
Neuester Testbericht: ... und feindlichen U-Booten. In linear ablaufenden Missionen bekommt man Teilaufgaben gestellt, die zur Erfüllung des Gesamtvo... mehr
Action statt Ecco
Deep Fighter (DC)

Name des Mitglieds: ptmptm
Produkt:
Deep Fighter (DC)
Datum: 05.04.01, geändert am 05.04.01 (91 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Intuitive Steuerung, leicht ansteigender Schwierigkeitsgrad, gute Grafik
Nachteile: deutsche Synchronisation misslungen
Unterwasserspiele auf Sega-Konsolen? Da war bisher immer der freundliche Delphin namens Ecco die erste Wahl. Mit Deep Fighter hat es Ubi Soft aber geschafft, am Thron von Segas Unterwasserliebling zu kratzen, denn Deep Fighter ist ein rundum gelungenes U-Boot-Spiel.
Die Story erinnert an Kapitän Nemo und die legendäre Stadt Atlantis: Unter dem Meeresspiegel ist ein riesiges Mutterschiff im Bau, welches die in einer Unterwasserkolonie lebenden Menschen in Sicherheit bringen soll. Denn Gefahr droht durch ständige Vulkanausbrüche und die Angriffe von schlecht gelaunten Meeresbewohnern und feindlichen U-Booten.
In linear ablaufenden Missionen bekommt man Teilaufgaben gestellt, die zur Erfüllung des Gesamtvorhabens beitragen sollen. Eingewiesen wird man in Form von technisch guten Videoclips, allerdings ist die Übersetzung und Synchronisation leicht in die Hose gegangen. So muss man damit leben, dass man dem "Team Muräne" zugeteilt wird, wer strotzt angesichts dieses Namens nicht vor Tatendurst!?
Der Schwierigkeitsgrad der Missionen steigt in angenehmer Form an, die intuitive Steuerung der U-Boote (von denen anfangs nur eines zur Verfügung steht, später kommen mehr dazu) geht dank der Tutorials schnell in Fleisch und Blut über. Teilweise erinnern die Aufgaben ein wenig an das große Sega-Vorbild Ecco, so muss man z.B. Fischschwärme durch das Meer dirigieren. Aber schon bald geht es nicht mehr so pazifistisch zu: Kampfeinsätze gegen gegnerische U-Boote oder organische Meeresbewohner stehen auf der Tagesordnung.
Die grafische Umsetzung ist sehr gut gelungen und wird den Fähigkeiten der Dreamcast-Konsole gerecht. Zwar ist die Sichtweite relativ gering, das passt aber sogar zu dem Unterwasserszenario. An jeder Ecke blubbert und bewegt sich etwas, Explosionen und Vulkanausbrüche sehen fantastisch aus. Auch die natürlichen und technischen Objekte sehen sehr gut aus - keine Spur von Pixelhaufen.
Auch die Soundeffekte sind pa
ssend und erzeugen eine recht gute, teilweise etwas beklemmende, Atmosphäre. Etwas nervend sind die flotten Sprüche der Kameraden, da sie sich zu schnell wiederholen oder teilweise etwas unpassend wirken.
Alles in allem ein sehr schönes Spiel, dessen Liebe zum Detail auch dadurch deutlich wird, dass es sogar auf zwei GDs ausgeliefert wird. Wären die Synchronisationsprobleme und die dadurch unfreiwillig komisch wirkenden Zwischensequenzen nicht, könnte sogar Ecco vom Thron der Unterwasserspiele gestoßen werden. Wem Ecco schon immer zu friedlich war, dem sei Deep Fighter auf alle Fälle ans Herz gelegt.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Dreamcast Spiele

