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Produkttyp: Samsung Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... in der Auflösung herunter setzen, etwa um Speicherplatz auf der SD-Karte zu sparen und Kontrast,Sättigung und Helligkeit direkt mit d... mehr
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Samsung WB550

Name des Mitglieds: Hollgo
Produkt:
Samsung WB550
Datum: 02.03.10, geändert am 06.08.10 (556 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: + HD Videofunktion + Vielzahl der Fotomodi + Bildqualität
Nachteile: - ab ISO 800 kaum zu gebrauchen + recht lauter Zoommotor (Videofunktion)
.... Like Never Before"
(Übersetzung: Nimm deine Welt auf, wie niemals zuvor"
Stolz prangt dieser, dem vielleicht erst skeptischen, Kunden auf der kleinen Kartonpackung der Samsung WB 550 und lässt erstmal die Erwartungen und Vorfreude über sein neues Gerät steigen.
Das sind ja große Töne, folgen diesen Worten jedoch auch große Begeisterungstürme ?
INHALTSANGABE:
1. Wie ich zur Samsung kam
2. Die Kamera ist da !
3. Substantielles
4.Schnell ausgepackt und Aufnahme ?
5. Der Videomodus
* 5.1 Was heisst "progressiv"?
* 5.2 Einfach filmen...
* 5.3 Anschluß gesucht & gefunden
6. Der Fotomodus
* 6.1 Beautyshot
* 6.2 Smart Modus
* 6.3 Manuell
* 6.4 Bilderkennungsfunktion
* 6.5 Fotozoom
* 6.6 Blitzmodi
7. Und wie sind die Bilder ?
8. Brauchen wir Photoshop überhaupt noch ?
9. Pictbridge
10. Diashow & Co
11. Unterm Strich
== 1. Wie ich zur Samsung kam ==
Meine Canon Digital IXUS 60, mit der ich bisher "unterwegs" war, hatte ich ja schon "lieb", allerdings ist diese nun schon knappe 5 Jahre alt und der Stand der Technik ist halt auch nicht stehen geblieben.
Als ich zudem noch über einen vor Monaten im Fernsehen gezeigten Werbespot der Firma Panasonic, die hiermit ihre damals neue Fotokamera "TZ 7" vorstellten, stolperte, war dann mein Interesse an einer "neuen Gefährtin" absolut geweckt.
Die technischen Daten dieser Kamera (also der Lumix TZ 7) waren schon atemberaubend: 720p-Aufnahme im sog. AVCHD-Lite Format, 12 Megapixel, 10facher optischer Zoom- WOW !
Eigentlich hatte ich mich schon fast für diese Kamera entschieden, doch dann kam "sie":
aufmerksam geworden bin ich auf die Samsung WB 550 eigentlich über Youtube. Dort kursier(t)en zahlreiche informative Videoberichte, überwiegend zwar in englischer Sprache, wo just diese Kamera im Focus stand.
Ganze, professionell gemachte, Videotests zeigten die ganze Bandbreite des Könnens dieses Modells auf.
Speziell die Videoproben, die auf Youtube in Videoaufnahmen in absolut beeindruckender Bildqualität zeigten (speziell im HQ-Modus) wussten mich durchaus zu überzeugen.
"Mensch, diese Fotokamera nimmt auch in 720p auf, der Weitwinkel ist ja enorm und die 12 Megapixel liefert sie auch noch", so meine Gedanken.
So wurde es also Zeit für ein "Stechen": entweder die Samsung oder die Panasonic.
Schnell wurde klar, dass die Panasonic Lumix TZ7 zwar ein Spitzengerät ist, allerdings war die Zeit bis zur Auslösung ("Belichtungszeit") eines Fotos einfach zu lange. Während die Panasonic 0,7 s brauchte, um nach dem "Klick" auf den Auslöser ein Foto zu "fangen", schaffte es die Samsung schon in 0,4 s. Dazu war der Weitwinkel der Samsung einfach unschlagbar. Die Samsung beginnt schon bei 24 mm (Kleinbild), die Panasonic steigt hier "erst" bei 26 mm ein.Außerdem fand ich den extra Videoauslöser bei der TZ7 einfach unpraktisch. Die "Pana" ist außerdem von den Abmaßen her noch ein wenig größer als die WB 550. Dazu ein ebenfalls nicht unwichtiger Faktor: das liebe Geld.
Während die Panasonic Lumix TZ7 ursprünglich für 399 Euro UVP gehandelt wurde (mittlerweile,Stand März 2010, für ca. 240 Euro erhältlich) sank der Preis für die WB 550 von ursprünglich 349 Euro UVP auf jetzt (März 2010) nur noch knapp 200 Euro.
Das ist also 25 % Ersparnis bei nahezu gleichwertigen, teils sogar überlegenen technischen Daten. Mein Entschluß, lieber in die Samsung zu investieren, reifte schließlich, bis ich jetzt letzte Woche bei einem Onlinehändler zuschlug.
==2. Die Kamera ist da !==
Ich bestellte meine Kamera übrigens beim Online-Portal "Xenudo.de".
Nichtmal eine Woche nach meiner Bestellung wurde der kleine Karton mit der ersehnten Kamera mir von DHL zugestellt.
Aber was ist eigentlich im Karton ?
Neben der Kamera an sich liegt "natürlich" ein Li-Ion Akku (3,7 V/1050 mAh), Bezeichnung SLB 10A und ein ein USB-Ladegerät bei.
Dazu passend befindet sich ein USB-Adapterkabel und ein Spezialkabel zum Anschluß der Kamera an einen Cinch-Videoanschluß eines TV-Gerätes im Lieferumfang.
Last,but not least, ist eine DVD mit der Treibersoftware für die Kamera bei Anschluß über das USB-Kabel sowie dem Handbuch in pdf-Form (117 Seiten)mit von der Partie, dazu ist eine Kurzanleitung (wirklich kurz) und eine Garantiekarte dabei.
== 3. Substantielles ==
Ich bestellte meine Kamera in "klassischem" Schwarz.
Neben dieser Farbe ist sie auch in silber und grau erhältlich.
Die Samsung WB 550 ist eigentlich eine klassische kompakte Digitalkamera mit 12 Megapixeln Bildauflösung.
Entsprechend besteht das in der Auflösung größte Bildformat, was aufgenommen werden kann, aus 4000x3000 Pixeln, was wiederum in etwa dem vierfachen der heute üblichen Full HD-Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten entspricht.
Das allein ist nichts besonderes, denn 12 Megapixel-Kameras gibt es ja mittlerweile von nahezu jedem bekannten und auch unbekannten Hersteller und das auch für deutlich weniger Geld.
Das Besondere an dieser Kamera ist hier eindeutig der Brennweitenbereich.
Die Abmessungen sind für eine "Kompakte" allerdings nicht die kleinsten: 9,5cm x 6 cmx 2cm (l x b x h), das ist eher was für größere "Westentaschen", besser Manteltaschen. Meine "alte" Canon war da signifikant kleiner bemessen, nämlich nur schlappe 6 cmx4,5 cmx1,3 cm .
Auch das Display ist einfach riesengroß: 3,5 Zoll in 4:3, das entspricht einer Bilddiagonalen von knapp 8 cm !
Dabei handelt es sich um ein LED-Display mit einer Auflösung von 230.000 Bildpunkten.
Die WB 550 verfügt über eine Schneider-Kreuznach Optik VARIOplan mit 24mm - 240 mm Brennweite,1:3,3-5,8 und verfügt über DIS (Dual Image Stabilization), d.h. einer optischen UND einer digitalen "Antiwackelschaltung". Zittrige Hände werden also gleich von zwei Systemen in ihren schlechten Einflüssen auf die Aufnahmen ausgebremst.
Wie man schon anhand der Daten für den Brennweitenbereich ablesen kann, verfügt diese Kamera über einen 10x optischen Zoom. Für eine Kompaktfotokamera ist ein solcher Zoomfaktor schon enorm hoch.
== 4. Schnell ausgepackt und Aufnahme ? ==
Nachdem ich mir erstmal einen groben Überblick über das "Gelieferte" verschafft hatte, legte ich los.
Ich bin da eher so ein Typ, der zunächst einfach mal probiert, ohne in die Anleitung zu schauen.
Die beiliegende Kurzanleitung gab hier zwar (rückschauend) schon ein paar Tipps, aber ich kam auch erstmal so zurecht.
Erstmal schauen, wo der Akku und die Speicherkarte rein kommt. An der Unterseite der Kamera wurde ich fündig - dort gab es eine Ladeklappe mit Schnappverschluß, so, wie ich es schon von meiner alten Canon kannte.
Also war das weitere Procedere kein Problem für mich. Klappe auf und reingeschaut.
Bingo ! Das war der gesuchte Akkuschacht. Gleich darüber der Slot für die SD-Speicherkarte, auf die die Kamera ihre Bilder und Videos
Den Akku ,hoffend, dass der irgendwie ein bischen Ladung schon drauf hatte,eingelegt (da gab es nur eine Orientierungsmöglichkeit), dazu die Speicherkarte in den Slot eingelegt (auch hier: verkehrtes Einlegen mechanisch nur für Kraftprotze möglich) , Klappe zu und auf den kleinen Einschaltknopf an der Oberseite gedrückt - und das Gerät war betriebsbereit !
Hier fiel mir schonmal ein Vorzug auf: der Einschaltknopf wird blau umleuchtet, wenn die Kamera eingeschaltet wurde. Dazu fährt das Objektiv aus und eine grüne Diode rechts oben über dem Display zeigt zusätzlich die Betriebsbereitschaft an.
So, jetzt mal weiter schauen. Auf der Oberseite der Kamera, wenn man die Displayseite zu sich gewandt hat, rechts, befindet sich der entscheidende Drehknopf. Hiermit stellt man sämtliche Betriebsmodi der Kamera ein, und da gibt es wirklich viele:
angefangen vom Videomodus, dem Szenenmodus, Beautyshot,Dual Stabilizier Modus, Manuell und Programmmodus, Auto und Smart (na, ein bischen viel, oder?) - hier gibt es so vieles einzustellen.
Gut, dass hier - analog zu den Einstellungen auf dem Drehknopf - das Display nochmal klar und deutlich in Form des symbolisierten Drehrades Auskunft über den aktuell eingestellten Betriebsmodus gibt.
So fand ich auch schnell zum Videomodus.
Also fange ich mal hiermit an, denn die Videofunktion der Kamera war schließlich ein nicht unwesentlicher Aspekt für meine Kaufentscheidung gewesen.
== 5. Der Videomodus ==
5.1 Was heisst "progressiv"?
Die WB 550 filmt bis zu einer Auflösung von 1280x720 Bildpunkten und speichert im, im Amateurfilmerbereich wohl bekannten, AVCHD-Format mit 30 Bildern im sog. "Progressiv"-Modus.
Ein "progressives" Videoeinzelbild setzt sich, im Gegensatz zu den im bekannten PAL-Standard bekannten "Interlace" aus jeweils beiden kombinierten Halbbildern zusammen, daher spricht man hier auch vom sog. "Vollbildverfahren". Vorteil der progressiven Videoaufnahme: es kann zu keiner, vom Interlaceverfahren technisch bedingten Treppenverzeichnung mehr kommen. Den Effekt sieht man bei genauerem Hinschauen z.B. an diagonalen Linien.
5.2 Einfach filmen...
Die Aufnahme an sich ist wirklich schnell hin zu bekommen: einfach auf den Auslöser drücken und die Videoaufnahme startet.
Wieder auf diese Taste gedrückt und die Aufnahme wird beendet. Pro Videoaufnahme legt die Kamera auf der Speicherkarte jeweils eine neue MP4-Datei an, die von Videobearbeitungsprogrammen wie z.B. Pinnacle Studio 14 ganz problemlos gelesen und bearbeitet werden können. Durch die Tonaufnahme während des Zoomvorgangs hat man nicht, wie etwa bei der "großen Schwester" der WB 550, der WB 1000, eine tonlose Passage zu überbrücken, diese Kamera zeichnet den Ton auch während des Zooms weiter auf.
Kleiner Wermutstropfen: der Motor des Objektivs ist während des Zooms zu hören, wenn sich nicht viele Nebengeräusche in der Szene befinden. Aber schon bei durchschnittlichen Aufnahmebedingungen hört man diese Störung kaum. Das Bild auf dem Flachbild HD-Fernseher ist einfach toll für solch eine Kamera. Absolut HD-würdige Bildauflösung, gute Farbtreue und Wiedergabe und auch der Ton ist wirklich schön sauber zu hören, bis eben auf genannte Einschränkungen während des Zooms. Bei der Videoaufnahme zeigt der DIS (Dual Image Stabilizer), was er kann: Zittereffekte werden recht sauber ausgeglichen, auch bei größter Zoomeinstellung. Über ein Stativ geht aber bei derartigen Manövern trotz dieser Features aber nichts.
5.3 Anschluß gesucht & gefunden
Die Kamera verfügt für die Ausgabe direkt über den HD-Fernseher über eine mini HDMI-Buchse, man braucht also einen Adapter oder ein Adapterkabel von mini HDMI auf HDMI.
Auf den einschlägigen Auktionsplattformen bin ich aber schon auf Lösungen für knapp unter 10Euro gestossen, das sollte also nicht so dramatisch sein.
Auf die Ausgabe am TV an sich braucht man aber wegen des beiliegenden Videoadapters vom Videoport der Kamera auf Cinch dennoch nicht vollkommen zu verzichten.
Neben dem 720p Videomodus kann man auch in 640x480 und 320x240 Bildpunkten aufnehmen, in diesen Auflösungen sogar in 60p, dann allerdings im 4:3 Bildformat.
== 6. Der Fotomodus ==
Ich möchte an dieser Stelle nur auf die drei, aus meiner Sicht wesentlichen, Fotomodi eingehen, denn eigentlich bietet die Kamera noch einige Modi mehr an, die ich aber nur selten oder kaum verwenden werde.
6.1 Beautyshot
Dieser Fotomodus soll die im Porträt aufgenommenen Menschen ein wenig "schöner" wirken lassen, als sie es (vielleicht?) sind.
Dazu bedient sich dieser Modus mehrerer Tricks: zum einen wird die Szene ein wenig überbelichtet, um evtl. vorhandene Fältchen durch zusätzliche Ausleuchtung weniger dramatisch
aussehen zu lassen, sprich also, die Person ggf. jünger wirken zu lassen.
Darüber hinaus werden die Hautpartien ein wenig unschärfer aufgenommen, um so evtl. vorhandene Hautunreinheiten zu kaschieren.
Für Fotos, die irgendwann mal im Fotoalbum, in einem Fotorahmen oder gar "an der Wand" landen sollen, ist dieser Modus wohl der Richtige.
Realistische Aufnahmen von der Person kann man so freilich nicht erwarten, also ist dieser Modus für selbstgeschossene Passfotos eher weniger geeignet.
6.2 Smart Modus
In diesem Betriebsmodus "denkt" die Kamera quasi mit. Will man z.B. eine Makroaufnahme von einem Objekt machen, stellt die Kamera automatisch auf "Makro", wenn die Aufnahmesituation erkannt ist. Man braucht dann hier nur noch "abdrücken".
Auch eher dunklere Aufnahmesituationen bedenkt die Kamera dabei, indem sie z.B. den Blitz aktiviert oder auf eine höhere ISO-Einstellung wechselt.
Wenn man so will, ist dieser Modus vor allem für Leute gut, die sonst nicht mit der Kamera umgehen müssen und sich daher mit den Funktionen so gut auskennen.
6.3 Manuell
Das ist eher der "Expertenmodus". Man stellt hier alles selber ein, den Focus,die Blende, Bildstabilisierung, Blitz und dergleichen mehr.
6.4 Bilderkennungsfunktion
Die WB 550 verfügt in allen Fotomodi über eine einstellbare Bilderkennungsfunktion.
Zum einen ist das die "Bildführungs"-Funktion.
Was ist das ? Nehmen wir mal an, man ist allein unterwegs und möchte sich von einem Passanten vor einem, sagen wir, Leuchtturm mit einem bestimmten Bildausschnitt aufnehmen lassen.
Jetzt weiss der Passant jedoch nicht genau, wie dieser Bildausschnitt aussehen soll.
Also stellt man diese Funktion ein und "programmiert" die Kamera, jetzt genau dann auszulösen, wenn der eingestellte Bildausschnitt vom Passanten (natürlich dann mit sich selber im Bild) anvisiert wurde.
Da braucht man keine großen Worte verlieren: einfach den Passanten zielen lassen, sich in Position stellen, den Rest macht die Kamera.
6.5 Fotozoom
Ebenfalls nur im Fotomodus gibt es den sog, Fotozoom. Obwohl die Kamera optisch schon 10x zoomt, gibt es noch einen zusätzlichen, zuschaltbaren 5x Digitalzoom, womit man dann auf den Vergrößerungsfaktor 50 käme. Doch Vorsicht ! Wie jeder Digitalzoom reduziert auch der der WB 550 die Bildauflösung, also sparsam nutzen...
6.6 Blitzmodi
Die Kamera beherrscht verschiedene Blitzfunktionen, hier nur die Wichtigsten:1.) Automatikblitz :
Sind das Objekt oder der Hintergrund zu dunkel, zündet der Kamerablitz automatisch.
2.) Automatikblitz mit Rote-Augen-Reduzierung:
Sind das Objekt oder der Hintergrund zu dunkel, zündet der Blitz automatisch undwirkt dem Rote-Augen-Effekt mit der Funktion der Rote-Augen-Reduzierung automatisch
entgegen.
3.) Aufhell-Blitz:
Der Blitz wird unabhängig vom verfügbaren Licht ausgelöst. Die Blitzintensität wird automatisch in Abhängigkeit von den herrschenden Lichtverhältnissen gesteuert.
== 7. Und wie sind die Bilder ? ==
Nachdem wir nun schon einen Überblick über die Hauptfunktionen der Kamera bekommen haben, kommen wir nochmal zu einem wichtigen Punkt: die Bildqualität der Fotoaufnahmen.
Hier muss besonders ein Wort zu dunkleren Aufnahmesituationen gesagt werden.
Die Kamera verfügt über einen CCD-Sensor (Größe ½ 33" CCD) mit 12 Millionen Transistoren. Aufgrund der - im Verhältnis zum Objektiv - geringen Chipgröße ist der Sensor also verhältnismässig dicht gepackt.
Daraus resultiert dann das von 12 Megapixel-Kameras bekannte, verstärkte Rauschen bei hohen ISO-Werten bzw. dunklen Lichtverhältnissen. Auch die WB 550 ist hier keine Ausnahme von der Regel. Mehr als ISO 400 sollte man daher lieber nicht einstellen, obwohl sich bis zu ISO 1600 einstellen lässt.
Im Zweifelsfall muss eben dann doch der Blitz herhalten, um die Szenen richtig zu erhellen.
Bei Kunstlicht ist die Farbtreue der Aufnahmen dagegen sehr gut und die abgelichteten Objekte wirken recht natürlich. Auch sonst wissen die mit der WB 550 gemachten Fotoaufnahmen durchaus zu überzeugen.
Auch Aufnahmen bei Tageslicht kommen mit guter Farbtreue auf die Speicherkarte.
In der größten Bildauflösung passen ca. 147 Bilder in der "Superfein"-Einstellung auf eine 1GB große SD-Karte. Gespeichert wird im JPEG-Format. Die durchschnittliche Dateigröße in dieser höchsten Auflösungsstufe beträgt so ca. 1,5 MB.
== 8. Brauchen wir Photoshop überhaupt noch ?==
Sind die Aufnahmen im Kasten, stellt sich die Frage nach der Nachbearbeitung. Hier bietet die Kamera auch einiges an. So kann man im Wiedergabemodus mittels Druck auf die "E"-Taste (Effekt-Taste) in das Nachbearbeitungsmenu gelangen. Hier kann man seine Aufnahmen auf Wunsch in Schwarzweiss, Sepia oder einer Farbeintönung ausgeben lassen, die Aufnahme in der Auflösung herunter setzen, etwa um Speicherplatz auf der SD-Karte zu sparen und Kontrast,Sättigung und Helligkeit direkt mit der Kamera nacharbeiten.
Sogar die "vor Ort"-Bearbeitung einer "Rote Augen"-Aufnahme (sollte denn der Vorschaltblitz mal nicht gezündet wurden sein) ist mit der Kamera möglich.
Natürlich ein nettes Feature, aber ich denke mal, mit Photoshop arbeitet es sich komfortabler. Wer allerdings keinen Computer hat, wird sich über die hier präsentierten Nachbearbeitungsmöglichkeiten bestimmt freuen.
== 9. Pictbridge ==
Wie nahezu jedes aktuelle Kameramodell besitzt auf die Samsung WB 550 eine Pictbridge-Funktion. Was das ist ?
Mit Pictbridge kann man mit der Kamera und einem entsprechend Pictbridge-fähigem Drucker seine Bilder direkt auf (einstellbare) Fotoformate ausdrucken, ohne einen Computer einzuschalten. Die Kamera wird dabei über das beiliegende USB-Kabel an die entsprechende USB-Pictbridge Schnittstelle des Druckers angeschlossen. Der Ausdruck wird dabei über die Kamera gesteuert. Hier legt man fest, welche Papiergrössen gedruckt werden sollen. In Verbindung mit den Bildnachbearbeitungsfunktionen der Kamera (s.o.) sind somit wirklich optimal eingestellte Ausdrucke möglich.
== 10. Diashow & Co ==
Ebenfalls ein nettes Feature ist der in der Kamera eingebaute Diashowgenerator. So kann man seine Fotos gleich nach der Aufnahme "direkt von der Maschine" seinen "Lieben" am heimischen TV vorführen, ohne erst seinen PC damit zu beauftragen. Es sind auch verschiedene Übergangseffekte zwischen den Bildern wählbar und auch die Nachvertonung übernimmt die Kamera auf Wunsch. So sind ca. 10 Musiktitel wählbar, die die Aufnahmen -themenbedingt- mit Musik untermalen können.
Außerdem lassen sich Kommentare zu einzelnen Aufnahmen einsprechen, die der Diashowgenerator bei der Wiedergabe dann selbstredend ebenfalls zumischt.
== 11. Unterm Strich ==
So, nachdem ich mich jetzt ausgiebig über meine "Neue" ausgelassen habe, kommt natürlich noch zum Schluß mein Gesamteindruck, den ich von der Kamera gewonnen habe.
Als Videokamera ist sie durchaus gut zu gebrauchen. Die Bildqualität ist gerade so, wie ich sie von einer 720p-Kamera erwarte. Die Zoomfunktion arbeitet recht genau. Hier macht sich auch der recht günstig angebrachte Zoomhebel oben an der Kamera bemerkbar. Bei Modellen, wo dieser Hebel hinten, neben dem Display angebracht ist, habe ich schonmal das "ran zu holende" Motiv aus dem Blickfeld verloren. Das kann hier nicht passieren. Kleines Manko im Videomodus ist eben das doch vernehmbare Geräusch des Zoommotors bei leisen Szenen.
Der Fotomodus erfüllt ebenso komplett meine Erwartungen. Knackige und scharfe Aufnahmen bei guten Aufnahmebedingungen, dagegen Farbrauschen bei dunkleren Lichtbedingungen.
Das ist für mich aber durchaus zu verschmerzen. Insgesamt macht auch die Kamera in puncto Verarbeitung einen guten Gesamteindruck. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, die Tasten sind größtenteils in vernünftig großen Dimensionen gehalten, nicht zu klein und nicht zu groß.
Das Display ist für eine Kompaktkamera mit seiner ca. 8 cm. Großen 4:3-Schirm Bilddiagonalen einfach "gigantisch" zu nennen. Bei Sonnenschein macht sich leider negativ bemerkbar, dass ein echter Sucher fehlt.
Hier muss man eben schützend eine Hand drüber halten (oder für ein paar Taler mehr eine Abschirmung bei einem Fotogeschäft besorgen.)
Alles in allem ist die WB 550 für mich genau die richtige Wahl gewesen. Das Gerät macht mir einfach Spaß, bringt überzeugende Resultate und man muss sich auch nicht erst unbedingt durch die 117 Seiten der Bedienungsanleitung quälen, um direkt "loszuschiessen".
Das ist auch besser so, denn das richtige Handbuch findet sich nur als pdf-Datei auf der beiliegenden CD vor, die außer Treibersoftware für die Kamera keinerlei sonstig erwähnenswerten Programme gespeichert hat.
Aufgrund der Funktionsfülle ist es im Zweifelsfalle ratsam, sich das Handbuch auszudrucken. Da das Format des Handbuchs in 1/3 DinA4-Große gehalten ist, kann man getrost 3 Seiten untereinander mit dem Acrobat-Reader ausdrucken. So habe ich es jedenfalls gemacht.
So, damit bin ich auch "schon" fertig mit meinem Bericht. Über Eure Bewertungen und Kommentare freue ich mich jetzt schon.
Dieser Bericht erscheint auch auf ciao.de ...
Fazit: Eine solide Digitalfotokamera mit guter Videofunktion mit fantastischem Weitwinkel
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| Akkulaufzeit: |
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