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Produkttyp: Rollei Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... nur noch zu einem hohen Pfeifton und unerträglich. Ich dachte ja erst das Gerät sei defekt, aber nach einem Telefonat mit Rollei erfuhr i... mehr
Nun kann ich Auren machen
Rollei RCP 7430XW

Name des Mitglieds: David1980
Produkt:
Rollei RCP 7430XW
Datum: 19.05.10
Bewertung:
Vorteile: Preis, Auflösung, Abblichtungszeit
Nachteile: Lautsprecher, Blitz, Startzeit, Display
Fotos! Ich brauch Fotos und das in Mengen! Daher hat mir mein neuester Auftraggeber wieder mal ein Gerät besorgt, mit dem er hofft, dass ich saubere Arbeit leiste. Doch ob das mit dem Gerät geht oder nicht, klärt hoffentlich dieser Bericht! Viel Spaß beim Lesen!
Lieferumfang:
- Li42B-Ion-Akku (2mal)
- Ladegerät
- Anschlusskabel für USB und Video
- Bedienungsanleitung
- Trageschlaufe
- Garantiekarte
Diesen Apparat gibt es ja inzwischen für 99Euro, daher ist es eigentlich sehr verwunderlich, dass hier tatsächlich mal ein zweiter Akku mit dabei ist. Das echt mal eine feine Sache, obwohl beide nicht enorm groß sind, aber dafür zusammen doch mehr als das was man sonst so für sein Geld bekommt. Ärgerlich ist dafür wieder einmal, dass es keine Tasche in dem Angebot gibt und man sich diese für 19,99Euro nachkaufen muss! Da hätte der Hersteller doch einfach seinen Einfluss geltend machen können und die günstiger besorgen können, als nachher ich als Endverbraucher.
Technische Daten:
- 7,1 Megapixel
- Effektive Pixelzahl: 6,93 Megapixel
- 3,0 Zoll CCD
- Optischer Zoomfaktor: 4fach Apogon (27-107mm)
- Digitaler Zoom: 5fach
- Betriebsbereit in: 2,77 Sekunden
- Aufzeichnungsdauer nach Auslösen: 0,17 Sekunden
- Aufnahmebreit nach Auslösen: 3,06 Sekunden
- Ausmaße: (lxbxh) 94 x 55 x 27 mm
- Serienbildfunktion: ja
- 27 Megabyte interner Speicher
- Gewicht: 159Gramm
- Geringster Abstand zum Objekt: 3,0cm
- Kleinste Aufnahmefläche: 5,8 x 4,3cm
- Farbfilter: RGB
- USB 2.0-High-Speed
Monitor:
- Monitor: 3,0 Zoll Farb-LCD mit ca. 230.000 Pixel
- 84% Farbwiedergabe
- Bildschirmdiagonale: 7,5cm
- Nicht schwenkbar/ nicht drehbar
Verschluss:
- Zentralverschluss
Einstellungen:
- Blitz: Auto / manuell Blitz an / Blitz aus
- Rote-Augen-Reduktion
- Blitzbereich: ca. 50 cm-4,0 m zur Seite /ca. 50 cm-2,0 m in die Tiefe
- Bildstabilisator
-Programmautomatik: Portrait, Sport, Landschaft, manuelle Belichtungskorrektur, Panorama, Nachtaufnahme, Kerzenlicht, Sonnenuntergang
Verwendbare Speicherkarten:
- Multimedia Card
- SD Card
- SDHC Card
Kritik:
Geschwindigkeit:
Ich warte ja nicht besonders gern auf irgendwelche elektronischen Geräte und da sind natürlich 2,77 Sekunden bevor man loslegen kann eine lange Zeit. Auch das Zufallsmotiv durch Schnappschuss ist da dann mehr oder weniger zu vergessen, da bis das Gerät endlich mal bereit ist, ist das meiste eh schon passiert! Und wenn ich es doch noch schaffe den Schnappschuss zu bekommen, dann kann ich eigentlich einen zweiten Versuch vergessen, denn 3,06Sekunden bis das Gerät wieder betriebsbereit ist, ist auch unglaublich lang und in diesem Sinne auch unpraktisch! Außer, ich benutz die Serienbildfunktion, da geht dass dann aus irgendeinem Grund schneller!
Gewicht & Ausmaße:
Die Rollei liegt mit ihrem kleinen Gewicht von nur 159Gramm sehr gut in der Hand und ist somit auch für längeren Einsatz gut geeignet, ohne das man dieses nervige Kribbeln spürt und die Bilder anfange zu wackeln.
Feuchte Hände sollte man jedoch nicht bekommen, da a) das Gehäuse sehr glatt ist, und b) an der Seite auch das Mikrofon liegt und die bekanntlich Feuchtigkeit nicht ewig wegstecken.
Bildstabilisator:
Dieses Extra ist gerade bei so kleinen aber dennoch recht hoch auflösenden Geräten unglaublich wichtig geworden. Denn viele Menschen wollen bei dieser Größe natürlich kein Stativ benutzen, was ja auch bei Partys unglaublich nervig sein würde. Daher lieber frei Hand und hoffen, dass sich nicht zu viel bewegt.
Dieses Programm schafft es aber Fluktuationen im Bild auszurechnen und Überlagerungen auszugleichen, insofern diese nicht zu heftig sind, denn dann wird es das Bild automatisch überlagern und in einen Schlierenfilm verwandeln. Ganz schnell passiert das bei großem Zoom oder bei geringer Helligkeit wo die Luxgrenze einfach gnadenlos unterlaufen wird. Daher lieber erst einmal ein wenig üben wie weit man gehen kann und schon kann man mit diesem nützlichen Zusatz einiges auf der nächsten Party erreichen.
Hier macht übrigens die Kamera im Vergleich zu anderen einen sehr guten Schnitt im Bereich des Zooms, denn hier leidet die Qualität gar nicht mal so stark wie vermutet und man schafft es tatsächlich ordentliche Bilder zu machen.
Display:
Ähm, hier stimmt doch was nicht. Das Display ist doch ein wenig groß in der Diagonale, aber die meisten Fotos sind doch nur 4:3 oder eben 16:9. Wieso aber dann diese komische Diagonale? Irgendwie hab ich auch das Gefühl hier wird doch was verzerrt. Prompt beweist das auch der Karotest. Also ein fotografiertes kariertes Blatt, denn die Karos werden zum Rand hin tatsächlich ein wenig größer als die in der Mitte. Zum Glück ist das aber nur auf dem Display so und nicht mehr wenn man die Fotos ausspielt, denn das wäre echt nervig gewesen!
Mit 84% Wiedergabe ist das Gerät eigentlich auch nicht so dolle, da man hier doch ein wenig das Problem hat, dass Bilder die bei wenig Licht gemacht wurden oder sehr grell sein sollen, auf dem Display eher matt wirken oder sogar flau. Ok, normalen Fotos macht das nichts, aber für die Arbeit im Extrembereich ist das eben sehr nervig. Vor allem auch zusätzlich noch dadurch, da das Display allgemein ein wenig dunkel gehalten ist und sicherlich mehr Helligkeit vertragen könnte.
Audioausgabe:
Leider geht hier der Spaß völlig verloren, denn was man hier beim ersten Anschauen hört, klingt nach den alten Zylonen bei Kampfstern Galactica, oder nach einem Darth Vader dem die Höhen im Mikrophon geplatzt sind. Es ist eigentlich nur grausam und wahrscheinlich nur noch für meinen Toaster schöne Geräusche. Es scheppert blechern und das wars auch schon. Die Höhen verzerren und zum Beispiel ein Kind das ins Wasser im Schwimmbad geworfen wurde, wurde nur noch zu einem hohen Pfeifton und unerträglich.
Ich dachte ja erst das Gerät sei defekt, aber nach einem Telefonat mit Rollei erfuhr ich, dass das ja nur Sekundärfähigkeiten sind und daher recht dezent gehalten wurden, bzw. nur für den normalen Gebrauch im Gespräch gemacht sind. Ah, also für die Dokumentation, wenn ich mit dem Objekt noch vor dem Foto reden will oder was... Naja eben eine traurige Sache!
Auflösung:
Ja, mit 6,93Megapixel kann man schon vieles anstellen und sicherlich auch schon ordentliche Fotos mit dem Ergebnis ausdrucken, die sicherlich auch als kleine Poster funktionieren. Aber alles andere ist eigentlich für die Katze, da es kein RAW Format gibt sondern alles reine JPG sind. Was aber deutlich auffällt, ist das die Pixel anscheinend doch nicht so sensibel sind wie man sich das erhofft, denn die Ränder der Objekte scheinen ein klein wenig unscharf zu sein. Vor allem bei Vergrößerungen merkt man es sehr schnell und ärgert sich dann darüber, dass Dinge Konturenlos werden und man eben doch sehr deutlich merkt, dass so eine Kamera nie eine Spiegelreflex ersetzt.
Motivprogramme:
Ha, das hat mich definitiv überzeugt. Die Kamera ist leider mit einer sehr hohen Luxgrenze ausgestattet, also beginnt schon bei recht wenig Licht zu pixeln, hat aber durch Software ein wenig ausgeglichen. So gibt es hier Tatsächlich neben der Nachtaufnahme auch noch eine Kerzenlichtaufnahme, die durch Bildberechnung Pixelstellen überzeichnet und somit geringe Lichtquellen ordentlich wiedergibt. Ähnlich wie der umgekehrte Weichzeichner in Software wie Photoshop.
Nur der Portraitmodus ist ein wenig schwach ausgefallen, da das Gerät nicht immer weiß wo das Gesicht ist und somit keinen Sucher fürs Lächeln hat. Aber da gewöhnt man sich schnell dran und weiß dann auch wo man am besten das Gesicht im Bild hat um perfekt zu arbeiten.
Bedienung:
Das Menü ist eigentlich recht simpel gehalten, und man findet sehr schnell die einzelnen Bildmotive, aber was wirklich nervt, sind die meiner Meinung nach zu tief ins Gehäuse eingelassenen Knöpfe. Da wünscht man sich schöne lange Fingernägel um mit den Kanten reinzudrücken und weiß jetzt schon, dass sich nun viele Frauen über Bruchgefahr und Lackschäden beschweren werden. Da hätte man vielleicht och noch 1-2 Millimeter mehr vertragen.
Der Blitz:
Leider nicht zu gebrauchen, außer man ist in einem engen Raum oder hat das Objekt direkt vor der Linse. Die Streuung ist nämlich, da er im Gehäuse sitzt sehr eng und flektiert daher sehr gebündelt zurück. Das da dann Farbverluste extrem sind, ist kein Wunder.
Objekte die etwas weiter Weg stehen oder man will das klassische Partyfoto "10 Personen auf einer Couch" fotografieren, erhält man leider sehr schnell in der Mitte ein helles Trapez das nach außen hin schnell abweicht.
Zusätzlich ist es noch unverschämt, dass es keine Möglichkeit gibt einen externen Blitz anzuschließen und ich muss dauernd darauf hoffen, dass der externe Blitz schnell genug reagiert um ins Licht zu blitzen wenn er es bemerkt. Da kann man nur froh sein, dass das Gerät so schnell aufzeichnet, denn ansonsten würde man einen Blitzfokus bekommen der sich beim vergrößern durch verzögerte Lichtreflektionen kennzeichnet. Aber so doch immerhin noch machbar.
Der Akku:
Der Akku entspricht dem heutigen Standard und ist für ca. 700 Bilder gut zu gebrauchen. Was ein wenig stört ist, dass das Gerät eingeschaltet noch immer heftig am Akku saugt und nicht gerade sparsam ist. Wer also mal den Foto angeschaltet bei sich führen will um zum Beispiel im Zoo nicht bei jedem Gehege neu starten zu müssen, der sollte lieber einen zweiten Parat haben. Aber holla, dass ist ja hier echt mal gar kein Problem, denn wie schon voller Freude verkündet, gibt es den ja schon gratis dazu! Super!
Übrigens, da es sich um die Lithium-Technologie handelt, hat der Akku kein Gedächtnis und auch Laden bei halb vollem Zustand ist kein Problem und schadet auch nicht der Lebensdauer.
Aufnahmetests:
Um natürlich den kleinen Apparat ein wenig zu ärgern, hab ich mir auch ein paar Tests einfallen lassen, die beweisen sollen was er kann und was nicht.
Test 1: Das Aquarium
Ach herrje, ich hab lauter unscharfe Mutanten im Glas. Also hier versagt das Gerät völlig und kann selbst bei richtig gelben Fischen im Glas nicht erkennen wo der aufhört und wo das Wasser beginnt. Das Gerät will sogar noch den Blitz benutzen, vielleicht gefällt ihm ja das Glas des Aquariums, denn sonst kann ich mir das nicht erklären. Den einzigen brauchbaren Effekt hatte ich nur, als ich mal mit Kerzenlicht vorgeschlagen habe und das Gerät dann tatsächlich meinen Fisch für eine Lichtquelle hielt. Na gut, warum nicht, jetzt wirkt halt der Fisch ein wenig mit einer Aura belegt, aber immerhin hab ich mal wieder ein Foto.
Test 2: Baseballspiel
Da schau einer hin. Ich kann zwar den Ball nicht richtig erkennen auf dem Bild, aber ich kann den schwingenden Schläger tatsächlich in der Bewegung auf Bild festhalten. Das nenn ich doch mal ein gutes Sportmotiv, und mit der schnellen Aufnahmezeit echt kein Problem!
Nur Serienfunktion sollte man lassen, da die in der Qualität nach unten gehen und man hat mehr psychodelische Ansichten eines Baseballspielers, denn es gerade aus der Phase haut in irgendeinem Sci-Fiction Roman.
Test 3: Party
Ähm ja, also ein paar gehen und andere sind ganze Katastrophen. Nur die Kerzenlichtfotos taugen was, wenn man auf heiligen Aura bei Schnapsleichen steht. Also eigentlich mehr für Grillpartys geeignet.
Bildformat:
Merkwürdig ist, dass selbst die großen Formate als JPEG gespeichert werden, was bei einem RGB-Modus eigentlich heißen müsste, dass die Bilder nur künstlich aufgemotzt werden und eigentlich nicht mehr Bildpunkte enthalten. Dies beweist sich dann auch im Photoshop, da man hier sehr schnell merkt, die Größe ist zwar vorhanden und auf dem Bildschirm sauber zu sehen, aber sollte man das Bild als großes Poster ausdrucken wird man schnell sehen das die dpi Zahl zu gering ist und man alles als ein wenig verschwommen sehen dürfte.
Garantie:
Die Garantie liegt wie meistens bei 2 Jahren, hat aber hier das große Plus, dass es einen Austausch beim Hersteller gibt und die eigentlich sehr freundlich sind, auch wenn sie einem Erklären, dass der Lautsprecher Schrott ist. Aber wenn jemals was wäre wie defekte Linse oder sowas, kann ich jederzeit anscheinend anrufen, die Adresse bekommen und das Ding einschicken. Am liebsten würde ich das bei so viel Freundlichkeit sofort testen und genauer drauf blicken, wie die so sind, aber naja das die Mühe wohl nicht wert.
Zusatzkosten:
So günstig der Foto auch sein mag, man muss mit mindestens 50Euro noch einmal mehr rechnen, wenn man eine passende Fototasche (Trageschlaufe reicht mir einfach nicht) und einen ordentlichen Speicherchip haben will. Denn das ist beides nicht im Lieferumfang enthalten und daher eigentlich eher traurig, da man ja als Hersteller an die Sachen günstiger käme und so den Käufer erfreuen könnte.
Fazit:
OK, das Gerät ist nicht schnell und viele Extrembereiche sind eine Katastrophe, aber wer muss das denn auch regelmäßig tun. Eigentlich niemand und daher kann man dieses Gerät mit seinem Preis und seiner Auflösung gern dem normalen Konsumenten empfehlen. Wo ich aber drauf achten würde, wäre eine angemessene Trainingszeit für das Display, da man hier eben doch nicht so genau das sieht, was man fotografiert sondern eher das verzogene Abbild.
Aber für mich macht das ja schon wieder der zweite Akku wett, da ich die Fotos danach eh durch den Photoshop jage.
Über die Knöpfe sag ich hier nix mehr, komm ja eh kaum ran *fg*, und verleihe diesem Gerät insgesamt 3 Sterne, da er eben zu dem oben genannten auch noch recht langsam ist in der Vorbereitungszeit, auch wenn er dann schnell ablichtet.
Den Lautsprecher lass ich auch mal außen vor, da es für mich nicht wirklich relevant ist, ob der kleine Kasten das gut abspielen kann, solang ich es später am Rechner ordentlich habe.
Nun danke ich noch allen für das Lesen und würde mich sehr über Kommentare freuen! Schönen Tag noch und liebe Grüße!
Fazit: Siehe Text
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