Trust 960 Powerc@m CCD
...kein Frust mit Trust!... - Trust 960 Powerc@m CCD Digitalkamera

Produkttyp: Trust Digitalkameras

...kein Frust mit Trust!...
Trust 960 Powerc@m CCD

Schnorpsi

Name des Mitglieds: Schnorpsi

Produkt:

Trust 960 Powerc@m CCD

Datum: 16.02.06

Bewertung:

Vorteile: hohe Auflösung, gute Qualität der Bilder, lange Batterielaufzeit

Nachteile: kein optischer Zoom, Videofunktion mäßig

Liebe Dooyoo Leser/innen und Gäste,

wie sagt man so schön: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Ich habe es trotzdem getan und will euch nun davon berichten. Die Trust 960 POWERC@M CCD war eine Treueprämie für den jahrelangen Bezug einer Loseblattsammlung im Computerbereich. Was sie kann (die Kamera) und was ich an ihr zu bemängeln habe sollt ihr hier jetzt erfahren.


Aussehen der Digicam

Genau wie auf dem Produktbild sieht sie auch aus, halt wie eine richtige Digitalkamera eben. Natürlich ist sie recht groß, beinahe globig für heutige Verhältnisse. Trotzdem finde ich sie nicht hässlich, eher hat sie ein recht zeitloses Design.

Technischen Daten

Auflösung: 3.1 - 5 Megapixel effektiv
optischer Zoomfaktor : 0/nein
digitaler Zoomfaktor: 4/ja
Videofunktion: ja
Tonaufnahme/-wiedergabe: ja
Interner Speicher: ja / 16MB
Externer Speicher: MultiMediaCard, SD Memory Card
Blitzlicht
LCD-Display (4cm)
Opt. Sucher

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben der Kamera ein USB-Anschlusskabel, ein kleines Stativ, eine Handschlaufe, eine Ledertasche mit Gürtelschlaufe, die CD mit der PC-Software und Bildbearbeitungsprogrammen (Ulead Photo Explorer 7.0 SE, Ulead Cool 360, Trust Photo Upload + entsprechende Treiber), 2 Batterien der Größe AA, mit denen man die Kamera betreiben kann und die Bedienungsanleitung.

Bedienung

Bevor man mit der Kamera die ersten Bilder schießt, muss man mit einem kleinen Schiebeschalter erst mal die Linse des Objektivs freigeben und die Kamera über ebenfalls einen Schiebeschalter auf der Rückseite einschalten. Über den Modusschalter wählt man dann, ob man fotografieren will, ein Video drehen möchte oder einfach nur die Bilder anschauen möchte. Die Grundeinstellungen sind so gewählt, dass man in mittlerer Bildqualität sofort loslegen kann. Die Bedienung ist also kinderleicht und auch intuitiv ohne Handbuch zu bewältigen.

Nahaufnahmen:
Will man etwas aus nächster Nähe knipsen so empfiehlt es sich auf Nahaufnahme (für Aufnahmen aus ca. 30cm Entfernung) umzuschalten. Hierzu gibt es auf der Rückseite einen Knopf der nach oben geschoben werden muss. So erhält man bei Nahaufnahmen ein schärferes Bild.

Zoomen:
Zum Zoomen verwendet man die sich auf der Rückseite befindlichen Pfeiltasten. (linke und rechte) Dadurch wird das Bild durch digitale Verarbeitung vergrößert bzw. verkleinert. Die jeweilige Vergrößerung/Verkleinerung wird in einer Leiste auf dem Display angezeigt.

Einstellen des Blitzes:
Auch den Blitz bedient man über eine Pfeiltaste auf der Rückseite – und zwar die obere. Folgende Einstellungen sind möglich: Blitz aus / automat. Blitz / automat. Blitz mit Unterdrückung der Rote Augen Effektes / Nachtaufnahme / Blitz ein.

Bilder ansehen:
Zunächst wird, wenn man nichts anderes eingestellt hat jedes Bild nach der Aufnahme für ca. 3 sec. angezeigt. Um sich aber die bereits gemachten Bilder auf der Kamera anzusehen, wechselt man mit dem Modusschalter in die entsprechende Funktion. Dort erscheint dann das zuletzt fotografierte Bild. Mit den Pfeiltasten kann man dann sehr schnell auch zu allen anderen Bildern wechseln.

Löschen der Bilder:
Dafür gibt es keine separate Taste. Man muss sich im Wiedergabemodus ins Menü begeben und dort die Funktion „delete“ bestätigen. Man kann sowohl einzelne Bilder als auch alle Bilder komplett löschen.

Funktionen:
Ist man einmal im Menü, findet man noch eine Reihe weiterer Funktionen. Am wichtigsten dabei ist wohl die Wahl der Bildqualität. Will man die verändern, muss man sich allerdings über den Foto-Modus ins Menü begeben. Dort kann man dann vier verschiedene Auflösungen einstellen. Auch die Kompressionsrate ist über 3 Stufen einstellbar. Ebenfalls kann man Fotos Über- bzw. Unterbelichten und den Weißabgleich verändern.
Auch feste Einstellungen wie Sprache, Piepton, Energiesparmodus und Datumsstempel lassen sich im Menü selbstverständlich einstellen.

Herunterladen der Bilder:
Mit der beigefügten Software ist die Übertragung der Bilder kinderleicht. Hat man die Möglichkeit die Speicherkarte über einen „Reader“ direkt in den PC einzustöpseln, geht das Ganze allerdings wesentlich schneller.

Videoclips aufnehmen/wiedergeben:
Dazu geht man einfach in den Videomodus und drückt zur Aufnahme den Auslöser. Nach 10 Sekunden wird die Aufnahme automatisch beendet. Im Menü kann man die Aufnahmelänge auf bis zu 30 Sekunden verlängern, vorausgesetzt man hat eine entsprechend große Speicherkarte.
Zur Wiedergabe wechselt man wie beim Fotografieren in den Wiedergabemodus und kann sich dort die Videosequenzen ansehen.

Speicher:
Der Interne Speicher umfasst 16MB. Diesen kann man mit Hilfe von einer SD-Speicherkarte bzw. MMC-Karte je nach Größe beliebig erweitern. Nur mit dem internen Speicher kann man in optimaler Qualität etwa 9 Bilder machen.

Die Bildqualität

Die Qualität der Bilder hängt von zwei Faktoren ab.
1. der Auflösung und
2. der Kompression.
Beides kann man frei miteinander kombinieren. Die Auflösung lässt sich in vier Stufen einstellen.
XL=2560X1920=5 Megapixel; L=2048X1536=3.1Megapixe; M=1600X1200=2 Megapixel und S=1280X960=1.3 Megapixel
Bei der Kompressionsrate gibt es drei Abstufungen – sehr fein, fein und normal.
Die besten Bilder bekommt man natürlich in der Kombination XL mit sehr fein. Allerdings braucht man für diese Bilder auch den größten Speicherplatz. Völlig ausreichend für den normalen Gebrauch halte ich die Kombination L mit fein.

Die Qualität der Videoclips

Videos sollte man besser mit einem ordentlichen Camcorder aufnehmen. Hierfür ist Powerc@m nur bedingt geeignet. Ein aufgenommener Videoclip hat nur eine recht geringe Auflösung, nämlich 320X240 Pixel bei einer Bildfrequenz von 17 Bildern pro Sekunde. Beim Abspielen der Clips auf dem PC (Windows Mediaplayer) ruckelt es doch ein wenig. Nimmt man einen 10 Sekunden-Clip auf beträgt die Dateigröße 1,38 MB. Die Funktion des Mikrofons dabei habe ich nicht getestet, ist sicher aber auch nicht überragend.


Hersteller/Bezug/Preis

Hergestellt wird die Kamera von der Firma:
Trust Deutschland GmbH
Siemensstrasse 1
D - 47533 Kleve
Infos gibt es auf der Homepage der Firma: http://www.trust.com
Ob es diese Kamera im Fachhandel gibt, kann ich leider nicht sagen. Auch bei eBay habe ich sie nicht entdeckt. Deshalb kann ich auch nichts zum Preis sagen. Ich vermute mal sie wird wohl etwa um die 100 EUR kosten.

Fazit
Zum Schluss ein kleines Fazit von mir. Sicher ist die POWERC@M für Einsteiger ein recht ordentliches Gerät. Auflösung und Qualität der Bilder sind für den Normaluser meistens ausreichend. Das digitale Zoom allein ist allerdings zu wenig, schöner wäre zusätzlich ein optischer Zoom.
Eine externe Speicherkarte für diese Kamera ist natürlich Pflicht. Mit den 16 MB internen Speicher kommt man nicht sehr weit. Die Haltbarkeitsdauer der Batterien ist insgesamt recht gut, allerdings sollte man sich schon, wenn man die Kamera öfter im Gebrauch hat, auf wideraufladbare Akkus zurückgreifen.
Der ambitionierte Hobbyfotograf wird beim Kauf sicher ein qualitativ höherwertiges Modell bevorzugen, aber wie gesagt: Einem geschenkten Gaul……
Insgesamt vergebe ich 4 Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung.

© Torsten Enders 16.02.2006 (auch bei Ciao und Yopi)

Fazit: ...gute Kamera für Einsteiger und Normaluser....

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: