Samsung SDC-007
Unpraktisch und sehr durchschnittlich - Samsung SDC-007 Digitalkamera

Produkttyp: Samsung Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... unhandlich macht und wobei das Blitzgerät sehr stark stossgefährdet ist. Andauernd an und abbauen will man es aber ja auch nicht und ... mehr

Unpraktisch und sehr durchschnittlich
Samsung SDC-007

unrealmaster

Name des Mitglieds: unrealmaster

Produkt:

Samsung SDC-007

Datum: 02.04.01, geändert am 02.04.01 (58 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Design

Nachteile: Bauweise, kein USB, schlechte Bilder, Drehdisplay

Diese Digitalkamera von Samsung ist zwar recht designschön, aber die Technik ist doch ziemlich veraltet und die Konstruktionsweise macht sie wirklich unpraktisch.

Zuerst mal das Äußere.

Die Kamera ist an sich schön klein und nur etwas dicker, als eine Zigarettenschachtel. Mit dem mitgeleiferten Akku (NiMh) wiegt sie allerdins recht viel und ist als ständiger Begleiter nicht so gut zu gebrauchen. Letzteres vor allem nicht, da die Linse nicht abgedeckt werden kann. Sie ist also schutzlos allen spitzen und kratzenden Gegenständen ausgeliefert, die in ihre Nähe kommen. Daran ändert auch die mitgeleiferte, sehr spartanische Neoprentasche nichts.

Als LAternative zum Akku gibt es auch ein Batteriefach für 3 AA - Batterien. Das ist allerdings noch größer und klobiger. Dafür kann man daran auch ein Stativ festschrauben.

Ein Blitz kann man an diese Kamera nur zusätzlich anbauen (ist incl, aber nicht integriert), was die Kamera ziemlich unhandlich macht und wobei das Blitzgerät sehr stark stossgefährdet ist. Andauernd an und abbauen will man es aber ja auch nicht und das sollte man auch besser lassen, da die Abdeckung der beiden Pole für den Blitz nur aus einem kleinen Gummistück besteht, dass sehr "labberig" an einem dünnen Strang hängt. Wer die Kamera länger haben will wird es auf jeden Fall verlieren. Das ist noch sicherer als der Schwund bei den Abdeckkappen der Nokiahandys. Und hier gibt es keinen Ersatz für 1.- DM.

Jetzt mal zur Technik!

Mit dem vorhandenen Megapixel Bildauflösung gehört die Kamera eher ins Mittelfeld, aber da liegt sie ja auch preislich.

Das Problem dabei ist allerdings, dass sie selbst in recht hellen Räumen immer noch einen Blitz fordert, der zu den oben beschriebenen Problemen auch noch einen hohen Stromverbrauch mit sich bringt.

Die Bilder sehen immer etwas verwackelt aus und vor allem unscharf. Das mag an meiner Unfähigkeit liegen, doch mit anderen Kameras geht das auch bei
mir gut. Ich tippe eher auf die zum einen sehr ungünstige Form der Kamera und die sehr langsamen Reaktionszeiten des Displays als Ursachen.

Die Farben sind auch nicht klar und berauschend, vor allem nicht, wenn ich meinen LCD-Bildschirm damit ablichten will.

Als weiteres Merkmal sticht die Übertragung der Daten per serieller Schnittstelle heraus. Sie ist zwar nicht unglaublich langsam, aber per USB wäre es denn doch angenehmer. Standardmässig sind zwei 4 MB Smart-Media-Cards dabei, die je ca. 20 Bilder in der HQ-Einstellung speichern können. An sich ja ausreichend, aber gar nicht berauschend. Zumal ich die Karten nicht wechseln möchte, wen ich auf einer Party schon einen getrunken habe oder ähnliches. Sie sitzen so ungünstig in einem Schacht, dass eine Pinzette jedesmal sehr hilfreich ist.

Soweit ja schon eine ganze Menge Nachteile. Aber dazu kommt noch, dass das Display der Kamera ja bauartbedingt nur aufklappbar sichtbar ist und dann in der Grundposition auch noch im 90 Grad Winkel zum Bild angebracht ist. Man muss die Klappe also nicht nur öffnen, wenn man vernünftige Bilder haben will (einen kleinen normalen Sucher gibt es auch so), sondern muss auch noch das Display drehen, um direkt vor dem Objekt stehen zu können. Das ist für das Handling echt anstrengend.

Zusammenfassung:
Ich bin froh, dass mein Exemplar vom MediaMarkt schon mal als Ausstellungsstück benutzt wurde und mir in einem versiegelten Karton als neu verkauft wurde. Dadurch kann ich sie hoffentlich ohne Probleme zurückgeben und dieses Kapitel abschließen. Ein Wochenende, an dem ich mich ein paar Stündchen mit dem Ding auseinandergesetzt habe, hat gereicht mir den Spass an Digitalfotos zu versauen. Ich kauf mir jetzt entweder ne richtige Kamera für über tausend Mark oder lass es ganz. So halber Kram taugt absolut nichts. Wer es dennoch versuchen will sollte sich die Fuji Finepix 1300 holen, da sie mehr bietet (1,3 Mpixel, USB, kein Drehdisplay,...) und das glei
che kostet.

Liebe Grüsse!
Unrealmaster 02.04.2001 01:52 h

Fazit: