Sony Cyber-shot DSC-W530
Der gesteuerte Schuss in Farbe - Sony Cyber-shot DSC-W530 Digitalkamera

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Produkttyp: Sony Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... Treiber vorhanden (Mac OS X). Schnellregistrierung Obwohl ich kein Freund von Registrierungen bin, sagte mir die von Sony zu. Auß... mehr

Der gesteuerte Schuss in Farbe
Sony Cyber-shot DSC-W530

poesikunde

Name des Mitglieds: poesikunde

Produkt:

Sony Cyber-shot DSC-W530

Datum: 01.04.12, geändert am 21.10.12 (89 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht

Nachteile: siehe Bericht

Konnte ich alter Pingelfritze doch nicht davon lassen, mal bei Wikipedia nachzuschlagen, was CyberShot eigentlich heißt. Heutzutage geht ja alles nur in Englisch, verständlicherweise, denn wer kann denn sicher gehen, dass der Sachse oder der Bayer Hochdeutsch verstehen. Von den anderen Ländereien mit ihren Eigenarten ganz zu schweigen. So, nun weiß ich zwar, wie das Ding heißt, aber wozu ist er gut, dieser Flachmann der Fotografie. War ich doch zu faul, zu unserem Klassentreffen die Kodak mitzuschleifen, und da ich aus gutem Grund mit dem Zug fuhr, es konnten ja noch ein paar Züge folgen, fiel ich doch gleich mal beim Saturn auf dem Leipziger Hauptbahnhof ein. Noch nicht richtig am Kameraregal angekommen, fiel ein dienstbeflissener Verkäufer über mich her. Nach Anhörung meiner diesbezüglichen Wünsche wurde er immer ruhiger und brachte mir dann so ein pinkfarbenes Ding angeschleppt. Ich sagte ihm in aller Ruhe, dass ich fotografieren und nicht Aufmerksamkeit erwecken wollte und er verstand. Er erklärte mir eine silberfarbene Sony Cybershot DSC-W530 mit bereits vorgeladenem Akku so gründlich, dass ich ohne weiteren Volkshochschulkurs sofort zur Tat schreiten konnte. Auf einer freien Bahnhofsbank lud ich dann meinen Neuerwerb mit Akku und Speicherkarte und zog erwartungsvoll los.

Die Einsatzvorbereitung

Schlau, wie ich war, hatte ich eine Kamera gekauft, die in die Jackettasche passte. Dumm, wie ich war, hatte ich nicht bedacht, dass zu der Kamera noch mehr gehört. Zuerst ein um ein Mehrfaches größerer Karton, in dem sich Kamera, ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 630 mAh, eine zugehörige Ladeschale mit Netzkabel, eine Handschlaufe, ein gedrucktes Handbuch sowie eine DVD befanden. Eingedenk der erfolgten Belehrung entnahm ich Kamera und Akku der Verpackung und mir vor, den Rest später an der Garderobe abzugeben. Auf der Unterseite der Kamera entdeckte ich schnell den Batteriefachdeckel, öffnete ihn und steckte den Akku unter Beachtung der Anschlusskontakte hinein. Dabei entdeckte ich, dass sich sofort ein gefederter Riegel über den Akku schob und ein Herausfallen verhinderte. Eine feine Sache. Über dem Akku war gerade noch Platz für eine SD-Speicherkarte, die ich vorsorglich bei mir hatte. Das war auch ratsam, denn der interne Speicher von 24 MB ist ein glatter Witz. Nicht nur von der Größe, denn ein Datenaustausch zwischen internem und externem Speicher ist nicht möglich. Bei Anschluss über USB an einen PC können auch nur interne Speicherdaten ausgelesen werden. Umgedreht geht nichts. Ein kleines, aber verschmerzbares Manko. Nach der Einsatzvorbereitung war es an der Zeit, die Kamera ringsum anzuschauen und sich mit ihren zahlreichen, für meine Wurstfinger etwas klein geratenen Knöpfchen zu beschäftigen.

Vorderseite der Kamera

Nicht zu übersehen das Carl Zeiss-Vario-Tessar mit einem Weitwinkel von 26 mm, einem optischen 4fach Zoom und einem zusätzlich einstellbaren Digitalzoom, der je nach Wahl, ob Smartzoom oder Präzisionszoom, bis zu 27fach reicht. Allerdings sollte man mit dem Digitalzoom aus Qualitätsgründen sparsam umgehen. Hinter dem Objektiv sorgt ein Prozessor für eine Maximalauflösung von 14,1 Megapixel. Für die Speicherung kann dann eine Vorauswahl der Bildgröße und damit der Auflösung gewählt werden.

Rechts oberhalb des Objektivs befindet sich die Mikrofonöffnung für Videoaufnahmen, die aber leicht mit der Hand abgedeckt werden kann. Also Vorsicht!

Links oberhalb des Objektivs befinden sich der Blitz und darunter der Sensor für Selbstauslöser bzw. Lächelerkennung.

Oberseite der Kamera

Auf der Oberseite befinden sich der On/Off-Schalter, den ich allerdings nur mit dem Fingernagel sicher betätigen konnte. Lag sicher an meiner Handschuhgröße. Rechts daneben der Auslöser, der in zwei Stufen arbeitet. Drückt man ihn nur leicht, dann wird der Autofokus aktiviert und das Bild optimal eingestellt. Erst wenn das Bild scharf auf dem Display erscheint, wird durchgedrückt. Der Druckpunkt liegt gut, es kommt zum keinem Verwackeln.

Unterseite der Kamera

Hier liegt das bereits erwähnte Batterie- und Speicherfach sowie ein Schraubanschluss für ein Stativ. Daneben, kaum zu erkennen, die Lautsprecheröffnung für Videowiedergabe.

Rechte Seite von hinten

Hier finden wir einen Schiebeschalter, der uns zwischen drei Modi wählen lässt:

1. Kamerafunktion
2. Panoramaaufnahme
3. Videofunktion

Darunter die Öse für die Handschlaufe und links daneben der mit einer Klappe abgedeckte Mikro-USB-Anschluss. Zu dessen Betätigung bedarf es wirklich spitzer Finger.

Rückseite der Kamera

Die Rückseite wird vom 2,7" TFT-LCD-Monitor mit 230.400 Bildpunkten geprägt. Rechts daneben befinden sich oben die Zoom-Wippe (Anzeige auf dem Monitor), die sowohl für Aufnahme als auch für Wiedergabe funktioniert, darunter die Wiedergabetaste, die Steuertaste (sowohl in Verbindung mit Menü als auch autark), die Menütaste und die Löschtaste. Alle sind recht klein und mit dicken Fingern etwas schwer zu handeln.

Los geht's

Bevor wir die Kamera in Betrieb nehmen und vorbereitend einstellen, ist die Steuertaste am Zuge. Hier können wir für Aufnahme und Wiedergabe wichtige Einstellungen vornehmen. Zunächst ohne Menütaste.

Stellen wir die Steuertaste nach oben auf DISP, dann können wir die Helligkeit und die Anzeige von Informationen auf dem Display regeln. Nach rechts steuern wir den Blitz auf Automatik, immer, Langzeitsynchro und Blitz aus, nach unten auf Selbstauslöser. Hier haben wir die Wahl zwischen verschiedenen Auslösezeiten und Porträtselbstauslöser für ein oder zwei Personen. Bei Gesichtserkennung löst die Kamera automatisch aus. In der Stellung nach links haben wir die Lächelerkennung, die beim Erkennen eines Lächelns automatisch auslöst. Also bitte nicht ernst blicken, sonst schlafen die Füße ein.

Menuetaste

Auch hier haben wir wieder nach dem Aufnahmemodus unterschiedliche Einstellmöglichkeiten:

Im Kameramodus

Aufnahmemodus - intelligente Automatik, Programmautomatik, Szenenwahl und Steady Shot (Verwacklungsreduzierung)
Easymodus - Standbilder mit minimalen Funktionen aufnehmen
Bildgröße und Auflösung - mit Kommentar zur Verwendbarkeit der Fotos (Poster, E-Mail)
Serienbildeinstellung - Einzelbildmodus oder Serienbildmodus wählen
EV - Belichtung manuell einstellen
Szenenerkennung - automatisch optimale Einstellungen für Szene bzw.
Zusatzeinstellungen für Dämmerung oder Gegenlicht
Lächelerkennungsempfindlichkeit - Automatikeinstellung nach Lächelgrad (von
Schmunzeln bis Grinsen)
Gesichtserkennung - aus oder auf Gesichtsfokussierung
Menü - Standardeinstellungen Sprache, Menüführung, Videoformat, USB u.a.

Im Panoramamodus

Aufnahmerichtung - von links, von rechts, von unten, von oben
Panoramabildgröße - 4:3, 16:9
EV - Belichtung manuell einstellen
Weißabgleich - Automatik oder mehrere Standardvorgaben
Auswahl Fokussierung - Automatik ober manuell
Belichtungsmeßmodus - Auswahl über Bildfläche
Menü - wie Kamerafunktion

Im Videomodus

Bildgröße - VGA oder QVGA (E-Mail-Anhang)
EV - wie Kamerafunktion

Für den Anfang empfiehlt sich die Wahl automatisierter Funktionen, zumal auf dem Display die manuell anwählbare Funktion automatisch angezeigt wird. So kann man, wenn man will, auch an die optimale manuelle Einstellung herangeführt werden.

Kurze Übersicht Displayanzeigen bei Kamerafunktion

Batterie- Restzeit bzw. Akku-Warnanzeige
Bildgröße
Szenenwahl
Aufnahmemodus
Szenenerkennungssymbol
Weißabgleich
Messmodus
Verwacklungswarnung
Szenenerkennung
DRO (automatische Helligkeits- und Kontrastkorrektur, Verbesserung Bildqualität)
Lächelerkennungsempfindlichkeitsanzeige
Zoomfaktor
Aufnahmeordner
Restbildzahl
Aufnahmemedium
Blitzmodus
Rote-Augen-Reduzierung
Blitzladung
Selbstauslöser
Gesichtserkennung
Überhitzungswarnung
sowie weitere voreinstellbare Anzeigen

Keine Angst, vom Bild ist auch noch ausreichend viel zu erkennen. Die Anzeigen sind rund um den Bildrand gruppiert und helfen mehr, als sie stören. Das Beste an den ganzen Einstellmöglichkeiten ist der automatische Funktionsführer, der die bequeme Auswahl und den Test der Funktionen ermöglicht.

Wiedergabe

Bei der Wiedergabe möchte ich als wichtigste Funktion das Wiedergabezoom erwähnen. Ein mit der Wiedergabetaste aufgerufenes Bild kann mit der Zoomtaste vergrößert und gleichzeitig mit der Steuertaste verschoben werden. So lässt sich in Abhängigkeit von der Aufnahmeauflösung ein Bildausschnitt sehr weit vergrößern und anschließend abspeichern. Wer sich über das geringe Zoom der Kamera beschwert, sollte es mal mit dieser Funktion versuchen. Die Ergebnisse sind wirklich erstaunlich.

Weitere Möglichkeiten im Wiedergabebereich sind das Erstellen einer Diashow, das Schützen einzelner Bilder sowie eine Retuschierung der Bilder, z.B. nachträgliches Beseitigen roter Augen.

Nachdem die Einstellung der Kamera im Wesentlichen klar ist, fragt man sich natürlich, was passt denn überhaupt so drauf?

Standbilder

Größe interner Speicher (24MB) Speicherkarte 2 GB
14M 4 295
VGA 130 9800
16:9 (11M) 4 360

Filme

Größe
VGA 0:00:20 0:25:00
QVGA 0:01:00 1:40:00

Das Drumherum

Neben dem reinen Fotografieren sind doch noch einige Dinge von Interesse, wie z.B. was passiert, wenn der Akku leer ist, was gibt es an Software dazu?

Ladegerät

Zu der Kamera gehört ein kleines handliches Ladegerät mit einer Ausgangsspannung von 4,2 V und einem Ladestrom von 0,25 A. Die Stromaufnahme bei Betrieb beträgt ganze 2 W. Der wiederverwendbare Lithium-Ionen-Akku verbraucht pro Aufnahme 1,0 W. Je nach Akkuzustand beträgt die Ladezeit 30 min bis 3 Stunden. In der Regel bin ich mit einer Stunde gut hingekommen. Die Gebrauchsdauer des Akkus hängt natürlich u.a. vom Bltzlichteinsatz ab. Dennoch war bisher bei 100 Bildern die Grenze nicht erreicht.

DVD

Treiber

Die mitgelieferten Treiber werden schnell installiert, bei Win 7 war dies allerdings nicht notwendig. Für Macs sind auf jeden Fall die entsprechenden Treiber vorhanden (Mac OS X).

Schnellregistrierung

Obwohl ich kein Freund von Registrierungen bin, sagte mir die von Sony zu. Außer der E-Mail-Adresse, Alter und Geschlecht keinerlei persönliche Daten, dafür eine Garantieverlängerung und nicht zu aufdringliche Infos mit Rabattangeboten. Die E-Mails sind leicht abbestellbar.

Bildverwaltungssoftware Picture Motion Browser

Mit der Zeit sammeln sich ja auf dem PC ziemlich viele Bilder und Videos und wer dort nicht von Anfang an ein System hineingebracht hat, verliert leicht die Übersicht. Hier hilft PMB ganz einfach.

In der Kalenderansicht werden alle Fotos und Videoclips nach Datum sortiert aufgeführt. Man kann aber auch Ordner durchsuchen, die übersichtlich mit Titeln versehen wurden.
Kein Problem, besondere Momente schnell wieder zu finden. Picture Motion Browser sucht automatisch nach Bildern und Videoclips, die als "Favoriten" gekennzeichnet wurden oder in Kategorien eingeteilt wurden.

Klickst Du auf ein Bild, auf dem ein Gesicht zu sehen ist, und betätigst dann die Gesichtssuche, sucht PMB sofort nach allen anderen Fotos oder Videoclips, auf dem diese Person zu sehen ist. Das klappt übrigens auch nach Landschaften, Personengruppen oder lächelnden Gesichtern.

Benutzeranleitung

Zusätzlich und ergänzend zum gedruckten Handbuch finden wir eine ausführliche Benutzeranleitung, die auch ausdruckbar ist.

Meine persönliche Erfahrung und Fazit

Wenn man es genau nimmt, war die Kamera ein Notkauf, der von einer Veranstaltung initiiert und von einem tüchtigen Verkäufer begleitet wurde. Dennoch muss ich nach einiger Zeit des intensiven Gebrauches feststellen, dass es ein guter Kauf war. Ich nutze inzwischen nicht nur die Automatikfunktionen, dennoch muss ich sagen, dass auch damit ordentliche Bilder zustande kommen. Als etwas mangelhaft erscheint mir das schwache Zoom, allerdings wird es durch das Weitwinkel nach meiner Empfindung gut ausgeglichen. Was habe ich schon geflucht, wenn ich mit meiner 10fach Zoom-Kodak zwar alles heranholen konnte, aber oftmals selbst nicht weit genug wegkam, um alles ins Bild zu bekommen. Der Blitz ist zwar nicht sonderlich hell, aber durch die Vorblitzfunktion völlig ausreichend. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera ist so gut, dass es mir im Panometer erst bei Dunkelheit auffiel, dass ich den Blitz abgeschaltet hatte. Die Innenaufnahmen waren bis zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos gut gelungen. Der Sinn der Handschlaufe hat sich mir inzwischen auch erschlossen, nachdem sie beinahe den Abgang gemacht hätte. Ist eben ziemlich klein, das Baby. Videoaufnahmen waren zu meinem Erstaunen in Bild wie Ton sehr gut, hier wäre auf Dauer nur ein größerer Speicherchip als meiner von 1 GB angesagt. Die Panoramaaufnahmefunktion ist eine nette Spielerei, dennoch beeindruckend. Denn trotz leichter Wackelei beim Schwenk um 180 Grad kam am Ende ein sauber hochgerechnetes Panoramabild heraus, bei dem nur noch ich vor Staunen wackelte. Wozu braucht man dies aber in der Praxis? Gerade bei großem Öffnungswinkel in der Breite oder Höhe steht man mit einem normalen Weitwinkel manchmal vor einem unlösbaren Problem und hätte doch so gern. Die Lösung bietet sich über eine Panoramaaufnahme und einen anschließenden Schnitt des schönsten Motivs an. Warum nicht einmal Serienbildfunktion auf andere Art? Sozusagen in einem Ritt bzw. Schwenk.
Die Datenübertragung mittels des mitgelieferten Mikro-USB-Kabels verlief sowohl über PMB als auch über den Explorer jederzeit zügig und problemlos.
Zusammenfassend kann ich feststellen, dass die Sony Cybershot DSC-W530 eine zuverlässige Kompaktkamera für die Hemdtasche ist, die trotz kleinerer Mängel sehr empfehlenswert ist. Wer in dieser Preisklasse ein Supermodell erwartet, der sollte mal versuchen, einen Mercedes zum Preis eines Polo zu erwerben. Wobei letzterer auch fährt. Ich gebe der kleinen Sony gern vier Sterne, weil sie sie einfach verdient hat.

Fazit: absolut kein Fehlkauf

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: