Looney Tunes - Space Race (DC)
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Leg Dich nicht mit mir an, Freundchen!
Looney Tunes - Space Race (DC)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

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Looney Tunes - Space Race (DC)

Datum: 19.01.04, geändert am 19.01.04 (108 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Lang, lang ist es her, dass ich das letzte Mal von einem Videospiel berichtet habe. Mag sicher daran liegen, dass ich in den vergangenen Monaten sehr wenig Zeit für eines meiner einst liebsten Hobbys hatte. Deswegen hab ich mal wieder mein Spielarchiv durchwühlt und habe dabei einen Titel hervorgekramt, den ich Euch unbedingt vorstellen möchte. Zum einen, weil er wohl eher zu den unbekannteren Titeln für Sega's Dreamcast gehört, zum anderen, weil es aber ein einfach gelungenes Spiel ist. "Looney Tunes Space Race" lautet der Name und das Game stammt aus dem Hause "Infogrames". Im Dezember 2000 erschien der Titel für die Dreamcast, die Playstation und den PC.


~~~Das Spielprinzip~~~

Ihr übernehmt hierbei in einer Mischung aus "Mario Kart" und "WipEout" die Rolle eines Looney Tunes-Helden und steuert auf etlichen Strecken Euer Gefährt durch das Weltall. Ihr fahrt dabei normalerweise im "Single Race Modus", wobei Ihr anfangs nur auf die ersten drei Strecken zugreifen könnt. Beendet Ihr eines der Rennen als erster auf dem Siegertreppchen, so werden weitere Strecken frei geschaltet. Insgesamt lassen sich so 12 Strecken frei spielen.

Im "Multi Player Modus" dürfen bis zu drei Kumpels noch zum Joypad greifen und sich entweder alleine mit Euch oder gegen zwei weitere Computergegner auf den bereits frei gespielten Kursen ihr Können demonstrieren.

Und dann gibt es da noch den "Story Modus", bei dem Euch verschiedene Aufgaben gestellt werden, die Ihr - in Kombination mit dem obersten Platz auf dem Siegertreppchen natürlich - erfüllen müsst. So hagelt es auf der einen Strecke beispielsweise ständig Ambosse und Klaviere, die in schöner Regelmäßigkeit die Fahrer plätten. Mal stehen Euch unbegrenzt Turbos zur Verfügung, mal gar keine oder Ihr dürft Euch mit dem tasmanischen Teufel als besonderer Gegner herumschlagen. Vorgegebene Bestzeiten müssen dabei natürlich auch noch unterboten werden und bringen Euch ein paar Bonusmünzen, die Euch in der entsprechenden Kategorie Bilder aus der Artwork-Gallerie oder zusätzliche Fahrer frei schalten.


~~~Die Fahrer~~~

Das herkömmliche Fahrerfeld setzt sich aus insgesamt sechs Charakteren zusammen, die wohl jeder kennen müsste: Allen voran natürlich Bugs Bunny auf seinem Karottenflitzer, dürft Ihr auch mit dem "kleinen schwarzen Entlein" Daffy Duck, dem Koyoten, Sylvester, Yosemite Sam oder "Hobbyjäger" Elmar ins Rennen begeben. Des weiteren lassen sich noch Marvin der Marsmensch in seiner fliegenden Untertasse sowie Schweinchen Dick auf seinem Hoover-Traktor erspielen, die sich allesamt in den Fahreigenschaften wie z.B. Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Kurvenlage voneinander unterscheiden. Als Konkurrenten stehen Euch außerdem noch auf bestimmten Strecken die nette Oma in ihrem alten Tucker-Wagen sowie den wild über die Pisten wirbelnden tasmanischen Teufel im Weg.


~~~Die Strecken~~~

Hier werden dem geneigten Spieler insgesamt 14 Strecken geboten, wie sie abwechslungsreicher (fast) nicht sein könnten. Scharfe Kurven wechseln sich mit Steigungen und Gefällen ab, mal rast in durch einen Tunnel, dann wieder nehmt Ihr Anlauf und fliegt über einen weiten Abgrund. Zudem versperren Euch mitunter "Acme"-Kisten den Weg, während auf einer Strecke Ihr sogar schnurstracks auf ein riesiges Metall-Maul zufliegt, das immer wieder zuklappt und Ihr schon den richtigen Moment erwischen müsst, um nicht von den gefräßigen Wolfszähnen zerquetscht zu werden.

Dabei wird Euer Blick immer wieder von den zerklüfteten Canyons im wilden Westen, glühenden Galaxien und malerischen Spiralnebeln im Hintergrund abgelenkt, Lastenkräne mit Acme-Kisten, wirbelnde Karussells auf einem intergalaktischen Jahrmarkt und vorbeischwebende Außerirdische sorgen für zusätzliche Abwechslung.


~~~Die Extras~~~

Wenn man nur friedlich nebeneinander herfahren würde, wäre es wohl auf die Dauer ein wenig eintönig. Um etwas mehr Action in das Game zu bringen, hat man sich diverse Spezialwaffen einfallen lassen, mit denen Ihr Eure Gegner malträtieren könnt. Rauscht Ihr durch eine der immer wieder auf der Strecke auftauchenden Kisten, wird Euch per Zufallsgenerator einer der zahlreichen Bonusgegenstände zugelost, die Ihr dann zum Einsatz bringen könnt:

Zielsuchende Raketen jagen den nächsten Fahrer vor Euch, ein Expander-Boxhandschuh versetzt Eurem Kontrahenten einen ordentlichen Schub, eine Bombe lässt das gegnerische Gefährt Purzelbäume schlagen, eine kleine Sprühflasche erzeugt eine große, dunkle Gewitterwolke, die mit einem Blitzschlag und einem gewaltigen "Kawumms" ihr Opfer verkohlt, ein Kleeblatt schützt Euch kurzzeitig vor feindlichen Angriffen und wenn Ihr eine Fernsteuerung bekommt, könnt Ihr durch einen beherzten Druck aus den Auslöser Eurem Kontrahenten entweder unter einem Amboss, einer Statue oder einem Klavier begraben. Besonders fiese Fernbedienungen schicken einen fliegenden, rosafarbenen Elefanten aus den erstplatzierten Fahrer...

Und wer fleißig kleine grüne Fläschchen sammelt, darf sich nach der fünften Pulle einen enormen Turbo-Schub verpassen und in nahezu Lichtgeschwindigkeit über die Pisten rasen.


~~~Die Grafik~~~

Optisch präsentiert sich das Spiel - angesichts der Tatsache, dass es nun doch schon eineinhalb Jahre auf dem Buckel hat - trotzdem ohne größeren Makel. Für die Gestaltung der Fahrer wurde die damals neu entwickelte Comic-Shading-Technologie verwendet, die in dem Skateboard-Grafitti-Game "Jet Set Radio" erstmals zum Einsatz kam und die unsere Comichelden wir frisch aus der Serie entsprungen auf unsere Mattscheibe zaubert. Die Animationen der Charaktere sind gut gelungen und teilweise echt witzig, passen einfach wie die Faust aufs Auge zu diesem Comic-Racer. Auch die Hintergründe und andere Objekte wurden mit der Comic-Shading-Technologie gestaltet, so dass man sich hier sofort in ein knallbuntes Comicuniversum hineinversetzt fühlt.

Im Einzelspielermodus fegt man während des Rennens flott über die Pisten, ab zwei Spielern kann es jedoch bei massivem Einsatz von Extrawaffen, insbesondere Bomben, ab und zu mal zu leichtem Ruckeln kommen, was aber den Spielspaß nur minimalst trüben kann. Abgesehen davon gibt es aber rein optisch, bzw. technisch nichts an "Looney Tunes Space Race" auszusetzen.


~~~Der Sound~~~

Soundtechnisch gesehen bietet man den Spielern nette Begleitmusiken mit Comic-Flair, die das Spielgeschehen passend untermalen. Besonders hervorzuheben wäre hier noch die exzellente Sprachausgabe, welche den Protagonisten mitunter echt witzige Sprüche entlockt, während sie sich im Renngeschehen auf der Kursen tummeln. Einziger Wermutstropfen: Auf die Original-Stimmen aus den Cartoons musst Ihr leider verzichten, aber die gewählten Sprecher machen ihre Aufgabe trotzdem ganz ordentlich.


~~~Fazit~~~

Wer schon Spiele wie das anfangs erwähnte "Mario Kart" mochte, wird sicher auch mit "Looney Tunes Space Race" seine helle Freude haben. Die Strecken sind ausgeklügelt, die Grafik einfach gelungen, die Eigenschaften der Fahrer gut verteilt und die aberwitzigen Extras sorgen für zusätzliche Unterhaltung. Klar, eine Art "Grand Prix"-Modus wie bei der Konkurrenz, in dem man dann um Punkte alle Strecken der Reihe nach fahren darf, wäre sicher schön gewesen, aber man kann eben nicht alles haben. Als weiterer Kritikpunkt sei noch erwähnt, dass die Computergegner teilweise echt fies werden können und einen schon mal knapp vor der Ziellinie noch gnadenlos zubomben. Da die Situation der Dreamcast ja mittlerweile leider nicht mehr allzu rosig aussieht, dürfte man dieses Game meist nur noch gebraucht bekommen. Das hat auf der anderen Suche aber auch den Vorteil, dass man "Looney Tunes Space Race" schon relativ günstig erwerben kann. Haltet also einfach mal sie Augen offen, es lohnt sich!


In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Spacemaster

Fazit: