
Produkttyp: Polaroid Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... Daten ein neues Bild aufzunehmen. So können z.B. noch effektvollere Gegenlichtaufnahmen gemacht werden. Der Blitz hat die Angewo... mehr
...oder, wie ich den Blaustich überlistete
Polaroid PDC 2300

Name des Mitglieds: Herzmän
Produkt:
Polaroid PDC 2300
Datum: 29.08.02, geändert am 04.04.04 (1839 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: preiswert, umfangreiche Ausstattung
Nachteile: relativ schwer, es vergeht "viel" Zeit vom Auslösen bis zur Aufnahme
Weniger als 200.- Euro. Als ich diesen Preis in einem Werbeprospekt eines Fotohändlers sah, musste ich einfach zuschlagen. So preiswert sah ich bis dahin noch keine 2 Megapixel Digitalkamera, die darüber hinaus noch über einen 2,3 fachen optischen Zoom und Makrofunktion verfügt. Also nichts wie hin in das Geschäft, um die Polaroid PDC 2300 Zoom zu besorgen.
Nach dem Auspacken
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Nach dem Auspacken ging es erst mal darum, mich mit der Kamera vertraut zu machen. Ich orientierte mich am 67-seitigen Benutzerhandbuch. Batterien einsetzen, mitgelieferte 16 MB Compact Flash Speicherkarte einsetzen, Handriemen anbringen - und das Fotografieren konnte fast schon losgehen. Apropos 16 MB-Karte: Normal ist dies nicht - regulär gehört eine 8 MB-Karte dazu.
Nach dem Einschalten sieht man oben an der Kamera in einer LCD-Anzeige die Fotoauflösung, die entweder mit 1792 x 1200 Pixel oder 896 x 600 Pixel wählbar ist; jede Auflösung lässt sich noch in dreifacher Qualität als *.jpg-Datei speichern (niedrige, mittlere, hohe Kompression). Der Batteriestatus, die Anzahl der verleibenden Fotos und der Blitzlichtstatus lässt sich auch ablesen. Die Fotoqualität, der Blitzlichtstatus, Selbstauslöser und Makromodus lassen sich mittels vier kleiner Knöpfchen verstellen bzw. einstellen.
An der Geräterückseite befindet sich die LCD-Anzeige, mit deren Hilfe Fotos aufgenommen und angesehen werden können, sowie auch unterschiedlichste Kameraeinstellungen verändert werden können.
Es sind schon etliche Knöpfchen, Schalter und Regler an der Kamera angebracht - auch einer für den Zoom, ein anderer für unterschiedliche Kameramodi wie z.B. "Aufnahme-Modus = Fotos könnne aufgenommen werden", "Play-Modus = Fotos können auf dem LCD-Display betrachtet werden", "PC-Modus = Fotos können auf den PC übertragen werden"...
Es dauert schon einige Zeit bis ich mich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten dieser Kamera
vertraut gemacht hatte.
Aus Versehen entdeckte ich auch eine "undokumentierte" Möglichkeit (oder sollte ich eher 'fehlerhaft' sagen?) bei dieser Kamera: Wenn man, während die Kamera das Bild abspeichert, den Drehkonopf vom "Aufnahme-Modus" in den "Play-Modus" umschaltet, macht die Kamera automatisch ein Bild nach dem anderen, bis man sie wieder ausschaltet. Damit sind sozusagen Serienfotos möglich.
Apropos Abspeichern: Ich besitze eine 16 MB Speicherkarte der Firma SanDisk. Diese braucht zum Abspeichern eines Bildes etwa 2-3 Sekunden. Auch habe ich noch eine 64 MB Karte der Firma Memorex. Diese braucht zum Abspeichern eines Bildes etwa 8 Sekunden. Liegt es an der Speichergröße oder an der Marke? Ich weiß es nicht.
Bildqualität
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Zu blaustichig - dies war mein erster Eindruck. Da war ich doch schon etwas enttäuscht. Bei genauerer Beschäftigung mit der Kamera bemerkte ich, dass der Weißabgleich verstellt werden kann. So kann etwas gegen die Blaustichichkeit getan werden. Neben einer automatischen Ermittlung des Weißabgleichs, lässt sich auch "Tageslicht", "Innenbeleuchtung" und zwei "Fluoreszierend"-Formen wählen.
Schön, aber ich habe ja nicht immer Lust den Weißabgleich zu verändern. Muss ich auch nicht - inzwischen habe ich festgestellt, dass die Einstellung "Tageslicht", die meistens die ordentlichste Qualität liefert, fest eingestellt werden kann. Seitdem ich "Tageslicht" eingestellt habe, ist der Blaustich weg - bin ich froh! Falls Bilder trotzdem einen Farbstich haben sollten, kann ich diese mittels Software nachbearbeiten.
Die Bildschärfe ist in Ordnung, auch wenn ich im Makromodus aufnehme. Im Makromodus lässt es sich bis auf etwa 4 cm Entfernung an das Objekt herangehen. Einige schöne Aufnahmen von Blumenblüten habe ich schon gemacht. Nur kann bei nahen Entfernungen kein Blitz benutzt werden. Der überstrahlt alles, den
n die Blitzreichweite beträgt 0,5 bis 3 m.
Es ist möglich die Kamera auf einen bestimmten Punkt zu richten, den Auslöseknopf nur halb zu drücken (die Werte wie Entfernung und Helligkeit werden gespeichert) und gedrückt zu halten, den Blickwinkel zu verändern, um mit den gespeicherten Daten ein neues Bild aufzunehmen. So können z.B. noch effektvollere Gegenlichtaufnahmen gemacht werden.
Der Blitz hat die Angewohnheit in der Bildmitte etwas zu hell zu sein - die Randbereiche sind entsprechend dunkler.
Fotos von Kamera auf PC oder TV
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Da bietet die PDC 2300 viele Möglichkeiten. Ein serielles und ein USB-Kabel befinden sich im Lieferumfang. Wer ein Lesegerät für Compact Flash Karten besitzt, kann selbstverständlich dieses benutzen. Die CF-Karte lässt sich bei entsprechender Handhabung leicht aus der Kamera entfernen und wieder hineinstecken.
Auch ist ein Kabel zum Anschluss an einen Fernseher beigefügt. So kann sich die ganze Familie eine Diashow auf TV ansehen. Eine echt wunderbare Sache, die wir gerne nutzen.
Mitgelieferte Software
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PhotoImpression 2000 heißt die von Polaroid beigefügte Software. Wenn man kein Lesegerät für CF-Karten hat, kann man damit seine Fotos von der Kamera in den PC bringen und danach mit der Software bearbeiten. Neben den Grundelementen einer Fotosoftware (Helligkeit, Kontrast, Größe) finden sich vor allem unterschiedlichste Effekte.
Darüberhinaus lassen sich - abgestimmt auf den amerikanischen Geschmack und in englischer Sprache - Grußkarten und Kalender entwerfen. Ein Unterprogramm (Fotofantasy) ermöglicht unterschiedliche Fotomontagen; z.B. mein Gesicht auf dem Körper einer Primaballerina. Ich habe noch gar nicht alle Spiel-Möglichkeiten der Software ausprobiert.
Technische Daten
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Brennweite (optisch): 8-18 mm (entspricht etwa 38-95 mm Kleinbildformat); Bilde
r ab 46 cm Entfernung bis Unendlich
Makro: 3,8 - 46 cm Entfernung möglich
Zoom: 2,3 fach optisch, 2 fach digital; bei digitalem Zoom ist nur Aufnahme mit 896 x 600 Pixeln möglich
Auflösung: 1792 x 1200 (2,15 Mio.) Pixel oder 896 x 600 (0,54 Mio) Pixel
Farbtiefe: 24 Bit (16,7 Mio. Farben)
ISO-Äquivalent: 100
Verschlußzeit: 1/500 - 8 Sekunden
Blendenbereich: f 3,02 - f 13,45
Blitzreichweite: 0,5 m - 3 m
Monitor: 26x35 mm Farb-LCD-Monitor mit wählbarer Helligkeit; Aufnahme- und Wiedergabeansicht
Optischer Sucher: ist vorhanden
Status LCD-Anzeige: Fotoauflösung, Fotoqualität, Batteriezustansanzeige, verbleibende Fotos, Blitzlichtstatus, Selbstauslöser, Makromodus
Speicherkapazität bei mitgelieferter 8 MB CF-Card: bei 1792 x 1200 Pixeln: 7, 14 oder 29 Bilder (je nach Bildkompression); bei 896 x 600 Pixeln: 29, 58 oder 116 Bilder
Speichermedium: Compact Flash Card Typ I; keine MB-Beschränkung
Selbstauslöser: mit 10 sek. Vorlauf
Bildformat: Jpeg - drei Komprimierungsstufen sind einstellbar
Anschlüsse: seriell (9 polig, COM), USB oder TV
Zubehör: 8 MB-CF-Karte (bei mir waren 16 MB vorhanden), Kameratasche, Handriemen, vier Alkaline-Batterien (wegen des hohen Stromverbrauchs sind NiMH-Akkus vorzuziehen), PhotoImpression 2000-Software-CD-ROM, Benutzerhandbuch, Wechselstromadapter, je ein Kabel seriell, USB und TV
Blitzeinstellungen: automatisch, ein, aus, Rote-Augen-Reduktion
Gewicht: 297 g ohne Batterien; ca. 410 g mit Batterien und Flash-Karte; ca.450 g einschließlich Kameratasche - also nicht ganz leicht
Maße: 122 mm (B) x 76 mm (H) x 61 mm (T); also relativ groß
Fazit
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Leider ist die Kamera nicht das Non-Plus-Ultra. Im Wesentlichen hat sie zwei Nachteile: Sie liegt recht klobig in der Hand und nach dem Drücken des Auslöseknopfs dauert es eine kleine Ewigkeit, bis das Bild im Kasten - also aufgenommen ist. Ein Pieps verrät die erfolgreiche Aufnahme. Danach kann es je na
ch Speicher auch noch etliche Sekunden dauern, bis das Bild abgespeichert ist.
Gegen Farbveränderungen kann man zum Glück den Weißabgleich umstellen - und die Farben stimmen weitestgehend.
Zu einem Preis von etwa 200.- Euro ist diese Kamera mit ihrer umfangreichen Ausstattung meiner Meinung nach durchaus in Ordnung. Wenn die Preisentwicklung bei digitalen Kameras so weitergeht wie im letzten halben Jahr, bekommt man diese Kamera zu Weihnachten 2002 vielleicht schon für etwa 150.- Euro - und ich werde mir dann vielleicht eine andere kaufen, mit der ich 100 Prozent zufrieden bin.
----------- © 2002 E. Hartmann -----------
Fazit:

