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Jetzt könnt ihr was erleben, ihr Landratten!
Hydro Thunder (DC)

Name des Mitglieds: RandalFlag2
Produkt:
Hydro Thunder (DC)
Datum: 08.10.02, geändert am 07.08.10 (49 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gute Grafik
Nachteile: zu wenig Spielmodi
Nach einer leider etwas längeren Zeit präsentiere ich Euch mal wieder eines meiner geliebten Dreamcast-Spiele. Weil mir einfach so danach ist, stelle ich den Action-Racer ?Hydro Thunder? vor.
Wer hat noch nicht davon geträumt, mit einem ultrascharfen Flitzer durch die Wellen zu brettern? Aber entweder ist der Kontostand für so ein Superboot zu knapp, oder Du wirst leicht seekrank. Na ja, wer eine Dreamcast besitzt, kann den ultimativen Kick auch interaktiv erleben. Die ewigen Autorennspiele haben sich doch schon so was von abgenutzt. Immer brav seine Runden fahren... *gäääähn*
Midway hat da mal volle Action in ein Spiel gepackt, bei dem die hundertste Wiederholung derselben Strecke Spaß macht und irgendwie keine Langeweile aufkommt. Aber wie schafft Midway es, dass sich Hydro Thunder nicht abnutzt, also auf Dauer der Spielspaß erhalten bleibt? Ganz ehrlich, ich kann es nicht sagen. Tatsache ist, dass es so ist.
Bevor ich das Spiel genauer erkläre, erfahrt Ihr mal die Story des Rennspiels im nassen Element... (vom Handbuch in der Formulierung leicht abgeändert)
Du hast Dein Bankkonto überzogen und Dir Dein eigenes Boot zugelegt. Nach langer Arbeit ist es zu einem Superboot aufgemotzt, mit dem Du sicher bist mehr Rennen zu gewinnen, als Du zählen kannst.
Eines Tages kommt diese Herausforderung in Form eines versiegelten Umschlags ohne Adresse. Nur die Worte Hydro Thunder Racing Association (kurz: H.T.R.A.) steht auf dem Umschlag. Ein blaues Blatt Papier mit Deinem Namen sagt einach: ?Sie sind zum ständigen Mitglied der H.T.R.A. berufen worden.? Darunter eine Karte und ein Datum. Der nächste, geheime Austragungsort eines Rennens!
Du hast noch nichts von der H.T.R.A. gehört? Wirklich nicht? Das sind die härtesten und fiesesten Jungs, die es gibt. Niemand weiß, an welchem feuchten Ort sie ihre illegalen Rennen als nächstes austragen werden. Dieser Untergrundclan von abenteuerlichen, abtrünnigen Rennfahrern ist durch nichts aufzuhalten.
Kein Ort ist ihnen heilig. Es ist nirgends zu dunkel, keine unerforschte Wasserstrecke ist zu gefährlich. Keine Richtlinien. Keine Regeln. Keine Manieren. Kein Gesetz. Diese Jungs machen toternst und haben nur ein Ziel: alles daran setzen, die Ziellinie als erster zu überqueren.
Soviel zur Story, die meiner Meinung nach etwas dürftig ist. Klingt einfach erdacht, aber eine Story ist für dieses Spiel total unwichtig. Es zählt der Spaß ? die Action!
Grafisch ist Hydro Thunder erste Sahne. Die unterschiedlichen Superboote haben jeweils ihr eigenes Fahrverhalten, Stärken und Schwächen. Einige sehen aus wie Pfeile, andere wie Düsenjets oder fliegende Untertassen. Da sollte jeder Spieler für sich herausfinden, welches Boot am besten zu ihm passt.
Die Rennstrecken sind wie die Boote in drei verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt: easy, middle, hard! Für jede Kategorie gibt es jeweils drei Strecken und drei Boote. Werden alle leichten Strecken mit mindestens Platz 3 absolviert, werden die mittelschweren Strecken und Boote freigespielt, die auch viel interessanter sind. Werden sämtliche mittlere Strecken mit mindestens Platz 2 absolviert, sind die harten Strecken und die harten Boote zu spielen. Erst, wenn davon alle drei Strecken mit Platz 1 belegt sind, wird eine Bonusstrecke freigespielt. Es gibt vier Bonusstrecken und Bonusboote, von denen immer eins frei ist, wenn das vorherige mit Platz 1 gemeistert wurde.
Falls es interessiert, stelle ich (ausgenommen Bonus) die Strecken und Boote ganz schnell mal vor:
Easy-Strecken:
Thunder Park, Lost Island und Arctic Circle
Middle-Strecken:
Greece Islands, Lake Powell und The Far East
Hard-Strecken:
Ship Graveyard, Venice Canals und New York Disaster
Easy-Boote:
Damn the Torpedos; Midway und Miss Behave
Middle-Boote:
Banshee, Tidle Blade und Thrasher
Hard-Boote:
Cutthroat, Red Hazard und Razorback
Besonders cool wirkt die Stimme, die bei der Ausw
ahl ertönt. Der Name der Strecke und der Boote wird mit begeistertem Ton nachgesprochen. Gehst Du auf die Auswahl der harten Strecken, flammt ein Feuer über der Auswahl auf, eine Alarmsirene ertönt und die männliche Stimme ruft: ?Experts only!?
Beginnt das Rennen, zählt die Stimme den Countdown runter: ?Three! Two! One! Go! Go! Goooo!?
Sobald Du die Ziellinie erreichst, ruft die Stimme den belegten Platz, damit Du es auch akustisch hören kannst.
Außer im Thunder Park und zwei Bonusstrecken geht es nicht nach Runden, sondern nach längeren Strecken bis zum Ziel (wie bei The Need for Speed). Der Spieler bekommt immer Startplatz 16/16. Natürlich sollten möglichst alle gegnerischen Boote während des Rennens überholt werden. Es ist alles erlaubt: überholen, drängeln, stoßen, springen, rammen...
Mit einem gekonnten ?Hydro-Jump? kann das Boot springen, was einige Vorteile verschaffen kann. Es gibt Turbo-Power-Ups, mit denen eine gewisse Zeit der Turbo eingelegt werden kann (im Spiel die Mighty Hull Technologie). Ein paar davon können nur durch einen Sprung erreicht werden, sowie einige der Secrets. Secrets sind in Hydro Thunder versteckte Abkürzungen, die aber leicht ausfindig gemacht werden können. Siehst Du einen Wasserfall, probier doch mal hindurchzufahren. Meistens gibt es darin einen Tunnel, der den Weg abkürzt oder uns ein paar nette Turbos beschert. Es gibt viele Möglichkeiten, sich an die Spitze zu mogeln. Sprungschanzen und Wasserfälle abwärts sind keine Seltenheit. Besonders interessant machen Hydro Thunder aber die Gestaltung der Levels. Grafisch ist alles liebevoll durchdacht. Die Strecken erwecken buchstäblich durch plötzliche Ereignisse zum Leben, wenn zum Beispiel der Mississippi-Dampfer zwischen den flitzenden Superbooten tuckert (die armen Passagiere), oder die Wasserwacht (vergeblich) für Ruhe und Ordnung sorgt. Sogar die Umgebung sorgt für spannende Überraschungen. Es kommt schon mal vor, dass Balken umkrachen, was aber weniger die Fahrt
behindert.
Der starke Sound und das Gameplay sind ein weiterer Punkt, der Hydro Thunder so genial macht.
Wie schon gesagt, die Action während einem Rennen ist phänomenal. Es ist halt nicht ein Rennspiel wie alle anderen. Hier geht es richtig zur Sache.
Auch der 2-Spieler-Modus ist gelungen. Mit spannenden Kopf-an-Kopf-Duellen kannst Du Deinen Freunden beweisen, wer der bessere Superbootfahrer ist. Leider gibt es nicht die Möglichkeit Computergegner mitfahren zu lassen.
Was ich stark an Hydro Thunder bemängel, ist die Vielfalt an Spielmodi. Du hast NUR Einzelstrecken, die Du fahren kannst. Es gibt keine Siegerpunkte (nur eine Highscoreliste für jede einzelne Strecke für Bestzeiten), kein Preisgeld, gar nichts. Es zählt nur möglichst gut zu sein, um weitere Schwierigkeitsgradstufen freizuspielen. Eine Meisterschaft? Leider nein, das hätte Hydro Thunder noch interessanter gemacht. Die Schwierigkeit des Spiels ist auch etwas übertrieben. Die Gegnerzeiten sind sehr unrealistisch (wie eigentlich das gesamte Spiel, wenn z.B. das Wasser aufwärts fließt), denn den ersten Platz zu machen ist verdammt hart. Da kannst Du mit einer bestimmten Zeit Platz 2 machen und wirst beim nächsten Versuch mit einer noch besseren Zeit Platz 4. Gewinnen kannst Du nur, indem Du eine bestimmte Taktik durch Turbo und Rammern einsetzt. Dadurch verlieren die Gegner Zeit und alle vorne liegenden Boote werden langsamer, bis sich das von Dir gerammte Boot wieder im Griff hat. Wegen all diesen Mängeln ziehe ich dem Spiel auch ein Sternchen ab. Trotzdem kann ich es jedem wärmstens empfehlen, der ein gutes Rennen kombiniert mit irrer Action liebt. Ich selber habe ein paar Monate gebraucht sämtliche Strecken zu meistern, was mir aber eine lange Zeit irren Spielspaß beschert hat.
Die Verpackung ist die übliche blaue Dreamcast-Hülle. Das Cover zeigt auf der Oberseite das Logo ?Hydro Thunder?. Das Coverbild des 1999 erschienenen Rennspiels zeigt die Action im Geschehen. Di
rekt nach dem Abfall eines Wasserfalls kämpfen drei Boote mit aktiven Turbo um die Spitze. Zu sehen sind Banshee (Mitte oben), Razorback (links) und Tidal Blade (rechts). Auf der GD ist ein Ausschnitt dieses Covers in blau-weißer Grafik abgebildet.
Da ich das Spiel in einem ganzen Set in Ebay ersteigert habe, kann ich keine genauen Angaben über den Preis sagen. Da die älteren DC-Spiele durch das Aus der Dreamcast sehr günstig geworden sind, schätze ich den Neupreis auf maximal 15 Euro. Ein lohnenswertes Schnäppchen, das viele Stunden Spielspaß garantiert. Oder seid Ihr einfach nur Landratten oder keine Dreamcastbesitzer?
Fazit: jede Menge Spielspaß
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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