
Neuester Testbericht: ... die Rennstrecken sind authentisch gestaltet, zu ein paar PopUps hier und dort kommt es aber trotz 128 Bit immer noch. Was mir noch beso... mehr
Viel Spiel für wenig Geld
F1 World Grand Prix (DC)

Name des Mitglieds: Fojin
Produkt:
F1 World Grand Prix (DC)
Datum: 24.07.02, geändert am 24.07.02 (43 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: offizielle Lizenz, gute Grafik, recht gute Steuerung
Nachteile: veraltet, schwache KI, Boxenfunk schlecht verständlich
Nachdem ich Dooyoo in der letzten Zeit etwas vernachlässigt habe (Login-Daten verschlampt und zu faul, das Passwort anzufordern *g*), möchte ich nun auch hier wieder meine Testberichte und Meinungen einstellen. :)
Heute kommen wir mal wieder zu einem Dreamcast-Spiel, das ich mir vor einiger Zeit für wenig Geld bestellt habe.
Es handelt sich um "F1 World Grand Prix" für den Dreamcast, welches die FIA Lizenz von 1998 besitzt und die erste Formel 1 Simulation auf Segas 128-Bitter war.
--- Technik ---
Stürzen wir uns gleich hinein ins Geschehen mit ein paar Infos zur - um es schon vorwegzunehmen - gelungenen Technik.
Wie man es von einem Dreamcast-Spiel erwarten kann (muss), sind die Autos sehr detailliert gestaltet und warten mit ein paar netten Details wie Spiegelungen an der Karosserie und Schmutz auf den Reifen nach dem Durchfahren eines Kiesbetts auf. Natürlich kann die Darstellung dieser Details nicht mehr ganz mit den Effekten des Nachfolgers (ebenfalls auf DC) mithalten, aber schön anzusehen ist es allemal noch. :) Auch die Rennstrecken sind authentisch gestaltet, zu ein paar PopUps hier und dort kommt es aber trotz 128 Bit immer noch. Was mir noch besonders gut an der Grafik gefallen hat waren vor allem die Wetterffekte, denn bei Regen sieht man wie in der Realität durch Gischt und Nebel fast gar nichts und gerade in der Cockpit-Perspektive muss man sich vorsichtig über die Strecke tasten und darauf achten, nicht vom Kurs abzukommen.
--- Sound ---
Wer die N64-Vorgänger kennt, weiß, dass der Sound bei einem Spiel der F1 World Grand Prix Reihe eigentlich gelungen sein muss. Und dem ist auch hier so, denn die Soundeffekte der Autos und der Zuschauer hören sich recht realistisch an und lassen Stimmung aufkommen. Einzig der Boxenfunk ist etwas schlechter verständlich als bei den Vorgängern, aber zum Glück kann man ja Untertitel hinzuschalten.
Die Musik des Spiels (während der Rennen und im
Menü) ist auch ganz akzeptabel, wenn auch nicht gerade berauschend, aber bei einem Rennspiel ist die Musik meiner Meinung nach sowieso nur zweitrangig. Zur Not kann man sie ja auch abstellen.
--- Gameplay ---
Als letztes kommen wir zum Kernstück eines jeden Spiels, zum Gameplay.
Wie üblich kann man sich durch das Menü steuern und klicken und dabei an Grafik- und Sound-Optionen arbeiten oder gleich einen Modus zum Spielen auswählen. Wie bei fast jedem F1-Spiel kann man zwischen einzelnem Rennen, Zeitfahren (inklusive Ghost-Car), Zweispielermodus oder Weltmeisterschaft die Wahl treffen. Im Rennen fährt man auf einem beliebigen Kurs gegen das gesamte Feld ein (bedeutungsloses) Rennen, beim Zeitfahren fährt man, wie sollte es anders sein, auf einem beliebigen Kurs gegen die aktuelle Bestzeit und im WM-Modus wird eine komplette Saison inklusive Training und Punktestand simuliert. Der Zweispielermodus bietet wie üblich magere Rennkost im Splitscreen.
Vor dem Rennen darf man seinen Wagen natürlich perfekt auf die jeweilige Rennstrecke abstimmen und an den Einstellungen für Benzintank, Spoiler, Reifen, Bremsen, usw. arbeiten. Die Veränderungen haben natürlich auch einen Einfluss auf das Handling der Fahrzeuge, die sich im Allgemeinen recht leicht steuern lassen. Mir kommt es allerdings so vor, als wären die Bremswege etwas kurz, da man nur sehr leicht auf die Bremse treten bzw. tippen muss, um den Wagen abzubremsen.
Die Computer-Gegner sind übrigens recht einfach zu besiegen, da sie nicht sonderlich helle sind und besonders auf den Geraden ziemlich langsam sind, was desöfteren auch haarsträubende Unfälle provoziert. Immerhin kann man die Stärke der Gegner verstellen, was allerdings nur leidlich weiterhilft, da der Unterschied zwischen "leicht" "mittel" oder "schwer" nicht sonderlich gravierend ist.
--- Fazit ---
F1 World Grand Prix war seinerzeit auf dem Dreamcast sicherlich eine
grafische Sensation und auch spielerisch recht gelungen, heutzutage ist man grafisch allerdings verwöhnter und auch in Sachen Gameplay gibt es doch eine ganze Reihe von Spielen, die speziell in Sachen KI (Computer-Intelligenz) deutlich mehr bieten. Da das Spiel aber nur noch um die 5 bis 7 Euro kostet, kann jeder Dreamcast-Besitzer ja mal einen Blick riskieren, zumal F1 World Grand Prix zum Teil sogar besser als der Nachfolger ist.
© 2002 by Fojin / Erstveröffentlichung am 03.06.2002 bei Ciao
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Dreamcast Spiele

