Yellowstone - Legendäre Wildnis (Blu-ray)
Da könnte auch ich wild werden - Yellowstone - Legendäre Wildnis (Blu-ray) Dokumentarfilm

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Neuester Testbericht: ... Spring öffnet sich unter uns mit ihren leuchtenden orangenroten bis türkisfarbigen Schattierungen in ihrer vollen Pracht. Eine Natur von r... mehr

Da könnte auch ich wild werden
Yellowstone - Legendäre Wildnis (Blu-ray)

poesikunde

Name des Mitglieds: poesikunde

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Yellowstone - Legendäre Wildnis (Blu-ray)

Datum: 10.07.12, geändert am 17.04.13 (114 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: absolutes Naturerlebnis

Nachteile: ---

Schon ein Weilchen her, mein Erstbericht über den Blu-ray Player von Sony und auch der Bericht über den angeschlossenen Panasonic-Fernseher ließ nicht lange auf sich warten. Doch mit den runden Scheiben, die man da für gewöhnlich hinein schiebt, habe ich mich hier bisher reserviert verhalten. Kein Wunder, ich schaue mir die Natur lieber in Natura an, meist auf meine morgendlichen Waldläufen am Stock. Auch im heimischen Garten gibt es allerhand Lebendiges zu sehen, was ich hin und wieder auf meine Videokamera banne und bei ciao zur Schau stelle. Fernsehen hat da für mich mehr Informations- als Unterhaltungscharakter, wobei ich mich natürlich hin und wieder auch gern mal unterhalten lasse. Daher ziehe ich bei den silbernen Scheiben auch eher Dokumentationen über die Natur anderen Produkten vor, die ich im Vergleich zu ersteren kaum mehrfach anschauen werde.

Sehr gern schaue ich mir die BBC-Dokumentationen über interessante Gebiete unserer Erde an, vor allem in Blu-ray-Qualität, die mir viel Information und zugleich Unterhaltung bieten. Heute möchte ich Euch "Yellowstone - Legendäre Wildnis" vorstellen.

_____Vor dem Inhalt ein wenig Äußerlichkeiten_____

Irgendwie passt es zu dieser Blu-ray, dass ich sie nicht daheim oder im Internet gekauft habe, sondern am Rande einer Erkundung des Bodensees und seines Umfeldes, wobei ich beim Einkauf an und folglich auch in einem Mediamarkt landete. Da unser dort unten lebender Sohn uns als "Bärenführer" diente und nur schnell mal was im Mediamarkt besorgen wollte, hatte ich Zeit, mich dort umzuschauen und das Blu-ray-Regal zu sichten. Der schicke Schuber mit den zwar etwas blass gedruckten Bildern vom Yellowstone-Park weckte meine Neugier Den Rest bewirkte die Info auf der Rückseite des Schubers, auf der mir nicht nur ein Büffel seine Kehrseite zeigt, sondern ich auch erfahre, dass der Yellowstone-Nationalpark im Herzen Nordamerikas der älteste und damit auch erste Nationalpark der Welt ist. Seine Wildnis zwischen Gletschern, vulkanischen Geysiren und heißen Quellen begeisterte die ersten Besucher so sehr, dass er bereits 1872 unter Schutz gestellt wurde. Nicht zu vergessen, dass Yellowstone heute zusammen mit den angrenzenden Schutzregionen das größte intakte Ökosystem der gemäßigten Breiten bildet. Hier finden im Wechsel des extremen Klimas Bison und Bär, Wolf und Wapiti, Otter und Biber ihre Rückzugsgebiete vor den Mächten der Natur. Nur wir Menschen begreifen nicht, was wir mit der Zerstörung dieser Natur und damit des gesamten Weltklimas anrichten, dass wir , wenn wir nicht endlich Einhalt gebieten, nicht nur diesen Tieren, sondern auch uns selbst den Lebensraum zerstören. Dies wird zwar auf dieser Blu-ray nicht so deutlich zum Ausdruck gebracht, doch ich erlaube mir auch hier, eine eigene Meinung zu haben.

Im Innern des Schubers noch eine solide Verpackung der Blu-ray mit vielen Bildern aus der Dokumentation. Eine selten schöne Verpackung, wie ich sie nicht oft gesehen habe, die gut auf das Erlebnis der Dokumentation einstimmt. Der Angebotspreis von 10 Euro im Markt ist heute im Handel kaum erreichbar. Bei Amazon muss man schon fast das Doppelte hinlegen.

_____Die beeindruckende Doku_____

Als Überschrift hätte ich auch "Das bildgewaltige Porträt einer einzigartigen Landschaft und ihrer Naturwunder" wählen können. Es hätte voll zugetroffen, war nur etwas zu lang. In drei Teilen folgt die Dokumentation den drei einflussreichsten Jahreszeiten im Nationalpark - Winter, Sommer und Herbst und zeigt uns den Nationalpark mit seinen einzigartigen Landschaften und ihren Bewohnern, die oft, wenn nicht fast ständig, extremen Bedingungen ausgesetzt sind. Nie wird dabei die Gesamtheit des Yellowstone außer Acht gelassen, auch wenn sich die Dokumentation manchmal in kleinste Kleinigkeiten verliert. Gerade dadurch wird gezeigt, wie eng in der Natur alles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist.

Die drei Episoden Feuer und Eis, Leben auf dem Vulkan und Zeit des Wandels zeigen das Verhalten der Pflanzen- und Tierwelt im Wandel der Jahreszeiten. Manchmal, so mein Eindruck, etwas zu kurz, der Wunsch nach mehr Detailliertheit wurde oft geweckt.

Zu herrlichen Bildern aus den Rocky Mountains hören wir die Geschichte der Entdeckung von Yellowstone. An der Quelle des Yellowstone Rivers entdeckte ein Holzfäller ein Stück unberührte Natur. Eine vergessene Welt, geprägt von Eis, Schnee und Feuer. Wir sehen herrliche Luftaufnahmen dieser tiefverschneiten Welt, sprudelnde Schlammgeysire und Tiere in brillianten Nahaufnahmen. Das alles in einer Bildqualität, in der wir jedes Haar des vor uns auftauchenden Fuchses zählen können. Die Thermalquelle Grand Prismatic Spring öffnet sich unter uns mit ihren leuchtenden orangenroten bis türkisfarbigen Schattierungen in ihrer vollen Pracht. Eine Natur von rauer Schönheit, in der nur die Stärksten überleben.

°°° Feuer und Eis °°°

Es ist Winter in Yellowstone. Minus 20 Grad sind keinen Seltenheit. Vor uns ein Bison im Tiefschnee mit dampfenden Nüstern. Doch das tiefgefrorene Land wird von siedendheißen Flüssen durchzogen. Der starke Bison und seine Herde sind in dieser Weite Spielbälle der Natur. Wir fliegen über das Hochplateau von Yellowstone und erfahren von unserem Erzähler, dass hier die Macht des Erdinneren Lavaströme bis dicht unter die Erdoberfläche gedrückt hat. Damit wird Yellowstone zum größten Thermalzentrum der Erde. Zehntausende heißer Quellen, Geysire, drücken ihr heißes Wasser bis zu 50 m hoch in die kalte Luft. Riesige Dampfwolken verhüllen die Sicht und schaffen in dieser Eislandschaft Überlebenszonen.

Wir erleben den Beginn des Winters in Yellowstone und zugleich den Beginn der Herrschaft der Wölfe. Jetzt kommt ihre große Jagdzeit. Sie brechen nicht wie die schweren großen Tiere im Schnee ein und kommen so leicht an ihr Futter. Hirschrudel und
Bisonherden ziehen sich immer mehr zurück zu den heißen Quellen, um überhaupt noch Futter zu finden. Doch der Weg ist weit und gefährlich. So mancher schafft ihn nicht, besonders wenn er sich von der Herde entfernt, weil die Kräfte nicht mehr zum Mithalten reichen.

Wir verfolgen die Jagd eines Wolfsrudels auf einen versprengten Hirsch, der sich vorerst in einen kalten Fluss retten kann. Im Wasser ist er vor den Wölfen sicher, doch wie lange? Die Kälte schwächt ihn immer mehr. Er läuft und läuft und seine Jäger am Ufer mit ihm. Wie wird die Jagd wohl ausgehen? Die Ranger greifen nicht ein, sie sehen dies als einen notwendigen Prozess der natürlichen Auslese. Drücken wir dem Wapiti die Daumen.

Wir wenden uns wieder dem Becken von Yellowstone zu und erfahren, dass unter ihm ein riesiger Vulkan ruht, der zuletzt vor 650.000 Jahren ausbrach und ein ganzes Gebirge wegsprengte. Mehr als halb Amerika war von Asche bedeckt. Wann wird es wohl wieder so weit sein? Morgen oder erst in einer Million Jahren? Vorerst gleicht das riesige Becken aber einer großen Eistruhe, in der sich die Kaltluft sammelt. Nur die Bisons halten mit ihrem dicken Fell hier aus. Alle anderen Tiere müssen ins tiefere Land fliehen, vor die Zähne der Wolfsrudel. Wir erleben herrliche Winterlandschaften und dramatische Kämpfe zwischen denTieren. Lassen wir sie nun allein, werfen einen letzten Blick über die Landschaft und überlassen den Rest der Beute den Kojoten und Adlern.

Noch viel gibt es im Winter zu sehen, doch ich komme im bis zu 15 m hohen Schnee nicht so gut zurecht. Eher die Fischotter. Doch das ist eine von vielen weiteren Geschichten, die es in diesem Kapitel zu sehen gibt.

°°° Leben auf dem Vulkan °°°

An einem Berghang sehen wir die ersten Sonnenstrahlen und eine Bärenmutter führt ihre Jungen nach dem langen Winterschlaf das erste mal ins Freie. Noch liegt Schnee, doch das Wasser beginnt wieder zu fließen, wir sehen die ersten bunten Frühlingsboten blühen und die Tiereltern füttern ihre Jungen. Herrliche Nahaufnahmen, die das Herz erfreuen. Doch kaum sind die Gefahren des Winters vorbei, beginnen die des Sommers. Yellowstone, das bedeutet Leben auf dem Vulkan. Wo gestern noch eine Eiswüste war, kann morgen schon ein Waldbrand toben. Die zeit der Herrschaft der Wölfe ist vorbei, jetzt regiert der Grizzly und er hat Hunger. Während die Jungen noch im unbekannten Schnee toben, geht die Mutter vorsichtig auf das dünne Eis und jagt nach Fischen. Auch die Jungen versuchen es mit geringem Erfolg.

Das Hirschrudel kehrt zurück. Die Wapitis sind schnell, schneller als die Wölfe. Die Bisons umsorgen ihre noch hilflosen Kälbchen. Auch die restliche Tierwelt erwacht wieder zu neuem Leben. Das Schmelzwasser lässt die Flüsse anschwellen und die Bisonkälbchen können nur mühsam ans andere Ufer gelangen. Mit dem Frühsommer wächst und gedeiht es schlagartig auf dem nährstoffreichen Vulkanstaubboden. Nahrung im Überfluss für Hirsche und Bisons und vor allem ihre Jungen, denen nun eine fettreiche Milch angeboten wird. Auf den großen Weideflächen ist ein wahrer Babyboom zu beobachten. Doch zu den Beobachtern gehören auch die Kojoten. Auch die Kojotenmutter hat hungrigen Nachwuchs, ebenso die Wölfe. Ende Mai ist ganz Yellowstone ein einziges Kinderzimmer.

Auch Kolibris tauchen Anfang Juni hier auf und scheinen sich wohlzufühlen. Doch da es in Yellowstone zu jeder Jahreszeit einmal schneien kann, erleben wir hier Kolibris im Schnee. Der Blizzard zwingt auch die Bärenmutter, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Der Schnee verstopft den Zugang zum Nektar in den Blüten und die Kolibris haben es schwer. Auch die Biber haben Nachwuchs, doch der Rabenvater klaut den Jungen das Futter. Das bekommt ihm aber schlecht, die Mutter beißt unerbittlich zu. Auch Frau Fischadler muss mächtig fischen, damit ihre Jungen nicht verhungern. Wer will nicht alles etwas von dem Fischreichtum. Mutter Otter zeigt den Jungen, wie man es anstellt und diese sind gelehrig. Auch wenn sie noch gesäugt werde, der Kaviar schmeckt ihnen jetzt schon.

Auch unter Wasser tobt das Liebesleben. Forellennachwuchs für die Grizzlies. Aber wir steigen wieder einmal in die Höhe, um in den bergigeren Regionen die Pfeiffhasen zu beobachten. Wieselflink huschen sie über die Wiesen, sammeln besondere Gräser und Kräuter, trocknen sie und schleppen sie in ihre Höhle. Der nächste Winter kommt bestimmt und wer jetzt nicht vorsorgt, erlebt den nächsten Sommer nicht mehr. Damit der kleine Pfeiffhase über den Winter kommt, muss er das 50fache seines Eigengewichts an Vorräten sammeln.

Die Bisonjungen sind nun schon ziemlich selbständig und die Alten haben Zeit, sich um neuen Nachwuchs zu kümmern. Da toben gewaltige Machtkämpfe zwischen den Bullen, doch der Leitbulle setzt sich wieder einmal durch.

Es könnte alle so schön sein, wenn nicht ein Blitz in die ausgetrockneten Kiefernwälder eingeschlagen hätte. Ein gewaltiger Waldbrand vernichtet große Flächen und bringt die Tiere in Gefahr. Zurück bleibt verbranntes Land und eine neue Sorge für die Tiere, die im Winter dort Schutz suchen. Doch auch Gutes hat dieser Waldbrand. Die Asche düngt den Boden und das Sonnenlicht dringt wieder bis auf diesen. Basis für neues Leben. Im August sind die verbrannten Flächen von Blütenmeeren zugewachsen. Neues Futter für viele Tiere, die aus der Hitze der Prärien hier Zuflucht suchen.

Die Bärenmutter hat ihre Jungen hoch in die Berge geführt, bis kurz unter den Gipfel. In den dortigen Geröllhalden finden sich Unmengen von nahrhaften Insekten für die Bildung des Winterspecks. Diese Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Werfen wir noch einen letzten Blick vom Flugzeug auf Yellowstone, das schon von ersten Schneeflocken heimgesucht wird.

°°° Zeit des Wandels °°°

Mit herrlichen Naturpanoramen werden wir auf die Zeit des Wandels eingestimmt. Der kurze Sommer ist vorbei, die Kälbchen steh auf eigen, inzwischen sicheren Füßen und haben gelernt, dass es noch andere Nahrungsquellen als die Zitzen der Mutter gibt. Auch für sie beginnt jetzt bald der erste Überlebenskampf. Das Röhren der Wapitis bestimmt den Einzug des Herbstes. Im Machtkampf um die Führung des Rudels setzt sich der durch, der dem Rudel die größte Sicherheit geben kann, über den Winter zukommen. Gleichzeitig ist jetzt die Zeit, für neuen Nachwuchs zu sorgen.

Der Ausklang des Sommers bringt zugleich das größte Nahrungsangebot und viele Tiere besuchen Yellowstone. Doch bald werden nur die stärksten, die Bisons, eine Überlebenschance in dieser Eiswüste haben. Alle anderen ziehen gen Nordwesten in tiefere Lagen, wo die Natur mit der Weißstammkiefer ein reichhaltiges Nährstoffangebot für die bereit hält. Damit diese Nahrungsquelle nie versiegt, sorgen z.B. die Rothörnchen dafür, dass die Samen der Zapfen weit verbreitet werden und die Grundlage neuer Wälder bilden. Sie sammeln sie zwar für den eigenen Winterbedarf, doch die Gryzzlies nehmen dankbar die Vorratslager aus und tragen die Samen bei ihren Wanderungen weit weg. Noch effektiver ist der Kiefernhäher. Er vergräbt sie Samen im Boden als Wintervorrat. Doch sein schlechtes Gedächtnis lässt ihn nur einen Teil wiederfinden. So wächst die Natur sowohl im Baumbestand als auch in der Größe der Herden.

Wir sehen dem Biber beim Baumfällen zu und bewundern sein Geschick. Mit seinen Bauten verändert er die Landschaft und schafft somit z.B. neue Weidegründe für Elche. Doch kommen diese seinem Revier zu nahe, weiß der kleine Kerl sich zu wehren und verjagt den Riesen.

Wir genießen den Blick über die herbstlichen Wälder und begleiten die Wapitiherde auf ihrem Weg in das Winterquartier. Doch hier drohen ihnen neue Gefahren, menschliche Jäger, die die Tiere schon beim Verlassen des Wildparkes erwarten. Doch nicht nur deren Gewehre sind eine Bedrohung für sie. Mitten in ihren Winterweiden liegen die größten Erdgasvorkommen mit vielen für die Tiere gefährlichen LKW. Große Weideflächen werden auch von Farmern für die Rinderzucht genutzt, die jedoch die Wapitis dulden, solange sie nicht zu zahlreich sind. Anders sieht es mit den den Wapitis gefolgten Wölfen aus. Nachdem sie bereits einmal ausgerottet waren, wurden wieder welche angesiedelt, die sich aber zu rege vermehrten. Inzwischen haben es aber die Ranger des Wildparkes und die Farmer gemeinsam verstanden, die Wildtierbestände zu hegen und das natürliche Gleichgewicht zu erhalten. So hat der Nationalpark dazu beigetragen, dass weit über seine Grenzen hinaus der Tierschutz geachtet wird und die Farmer und Rinderzüchter Räume für die Wildtiere lassen.

Mit einem Blick auf die inzwischen tiefverschneite Landschaft von Yellowstone verlassen wir diese herrliche Landschaft und denken noch einmal darüber nach, wie das Verhältnis von Mensch und Natur sich mit der Schaffung dieses Nationalparks positiv entwickelt hat. Ein Film, der durchaus als Lehrfilm gelten könnte. Doch ich will dem Fazit nicht vorgreifen.

_____Bildqualität_____

Auch wenn man nach der Full HD etwa sstolpern könnte, steht doch deutlich darunter 1080. Dieses leicht "eingeschränkte" Full HD kann jedoch mit Bildtiefe und hoher Plastizität überzeugen. Wenn man die weiten Landschaften und die brillianten Nahaufnahmen von Tieren, bei denen jedes einzelne Haar deutlich erkennbar ist sieht, kann man brilliante satte Farben bewundern. Auch das Schwirren der Kolibris führt zu keinem undefinierbaren Farbklecks, jede Bewegung ist deutlich zu erkennen. Ganz selten erinnert ein leichtes Zeilenflimmern an den Unterschied zu 1080p. Man kann nur davon träumen, wie das alles in "echtem" Full HD aussehen würde. Zum Meckern sehe ich jedoch nicht den leisesten Grund. Bei einer Einzelwertung würde ich hier dennoch die volle Punktzahl geben.

_____Tonqualität_____

Leider musste ich mich mit der Tonqualität meines Fernsehers zufrieden geben, an den ich das Notebook über HDMI angeschlossen hatte. So kam ich nicht in den vollen Genuss der DTS-HD-Tonspur. Dennoch war ich beeindruckt, von der hervorragenden Wiedergabe der Tierlaute in einer Geräuschkulisse von Wind und Wetter. Ob die Hirsche röhrten, die Wölfe heulten oder die Bärenmutter ihre Jungen unwillig anbrummte, weil sie offensichtlich einen schlechteren Tonempfang als ich hatten, oder das Eichhörnchen keckert, das Tonerlebnis rundet das Bild vollkommen ab. Mit einem entsprechenden Sourroundsystem muss das ein Wahnsinnserlebnis sein.

Nicht unerwähnt sollte der hervorragende Kommentar bleiben, der mit seiner etwas zu sonoren Stimme genau an den richtigen Stellen das Notwendige vermittelte und nicht mehr. So blieb ausreichend Zeit zum eigenen Erleben und man wurde nicht zugetextet.

_____Bonusmaterial_____

In drei Episoden werden wir mit den Parkrangern, den "Yellowstone-Scouts" vertraut gemacht. Wahre Experten, ohne die die Dokumentation überhaupt nicht möglich gewesen wäre. Gerade in den das eigentliche Gebiet des Nationalparks überschreitenden Aktivitäten, die nun einmal von der Natur gesteuert werden und nicht vom Menschen, zeigt sich, wie groß doch die Natur und wie klein im Vergleich zu ihr der Mensch ist. Dennoch bringt er es fertig, sie zu zerstören, weil er sie nicht begreift. Am Leben dieser "Yellowstone-Scouts" wird deutlich gemacht, was Verantwortung gegenüber der Natur heißt und wie man sie zum gegenseitigen Nutzen wahrnehmen kann. Eine hervorragende Ergänzung der Dokumentation.

_____Fazit_____

Ich bin ja nun kein großer DVD-Schauer vor dem Herrn, wie auch beim Fernsehen. Ich genieße lieber den Blick in die Natur, wobei ich den Rest des Lebens nicht vergesse. Schließlich grabe ich meinen Garten nicht mehr mit dem Holzscheit um, sondern nutze moderne Technik dazu. Manchmal ist es aber ganz lehrreich und zugleich unterhaltsam, sich einmal solche Filme anzuschauen, weil man selbst in der Natur als Laie so dicht nicht an die Tiere heran kommt. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, als ich mein Video über die Geschehnisse an meinem Futterhaus filmte und dann bei ciao einstellte. Die Piepmätze waren keineswegs gewillt, mit mir einen Vertrag abzuschließen. Ich konnte mich nur unter einer Decke im dichten Gebüsch verstecken und die Videokamera mit der Fernbedienung steuern. Bei der kleinsten wahrnehmbaren Bewegung waren die Piepmätz auf und davon.
So musste ich trotz Teleobjektiv stundenlang fast bewegungslos ausharren, bis ich genügend verwertbares Material zusammen hatte. Und das war im Vergleich zu einem solchem Film reine Spielerei. Hier kann ich mich beim Anschauen genüsslich zurücklehnen und staunen, welch schöne Fleckchen Mutter Natur uns in die Landschaft gesetzt hat.

Eine wirklich legendäre Wildnis erschließt sich uns auf selten gekannte Art und Weise. Ich zolle den Schöpfern dieser Dokumentation meine Hochachtung und gebe dieser Blue-ray gern fünf Sterne und eine Vormerkung für eine baldige Wiederholung des Besuchs.

Fazit: s. Bericht