Praktica DCZ 4.1
Aldi Cam - Traveller/Medion DC4300 - Praktica DCZ 4.1 Digitalkamera

Produkttyp: Praktica Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... auch. Leider scheinen die, wie sich später herausstellt nicht von Menschen geschrieben, die die Cam jemals in der Hand gehabt haben;-( Ab... mehr

Aldi Cam - Traveller/Medion DC4300
Praktica DCZ 4.1

DerNetscher

Name des Mitglieds: DerNetscher

Produkt:

Praktica DCZ 4.1

Datum: 06.06.03, geändert am 09.10.04 (4425 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: viel Ausstattung, geringe anschaffungskosten, dt. Service

Nachteile: Blaustich, Träger Sensor, Focus nachbesserungswürdig

Leider gibt es scheinbar keine Kategorie für diese Aldi Cam, deshalb eben beim eigentlichen Hersteller eingeordnet.


Moin,

also ... eine digiCam mit 64MB SD Card, 1800Mah Akkus, Ladeteil, Stecknetzteil, 3x opt. + 2x digitalem Zoom - für 250€. Das klingt erstmal wied die eierlegende Wollmilchsau.
Aber ist sie das auch?

Die Verpackung:
Aldi Bunt. Viel informatives steht nicht drauf. Macht auch nix, man hat ja vorher im Netz bei Praktika mal die spezifikationen nachgeschaut. Passt!

Der Inhalt:
Kamera, silbern - schön klein mit laaangem Bendel, Tasche (WoW), USB Kabel, TV-Kabel, Netzteil, Akkulader, 2x Akku, CD, 32/64MB SD Card von Panasonic (!!) und viel Papier.

Hier denkt man das erste mal - eigentlich guter Umfang, muss ich nix mehr zukaufen, ausser evtl. noch ne größere Speicherkarte und einen Satz Akkus. aber Hauptsache das fotovergnügen kann mal losgehen.

Das erste Mal:
Also flugs, das Ladegerät in die Ecke gepfeffert, es ist ja fürn Urlaub nett, aber gute 1800maH Akkus lädt man mit nem guten Gerät. Damit sie auch halten. Ha, das Netzteil - gleich mal auf die Hauskatze draufhalten.
Objektivschutz manuell aufklappen, geht etwas schwer, macht aber nen stabilen Eindruck (Gut!). Einschaltknopf kurz gedrückt. Es beginnt im Sucher zu blinken. Ein leises Surren, dann fährt das Objektiv aus und der LCD geht an.
Aha, viele Hyrogliphen ... was solls ... doch zuerst die anleitung lesen.

Die Anleitung:
Nunja, wer jetzt wunder erwartet, der leigt falsch. die anleitung zeigt alle Möglichkeiten in benötigter Kürze auf. (gut, jetzt weiss ich was passiert wenn...). Ein paar Tipps gibts auch. Leider scheinen die, wie sich später herausstellt nicht von Menschen geschrieben, die die Cam jemals in der Hand gehabt haben;-(
Aber die Anleitung hilft weiter, verwirren doch die Knöpfe für Blitz, Modus etwas. (für geübte Benutzer sei angemerkt - es geht schön einfach, man muss nur 1x dr
aufkommen).

Die Einstellungen:
Nachdem man die Sprache auf Deutsch umgestellt hat präsentiert sich die erste Justierung recht übersichtlich. Im Formatmenü (SETUP) können so sinnige Dinge wie Datum, Qualität etc. eingestellt werden.
Ich verzichte auf die Datumseinstellung, denn mangels Pufferakku ist die eh weg, wenn die Batterien rauß sind.
Erfreulich ist die Variante, dass die Cam nach einer einzustellenden Zeit in einen standby Modus geht, bei dem Das Display nach 1/3/5 minuten ausgeht - das spart Strom;-)

Das erste Foto - Ernüchterung:
Kamera also an - durch den Auslöser schauen. Nö, lieber doch mit Display, ist eh dauernd an. Zoom probieren ... was ist das???
Der Zoom surrt, dann bleibt er stehen. Dann wirds pixelig. Aha, der digitale Zoom.
Rauß damit - braucht kein Mensch, das kann der Photoshop besser.
Auslöser halb durchgedrückt - es wird kurz sichtbar unscharf ... dann wieder scharf. Blitz ...
Hm ... zu dunkel?!?

Das Runterladen der Bilder:
Unter WinXP/ME ohne treiber, das System erkennt die Cam als Wechsellaufwerk - unter 98SE muss man schnell nen Treiber raufschieben. Geht auch ohne nervige Software. Das System erkennt die Cam problemlos - die Übertragung geht bei maximaler Auflösung zügig, aber nicht schnell. Kein Wunder - 1,3 MB pro Bild wollen gesaugt werden.

Weitere Features in Stichpunkten bewertet:
Filmempfindlichkeit - ISO: 100/200/400: Nett, für Innenaufnahmen wegen der Trägheit des cCD Chips denkbar nur ISO 100
Blende: für Innenaufnahmen +0,25 dann gehts - draußen 0
Blitz: schwach aber ausreichend da Vorblitz.
Aufnahmemodi (Portait/Weitw): Nett ... mauss man für sich selbst ausprobieren
AutoFocus: Ooops, die erste echte Schwäche - es wird nie 100% scharf.

Die ersten Bilder:
Schön rein in den Photoshop - was auf dem display farbecht gewirkt hat - ist jetzt blau. Also Farbkorrektur. Gut, jetzt sind die Farben natürlich. Hier kann man aber sagen,
dass jede Cam ein wenig zu irgendeiner Grundfarbe tendiert. Die Traveler eben ins Blaue. Die Schärfe ist ein echtes Problem. Denn richtig scharf werden nur Makroaufnahmen. Trotz korrekter Spotmessung (Mehrfeld ist draußen unsinnig) ist nie alles richtig scharf. SCHADE!!!
Aber handlebar.
Innraumfotos erfordern möglichst unbewegte Objekte - dann wirds schon gut. Leider trübt auch hier der Blaustich bzw. sehr lange Blcihtungszeiten des Gesamtbild.
Die Qualität - ich benutze nur Fine also 2272x1704 physikalisch - gut, aber lange nicht perfekt. Mit etwas Übung und Voreinstellungen an der Blende klappt es aber ganz gut (s.o.).

Fazit:

So, da haben wir 250€ auf den Tisch gelegt und eine Wundertüte erwartet. Naja, was das Zzubehör und die ersichtliche Verarbeitungsqualität angeht bin ich zufrieden, alles ist solide aufgebaut, lässt sich auch für den Fotolaien sehr gut bedienen und ist schön kompakt. Die Kamera selbst liefert, legt man den Preis zugrunde gute bilder. Der sonst so hohe Stromverbrauch ist mir nicht aufgefallen. Ich hab die Speicherkarte 5x vollgejaucht, viel gezoomt und die Karte via Kamera jedesmal auslesen können. Erst als der blitz nicht mehr wollte, fiel mir auf ich sollte mal nachladen.
Die bilder sind in höchster Qualitätsstufe schön nachzubarbeiten, ein wenig Auto-Korrektur etc. und schon bekommt man sogar in Graustufen auf den Ausbelichtungen akzeptable Ergebnisse.
Die Traveler DC 4300 shtet allerdings von der Aufnahmequalität in keinem Maß gegen z.B. eine alte Olympus 2020 - trotz nur halb so großer Pixel an. Bei der eingebauten Bildkompression, die festeingestellt und nicht variabel schint, wird bis zum abbrechen kompremiert. Bei 300-400% Vergrößerung merkt man das sehr schnell. Das Display ist nicht wirklich tageslichttauglich, aber o.k. die Bedienerführung ist klar und ersichtlich.
Für Schnappschüsse zeigt sie die tyspischen Schwächen der "günstigen" Sensoren. Sehr träge und nicht wirklich
verwendbar.
Die Software ist - abgesehen von den Treibern für Win98 für den erfahrenen Windows Nutzer insofern sinnlos, dass man sie nicht zum Auslesen wirklich braucht. Ein gutes Photoproggi bringt da wesentlich mehr. Ich nutze Adobe PS und da gehts schnell und zügig mit dem Bearbeiten.

Kurz und kanpp:
Nettes Einsteigermodell mit vielen Features, aber mit Schwächen zu sehr gutem Preis!

Grüße und Frohes Imaging

DerNetscher

P.S. Bei der E-Bucht gibts die Cam auch deutlich unter 200€ - und mein Dad nutzt sie inzwischen auch und ist begeistert;-)

P.S. 2. Es gibt zum Normaltarif eine dt. Hotline und ein dt. Internetangebot der Servicefirma - das ist SUPER!!! www traveler - service . de

Fazit: