
Produkttyp: Ricoh Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... im Explorer. Dadurch kann man schnell Bilder sortieren, schlechte löschen und "gute" auf den PC laden. Fazit: Für's Geld bekommt... mehr
Qualität von Ricoh
Ricoh Caplio R1

Name des Mitglieds: iplanet
Produkt:
Ricoh Caplio R1
Datum: 16.11.04, geändert am 09.02.05 (2801 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Handlich, Tolles Design, Tolle Optik
Nachteile: Schwacher Blitz
Beim Auspacken der Kamera fiel mir zu erst auf, dass sie top verarbeitet ist - das Metall greift sich edel an und auch der Gesamteindruck ist der einer kleinen, soliden Kamera.
Der Ein-/Ausschalter ist gewöhnungsbedürftig (vorne an der Kamera die silberne "Verzierung") und auch der Auslöser liegt sehr weit innen am Gehäuse und man würde ihn etwas weiter außen erwarten. Das Einschalten geht schnell, bis das Objektiv aber ausgefahren ist dauert es ein wenig.
Hier die Ausstattungsliste:
- das Objektiv entspricht einem KB-Objektiv von 28-135mm (4,8fach),
- die Kamera hat eine Chip-Auflösung von 4 Megapixeln (kann als TIFF oder JPG gespeichert werden)
- die Kamera kann AVI-Filme aufnehmen (das ist zwar nett, für mich aber nicht entscheidend - daher kann ich die Funktion auch nicht wirklich beschreiben),
- das TFT-Display ist mit 1,8" ausreichend groß,
- die Auslöseverzögerung ist quasi gleich "null" und
- der Autofocus blitzschnell,
- man kann sich entscheiden, ob man die Lihtium-Ionen-Akuu als zubehör kauft, oder ob man die Kamera mit AA-Batterien oder Akkus betreibt.
Die Kamera kann zunächst auch ohne eine SD-Karte genutzt werden, da sie 11 MB internen Speicher hat - dieser wird allerdings bei Einlegen einer Speicherkarte deaktiviert und ist dann nicht mehr nutzbar.
Die Brennweite des Objektivs ist einfach super, Weitwinkel klasse, scharf bis zum äußersten Bildrand.
Die Bildqualität bei Tageslicht ist prima. Sie fällt im Normal-Modus (daneben gibt es mehrere Motivprogramme, die ich aber nicht nutze) stark ab, wenn der Blitz zur Hauptlichtquelle wird - der Blitz an sich ist zu schwach, um weit reichen zu können, so dass sich hier anbietet, manuell zu korrigieren, z.B. 1 Blende überzubelichten (insgesamt ist es möglich, +/2 Blenden zu variieren) oder die Belichtuing auf ISO800 zu "eichen". Solche Einstellungen lassen sich schnell vornehmen und werden auch gespeichert - mit diesen Änderungen ist dann auch die Bildqualität mit Blitz bestens. Neben der manuellen Korrektur besteht die Möglichkeit, gleich ganze Belichtungsreihen zu machen (+/-1 Blende ist hier maximal möglich) oder einfach so Serien zu fotographieren (dazu gibt es drei Modi: Im ersten macht die Kamera einfach so lange Bilder, wie der Auslöser gedrückt ist. In der größten Auflösung können max. 13 Bilder gemacht werden, die einzeln gespeichert werden. Die beiden weiteren Serienfunktionen "kleben" die Bilder anschließend zu einem Streifen oder einem Block zusammen - ob's das braucht?)
Allerdings erscheinen mir alle Bilder in den Farben etwas zu sehr ins blau verschoben.
Dafür hat Ricoh mit Auslöseverzögerung wirklich nicht übertrieben: Man hat wirklich das Gefühl, eine "normale" Kamera in det Hand zu haben, weil sie wirklich sofort auslöst und das auch, wenn sie nicht 100%-ig scharf gestellt hat (meine andere Digi-Cam blockiert dann einfach).
Der erste Batteriesatz (mitgelieferte AA-Batterien von Panasonic) war nach gut 100 Bildern "erledigt", aber da die Kamera mit Akkus genau so zu recht kommt, habe ich hier schnell tauschen können - es sollten dann allerdings hochwertige Akkus mit 2000MAh sein, da die Kamera die Akkus sonst nicht als voll erkennt.
Ist der Speicher voll, kann man die Kamera mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den PC anschließen (Treiber vorher installieren - die Kamera wird dann als Kamera im Arbeitsplatz angezeigt). Erstaunlich ist allerdings, dass die Ordner bei mir ohne Namen auftauchen, so dass man nie genau weiss, in welcher Ebene man sich gerade befindet. Dafür speichert die Kamera wohl kleine Vorschaubilder, die sowohl auf der Kamera im Display zuerst angezeigt werden (bevor dann die genauen Daten extrahiert werden und das Bild auch gezoomt werden kann), als auch im Explorer. Dadurch kann man schnell Bilder sortieren, schlechte löschen und "gute" auf den PC laden.
Fazit: Für's Geld bekommt man im Moment nirgends eine besser ausgestattete Digi-Cam. Die Caplio R1 würde ich auf Grund der Ausstattung jederm empfehlen.
Fazit:

