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Sony Cyber-shot DSC-TX100V

Name des Mitglieds: dooyoodok
Produkt:
Sony Cyber-shot DSC-TX100V
Datum: 17.04.11
Bewertung:
Vorteile: Ultrakompakt, Full-HD Videofunktion, Großes OLED-Display, leichte Bedienung, schnell einsatzbereit
Nachteile: Preis, Akkuleistung, Aufschieben der Objektivabdeckung etwas fummelig.
Hatte mich für das Teil schon seit Januar 2011 interessiert weil ich meiner Freundin die DSC-TX5 zu Weihnachten geschenkt hatte und von der Kompaktheit, dem Styling und der sehr schönen Videofunktion der TX5 begeistert war/bin.
Nun war bei Sony eine neue KompaktKameraSerie mit noch deutlich höherer Auflösung und voller HD-Videofunktion für Anfang März angekündigt. Das war trotz des stolzen Preises (fast 400 Euro) für mich ein Grund auf dieses neue Spitzenmodell zu warten. Als es dann, kurz vor geplantem Schweiz- und Spanienurlaub, endlich am 10.3. soweit war, das sich der Status der TX100 im Sony-Webshop in "verfügbar" änderte, wollte ich auch nicht mehr auf die günstigeren Folgeangebote bei Amazon u.A. warten und bestellte sofort bei Sony ein Exemplar in dezentem schwarz. Glück gehabt, denn genau einen Tag bevor es in die Schweiz losgehen sollte, kam das Paket per DHL.
Nun nach rund 400 Urlaubsfotos und ca. einer Stunde Urlaubsfilmchen auf dem PC mein folgender Eindruck (als Nichtprofi aber seit immerhin 1996 DigitalkameraKnipser):
Äußerlicher Eindruck und Handhabung:
Wie bei allen Modellen aus der Sony-Kompaktreihe sehr ansprechendes und kompaktes Äußeres, passt wirklich unauffällig in jede Hosen- und sogar Hemdentasche und ist nicht größer als mein HTC-Businesshandy.
Durch die völlig in das Gehäuseniveau einrastende Objektivabdeckung eher noch etwas kompakter als die TX5. Dafür aber auch ein kleines Manko im Gegensatz zur TX5: Das Herunterschieben der Objektivabdeckung gestaltet sich mit trockenen oder etwas rutschigen Fingern etwas fummelig. Habe mir deswegen ein paar kleine Silikon-Elastikpuffer auf die Abdeckung geklebt um sie leichter zurückschieben zu können.
Display/Bedienung:
Das gestochen scharfe 3,5 Zoll AMOLED-Touch-Display ist (wie angekündigt) schon beeindruckend und einzigartig in dieser Kameraklasse. Bedienung über vier Tasten (Einschalt-, Auslöser, Zoom und Wiedergabe) in Verbindung mit dem Touch-Display kinderleicht und nicht schwieriger als beim i-Phone.
Die Zoom-Wippe ist nun auch leichter bedienbar als bei der TX5(kleines Manko in Bewertungen).
Etwas problematisch war das filmen bei praller Sonne im Schnee in den Schweizer Bergen: Die Videofunktion lässt sich nur über das Touch-Display ein- und ausschalten und das ist bei diesen Lichtverhältnissen trotz des tollen Displays nicht gerade einfach zu erkennen. Hätte mir in dieser Situation doch eine HardwareTaste zum filmen gewünscht.
Fotofunktion:
Wirklich sehr schnelle Einsatzbereitschaft und Bildverarbeitung. Die Fotos sind im Automatikmodus so gut wie immer richtig belichtet, die Farben (bei gutem Licht) natürlich und, bedenkt man das kompakte Objektiv, auch bei schlechten Lichtverhältnissen (Nachts ohne Blitz) noch erstaunlich scharf. Mehr, denke ich, kann man aus solch einem Objektiv nicht herausholen. Jedenfalls ist die Schärfe besser als bei meiner Vorgängerin, der Casio EX-H10 mit 12 Megapixel. Genaueres werden sicher die bald folgenden Labortests in den Zeitschriften zeigen.
. . . und Filmfunktion:
Wer öfters auch mal bewegte Bilder sprich Filme generieren möchte und dabei auch noch auf eine zusätzliche, voluminöse Filmkamera verzichten will, ist mit der TX100 wirklich gut beraten. Schon im 24M HD-Modus (28M sind möglich) ist die Filmqualität kaum schlechter als bei einem aktuellen HD-Camcorder und das bei diesem Zwerg !!! Natürlich sollte man eine ausreichend große und schnelle SD-Karte (bei mir gleich eine 32GB Class 10 Transsend) eingelegt und möglichst noch einen Ersatzakku (Original ab 20Euro) in der Tasche stecken haben.
Für 20 Minuten Film gehen im 24M Modus ca. 3,5 Gigabyte drauf. Das ganze kann man sich dann auf einem ausreichend schnellen Rechner (bei mir AMD Athlon 64 X2 6000+) und HD-Bildschirm in beeindruckender Bild- und Tonqualität reinziehen oder z.B. mit Nero-Vision zusammenschneiden. Schwächere Rechner oder Notebooks machen leider bei diesem HD-Material schlapp. Mit Programmen wie Nero kann man allerdings auch 10mal kleinere und anspruchslosere MP4´s daraus machen oder gleich im MP4-Format aufnehmen oder full HD-Blu-Ray´s brennen. Wie herauszulesen, hatte ich vorher keinen Sinn für´s digitalfilmen, aber mit der kleinen Sony macht es nebenbei richtig Spaß.
Habe mir zu diesem Zweck für 10 Euro noch ein sogenanntes Handstativ (Teleskoparm zum in der Hand halten) angeschafft. So hält man die Kamera beim filmen ganz mühelos in einer oder zwei Händen und kann mit ausgefahrener 70cm-Teleskopstange bei Bedarf über alle Köpfe hinwegfilmen oder Selbstporttraits/Selbst-Videoclips schießen/drehen, wirklich praktisch!
Weitere Funktionen, Panorama, Navi usw.:
Auf was ich bei dieser grandiosen Videoleistung verzichten könnte, ist die Panorama-Fotofunktion. Die ist aber selbstverständlich dabei und bei Sony wirklich einfach zu bedienen. Ebenso verzichtbar finde ich persönlich die Navi-Tags und bei fehlendem 3D-Fernseher die entsprechende Fotofunktion. Naja, das Teil hat eben jeden Schnickschnack, egal ob man ihn nun benutzt oder nicht. Und vielleicht werden die Sony 3D-Fernseher ja auch mal billiger. Habe es noch nicht ausprobiert aber dank HDMI-Ausgang seitlich an der Kamera sollte die Direktverbindung mit einem HD-Fernseher oder Monitor kein Problem darstellen
Akku:
Noch ein Punkt zur Akkuleistung: Sicher sind mit dem kleinen 630 mAh NP-BN1-Akku keine 500 oder 1000 Bilder oder stundenlanges filmen möglich, aber wer sich eine äußerst kompakte und dabei einmalig leistungsfähige Fun-Kamera(mit Riesen-Display) in die Hemdentasche stecken möchte, kann keine Wunder in Punkto Akkuleistung erwarten. Das war mir von vorne herein klar und deshalb habe ich immer einen Orginal-Ersatzakku(mit den Nachbauten habe ich schlechte Erfahrungen) einstecken.
Für das Aufladen des/der Ersatzakkus ist das mitgelieferte Netzteil leider unbrauchbar, da man damit nur sich direkt inder Kamera befindliche Akkus aufladen kann. Also entweder Ersatzakkus immer wieder zum Laden in die Kamera oder eine Extra-Ladestation anschaffen oder wie ich, hatte bereits seit einem Jahr (zum Glück) den Digicharger Vario pro von Ansmann. Damit kann man nahezu jeden beliebigen Litiumakku aufladen und nebenbei schafft das Ding auch NiMH-Akkus in AA und AAA-Größe und hat auch noch einen 5 Volt USB-Kabelanschluß für´s Handy oder so.
PC-Software:
Sorry, aber die habe ich erst gar nicht aufgespielt, da ich mir wie gesagt für´s filmen gleich den Nero auf Version 10 upgedatet habe und der kann in dieser Hinsicht sicher mehr. Für das überspielen des Foto-/Filmmaterials braucht man eh keine Software, da sich die Kamera am USB-Kabel-Anschluß natürlich auch so mit Laufwerksbuchstaben präsentiert. Ich bevorzuge einen kleinen und schnellen extra-SD-Kartenleser (Transsend), denn die Datenrate einer schnellen SD-Karte kann man mit einem lahmen Kartenleser auch sehr schön ausbremsen.
Fazit:
5 Punkte und für mich haben sich das Warten und die 400 Euro gelohnt (Andere kaufen sich ein 600Euro i-Phone oder 700Euro i-Pad . . . )!
Einzig verbesserungswürdig, die zwar sehr smarte aber dafür jetzt etwas fummelige Objektivabdeckung der TX100 und vielleicht doch noch eine HardwareTaste für´s filmen.
Fazit: Nicht billig aber in fast jeder Hinsicht ihren Preis wert.
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| Akkulaufzeit: |




