3..2..1..meins! ...
Trust 910Z Powerc@m Optical Zoom

Name des Mitglieds: luiggi
Produkt:
Trust 910Z Powerc@m Optical Zoom
Datum: 08.04.04, geändert am 30.12.11 (1423 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Günstiges Einsteigermodell
Nachteile: Relativ lange Auslösezeit
... ist zwar der Slogan von Ebay, aber 3... 2... 1... übersteigert worden, halte ich für wesentlich treffender.
Hallo ihr Lieben.
Da ich dieses Jahr ja auch noch in Urlaub möchte und mich im Moment eh mehr oder weniger im Kaufrausch befinde, hab ich mich dazu entschlossen, mir eine Digitalkamera zuzulegen. Also schaute ich mich im Internet etwas um und informierte mich auch gleich über die jeweiligen Preise. Einzige Voraussetzung, die ich auf jeden Fall an die Kamera stellte, war ein Optischer Zoom und eine Auflösung, wohl nicht unter 3.0 Megapixel. Durch Zufall stiess ich auf die Trust 910Z Powerc@m mit 3-fach optischem und 4-fach digitalem Zoom, die ab 137,- Eur zzgl. Versandspesen, im Internet zu haben ist. Der Preis ist doch ganz ok, dachte ich so bei mir, aber vielleicht kann ich sie ja bei Ebay noch günstiger erwerben und es muss ja auch nicht unbedingt eine nagelneue sein. Also nichts wie hin zu Ebay und gleich mal bei ein paar Auktionen mitsteigern. Das Spiel hab ich dann fast 2 Wochen mitgemacht und bin immer überboten werden, da die Händler dort einen UVP von 299,- EUR angeben. Da ich das Drama dann satt hatte, habe ich mich nach einem Händler umgesehen, wo ich die Kamera ganz offiziell erwerben kann. Für 139,90 Eur + 9,- Eur Versandspesen, habe ich dann die Digitalkamera unter www.digitalrabatt.de, per Vorauskasse bestellt.
Die im Lieferumfang enthaltene Kamera macht auf den ersten Blick, einen sehr guten und robusten Eindruck. Über das mitgelieferte USB-Kabel kann die Kamera, nach installieren der Treiber, an den PC angeschlossen werden und wird dort auch sofort als Wechselplatte erkannt, sodass das Kopieren der Bilder, bzw. Videos, von der Kamera auf den Computer, absolut kein Problem darstellt. Die Treiberinstallation ist ein Kinderspiel und in dem mehrsprachigen Handbuch, im DIN-A6-Format, auch auf Deutsch sehr gut und verständlich erläutert. Auch die Funktionen und die Bedienung der Kamera, wird in dem Handbuch, auf 35 Seiten sehr gut und verständlich erklärt. Über das Videokabel lässt sich die Kamera auch an den Fernseher anschliessen, sofern der über die notwendigen Anschlussbuchsen verfügt. Allerdings sind die beiden mitgelieferten Batterien (Duracell Ultra, Grösse AA) nicht zu empfehlen, da sie schon nach wenigen Blitzlichtaufnahmen, in die Knie gehen und dann erst mal eine kleine Erholungspause benötigen. Wie auch schon im Handbuch empfohlen, hab ich mir dann wiederaufladbare NiMh-Batterien besorgt und somit das leidige Batteriethema umgangen. Die schwarze Tragetasche, sieht sehr elegant aus und kann auch über eine Schlaufe auch als Gürteltasche verwendet werden. Einen recht billigen Eindruck macht die mitgelieferte Handschlaufe, ist aber dann im Endeffekt deutlich stabiler, als sie aussieht. Das sich im Lieferumfang befindliche Dreibeinstativ, welches man benötigt, wenn man die Kamera z.B. als Webcam nutzen möchte, ist zwar nur aus Plastik, aber wird seiner Funktion durchaus gerecht. Auf der mitgelieferten CD ist neben den Kameratreibern auch noch diverse Software, auf die ich im nächsten Abschnitt etwas näher eingehen möchte. Die zu der Software gehörenden Handbücher, befinden sich auch auf der CD, sind aber teilweise leider nur in Englisch vorhanden. Und natürlich gewährt Trust auch 24 Monate Herstellergarantie.
In diesem Abschnitt möchte ich auf die mitgelieferte Software etwas näher eingehen, die auch bei der Installation keinerlei Probleme bereitet, aber nur auf Windows-Computern läuft. Mit Photo Express 4.0 kann man die gemachten Bilder, über die USB-Schnittstelle, auf den PC laden und sie wie mit jedem anderen Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeiten. Allerdings wird hier ein freier Festplattenspeicher von 500 MB empfohlen. Der Ulead Photo Explorer 7 benötigt nur knapp 18 MB Festplattenspeicher und dient in erster Linie dazu, die gemachten Bilder aus der Kamera zu verwalten und auf übersichtlicher Weise auf den PC zu speichern. Einfache Funktionen, wie z.B. Rotation, Ansicht und Ausdruck der Bilder, sind aber auch über dieses Programm möglich. Cool 360 benötigt man, wenn man aus mehreren Einzelbildern, ein Panoramabild erstellen möchte. DVD Picture Show ist nur sinnvoll, wenn man auch über einen CD- bzw. DVD-Brenner verfügt. Mit diesem Programm kann man mehrere Bilder zu einer Diapräsentation zusammen stellen und diese dann über einen DVD-Player auf dem Fernseher abspielen. Über Trust Photo Upload, lassen sich nach der Registrierung auf der Trust Photo Site, die Bilder ins Internet hochladen, und die Seite dann kostenlos als Onlinefotoalbum nutzen. Natürlich muss man die mitgelieferte Software nicht zwingend installieren, wenn man diese gar nicht benötigt. Die minimale Systemanforderungen gibt Trust wie folgt an:
Pentium 233 MMX oder Mac PPC, USB - Port, 32MB-RAM, 50 MB freier Festplattenspeicherplatz, CD-ROM, Windows 98SE, ME, 2000, XP oder Mac OS 9.x
Nachdem ich nun den Lieferumfang ausführlich beschrieben habe, möchte ich auf das Aussehen und die Funktionen der Kamera eingehen. Von der Vorderseite betrachtet, sieht man auf dem 67 x 113 x 47 mm (H x B x T) grossen, silbernen Kameragehäuse, das integrierte Blitzlicht, den optischen Sucher, sowie das Mikrofon, die Selbstauslöseranzeige, den Lichtsensor und natürlich, das sich im abgeschalteten Zustand, automatisch abgedeckte Objektiv. Der Auslöser ist über leichten Druck auf der Oberseite der Kamera zu bedienen. Auf der Unterseite befindet sich neben dem Stativflansch, für das Dreibeinstativ, noch das Batteriefach, in dem zusätzlich auch eine Speichererweiterungskarte platziert werden kann. Auf der linken Kameraseite befindet sich der integrierte Lautsprecher und auf der gegenüberliegen Seite, findet man unter einer Abdeckung, die Anschlussmöglichkeiten für das USB-, das Videokabel und einen Anschluss für eine externe Stromversorgung. Die Rückseite der Kamera ist da schon etwas umfangreicher. Neben dem Sucher, der Statusanzeige, dem Ein-/Aus-Knopf, dem Weissabgleichregler und dem Blitzlichschalter, befindet sich da auch noch die Aus- bzw. Einzoomtaste, der Wahlknopf für die verschieden Programme, eine Pfeil-auf und eine Pfeil-ab-Taste, die LCD-Taste und natürlich das LCD-Display. Aber am Besten, ich erkläre euch die verschieden Knöpfe und Funktionen anhand einiger Beispiele, denn fotografieren kann man mit dem Teil auch noch ;-)
Durch drehen des Wahlknopfs kann man 6 verschiedene Modi einstellen, welche ich euch nun im einzelnen zu erklären versuche. Zuerst ist da der PC-Kameramodus. Über diesen Modus lässt sich die Kamera über das USB-Kabel, als Webcam nutzen. Über die Webcamfunktion kann ich leider nicht sehr viel sagen, da ich diese nicht nutze. Aber wie eine Webcam im einzelnen funktioniert, brauch ich den meisten sicherlich auch nicht zu erklären.
Als nächstes kommt dann die Setup-Funktion, über die man diverse Einstellungen vornehmen kann. Unter anderem stellt man da die Sprache des Menues ein und kann die Uhrzeit und das Datum verändern, bzw. einstellen. In diesem Modus werden auch die auf der Kamera befindlichen Bilder gelöscht und man kann entscheiden, ob die Bilder auf dem internen Speicher, oder auf einer nachträglich eingebaute Speichererweiterungskarte gespeichert werden sollen. Die Qualität der Aufnahmen lässt sich auch über den Setup-Modus einstellen und untergliedert sich in 6 verschieden Auflösungen (0,7M Fein, 2,8M Normal. 2,8M Fein, 3.0M Normal, 3.0M Fein und 5.0M Normal). Mit der niedrigsten Auflösung passen ca. 35 Bilder auf den 15 MB internen Speicher. Ich mache meine Bilder im 3.0M Normal Modus, was eine Auflösung von 2048 x 1472 bedeutet und man die Bilder durchaus auch im DIN-A4-Format, oder sogar noch grösser, in einer sehr guten Qualität drucken kann. Allerdings passen dann nur noch ca. 25 Bilder auf den internen Speicher und man kommt längerfristig auch nicht um einen Speichererweiterung herum. Ich hab mir dann für ca. 40,- Eur eine 128MB SD-Karte gegönnt, auf der ich so knapp 180 Bilder unterbringe. Die Bilder werden auf dem Speicher im JPG-Format und die Videos als AVI gespeichert.
Im Videomodus können kleine Videoclips aufgenommen werden, die über das eingebaute Mikrofon auch die Geräuschkulisse aufnimmt. Allerdings ist hier der integrierte Speicher mit ca 53 Sekunden auch schon an die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit gestossen. Die Bildqualität der aufgenommen Videos lässt allerdings sehr zu wünschen übrig, was ich nicht unbedingt bemängele, da es sich hier ja auch um eine Digitalkamera und nicht um einen Camcorder handelt.Was mich allerdings sehr deutlich stört, ist das ein relativ lautes Knacken, am Anfang und am Ende des Videos zu hören ist, welches vom Auslöser stammt.
Der Schnappschussmodus dient dazu, wie die Bezeichnung schon sagt, um Schnappschüsse aufzunehmen. Dies ist auch der Modus, in dem ich die meisten Bilder schiesse. Das zu fotografierende Objekt kann man über die Einzoom-Taste näher heran holen und somit über den 3-fachen optischen und 4-fach digitalen Zoom vergrössern. Der eingebaute Blitz hat 4 verschiedene Modi und man kann zwischen Ein, Aus, Auto und Rote-Augen-Reduzierung auswählen. Über den Weissabgleich lässt sich der Kontrast der Bilder korrigieren, hier kann man auch zwischen Auto, Tageslicht, Schatten, Wolfram und Neonlicht auswählen. Und natürlich lässt sich hier auch die Belichtungszeit manuell verändern. Im LCD-Display sind neben dem ausgewählten Objekt, noch diverse Daten, wie z.B. Belichtungszeit, Batteriestandsanzeige, Verbleibende-Aufnahmen, Blitzmodi und Modus des Weissabgleiches zu sehen. Die Anzeige dieser Daten, lässt sich aber über die LCD-Taste auch abschalten. Um Landschaftsbilder, Portraitbilder und auch mal einige Aufnahmen mit dem Blitz zu machen, ist die Kamera optimal ausgestattet. Sollte man allerdings sich schnell bewegende Objekte fotografieren wollen, ist schon einige Übung von Nöten, da die Kamera, rein subjektiv betrachtet, vom betätigen des Auslösers, bis zur tatsächlichen Aufnahme, sehr langsam ist.Einen genauen technischen Wert, habe ich bisher leider noch nicht gefunden, werde diesen aber nach Möglichkeit nachreichen. Vom Einschalten bis zur endgültigen Bereitschaft der Kamera, vergehen ca. 4 - 5 Sekunden, aber ich denke auch damit kann man leben.
Dann gibt es noch den Pre-Set-Modus, in dem man unterschiedliche Voreinstellungen, für verschieden Arten von Aufnahmen übernehmen kann. Hier kann man zwischen Landschaft, Portrait, Nachtszene, Selbstauslöser und Makro auswählen und die entsprechenden Voreinstellungen für eine optimale Fotoqualität übernehmen. Für den Selbstauslöser ist noch zu erwähnen, das dieser nach 10 Sekunden auslöst. Die Makrofunktion dient dazu, um das fotografierende Objekt, aus einer Entfernung von 30 cm, oder weniger, aufzunehmen.
Und zum Schluss kommt noch der Wiedergabemodus, mit dem man die gemachten Aufnahmen auf dem 3,8cm grossen LCD-Display auch gleich betrachten und im Falle eines Videos, über den eingebauten Lautsprecher auch gleich anhören kann. Und wenn man die Kamera über den USB-Port an den PC anschliesst, dann muss auch der Wiedergabemodus eingestellt sein, damit man die Aufnahmen von der Digitalkamera auf den PC übermitteln kann.
Da für meine Ansprüche die Kamera voll und ganz ausreicht, ich mit der Bildqualität mehr als zufrieden bin und mich über die Bedienerfreundlichkeit immer wieder freue, kann ich bedenkenlos eine Kaufentscheidung aussprechen. Für knapp 140,- EUR erhält man sicherlich auch keine Profikamera, aber gerade für Anfänger, oder um mal eben ein paar Landschaftsbilder oder Schnappschüsse aufzunehmen ist die Kamera sehr gut und genügt auch höheren Ansprüchen. Wer sich mal bei Trust umsehen, und sich auch über andere Modelle informieren möchte, kann dies unter www.trust.com tun. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, habe ich die technischen Daten nachfolgend in Kurzform aufgeführt.
Technische Daten
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Kameraauflösung: 5.0 Megapixel (2496 x 2016)
Sensorauflösung: 3.1 Megapixel (2048 x 1472)
Interner Speicher: 15 MB
Externer Speicher: Max. 512 MB (SD/MMC-Karte)
Optischer Zoom: 3x
Digitaler Zoom: 4x
LCD-Display: 1,5" (3,8cm) TFT-LCD-Farbdisplay, Auflösung 280 x 220
Optischer Sucher
Weissabgleich: Automatisch, Tageslicht, Schatten, Wolfram, Neon
Blitzmodi: Ein, Aus, Automatisch und Rote-Augen-Reduzierung
Erfassungswinkel: 53 °
Objektiv: f=6,2 - 18,6 mm 1:2,9 - 6,9
DPOF-kompatibel
Selbstauslöser: 10 sek.
USB-Schnittstelle
Integriertes Mikrofon
Integrierter Lautspecher
Abmessungen: 67 x 113 x 47 mm (H x B x T)
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Ich hoffe ich konnte euch die Trust 910Z etwas näher bringen und dem einen oder anderen bei einer Kaufentscheidung weiterhelfen.
Vielen Dank euch allen fürs Lesen
©luiggi (2004)
Fazit: siehe Bericht
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Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera




