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Produkttyp: Pentax Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... liegt im übrigen bei einem Zentimeter bis unendlich. Die Kamera ist in etwa 0,5 Sekunden eingeschaltet und hat eine von Pent... mehr
Unterwasserfotografie leicht gemacht
Pentax Optio WPi

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Pentax Optio WPi
Datum: 05.01.06
Bewertung:
Vorteile: Unterwasserfotografie möglich / 6 Megapixel
Nachteile: ISO 800 rauscht zu stark / keine manuellen Einstellmöglichkeiten (Blende/Zeit/Bulb)
T E S T B E R I C H T
Pinneberg, 05.01.2006
Marc Thomalla
Testkamera: Pentax Optio WPi
Allgemeines
Nachdem ich mir zuletzt die E-500 von Olympus genauer angesehen habe (eine digitale Spiegelreflexkamera), ist nun wieder eine Kompaktkamera an der Reihe, die ich etwa 3 Wochen im Einsatz hatte. Es handelt sich um die Pentax Optio WPi, dem Nachfolgemodell der Optio WP (siehe meinen Testbericht aus Mai 2005). Die WPi ist ebenso wie die Vorgängerin dafür ausgelegt, bis 30 Minuten in bis zu 90 cm Wassertiefe zu bestehen, ist zudem durch spezielle Abdichtungen auch noch sand- und staubgeschützt. Auch wurde der WPi nun ein 6-Megapixel-Sensor spendiert, der Ausdrucke bis ins A3 Format theoretisch (!) möglich macht. Praktisch ist maximal A4 eher angesagt, aber selbst das war vor ein bis zwei Jahren für eine kleine Kompaktkamera beinahe undenkbar.
Die WPi ist sehr glatt, hat einen kleinen "Vorsprung" an der Seite, um die Kamera via Handgelenkschlaufe befestigen zu können. Ansonsten bietet sie noch ein 2,0 Zoll TFT-Display, welches 115.000 Pixel darstellen kann. Das ist leider nur Standard, keineswegs eine "Innovation". Die Bedienknöpfe lassen sich alle sehr leicht mit dem Daumen bedienen, sind so angebracht wie bei den anderen vorherigen Pentax-Kameras; also nichts weltbewegendes Neues aus dem Hause Pentax zu vermelden.
Die WPi löst mit 6 Megapixeln auf, wobei man die Auflösequalität beeinflussen kann. Die Auflösungen wären wie folgt:
6 MP (2816 x 2112)
5 MP (2560 x 1920)
4 MP (2304 x 1728)
3 MP (2048 x 1536)
2 MP (1600 x 1200)
1024 x 768
640 x 480
Damit kann man durchaus was anfangen. Der 3fach optische Zoom ist innenliegend und ist qualitativ etwas schlechter als das Zoomobjektiv der Optio S6, welche ich auch schon testen durfte. Innenliegende Objektive sind allgemein von der Schärfe her nicht so brillant wie ausfahrende Objektive - diese wiederum sind dafür aber nicht unterwassertauglich, es sei denn, man spendeiert Ihnen ein (meist teures) Unterwassergehäuse, sofern verfügbar. Zusätzlich lässt sich noch ein 4facher Digitalzoom hinzu schalten, worauf ich aus Bildqualitätsgründen aber IMMER verzichte - Digitalzoom sorgt immer für ein schlechteres Bildergebnis, da es nur eine rechnerische Ausschnittsvergrößerung ist. Der Chip ist übrigens ein 1/2,5"-Interline-Transfer-CCD; recht klein, was bei der möglichen ISO-Zahl 800 (ja, ISO 800 ist hier möglich!) zu stärkerem Bildrauschen geführt hat. Dazu aber später mehr. Kleine Videos kann die Optio WPi auch aufnehmen; im wahrsten Sinne des Wortes "klein", denn die Auflösungen liegen bei nur 320 x 240 Pixel oder wahlweise 160 x 120 Pixel. Das ist nix und wird daher von mir nicht weiter erwähnt. Die Farbtiefe beträgt 3 x 10 Bit, die ISO-Werte kann man automatisch einstellen lassen oder aber von Hand vorwählen. Folgende Werte sind bei der WPi möglich: 80/160/320/400/800. Zum Thema Bildrauschen und ISO-Werte komme ich noch weiter unten, bitte einfach weiterlesen :)
Der Makrobereich der WPi kann sich sehen lassen, denn im Makromodus kann im Bereich von 1 bis hin zu 60 cm fotografiert werden. Mit dem einen Zentimeter kommt man schon verdammt nah ran, wobei das Hauptaugenmerk sicherlich die Unterwasserschnappschüsse mit der WPi sind. Der Fokussierbereich liegt im übrigen bei einem Zentimeter bis unendlich.
Die Kamera ist in etwa 0,5 Sekunden eingeschaltet und hat eine von Pentax angegebene Auslöseverzögerung von 0,05 Sekunden.
In Sachen Belichtung ist die WPi guter Standard, ragt nicht sonderlich heraus, hat aber auch keine großen nennenswerten Schwächen. Die Belichtungsmessung erfolgt über die TTL-Mehrfeldbelichtungsmessung, die Belichtungskorrektur kann typischerweise in ±2 LW (1/3LW Stufen) geschehen, der Verschluss ist ein programmgesteuerter Zentralverschluss mit CCD-Elektronik-Verschluss-Steuerung - also praktisch auch hier: Standard. Die Verschlusszeiten liegen bei 1/2000 Sek. bis 4 Sek. - damit fotografiere ich nicht unbedingt einen startenden Düsenjet der Bundeswehr, jedoch langts für einfache Sportaufnahmen aus, wenn denn der kleine 3fach optische Zoom einem da keinen Strich durch die Rechnung macht. 4 Sekunden reichen aus, um einigermaßen anständige Nachtaufnahmen zu machen, wobei DRI´s damit natürlich nur schwer zu machen sind. Aber für eine Kompaktkamera sind 4 bis üblicherweise 8 Sekunden normal, hier sind´s halt nur vier. Die Belichtungssteuerung erfolgt ausschließlich über die Programmautomatik oder Motivprogramme (Landschaft, Blumen, Porträt, Unterwasser, Surf & Schnee, Sport, Kinder, Haustiere, Kerzenlicht, Soft, Panorama-Assistent, Feuerwerk, Selbstporträt, natürliche Hauttöne, Lebensmittel, Museum), welche man vorwählen kann. Manuelle Eingreifmöglichkeiten sind somit nur über die Motivprogramme möglich, nicht jedoch in Sachen Blende oder Zeit. Okay, das erwarte ich von so einer Kamera auch nicht, doch das schränkt den Käufer- und Interessentenkreis sicherlich ein, darüber sollte sich Pentax bewusst sein.
Die WPi hat natürlich ein eingebautes Blitzgerät mit automatischer Zuschaltung bei schlechten Lichtverhältnissen, welches folgende Bereiche abdecken kann:
Weitwinkel: ca. 0,2 m bis ca. 3,1 m (bei 6,3 mm und Auto ISO)
Tele: ca. 0,5 m bis 2,5 m (bei 18,9 mm und Auto ISO)
Folgende Blitzfunktionen stehen zur Verfügung: Blitz manuell zu- und abschaltbar, Vorblitz zur Reduktion des "Rote-Augen-Effektes", Soft-Blitz-Funktion. Vor allem die Softblitzfunktion macht bei Porträtaufnahmen sehr viel Sinn, da einem dann nicht der Blitz "ins Gesicht hämmert" und hässliche Blitzrefelxionen und gnadenlose Überbelichtung die Folge sind.
Die Kamera hat einen internen Speicher von leider nur 10,5 MB - das reicht in bester Auflösung für etwa 4-5 Bilder, mehr nicht. Als kleiner Notpuffer vielleicht zu gebrauchen, aber dann doch lieber eine anständige SD-Karte kaufen (die WPi schluckt SD-Karten, wie ihr nun erfahren habt...) und diese Karte dann voll machen. Folgende Aufnahmearten stehen zur Verfügung: Einzelbild, Serienaufnahme sowie Selbstauslöser (10 Sek. oder 2 Sek.). Der Weißabgleich kann automatisch und manuell bedient werden, hat zudem Programme für Tageslicht, Schatten, Kunstlicht und Neonlicht. In Diskotheken durchaus brauchbar, Unterwasser wohl weniger. Interessant hingegen sind die internen Filter, die man vor oder auch nach der Fotografie dazu packen kann. Da wären schwarz/weiß, sepia, rot, pink, purpur, blau, grün, gelb und soft. Zudem kann man noch die Bildhelligkeit einstellen.
Die typischen Pentax-Spielereien (die eigentlich kaum ein Mensch braucht...) dürfen auch in der WPi nicht fehlen. So hat sie die Weltzeiten für 70 Städte bei 28 Zeitzonen inklusive sowie eine Uhrenfunktion auf dem Kameradisplay. Nett, muss man aber nicht haben. Dafür lieber mehr internen Speicher oder eine verbesserte Video-Funktion.
Der Akku ist ein wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku (D-LI8), welcher nur etwa 200 Aufnahem durch hält. Das ist recht wenig. Alternativ kann man ein Netzgerät (optional erhältlich) anschließen.
Zum Abschluss der allgemeinen Vorstellung noch die Maße und das Gewicht. Die Maße betragen 102 x 51 x 22 mm bei einem Fliegengewicht von 135 Gramm betriebsbereit, also mit Akku und Speicherkarte.
Bildqualität
Im Vergleich zur Vorgängerin, der Optio WP, hat sich nicht so viel getan. Die Farbbrillanz ist weiterhin gut, Kontraste stimmen auch, lediglich die Gesamtschärfe könnte etwas intensiver sein, was ich hier aber dem Zoomobjektiv einmal frech in die Schuhe schiebe, da es lediglich integriert ist und nicht ausfahren kann, was nunmal Schärfe kostet. Fotos im freien werden gut, da man da auch mit niedrigen ISO-Werten bestens auskommt. Die WPi hat noch keinen Bildstabilisator an Bord (das hat jetzt erst die A10, die im März 2006 auf den deutschen Markt kommt), dafür kann sie aber bis ISO 800 gehen, was jedoch eher ein kleines Rauschfestival ist als ansehnlich. Zugegeben, mittels EBV lässt sich sich noch ganz gut korrigieren, aber die WPi ist definitiv nicht reif für ISO 800, bis ISO 400 okay, aber ISO 800 ist schon ein wenig heftig. Da kann ich eher die Fuji F10 oder F11 empfehlen, die beiden können sogar bis ISO 1600 mitgehen. Vom Rauschverhalten bei ISO 800 aber mal abgesehen, beeindrucken vor allem die Makros, die detailreich sind und mit einem Mindestabstand von einem Zentimeter fotografiert werden können. Klar, die WPi ist sicher nicht DIE Makrokamera, aber für ein Makro auf die Schnelle durchaus brauchbar.
Aufnahmen mit Blitz kosten viel Strom, habe ich festgestellt. Der interne Blitz ist recht hell, man kann ihn aber dimmen (Softblitz), was ich bei Porträtaufnahmen auch dringend empfehlen würde. Ansonsten ist die Kamera halt Standard, überragt nicht sonderlich in Sachen Bildqualität, jedoch gibt es auch deutlich schlechtere Kameras in gleicher Preisklasse.
Interessant sind aber auf alle Fälle die Unterwasseraufnahmen. Zugegeben, ich habe das nur im Waschbecken mal mit Fotografierversuch nach oben (also aus dem Wasser heraus) ausprobiert, denn im Winter wollte ich nicht unbedingt in der Ostsee baden gehen, bitte seht mir das nach. Wasserfest ist sie, das kann ich sagen. Die Gummidichtungen an den Verschlüssen halten gut und die Bildqualität meiner Schnappschüsse scheinen für Unterwasseraufnahmen auch gut geworden zu sein. Doch um das genauer beurteilen zu können, ist sicherlich im Sommer nochmal ein zweiter Test notwendig.
Fazit
Die WPi ist für Offroad-Situationen, wo viel Schmutz, Staub und Sand ist, sicherlich gut geeignet. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Unterwasserfunktion, die ich mir sicherlich im Sommer nochmal genauer ansehen werde. Die Bilder im freien werden gut, Makros gelingen, nur bis ISO 800 sollte man nur gehen, wenn man sich in der Bildbearbeitung ein wenig auskennt, denn ansonsten macht das nicht wirklich Spaß.
Wer schon immer mal Unterwasserfotografie für einen bezahlbaren Preis machen wollte, kann getrost zur WPi greifen - wer aber eine für Immer-dabei-haben sucht, sollte lieber zu einem anderen Modell greifen, welches vielleicht auch manuelle Auswahlmöglichkeiten bietet.
Fazit: Für Unterwasserfans ein nettes Spielzeug
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| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
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