Ricoh Caplio RR120
Gute Kamera für einfache Sachen - Ricoh Caplio RR120 Digitalkamera

Produkttyp: Ricoh Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... für nur 239 ? wollte sie den Besitzer wechseln. 239 ? war wie ich fand schon fast ein Indiz für eine nicht so tolle Kamera, also such... mehr

Gute Kamera für einfache Sachen
Ricoh Caplio RR120

poeschel

Name des Mitglieds: poeschel

Produkt:

Ricoh Caplio RR120

Datum: 15.10.02, geändert am 15.10.02 (1194 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: preisgünstig, sehr gute Bildqualität

Nachteile: schlechtes Blitzlicht, hoher Energiebedarf

Vor einiger Zeit habe ich mir die digitale Kamera Ricoh Caplio RR120 gekauft und möchte nun heute einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben.
Diese Kamera hat eine Auflösung von 2,2 Mega Pixel (1.792 x 1.200 Bildpunkte), sie lässt sich aber bei Bedarf auch auf 0,5 Mega Pixel (896 x 600 Bildpunkte) schalten. Außerdem ist sie mit einem 3-fach Zoom-Objektiv ausgestattet. Sollte dieser Zoom noch nicht ausreichen, kann man ihn noch einmal digital verdoppeln. Den aktuellen Bildausschnitt kann min sich durch einen optischen Sucher oder ein 1,5 Zoll LCD-Display ansehen. Weitere technische Daten kann man zum Beispiel auf der Webseite http://www.digitalkamera.de/Kameras/RicohCaplioRR1 20.asp einsehen.

Zum Lieferumfang der Kamera gehört einmal logischerweise die Kamera selbst, ein Satz (vier Stück) Mignon Zellen und eine 8 MB Smart Media Karte. Damit kann man also sofort losfotografieren. Weiterhin befindet sich ein PC Kabel für den USB-Anschluss, ein Videokabel für den Anschluss an eine Chinch-Buchse am Fernseher oder Videorecorder, eine Fototasche, ein recht umfangreiches Benutzerhandbuch und eine Software CD in der Verpackung. Die angesprochene CD enthält USB-Treiber für Windows 9x und die Bildbearbeitungssoftware MGI Photosuite 4. Windows-Versionen über 98 können auch ohne die Treibersoftware mit der Kamera kommunizieren.

Nachdem man die Batterien und die Speicherkarte eingelegt hat, kann man sofort erste Fotos machen. Leider sind die Batterien sehr schnell verbraucht. Deshalb empfehle ich Akkus mit einer Kapazität von 1800 mAh. Damit kann man ca. 100 Bilder machen.
Im Großen und Ganzen hat die Kamera 4 verschieden Modi. Diese können über das rechts oben liegende Modus-Wählrad angewählt werden:
1) Setup-Modus: Hier kann man grundlegende Einstellungen, wie zum Beispiel Datum/Uhrzeit, Sprache oder die Abschaltautomatik einstellen.
2) Wiedergabe-Modus: Hier kann man sich die gemachten Bilder anschauen, vor versehentlichem Löschen schützen, das
Format ändern, Bilder löschen, die Speicherkarte formatieren und so weiter.
3) Aufnahme-Modus (Auto): Wie der Name schon sagt kann man hier Fotografieren. In diesem Modus werden die Einstellungen wie Focus, Belichtungszeit, Blende und Weißabgleich automatisch vorgenommen.
4) Aufnahme-Modus (Manuell): In diesem Modus kann man die Belichtung und den Weißabgleich der Kamera von Hand beeinflussen.

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein einfaches LCD-Display, die Statusanzeige, und drei dazugehörige Tasten. Mit der ersten dieser Tasten kann man den Apparat in den Makro-Modus schalten. Da kann man bis zu 8 cm an das zu fotografierende Objekt herangehen. Mit der gleichen Taste kann man aber auch den Selbstauslöser aktivieren. Die zweite Taste ist für den Zustand des Blitzlichtes zuständig. Dafür gibt es fünf verschiedene Einstellungen (Blitz-Automatik, Rote-Augen-Reduzierung, Blitz-EIN, Blitz-AUS und Langzeit-Synchronisation). Mit der dritten Taste kann man die Bildqualität einstellen. Für jede der beiden möglichen Auflösungen kann man drei verschieden starke Komprimierungsvarianten wählen. Vor allem danach richtet sich, wie viele Bilder auf eine Speicherkarte passen. All diese Einstellungen kann man in der Statusanzeige ersehen. Außerdem wird noch angezeigt wie der Ladezustand der Batterien ist und wie viele Bilder im gerade eingestellten Modus noch auf die Karte passen.

Den Zoom bedient man über eine kleine Wippe. Auf der einen Seite wird das Objektiv weitwinkliger, auf der anderen Seite holt man das Objekt heran. Den aktuellen Bildausschnitt kann man sich im Sucher, oder auf dem Display ansehen, wobei der Effekt des digitalen Zooms nur auf dem Display zu sehen ist. Die Bedienung des Zooms ist ein wenig umständlich, ich habe immer das Gefühl, das Objektiv fährt, nachdem ich die Taste losgelassen habe, noch ein kleines Stückchen weiter. Dies macht eine genaue Einstellung recht schwierig.

Zur Navigation in den Setup-Menüs und z
um Blättern in den gemachten Bilder gibt es noch eine sogenannte Menütaste. Man kann sie vielleicht wie eine runde Wippe bezeichnen. Diese Taste hat fünf Kontakte. Drückt man in der Mitte hat sie die Funktion „Enter“, drückt man rechts hat sie die Funktion „Rechts“, drückt man oben hat sie erstaunlicherweise die Funktion „Oben“ und so weiter für unten und links. Da diese Taste vielleicht etwas klein geraten ist, kommt es ab und zu schon mal zu Fehlbedienungen. Aber insgesamt kann man sich recht schnell an dieses System gewöhnen.

Das Fotografieren an sich ist recht einfach, man sucht sich den gewünschten Bildausschnitt, drückt den Auslöser halb, wenn die Kamera den Focus eingestellt hat leuchtet eine kleine LED neben dem Sucher und je nach Einstellung ertönt ein kurzer Ton und dann drückt man ganz durch. Schon ist das Bild im Kasten, oder besser auf der Speicherkarte.

Bei ausreichendem Licht habe ich bisher sehr gute Erfahrungen mit der Kamera gemacht. Die Bilder werden haben ausgezeichnete Farben, die Einstellungen werden recht schnell vorgenommen und das Bild ist recht schnell gemacht. Problematisch sind eigentlich nur Aufnahmen mit Blitzlicht wenn es wirklich ziemlich dunkel ist. Das Blitzlicht hat eine Reichweite von ca. drei Metern. Alles was weiter weg ist, ist kaum noch zu erkennen. Wenn man den Blitz aber nur benötigt um Gegenlicht auszugleichen, oder um die Gesichter der Menschen etwas aufzuhellen, ist es völlig ausreichend. Einmal gemachte in hoher Qualität gemachte Bilder (hohe Auflösung, geringe Komprimierung) können auch durch den Apparat selber nachträglich noch weiter komprimiert oder sogar in der Auflösung verkleinert werden. Dies macht dann Sinn, wenn man keinen Speicherplatz mehr auf seiner Karte frei hat, aber noch weitere Bilder machen möchte. Allerdings ist das nachträgliche Ändern der Bildparameter sehr umständlich und dauert ewig.

Die Bilder können problemlos auf den PC übertragen
werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der PC einen USB-Anschluss hat. Auch auf dem Fernseher kann man sich die Bilder anschauen, leider kann man aber im Hochformat gemachte Bilder nicht drehen, sie liegen also dann im Fernseher auf der Seite. Der Fernseher braucht allerdings einen Chinch-Anschluss. Sollte ein solcher Anschluss nicht vorhanden sein wird ein entsprechender Adapter benötigt.

Wie bereits oben beschrieben ist der Energiebedarf recht hoch. Dieser lässt sich durch das Ausschalten des LCD-Monitors allerdings noch um einiges Verringern.

Fazit: Die Kamera ist durch ihr sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut für den gelegentlichen Fotografierer geeignet. Wer ab und zu, auch mal im Urlaub, ein paar Bilder machen will, ist mit der Ricoh Caplio RR 120 sehr gut bedient. Vorsicht ist nur für den geboten, der sehr viel mit Blitzlicht fotografieren will. Ich habe den Kauf bisher nicht bereut, sondern habe bereits ein paar schöne Bilder mit der Kamera gemacht. Übrigens gibt es diese Kamera baugleich auch unter folgenden Bezeichnungen: Toshiba PDR-M25, Exakta DC2100, Revue DC2100.

Fazit: