
Neuester Testbericht: ... Jagd der beteiligten Länder und verschiedener Terroristen auf die neue Technologie! Sega Dreamcast Spielesoftware "Maken... mehr
Ein wirklicher Reinfall
Maken X (DC)

Name des Mitglieds: Sonic23
Produkt:
Maken X (DC)
Datum: 01.09.00, geändert am 01.09.00 (103 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Siehe Text
Nachteile: Siehe Text
Ich denke, dass Ego-Shooter auf der Dreamcast wirklich spärlich gesät sind, doch hier haben wir einen dieser seltenen Titeln. Maken X ist zwar bereits vor etwa 2 Jahren in Japan erschienen, doch man musste die deutsche Fassung lokalisieren. Der Grund ist einfach, denn in der japanischen Version trugen die Gegner noch Hakenkreuz-Embleme auf ihren Uniformen. Die Japaner stehen halt auf den 2.Weltkrieg, doch diese Version des Spiels wäre in Europa wohl nicht so gut angekommen. Also mich hätte das nicht so gestört, doch das ist wahrscheinlich nur eine Meinung eines unwichtigen Konsumenten.
Die Handlung des Spiels beginnt mit einer langen Cut-Scene Sequenz in einem Forschungslabor, in dem gerade ein sehr problematischer Versuch durchgeführt wird. Man versucht das dämonische Schwert „Maken", welches noch ohne Seele ist, zum Leben zu erwecken. Bis zu diesem Zeitpunkt ist Maken noch in einem Energiefeld eingeschlossen. Doch plötzlich dringt ein gegnerischer Soldat in das Labor ein und richtet ein Intermezzo an, und dann entführt er noch den Chef-Wissenschaftler. Seine Tochter will ihn retten, dazu nimmt sie das Schwert Maken. Sie weiss, dass von nun an ihre Seele in diesem Schwert gefangen sein wird, doch trotzdem benötigt sie es auf der Suche nach ihrem Vater.
In diesem Spiel übernehmt ihr die Rolle des geheimnisvollen Schwert Maken, welches die Fähigkeit hat Besitz von menschlichen Körpern zu ergreifen und diese für die eignen Zwecke zu manipulieren. Im Laufe des Spiels wird man sehr oft den Körper wechseln, um einen stärkeren Charakter zu „dirigieren", oder um durch spezielle Charaktere an verschiedene Orte zu gelangen.
Das gesamte Spiel ist in der Ego-Perspektive, wie man es aus den PC-Shootern kennt. Doch wenn man sich denkt, dass man nun ein riesiges Waffenarsenal hat, dann irrt man sich. Es gibt eigentlich keine Waffen, welche man aus Distanz gebrauchen könnte, man muss den Feind mit Hieb- und Stichwaffen töten. Anfangs h
atte ich wirklich grosse Probleme mit der ausgeklügelten Steuerung, doch nach einiger Zeit konnte ich auch taktisch sehr anspruchsvolle kämpfe ausfechten. Das sah dann ähnlich aus wie ein Kampf der Jedi-Ritter aus Star Wars.
Ich denke, dass man schon bemerkt, dass Maken X aus der absoluten Anfangszeit des Dreamcast ist, denn die Grafik ist eher mässig. Die Levels sind auch eher langweilig gestaltet worden. Die Locations sind zwar sehr abwechslungsreich gewählt, doch absolut stümperhaft umgesetzt. Es hat auch beinahe keine speziellen Gags, welche ein Spiel einfach zu einem Hit machen. Auch die Gegner-KL ist einfach ein Witz. Die sind absolut bescheuert und bringen sich teilweise auch direkt selber um. Auch die vielen Zwischensequenzen sind sehr lange und lassen sich nicht völlig überspringen. Die Geschichte wäre ja vielleicht noch interessant, doch sie ist einfach mies rübergebracht worden.
Der Sound ist eigentlich nicht einmal durchschnittlich, auch die sonstigen Soundeffekte sind einfach lächerlich. Was ich auch noch zu bemängeln habe, sind die viel zu raren Speicherpunkte, welche im Spiel absolut notwendig wären. Das Spiel bietet einiges an Spannung, doch die begrenzt sich auch nur auf die Frage wer denn der nächste Gegner ist und wie man ihn bekämpfen kann. Auch die Spielmodi Mangelware in diesem Spiel, es gibt nur einen Adventure-Modus.
Alles in allem kann ich dieses Spiel nur jenen empfehlen, die keinen Computer haben und denen, die nicht länger auf die Dreamcast-Version von Half Life warten können, denn das Spiel wird absolute Spitzenklasse.
Ich hoffe, dass ich euch ein wenig mit diesem Bericht helfen konnte. Wenn ihr noch Interesse habt, lest einfach noch ein paar meiner anderen Berichte an.
mfg Sonic23
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Dreamcast Spiele


18.10.00
Gibt's nicht viel zu sagen: dem kann ich voll und ganz zustimmen! Gruß, Oliver