
Neuester Testbericht: ... die Berge herunterrutschen, und es macht einfach mega Spass! Tricelon heisst es, weil man zudem auch laufen und schwimmen muss, das ist... mehr
Kunterbunte Rutschpartie!
Penpen TriIcelon (DC)

Name des Mitglieds: The-Wishmaster
Produkt:
Penpen TriIcelon (DC)
Datum: 19.01.04, geändert am 19.01.04 (35 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: ...
Nachteile: ...
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Die wunderbare - und teils kunterbunte - Welt der Videospiele hält immer wieder Titel parat, die man sich als Otto Normal-Europäer nur schwer vorstellen kann. Kein Wunder, denn wir haben nicht nur eine andere Mentalität als Japaner sondern auch ein komplett anderes Schönheitsempfinden. So ist es nicht verwunderlich, dass sich aus Nippon die seltsamsten Games auf allen möglichen Konsolen tummeln. Eines davon ist der Dreamcast-Launch-Titel "Pen Pen Tri-Icelon" (so die korrekte Schreibweise, also bitte die Kategoriebezeichnung hier mal dezent ignorieren), welches einem alleine schon dem Titel nach suspekt sein sollte. Aber schauen wir doch mal, was sich hinter diesem Namen verbirgt...
| ° Story
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Da ich mir den Titel vor gut zwei Jahren günstig in einer japanischen Version ersteigert hatte, kann ich zur Story nicht viel sagen. Jedenfalls geht es darum, dass acht mehr als skurrile Meeresbewohner - inklusive Krake, Hai und Pinguin - einen Triathlon veranstalten und auf verschiedenen Strecken danach wetteifern, wer denn der Schnellste von ihnen ist. Dieser Triathlon ist der uns bekannten gleichnamigen Sportart nicht unähnlich, unterscheidet sich aber dennoch in ganz wesentlichen Gesichtspunkten.
| ° Spielprinzip
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Jede der zu bewältigenden Strecken ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, auf denen jeweils eine bestimmte Fortbewegungmethode vorherrscht. Automatisch wird so entweder gewatschelt (denn richtig "laufen" kann eigentlich keiner der Teilnehmer), geschwommen oder - und jetzt kommt's! - auf dem Bauch gerutscht, was einfach nur tierisch aussieht. Vor allem weil dabei jeder Charakter mit den Armen rudern und sich selbst anschieben darf, um noch schneller zu werden. Dabei sind die Strecken nicht automatisch immer gleichmäßig in alle drei Abschnitte unterteilt, sondern können machmal auch nur aus zwei Disziplinen bestehen, dafür darf man dann auf einer anderen Strecke beispielsweise gleich zweimal Rutschen.
Gespielt wird dabei eigentlich nur mit zwei Buttons, die für's Beschleunigen oder Hüpfen verwendet werden. Das Analogpad steuert Eure Figur über den Bildschirm, wobei man je nach Vorliebe auch mit dem Digikreuz agieren kann. Neben dem Arcade-Rennen, bei dem alle Strecken der Reihe nach durchgemacht werden (man muss mindestens Dritter werden, um weiterzukommen), darf man auch alleine im Zeitrennen oder gegen bis zu drei menschliche Mitspieler im Multiplayer-Modus antreten. Verschiedene Boni gibt es übrigens auch zu ergattern, z.B. diverse Hüte oder Mützen für Eure Fahrer/Rutscher, die sich aber nicht auf das Fahrverhalten auswirken sondern einfach nur mehr oder weniger bescheuert aussehen.
Die Stages an sich sind dabei schon recht abwechslungsreich gestaltet und bieten Eisflächen, Rampen, Höhlen und zahlreiche Hindernisse. Dennoch kommt im Singleplayer-Modus recht schnell Langeweile auf, da das Game nicht sonderlich schwer ist und man schnell alle Strecken durchgespielt hat. Somit bleibt der Multiplayer-Modus für nette Duelle zwischendurch, aber auch hier wird nicht sonderlich lange gespielt werden. Da es keine Waffen im Sinne von Mario Kart gibt, kann man sich auch nicht mit seinen Kontrahenten beharken, lediglich ein "Umrutschen" von hinten ist möglich. Das reicht aber nicht aus um hier auf Dauer zu motivieren, weswegen das Game eigentlich nur für die jüngere Generation interessant sein dürfte.
| ° Grafik & Sound
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Grafisch kann der Titel leider auch nicht unbedingt überzeugen, was schon an der Natur der Sache von Fungames jeglicher Art liegen dürfte. Wir haben es mit knuddelbunter Comicgrafik zu tun, die an sich ja ganz nett ist, aber schon damals bestenfalls gutes N64-Niveau hatte. Klar, die Auflösung war etwas höher und mit den nervigen Nebel-Effekten des N64 musste man sich nicht herumschlagen, abgesehen davon hätte "Pen Pen" mit dieser Grafik aber auch auf der betagten Nintendo-Konsole realisiert werden können. Kiddies werden sich bestimmt an den bunten Charakteren und deren skurriler Optik erfreuen, Technik-Puristen kann aber nicht mal der ein oder andere Spiegeleffekt auf Eisflächen hinter dem Ofen hervorlocken. Zudem mischen sich einige Grafik- und Clippingfehler mit ins Spielgeschehen, was eigentlich nicht hätte sein müssen - aber der Titel sollte eben rechtzeitig zum Nippon-Release fertig sein.
Ähnlich sieht es deswegen auch mit dem Sound aus. Die Soundeffekte passen zwar gut zum actionreichen Geschenen auf dem Bildschirm, können aber natürlich keine Maßstäbe setzen. Immerhin gibt es für jeden Charakter mehrere Sprachsamples, deren Japano-Bedeutung mir aber bisher verborgen blieb. Die Hintergrundmusik ist nett gemacht, aber nicht gerade sehr eingängig und ist bald vergessen, immerhin nervt sie aber nicht mit piepsigem Gedudel.
| ° Fazit
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Trotz guter Ansätze bleibt "Pen Pen Tri-Icelon" leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. An sich hätte der lustige Triathlon mit Watscheln, Schwimmen und Rutschen nämlich sicher eine spaßige Angelegenheit werden können, aber der viel zu simple Ablauf und das Fehlen motivierender Features wie Waffen oder anderen Extras (vergleicht man das Game vom Prinzip her mal grob mit Mario Kart) erlauben hier keine höhere Wertung als mittelmäßige drei Sterne, zumal man technisch selbst in der Anfangszeit der Dreamcast schon Besseres gesehen hat. Meine Empfehlung geht daher lediglich an Spielesammler und Kuriositätenliebhaber, die den Titel in der Regel für wenige Euro gebraucht ersteigern können.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-PenPenmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen beim Rutschen an einen Eisblock knallen... ;)
Shake Heads!
Fazit:
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