


Neuester Testbericht: ... Leute zu evakuieren, doch hat die Terrorkampagne der Aliens erst begonnen. Geziehlte Angriffe auf irdische Weltraumzentren und zunehmen... mehr
Alien-Invasion
Incoming (DC)

Name des Mitglieds: Yasmina24
Produkt:
Incoming (DC)
Datum: 07.03.05, geändert am 02.04.05 (62 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Schöne Optik mit gelungenen Explosionen und Lichteffekten, durch 60-Hz-Modus in Vollbild, pausenlose Action, gute deutsche Sprachausgabe, anfangs sehr motivierend
Nachteile: Zu wenig Abwechslung, alles wiederholt sich mit der Zeit, Gegner verhalten sich immer gleich, kein umfangreiches Waffenarsenal, keine vorhandenen Zwischensequenzen zur Auflockerung des Spielverlaufs, es wird nach wenigen Stunden sehr langweilig
Ausnahmsweise berichte ich Euch jetzt von einem Videospiel für Segas Dreamcast, in dem es eigentlich nur um Action, Action und dann auch noch Action geht, welches somit einem Genre angehört, mit dem ich nur äußerst selten zu tun habe. Da „Incoming“ aber ein Bestandteil unserer Dreamcastsammlung ist, berichte ich trotzdem kurz darüber, denn in meinen Augen hat dieses kurzweilige Ballerspiel eine Erwähnung verdient.
Von der Geschichte dürft Ihr traditionsgemäß bei solchen Actionspielen nicht besonders viel erwarten, eine mitreißende Handlung, welche Euch fasziniert und in ihren Bann zieht, schon einmal gar nicht. Vielmehr geht es wieder einmal darum, den bösen Außerirdischen das Fürchten zu lehren und dies geht ja (so wie immer eigentlich) nur mit Gewalt. Es sind also wieder einmal die fiesen Aliens, welche unseren Planeten bedrohen und so beschießen wir diese sowohl vom Boden aus als auch in der Luft. Dabei wechselt Ihr die ganze Zeit hin und her, schießt von einem Geschützturm aus auf die feindlichen Jäger am Himmel und steigt von dem Panzer kurz darauf in einen Kampfhubschrauber, um Eure Mission „weiter oben“ fortzusetzen.
Die Ziele Eurer Missionen ähneln sich dabei allerdings sehr, Ihr müsst die unter Euren Schutz gestellte Einheiten eskortieren, die zahlreichen Feinde am Boden und in der Luft zerstören und dabei natürlich selber alles möglichst heil überstehen. Die Orientierung werdet Ihr in diesem Actionspektakel nicht verlieren, denn trotz der tosenden Action behaltet Ihr durch einen Markierungspfeil den Überblick, welcher Euch nämlich zeigt, wohin Eure Reise zu gehen hat. Zusätzlich werdet Ihr von einem Sirenensignal gewarnt, sollte sich Euch eine feindliche Einheit bedrohlich nähern und eine Stimme in guter deutscher Sprachausgabe unterstützt Euch bei dieser europäischen Pal-Version zusätzlich.
Wer von Euch jetzt meint, dass diese Art von Videospielen oft viel zu hektisch und meistens auch ziemlich schwierig ist, hat zwar im Grunde Recht, doch hier bei „Incoming“ gibt es drei Schwierigkeitsgrade, so dass niemand von Euch frustriert oder gelangweilt sein sollte, egal wie es mit Euren ganz speziellen Fähigkeiten bei solchen Videospielen grundsätzlich aussieht. Ich selber probierte den Arcademodus auf dem niedrigsten Schwierigkeitsniveau aus, denn in diesem Modus heißt es, einfach „nur“ so lange wie möglich zu überleben und das wurde mir auf den höheren Niveaus einfach zu schwierig. So aber kommt praktisch jeder Videospielfan bei diesem Dreamcastspiel auf seine Kosten.
Die Grafik von „Incoming“ würde ich als durchaus „gut“ bezeichnen, denn nicht zuletzt dank des 60-Hz-Modus läuft die Grafik immer sehr flüssig, in Originalgeschwindigkeit (verglichen mit der japanischen Originalversion) und ohne die ärgerlichen dicken schwarzen Pal-Balken, welche wir sonst im normalen 50-Hz-Modus ganz sicher hätten bestaunen müssen. Stattdessen genießen wir im Vollbildmodus einen flüssigen Spielverlauf mit großen Fahrzeugen, tollen Lichteffekten und wirklich beeindruckenden Explosionen. Da auch die Hintergründe sehr farbenfroh und erstaunlich detailreich gezeichnet sind, bin ich in diesem Punkt absolut zufrieden. Der Soundtrack enttäuscht allerdings zumindest etwas, da hatte ich doch viel mitreißendere Klänge erwartet beziehungsweise mir erhofft. Immerhin ist die deutsche Sprachausgabe sehr gelungen, doch reicht es zumindest in diesem Punkt nur zu einer eher durchschnittlichen Qualität.
Die schwerwiegenderen Schwächen liegen aber leider ganz woanders, nämlich in der Monotonie, die sich so langsam aber sicher immer mehr einschleicht, das ist eigentlich der große Schwachpunkt bei „Incoming“. Große Abwechslung oder völlig neue Herausforderungen gibt es nämlich nicht, wie vorhin schon kurz erwähnt, geht es eigentlich nur ums Abschießen und Überleben, davon abweichende Missionsziele oder gar überraschende Spielmomente gibt es nicht. Leider gibt es auch keine Zwischensequenzen oder etwas Ähnliches, was den Spielverlauf etwas auflockern könnte und die Art und Weise wie die Feinde vorgehen und wie Ihr Euch der Angriffe erwehren könnt, bleiben auch immer gleich, über ein riesiges Waffenarsenal verfügt Ihr nämlich nicht, hauptsächlich wechselt Ihr vom Boden in die Luft und umgekehrt und schießt dabei und schießt und schießt und schießt und das solange, bis nichts mehr vom Feind oder von Euch übrig ist.
Die Motivationskurve, welche am Anfang sicherlich nicht zuletzt aufgrund der schönen Optik und der enormen Action nach oben schnellte, sinkt nach wenigen Stunden praktisch im Steilflug nach unten und rettet sich aufgrund der aufkommenden Langeweile so gerade eben über die Ziellinie, daher gibt es noch eine vorsichtige Empfehlung von mir an alle Dreamcast-Besitzer/innen.
Fazit:
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