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Die schwierige Geburt "Deutschland"
Die Deutschen (10 DVDs)

Name des Mitglieds: scheibe66
Produkt:
Die Deutschen (10 DVDs)
Datum: 07.12.08, geändert am 07.12.08 (248 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Sehr informativ
Nachteile: man sollte sich Zeit dafür nehmen
Hallo,
in den letzten Wochen kam auf ZDF ein toller 10-Teiler über die Entstehung von unserem Deutschland. Jeder einzelne Teil ging ca 45 Minuten und handelte immer über eine bestimmte Epoche. In jeder Folge wurden kleine Filme eingebaut, um so einen besseren Eindruck von dieser Zeit zu bekommen. Zwischendurch erklärte ein Historiker wieso und warum manche Vorgänge so waren.
Die 1. Folge handelt über Otto I.
Otto I. ist König von Sachsen und verbündet sich damals mit den Bayern, Franken und Schwaben gegen die Ungarn. Es war die legendäre Schlacht auf dem Lechfeld, wo erstmals mehrere deutsche Stämme gemeinsam gegen die Ungarn kämpften. Dies war im Jahre 955 und 12000 Männer schlugen dann die Ungarn in die Flucht. Dadurch entstand ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Otto der I. ließ sich feiern und wollte nun die Moncharie für ganz Deutschland. Doch viele Fürsten spielten da nicht mit.
Auch sein eigener Bruder und Sohn wollten ihn stürzen, doch er lässt sich nicht davon irritieren und zieht seinen Weg durch. Er will wie einst Karl der Große ein großes Reich schaffen. Im Jahre 961, auf Hilferuf vom Papst, überquert er mit 1000 Kriegern die Alpen. Ein Fürst will den Papst Johannes XII. stürzen. Otto I. besiegt den italienischen Fürst und wird am 2.Februar 962 zum Kaiser des Römischen Reiches gekrönt.
Er blieb mehr als 10 Jahre in Italien und kehrte erst dann wieder in die Heimat zurück, als Kaiser der Deutschen (so nannten ihn die Italiener).
Es war der erste Schritt über ein geeintes Deutschland.
Folge 2. handelt von König Herinrich IV. dieses spielt sich so um 1077 ab.
Es war ein Kampf zwischen Papst Gregor VII. und dem deustchen König Heinrich IV.
Der Deutsche König schwankt im eigenen Land, nur der Papst könnte seine Position stärken und die Fürsten in die Schranken weisen, aber der Papst lässt den König hängen. Dieser König zieht mit seinem Geleit über die Alpen nach Canossa (daher der Spruch: der schwere Gang nach Canossa). In der Burg von Canossa in Oberitalien verschanzte sich der Papst. Er hatte bedenken der Deutsche König könnte die Burg stürmen.
Es ging darum, wer ist Mächtiger: der Papst oder der König?
Aber es kam alles ganz anders, der Deustche Kaiser der dem Papst vorher den Gehorsam verweigerte, suchte ein Gespräch mit dem Papst. Der Papst hatte nach dem Gehorsam einen Bann auf den Deutschen Kaiser gelegt. Dadurch kam Heinrich IV. in diese missliche Lage. Der Papst lies den König nicht herein. Obwohl Heinrich der Mächtigste Herrscher der Welt ist, fällt er dem Papst auf die Knie. Bei eisiger Kälte lässt der Papst der König über Tage nicht in die Burg.
Dann hatte der Papst den König in die Burg gelassen und so stärkte Heinrich IV. seine königliche Rolle und kehrte zurück nach Deutschland und schlug seinen schärfsten Widersacher. Nun wollte er sich zu Kaiser im Petersdom krönen lassen. 1084 lässt er sich von einem neuem Papst zum Kaiser krönen.
Die 3. Folge handelt von Friedrich I. genannt "Barbarossa"
Auch er ist König von Deutschland und ganz Italien sowie Teile des Abendlandes. Nun will er sich am 18.Juni 1155 in Rom zum Kaiser krönen lassen. Doch die Bevölkerung und der Papst sind gegen diese Krönung und es kommt zu Konflikten. Diese werden Niedergerungen mit seinem späteren Gegner Heinrich der Löwe. Der immer mehr Einfluss im Reich haben will. Er gründet viele Städte, wie Lübeck, München oder Braunschweig wo sein Herrschersitz ist. Doch als er Babarossa sein Gefolge gegen die Italiener verweigert, wird er in die Verbannung geschickt. Im jahre 1176 verliert Barbarossa die Schlacht bei Legnano gegen die Italiener und muss sich dem Papst ab nun unterwerfen.
Die Folge 4 handelt wohl von einem der bekannsten Deutschen "Martin Luther"
Er war Reformator und Förderer der deutschen Sprache. Mit seinem Protest gegen die römische Kirche und seinem Einsatz für den Glauben einte und spaltete er die Deutschen gleichermaßen. Dieses würde noch weitreichende Folgen für das ganze Deutsche Reich bedeuten. Im Jahre 1517 verfasste er die 95 Thesen, um über den Irrglauben der Ablassbriefe aufzuklären. Er wollte die einfachen Bürger gegen die Ablassbriefe schützen. Diese Ablassbriefe wurden zum stopfen der Kirchenkassen genommen. Vier Jahre später sollte Luther in Worms zum Tode verurteilt werden. Der Papst und Karl V. verurteilten Luther zum Tode als Ketzer. Eine Entführungs Luthers verhinderte diese Vollstreckung und er wurde bei Eisenach auf die Wartburg gebracht und Versteckt. Dort schrieb er das "Neue Testament" in Deutscher Sprache.
Vorher waren alle biblischen Schriften in lateinischer oder grieschischer Sprache geschrieben worden. Es war die Bibel für das ganze Volk. Es gab dann immer mehr Proteste gegen die "Katholiken" und so wurden diese Menschen "Prostestanten" genannt. Er veränderte das Deutsche Volk wie kein anderer.
Folge 5 handelt vom 30 jährigen Krieg und Wallenstein
Erst viele Jahre nach Luthers Tod kam es zu den Bauernkriegen und den 30 jährigen Krieg (1618-48). Es war ein religiöser Krieg zwischen den Katholiken und den Protestanten. Angefangen hat es, als die Protestanten den katholischen Monarchen aus der Prager Burg warfen.
Der sogenannte "Prager Fenstersturz". Der Süden des deutschen Reiches ist katholisch und der Norden und Osten Protestantisch. 1625 fallen Böhmen und die Pfalz an die Ferdinand I., der König und Katholiken. Dadurch erklärt der Dänische König den katholischen Deutschen den Krieg. Er fürchtet um Macht und Einfluss. Ferdinand hatte aber keine Truppen, um gegen die Dänen zu kämpfen. Und so kommt Wallenstein ins Spiel.
Er stellt praktisch eine Söldnerarmee auf, diese mit seinem eigenen Geld und verhofft sich von den eingenommen Gebieten eine hohe Rendite. Er gewinnt Stadt um Stadt, das ganze Deutsche Reich brennt und dringt sogar bis zur Ostsee vor. Doch dann erklärt Gustav, schwedischer König Ferdinand den Krieg und verbündet sich mit den Protestanten. Dadurch entsteht eine entscheidene Wendung im Krieg. Im Krieg von Lützen stirbt Gustav und Wallenstein entkommt nur knapp dem Tode. So kommt es eine Jahre später zum "Westfälischen Frieden".
Teil 6 Preußens Friedrich und die Kaiserin
Viele Regenten herrschten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Doch zwei Monarchen ragen heraus: Preußens Friedrich und Österreichs Maria Theresia. Sie sind Rivalen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: Die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II. aus dem protestantischen Potsdam. Es entbrannt ein Kampf um die Herrschaft des Deutschen Reiches.
Bisher bestimmten die Österreicher den Kaiser und die Politik im Deustchen Reich, doch Preußen wurde immer Stärker. Als Friedrich dann Schlesien für sich gewann, wurde es für Österreich immmer enger. Maria Theresia will 1756 Schlesien wieder zurück erobern, um Preußen in die Knie zu zwingen. Österreich verbündete sich mit Frankreich und Russland, so war Preußen umzingelt von Feinden und eigentlich Chancenlos.
4.Dezember 1757 bei Parchwitz kommt es zur Entscheidungsschlacht. 39000 Preußen gegen 66000 Österreicher. Durch die legendäre "Schiefe Schlachtordnung" gewinnt Friedrich diese Schlacht, aber nicht den Krieg. Zwei Jahre später kam es bei Kunersdorf wieder zu einem Gemetzel, nur wenige Preußen überleben, aber durch den Tod der russichen Zarin und die Ernnenung des neuen Zaren, kommt es zum Frieden mit Russland. Aiuch Frankreich zieht sich zurück und Preußen war gerettet. Ab dieser Zeit gab es zwei Großmächte im Deutschen Reich.
Teil 7 Napoleon und die Deutschen
Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der "deutschen Nation".
1806 bei Jena erlebt Preußen mit seinen Truppen ein Fiasko gegen die Franzosen. Napoleon zieht triumphierend in Berlin ein und nimmt als Kriegsbeute die Quadriga mit. Preußen wurde nun um die Hälfte verkleinert und völlig abhängig von Napoleon. Ein gewissen Freiherr von Stein, der früher immer für ein gemiensames Deutsches Reich war, soll jetzt die Bürger mobilisieren gegen die Franzosen. Napoleon beute das Deutsche Volk aus und viele Männer für ihn nach Russland ziehen und sterben. Der Hass im Volk wächst und wächst.
Im Oktober 1813 kommt es zur Völkerschlacht bei Leipzig. Preußen, Russen und Österreichen stehen Franzosen, Deutsche aus dem Rheinbund und Polen gegenüber. Während der Schlacht richten die Deutschen Soldaten die für Napoleon kämpfen auf die Franzosen und Napoleon verliert. In Wien 1814 wird dann der Deutsche Bund gegründet, aber es gibt immer noch sehr viele kleine Staaten in Deustchland, wie Hannover, Baden, Wütremberg, Bayern oder Sachsen.
Teil 8 Robert Blum und die Revolution
Es gilt nur siegen oder sterben und wer das Erstere will, muss zeigen, dass er zum Letzteren bereit ist." Das schreibt Robert Blum drei Monate vor seiner Hinrichtung an seine Ehefrau Jenny. Der Revolutionär stirbt wie ein Märtyrer für seine Überzeugung: Freiheit und Einheit auf deutschem Boden. Aus heutiger Sicht wirkt der Freiheitsfreund wie ein Vorkämpfer der parlamentarischen Demokratie.
Was für uns in Deutschland heute selbstverständlich ist, dafür hat Robert Blum mit seinem Leben bezahlt.
1848 gab in Deuscthland einen Aufstand, wie es ihn vorher noch nie gab. Das Bürgertum wollte die Königshäuser in die Knie zwingen und ein Parlament und das gemeinsame Deutsche Reich einführen. Frankfurt sollte zum Hauptsitzt führen. Es kommt zu den ersten Freine Wahlen in Deustchland ( nur Männer). Am 18. Mai 1848 schlägt die Geburtsstunde der Demokratie in Deutschland: In der Frankfurter Paulskirche versammeln sich die Abgeordneten aus allen deutschen Ländern. Doch die Parlamentarier sind uneins und so konnten sich die Monarchen nochmals durchsetzen und es war wieder alles beim "Alten" im Reich.
Teil 9 Bismarck und das Deutsche Reich
Mitte des 19. Jahrhunderts: Noch immer sind die Deutschen nicht in einem Staat geeint. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck will das ändern. Nicht mit Parlamenten oder durch Mehrheiten, sondern wie er sagt, "mit Blut und Eisen".
Im Deutschen Reich dominieren immer noch die Österreicher und die Preußen. Bismarck will ein geeintes Deutschland, aber ohne Österreich. Bismarck kämpst gegen Dänemark und siegt. Preußen bekommt Schleswig dafür.
Im Deustchen Bund wird dieser Krieg sehr skeptisch gesehen, weil Preußen immer mehr an macht gewinnt. Österreich stellt im Deuschen Bund den Antrag, dass Bundesherr gegen Preußen aufzustellen. Daraufhin triit Preußen dem Bund aus und sieht es als Kriegserklärung an. Bei Königgrätz kommt es dann zur großen Schlacht von preußen und Österreich. Der große Trumpf Preußen waren die Hinterlader Gewehre und so konnten die Gewehre auch im liegen geladen werden. Preußen annektiert Hannover für sich und drängte Österreich aus die Deutsche Geschichte. Es entstand erstmal der Norddeutsche Bund.
Als Deutschland sich wirklich vereinigen wollte, hatte der französische König etwas dagegen. Er befürchtete Deutschland könnte zu Stark werden.
Deutschalnd gewann den Krieg gegen Frankreich und der preußische König wurde in Versailles zum Kaiser von Deutschland gekrönt. Bismarck war am Ziel.
Teil 10 Kaiser Wilhelm und die Welt
Das Deutsch Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Zu klein, um über andere zu herrschen und zu groß für die Balance der Mächte in Europa. Weltmacht sein, das will Kaiser Wilhelm II. Viele im Volk halten diesen Kaiser für den idealen Repräsentanten. Es ist die Zeit der Pickelhauben und Paraden.
Kaiser Wilhelm wollte wie seine Verwandtschaft aus England zur Weltmacht streben. Er war ein fanatischer Anhänger der Marine. Daher wurde die Wilhelmshaven gegründet und unzählige Schiffe gebaut. Außerem bekamen die Deutschen noch ein paar kleine Länder uin Afrika und Ozeanien zugesprochen, um auch ein wenig Kolonialmacht zu sein. Durch unglückliche Reden und die Niederschlagung des Boxeraufstandes in China, verschafft Wilhelm immer eine schlechteren Ruf für Deutschland.
Er isloiert praktisch das Deutsche Reich. Einziger Verbündeter ist Österreich-Ungarn.
Durch das starke aufrüsten der Deutschen, sehen sich Frankreich, England und Russland bedroht und bilden nun eine Allianz. So ist Deutschland zur einen zwei Frontenkrieg gezwungen bei einem Krieg. Als dann in Sarajewo (Serbien) der Österreichische Thronfolger erschossen wird, wird Deutschland in den Krieg getrieben. Österreich erklärt Serbien den Krieg, durch das Bündnis mit Russland erklärt Russland Österreich den Krieg. Österreich muss anfangs sehr hohe Verluste hinnehmen und bitten das Deutschland in den Krieg eintritt.
Die Deutschen tun dies mit großem Erfolg, aber gegen den rest der Welt konnte es nur verlieren. So kam es zum 1.Weltkrieg mit vielen Millionen Toten und zu Verlusten von Läbdereien für das Deutsche Reich.
Preis Länge und Co.
DVD (10x)
Erschienen: 15.12.2008
Erschienen bei: Komplett Media
ISBN-10: 3-8312-9674-X
Sprache(n): Deutsch
Spieldauer: 12:55:00
in der ZDF Mefiathek können auch alle Folgen angesehen werden.(Nur für DSL empfänger)
Fazit: Ein sehr gelungen Dokumtation für alle die etwas mehr von der Deutschen Geschichte erfahren wollen. Ich kanns nur empfehlen.
Geschichte zum anschauen. Wäre auch gut geeignet für Schulen (ab 6.Klasse), wenn ich so etwas in der Schule gesehen hätte, hätte ich vieles besser verstanden.
Grüsse Scheibe 66
Fazit: Sehr gelungen
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