überaus unterhaltsame) Vierspieler-Modus, der zwar mitunter ganz schön unübersichtlich werden kann, "Power Stone 2" aber dennoch zum unverzichtbaren Party-Prügler bei jeder Zocker-Session macht.




| ° Grafik & Sound
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Grafisch hat man im Prinzip die Optik des Vorgängers übernommen und mehr oder weniger stark verbessert. Nach wie vor sind Eure Kämpfer im Comic-Look designt und wirken dank der knallbunten Farben wie frisch aus einem Comic entsprungen, was durch das teils abgedrehte Charakterdesign noch verstärkt wird. Die Stages sind nun noch größer und abwechslungsreicher und es gibt nun endlich auch zahlreiche Details im Hintergrund zu entdecken, die die Areale optisch interessanter machen. Die Specials haben zusätzlich noch eine Steigerung erlebt und wirken noch bombastischer und aufwändiger, hier hat man es also mit einer wahren Augenweide zu tun.

Nicht viel verbessert wurde dagegen beim Sound, was vor allem daran liegen dürfte, dass immer noch belanglose, Nippon-typische Hintergrund-Dudeleien das Spielgeschenen untermalen. Die Soundeffekte und Sprachsamples passen, aber auch hier hat man in dem Genre schon Besseres gesehen.




| ° Fazit
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Wer ein ernsthaftes Beat'em'Up sucht, der sollte nach wie vor eher zur Virtua Fighter- oder Soul Calibur-Konkurrenz greifen. Aufgeschlossene Hobby-Klopfer mit Hang zu exzessiven Multiplayer-Duellen kommen aber an "Power Stone 2" einfach nicht vorbei. Was alleine schon Spaß macht, artet mit drei Kumpels am Pad zur heissesten Schlacht seit Bomberman aus und ist ein Garant für durchgezockte Nächte. Die grafische Präsentation ist überzeugend, die unzähligen Extras bieten auch dem Einzelspieler genug Motivation und so verhindert einzig und allein die oftmals aufkommende Hektik auf dem Bildschirm die Glanzwertung von fünf Sternen. In den Schrank eines jeden Dreamcast-Besitzers gehört "Power Stone 2" aber dennoch, soviel steht fest!



In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Ruyomamaster



PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von dem überrascht werden, was den Spieler in einer der Stages nach einem Aufzug erwartet... ;)


Shake Heads!



Fazit: