


Erhältlich in: 3 Shops
Produkttyp: Sony Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... da die Abstellfunktion hier desaktiviert ist. Ein wichtiger Vorteil der Sony Spiegelreflexkameras ist der eingebaute Bildstabilisato... mehr
Spiegelbild für Alle
Sony Alpha A550

Name des Mitglieds: georg1980
Produkt:
Sony Alpha A550
Datum: 13.11.10
Bewertung:
Vorteile: Scharfe Bilder, gute Automatikprogramme, viele Funktionen, eingebauter Bildstabilisator
Nachteile: Blitz läst sich nicht abschalten, keine guten Bilder mit hoher ISO Empfindlichkeit, kein Video
Schon seit einigen Jahren ist Sony auf dem Digitalem Spiegelreflex Markt präsent. Angefangen hat es vor etwa 3 Jahren mit der Alpha 100, die noch eine reine Minolta Kamera mit einem Sony Chip und Sony Aufkleber war. Mittlerweile sind die Kameras weiterentwickelt worden und es gibt nun viele echte Sony Komponenten an den Kameras, doch die Objektive sind auch weiterhin mit Minolta Kompatibel. Dadurch gibt es eine große Auswahl an Objektiven und man kann auch zu 20 Jahre alten Objektiven von analogen Minolta Kameras greifen.
Die Alpha 550 ist eine Hochwertige Mittelklasse Kamera für den Ambitionierten Hobbyfotografen und dem Semiprofi. Leider gibt es trotz vieler Funktionen noch keine Videoaufnahmefunktion, was ein deutlicher Nachteil gegenüber dem direkten Konkurrenten Canon EOS 550D ist.
Mit 600 Euro ohne Objektiv ist es auch kein Schnäppchen, auch wenn der Preis für die Leistung angemessen ist.
Praxis/Funktionen:
Neben zahlreichen Automatikprogrammen hat man auch die Möglichkeit sämtliche Einstellungen manuell zu verstellen und die Bilder so zu 100% selber zu gestallten. Bei den Automatikprogrammen gibt es die Wahl zwischen Vollautomatikprogrammen für Standartaufnahmen und bestimme Situationen wie Landschaft, Porträt, Sonnenuntergang usw. Diese Programme arbeiten zuverlässig und die Ergebnisse sind meistens sehr gut. Dabei hat man die Gewissheit, dass die Bilder eine gute Belichtungseinstellung haben. Zusätzlich können die Bilder mit einzelnen Einstellungen verändert werden, so kann das Bild heller oder dunkler erstellt werden und man kann Einfluss auf die ISO Empfindlichkeit nehmen. Dabei hat man die Möglichkeit, das Bild von ISO 200 bis zu ISO 12800 einzustellen, auch wenn die Werte ab 6400 (Teilweise 3200) nicht überzeugend sind.
Zusätzlich gibt es Halbautomatik Programme wo die Blende manuell vom Benutzer eingestellt wird und die Belichtungszeit wird von der Kamera passend dazu eingestellt. Dieses funktioniert auch andersrum, mit manueller Zeiteinstellung und Automatischer Blende.
Bei der Fokussierung gibt es auch mehrer Möglichkeiten, wie ein Sportprogramm, das ständig nachfokussiert um im richtigen Augenblick scharf zu erwischen. Bei der normalen Einstellung wird erst bei einer halben Betätigung der Auslösetaste der Fokus scharf gestellt. Dabei kann man das Messfeld selber bestimmen, ob die Messung aufs ganze Bild geschehen soll, oder nur Zentral, oder auch auf eine bestimmte Seite des Bildes. Hier muss man sagen, dass die Kamera eine sehr gute Leistung abgibt und fast immer zuverlässig die beste Fokussierung selber einstellt. Das liegt auch an den 9 Messfeldern, mit denen man den Sichtbereich gut abdecken kann.
Da die Kamera Verschlusszeiten von 1/4000 bis zu 30 s kann, ist hier alles abgedeckt, was das Fotografenherz begehrt. Dabei sind werte von 1/4000 sehr selten, da hierbei so gut wie kein Licht bei der Kamera ankommt.
Der mitgelieferte Blitz ist für einen eingebauten Blitz ganz gut. Leider aber nicht vergleichbar mit einem Aufsatz TTL Blitz, der deutlich besser ist. Es ist aber nervig, dass es nicht möglich ist, den Blitz in dem Automatikbildprogramm abzustellen, so ist man immer den Lauen der Kamera ausgesetzt und kann hier keine Bilder ohne Blitz erstellen, wenn die Kamera der Meinung ist, das hier ein Blitz angemessen ist. Dieses war bei der Alpha 100 einfacher, da die Blitzklappe nur von Hand geöffnet werden konnte und man somit immer die Wahl hatte. Da kann man auch nicht über das Blitz Einstellmenü etwas daran ändern, da die Abstellfunktion hier desaktiviert ist.
Ein wichtiger Vorteil der Sony Spiegelreflexkameras ist der eingebaute Bildstabilisator. Dieser ist bei langen Belichtungszeiten und Teleobjektiven ein großer Helfer. So hat man in manchen kritischen Phasen noch sehr gute Bilder, die ohne den Stabilisator schon verwackelt wären. Dennoch ist dieser Stabilisator nicht so gut wie die in Objektiven verbauten Stabilisatoren, mit denen man bessere Ergebnisse erzielen kann. Leider kosten diese Objektive eigentlich immer über 1000 Euro. Diese Bildstabilisierung war auch einer der Gründe, wieso ich lieber eine Sony Kamera als eine von Canon haben wollte.
Bei dem Speichermedium haben sich eigentlich alle Kamerahersteller von Spiegelreflexkameras auf den SD Schacht geeinigt, der SD und SDHC Karten unterstützt, auch wenn Sony auch weiter seine eigenen Memory Stick Pro Duo Karten zusätzlich unterstützt.
Über den Live View Modus kann man das Sucherbild auf dem Display darstellen lassen, so haben Brillenträger weniger Probleme beim Fotografieren und man kann leichter Bilder mit nach oben Ausgestreckter Hand erstellen, da sich das Display verstellen läst. Man kann aber nicht über den Optischen Sucher und das Display gleichzeitig Arbeiten, da das Bild im Live View Modus durch den Bildsensor abgedeckt wird und nicht am Optischen Sucher ankommt. Bei dem 3 Zoll (7,6cm) Display ist alles gut Lesbar und die Auflösung ist mit 921.600 Pixel sehr Hochauflösend, was der Bildbetrachtung zugute kommt.
Da die Funktionen leicht zu verstellen sind und die einzelnen Bedienmöglichkeiten gut aufgeteilt sind, sollte jeder mit der Kamera gut und schnell zurechtkommen. Ich denke die Kamera ist eine der Bedienerfreundlichsten in ihrer Klasse.
Bild:
Was mir bei den Bildern positiv aufgefallen ist, ist die brillante Schärfe. Diese ist bei der Sony besser als bei einem vergleichbaren Canon Modell. Dafür ist die Kamera aber nicht ganz so gut, wenn es um Bilder mit hoher ISO-Empfindlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen geht. Da kriegen die Bilder schnell ein unschönes Rauschen. Dieses liegt an den relativ kleinen Chips, die eine bessere Lichtempfindlichkeit nicht zulassen. Doch bei ISO Empfindlichkeiten von unter 800 ist diese Kamera Spitze.
Die Bilder haben durchweg eine gute Farbwiedergabe und es gibt keine Probleme bei den Kanten, den die Bilder haben eine gleichbleibende Helligkeit, auch in den tiefsten Ecken.
Wenn die Bilder über die Sony Software auf den PC kopiert werden, so wird automatisch erkannt, ob das Bild Wagerecht oder Senkrecht erstellt wurden und werden bei Bedarf automatisch gedreht.
Man merkt schnell ob es sich um eine einfache Kompaktkamera oder um eine Spiegelreflexkamera handelt, wie diese hier. Die Bilder strahlen eine Lebendigkeit aus und haben eine art 3D Effekt, da das Bild nicht platt wirkt, sondern ein Tiefenerlebnis bietet. Besonders gut sind Aufnahmen mit einer Blende von unter 2, da hier mit dem richtigen Objektiv schöne Lichtstarke Aufnahmen möglich sind. Diese sind besonders im als Porträt Aufnahme gefragt, bei denen eine starke Tiefenunschärfe Typisch ist.
Man merkt bei der Kamera deutlich, das das Objektiv und die Optik mit den 14 M Pixel Sensor gut zurechtkommt und der APS-C Sensor für diese Auflösung groß genug ist und diese auch ausnutzt. Da wird es auch mit 18 und 20 M Pixel Kameras wahrscheinlich noch eine Steigerung geben. Anders ist das bei den Kompaktkameras, da wird das Bild schon seit der Überschreitung von 5 M Pixel nicht deutlich besser, sondern zum teil nur schlechter. Durch die 14 M Pixel sind ausdrucke in A3 und größer kein Problem.
Verarbeitung:
Das Gehäuse besteht zu einem großen Teil aus Kunststoff, dennoch ist die Kamera mit fast 600 Gram eine der schwersten einer Klasse. Dafür liegt sie aber gut in der Hand und ich kann sie mit meiner durchschnittlich großen Männerhand gut bedienen und komme beim Freihand festhalten dennoch an alle Tasten gut ran. Die Kanten sind gut verarbeitet und das Material wirkt hochwertig. Das Bajonett schließt zuverlässig und die Objektive sitzen fest an der Kamera. Hier gibt es nichts zu beanstanden.
Zubehör:
Für diese Kamera gibt es eine große Auswahl an Zubehör. So gibt es direkt von Sony alles, was der Fotograf braucht, wie Objektive, Taschen oder Blitzaufsätze und Filter. Dabei sind die Objektive meistens mit Carl Zeiss Gläsern ausgestattet. Des Weiteren gibt es die üblichen Dritthersteller wie Sigma usw. für Objektive und Mezz für Blitzaufsätze. Zusätzlich kann man auch auf jede menge Objektive aus alten Minolta Kameras aus dem Digital und Analog Segment zugreifen, da Sony das Minolta AF Bajonett übernommen hat. So kommt man für wenig Geld an das ein oder andere Spitzenobjektiv.
Daten:
Produktname Alpha 550
Bildsensor Auflösung 4592 × 3056 Pixel (14,0 Megapixel)
Sensortyp CMOS
Sensorgröße APS-C (23,4 × 15,6 mm²)
Cropfaktor 1,5×
Bildformate RAW Kompressionsstufen 2
Speichertypen Memory Stick Pro Duo, SD, SDHC
Abmessungen (B × H × T ) 137 × 104 × 84 mm Gewicht 599 g (ohne Akku & Karte)
Chassismaterial Kunststoff
*Allgemein*
Bildstabilisator Sensor-Shift Vierwegewippe
Einstellräder 1 Funktionswahlräder 1 Eingebauter Blitz
Fokussierung Autofokusmotor - Autofokus / manueller Fokus one-shot, kont., Tracking /
AF-Messfelder 9 Messfeldart Kreuz- und Liniensensoren AF-Hilfslicht
Belichtung Belichtungsmessung Multi/Mitte/Spot
Anzahl Messfelder 40
kürzeste / längste Verschlusszeit 1/4000 / 30 s
Belichtungskorrektur ± 2 LW in 1/3 Stufen Blitzbelichtungskorrektur ± 2 Stufen Aufnahmesteuerung Programm- / Blenden- / Zeitautomatik
Manuelle Belichtung
Lichtempfindlichkeit manuell ISO 200-12800
Weißabgleich Auto / Festwerte / Manuell
Belichtungsreihe / Weißabgleichsreihe
Schärfe / Kontrast / Sättigung einstellbar
Farbräume sRGB, Adobe RGB
Selbstauslöser 2 s, 10 s
Ansteuerung via Rechner - Ansteuerung via Fernbedienung
*Monitor und Sucher*
Displaygröße 3″ (7,6 cm), schwenkbar Displayauflösung 921.600 Pixel
Live View
Helligkeit einstellbar
Rotationssensor
Sucher Pentaspiegel Vergrößerung 0,80 Dioptrieneinstellung
Abstand Austrittspupille 19 mm
Einstellscheibe wechselbar
LC-Statusdisplay - Wiedergabe Indexübersicht / Zoom / Histogramm
*Anschlüsse*
Stromversorgung Li-Ion-Akku
System-Blitzschuh
USB USB 2.0
A/V-out HDMI
Firewire
Infrarot
*Lieferumfang*
Bedienungsanleitung Handbuch
Zubehör
Li-Ion-Akku
Ladegerät
Trageriemen
USB-Kabel
Meine Meinung:
Die Kamera hat alle wichtigen, sowie aktuell begehrten Funktionen einer Spiegelreflexkamera wie Live View über ein großes hochauflösendes Display und einen Bildstabilisator. Die 14 M Pixel sind mehr als ausreichend und die Bilder sind sehr scharf und Farbtreu. Auch die Bedienung ist einfach und schnell zu erlernen. Leider gibt es hier keine Videofunktion, was einige vom Kauf abhalten wird. Ansonsten kann man die Kamera gut weiterempfehlen. Oder zum Nachfolger der 580 mit HD Video greifen.
Fazit: : Eine sehr gute Kamera mit leichten Schwächen über die man hinwegsehen kann.
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Ausstattung: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |

