Sony Cyber-shot DSC-H5
Zuverlässige Digitalkamera - Sony Cyber-shot DSC-H5 Digitalkamera

Produkttyp: Sony Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... und sich nicht an Mankos wie einer veralteten Videofunktion stört. Ich würde für etwas mehr Geld die Sony DSC HX1 (gebraucht ca. 200Euro)... mehr

Zuverlässige Digitalkamera
Sony Cyber-shot DSC-H5

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Sony Cyber-shot DSC-H5

Datum: 14.12.11

Bewertung:

Vorteile: Immer noch gute Bildqualität, günstig, 12x-Zoom.

Nachteile: Nicht mehr Up-to-date, etwas klobig, Plastikgehäuse, schlechte Videofunktion.

Ich muss zugeben, dass es mir die Kameras aus dem Hause Sony ziemlich angetan haben. Zwar hatte ich schon Modelle von vielen anderen Herstellern (u.a. Kodak, Fujifilm, HP, Panasonic, etc.), allerdings ist die Bildqualität "meiner" bisherigen Modelle Sony DSC HX1 und der hier getesteten Sony DSC H5 für mich ein gutes Stück zufriedenstellender gewesen. Da ich mir etwa alle zwei Jahre eine neue Kamera zulege, habe ich jetzt den Sprung auf Spiegelreflex gewagt und mir eine Sony Alpha 35 zugelegt, weshalb ich auch darauf kam, dieses ältere Modell noch einmal an dieser Stelle zu erwähnen.

Die Sony H5 ist eine sogenannte Brigde-Kamera, die versucht, die Vorteile von Kompaktkameras und Spiegelreflex in einem Brückenmodell zu vereinen. Die einen werden sagen, dass es sich hier weder um Fisch noch Fleisch handelt, da es sich trotz der meist klobigeren und schwereren Bauweise nicht um Geräte handelt, die mit Spiegelreflextechnik arbeiten - mir hat diese Bauweise jedoch immer zugesagt, da man für einen angemessenen Preis gute Bildqualität und schöne Extras bekommt. Zudem bieten Bridge-Kameras mehr Funktionalität, ohne jedoch auf die für Anfänger so wichtigen automatischen Modi zu verzichten. Man kann sich daher auch bei der H5 entweder dafür entscheiden, die Kamera die Einstellungen in Bezug auf ISO, Verschlusszeit, etc. vornehmen zu lassen oder selbst an diesen Optionen herumbasteln, um bestimmte Effekte zu erzielen.

Da die H5 bereits 2006 auf den Markt kam, ist sie mittlerweile für wenig Geld (nur noch gebraucht!) zu erstehen, bildet jedoch auch nicht mehr den aktuellen Stand der Technik ab. Die Funktionen, die aktuelle Kameras mitbringen, wie bspw. Full-HD-Videoaufnahmen oder die Speicherung der GPS-Koordinaten beim Fotoschießen sind hier natürlich nicht integriert. Immerhin kommt sie jedoch mit einer maximalen Auflösung von 3.072 x 2.304 (ca. 7 Megapixel) und einem 12-fach-Zoom (36 bis 432 Millimeter Brennweite) einher.


Design & Verarbeitung:

Das Gehäuse ist leider lediglich aus Plastik, was zwar Gewichtsvorteile bringt (im betriebsbereiten Zustand wiegt die Kamera dennoch 554gr), allerdings auch nicht so robust erscheint, wie ein Metallgehäuse. Da jedoch nichts wackelt oder knartscht und bei meinem Modell über die Jahre hinweg auch nichts kaputtgegangen ist (wenn man mal von dem Blitz absieht, bei dem man manchmal von Hand etwas nachhelfen muss, bis er ausklappt), besteht hier kein großer Kritikpunkt. Das Display ist recht hell beleuchtet, so dass auch bei stärkerem Licht Aufnahmen möglich sind und bietet mit einer Auflösung von 230.000 Pixeln ausreichend Detail. Der Screen ist jedoch lediglich fest in die Kamera integriert und leider nicht wie beim Nachfolger HX1 klappbar.


Bildqualität:

Hier punktet die Kamera auch heute noch und kann locker mit vielen Kompaktkameras im Mittelklassebereich mithalten. Die Farben sind satt, der Kontrast gut und viele Bilder bedürfen keiner Nachbearbeitung am PC. Bei dunklen Lichtverhältnissen wird ohne Blitz durch das höhere ISO leider ein Rauschen erzeugt, das viele Bilder unbrauchbar macht. Gerade, wenn kein Blitz eingesetzt werden kann, z.B. weil das zu fotographierende Objekt zu groß und weit entfernt ist, ist dies ärgerlich. Bis zur späten Dämmerung sind die Ergebnisse jedoch sehr brauchbar.


Videoqualität:

Mit einer Maximalauflösung von 640x480 hinkt das Gerät was die Videoaufnahme angeht leider der aktuellen Technik gnadenlos hinterher. Zwar sind die Aufnahmen speichersparend, sowohl Bild als auch Ton sind jedoch nicht wirklich erwähnenswert.


Fazit:

Alles in allem war die H5 eine schöne Kamera, die mir treue Dienste geleistet hat und die für viele schöne Fotos gut war. Mittlerweile ist die Technik jedoch alles andere als State-of-the-art, weshalb eine Anschaffung nur lohnt, wenn man für wenig Geld eine gebrauchte Bridge-Kamera mit guter Bildqualität sucht und sich nicht an Mankos wie einer veralteten Videofunktion stört. Ich würde für etwas mehr Geld die Sony DSC HX1 (gebraucht ca. 200Euro) oder das aktuelle Modell Sony HX100V (neu für knapp 500Euro) empfehlen, da diese bessere Ausstattung und bessere Bildqualität bieten. Einen Vorteil hat die Sony H5 jedoch gegenüber fast allen neueren Modellen: Sie läuft mit zwei handelsüblichen AA-Batterien, so dass man nicht auf teure Hersteller-Ersatzakkus angewiesen ist und auch an entlegenen Orten im Urlaub für die weitere Stromversorgung sorgen kann.

Fazit: 3 Sterne

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: