TESTBERICHT
Pentax Optio MX

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Pentax Optio MX
Datum: 10.01.05, geändert am 26.01.05 (323 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Videos in MPEG4, guter Akku, 10fach optischer Zoom
Nachteile: kein Bildstabilisator , Zoomwippe schlecht verarbeitet, Handhabung
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Die Firma Pentax stellte uns eine Optio MX zur Verfügung, welche wir ausgiebig testen konnten. Pentax erreichen Sie über www.pentax.de
Dieser ausführliche Testbericht soll nun einmal die Stärken und Schwächen der Kamera aufzeigen.
+ Lieferumfang +
Im Lieferumfang sind folgende Gegenstände enthalten:
• Kamera Optio MX
• Li-Ion Akku 3.7 V 1800 mAh
• Ladegerät + Ladekabel
• Video- und USB-Kabel
• Kamerariemen
• 16 MB SD Karte
• Software CD ROM
Die Speicherkarte mit 16 MB ist sicherlich nicht wirklich zu gebrauchen, zumal Videos auf 16 MB sicherlich keinen Platz finden werden. Mindestens 128 MB hätten es hier gerne sein dürfen. Wir werden die Anregung an Pentax weiterleiten.
Punkte: 7 von 10
+ Preis +
Der Preis liegt online bei etwa 390 Euro; der Preis ist für eine Kamera zu teuer, da „nur“ 3.2 Megapixel geboten werden, jedoch ein 10fach optisches Zoomobjektiv -> das wiederum aber ohne Bildstabilisator. Da aber noch die Videofunktion hinzukommt, lässt sich der Preis rechtfertigen, wobei der auch hier eine Spur zu hoch ist, unserer Meinung nach.
Punkte: 6 von 10
+ Aussehen +
Das silberne Plastikgehäuse wirkt auf den ersten Blick sehr gut und konsequent verarbeitet, jedoch macht der Drehbutton für den Zoom keinen guten Eindruck. Den Rest analysieren wir jetzt:
** Vorne:
Außer dem Mikro und dem Lautsprecher befindet sich vorne nur die Linse, hinter der sich ein 10fach optisches Zoom versteckt. Auf ein AF-Hilfslicht muss leider gänzlich verzichtet werden.
** Hinten:
Hinten lässt sich ein 1,8“ großes TFT Display hoch klappen, einen optischen Sucher sucht man vergebens. Weiteres findet sich hinten nicht an.
** Oben:
Oben spielt sich dann schon deutlich mehr ab, wobei festzustellen ist, dass an Button deutlich gespart wurde – die Kamera ist längst nicht so überladen, wie man es vielleicht denken mag. Oben befindet sich ein Navigationsbutton, der sich nach N-O-S-W drücken lässt. Hiermit navigiert man durchs Menü und steuert Videos. Daneben ist der übliche Drehbutton vorhanden, mit dem man die jeweilige Programmautomatik auswählen kann. Auch findet man einen Knopf zur Bildwiedergabe vor und einen, um ins Menü zu gelangen. Durch einen Knopfdruck an der linken Seite der Optio MX schnellt ein Blitz empor, der sich auf der Oberseite der Kamera im vorderen Bereich angesiedelt hat. Natürlich ist der On/Off Schalter auch auf der Kamera.
Zudem befindet sich oben eine Plastikklappe, um die SD Karte einzulegen und zu entfernen.
** Unten:
Ein Stativgewinde, leider nicht mittig platziert, findet man hier vor. Ansonsten wurde nichts weiter in die Unterseite verbaut.
** Links:
Links befindet sich hinter einer Plastikklappe der USB- und Kabelanschluss. Des Weiteren findet man hier 3 Knöpfe für Blitz, DPOF, Makro, Papierkorb oder auch Selbstauslöser vor.
** Rechts:
Rechts kann man den Griff der Kamera nach unten klappen und hat somit das Gefühl, eine echte Videokamera in Händen zu halten. Auf dem Griff selbst findet man den Auslöser für Foto und für Video (sind voneinander getrennt angesiedelt) sowie die „Wippe“ für den Zoom, die leider keinen soliden Eindruck macht. Im Griff selbst wird noch der Akku untergebracht.
Punkte: 7 von 10
+ Technische Details +
Technische Details entnehmen Sie bitte direkt vom Hersteller.
+ Allgemeiner Eindruck +
Von der Verarbeitung her haben wir die Optio MX mit gemischten Gefühlen betrachtet. Einerseits wirkt sie gut verarbeitet, zeigt aber dann Schwächen bei der Zoom-Wippe, die wirklich keinen ansprechenden Eindruck hinterlassen hat.
Der Zoombereich der Kamera liegt dank des optischen 10fach Zooms bei 38 – 380 mm im Vergleich zum KB-Format. Leider wurde auf einen Bildstabilisator verzichtet, was bei Videoaufnahmen nicht so sehr gestört hat, dafür umso mehr bei Fotos. Dazu aber gleich mehr. Die Kamera hat ein 37mm Filtergewinde, was sehr erfreulich ist.
Folgende Bildauflösungen stehen zur Verfügung:
2048 x 1536 Pixel (für Fotoaufnahmen)
1600 x 1200 Pixel
1024 x 768 Pixel
640 x 480 Pixel
640 x 480 Pixel (für Videoaufnahmen)
320 x 240 Pixel
160 x 120 Pixel
Somit sind nachträgliche Ausschnittsvergrößerungen bei Fotos gut möglich, Ausbelichtungen bis etwa DIN A4 sind machbar. Die ISO-Werte lassen sich wie folgt einstellen: ISO 100, 200 und 400. Fotos werden ausschließlich im JPEG-Format gespeichert, Videos im MPEG4-Format.
Ein optischer Sucher ist leider nicht vorhanden, der hat keinen Platz mehr gefunden, was bei starkem Sonnenlicht aber sicherlich ein Schwachpunkt ist.
Das TFT-Display lässt sich hinten hochklappen und bietet 1,8“ Größe bei einer Auflösung von 134.000 Pixel. Es ist um 210° schwenkbar und um 180° drehbar. Dies macht Sinn, wenn man sich gerne selbst filmen möchte.
Das Fokussiersystem ist ein passives 5-Punkt-TTL-Kontrasterkennungs-Autofokussystem, umschaltbar auf Landschaftseinstellung (unendlich), Spot-AF und manuelle Fokussierung sind möglich. Der Makrobereich kann leider nicht überzeugen, 10 cm Mindestabstand sind eindeutig zuviel.
Eine TTL-Belichtungsmessung findet statt, umschaltbar zwischen Mehrfeldmessung, mittenbetonter Messung und Spotmessung. Die Verschlusszeiten liegen bei 1/2000 – 4 Sekunden. Langzeitbelichtungen sind damit nicht unbedingt vorteilhaft zu bewerkstelligen.
Die Belichtungskorrektur findet in ¼ Schritten statt, bis +/- 2.
Folgende Motivprogramme können eingesetzt werden: Landschaft, Blumen, Porträt und Selbst-Porträt, Sonnenuntergang, Nachtprogramm, Strand und Schnee, Weichzeichner, Illustration, Panorama.
Integrierte Digitalfilter sorgen für farbliche Untermalung. Folgende Filter stehen zur Verfügung: schwarz-weiß, sepia, rot, pink, grün, blau, purpur, gelb (nur im Wiedergabemodus).
Folgende Aufnahmearten stehen zur Verfügung:
• Einzelbild
• Serienaufnahmen
• Panorama
• Movie-Funktion
• Selbstauslöser (2 oder 10 Sek.)
• Belichtungsreihen
Dabei beträgt die Bildfolgezeit 0,8 Sekunden im Highspeedmode bei maximal 3 Bildern in Folge.
Videos können bis 120 Minuten aufgezeichnet werden, wenn dies die Speicherkarte unterstützt. Ton-Aufnahme ist möglich, konnte uns aber nicht überzeugen, da der Ton viel zu leise war bei der anschließenden Wiedergabe.
Die Einschaltverzögerung liegt bei etwa 4 Sekunden, die Auslöseverzögerung bei 0,1 Sekunde, wenn man vorfokussiert hat. Damit löst die Kamera sehr schnell aus und ist auch für Schnappschüsse geeignet.
Für die Bildübertragung wird USB 2.0 unterstützt.
Das Gewicht beträgt um die 375 Gramm betriebsbereit bei einer Maße von 73 mm x 59 mm x 103,5 mm.
Punkte: 8 von 10
+ Fotos +
Wir haben Fotos in verschiedenen Aufnahmesituationen gemacht, vor allem das Rauschverhalten hat uns interessiert. Ab ISO 200 kann man ein deutliches Bildrauschen vernehmen, bei ISO 100 ist es noch gut; wer IS0 400 regelmäßig gebrauchen will, wird um EBV nicht herum kommen. Die Farben unserer Motive waren sehr kräftig und natürlich. Die Kanten waren scharf, Farbsäume konnten auch bei vollem Tele nicht festgestellt werden.
Aufgrund der ungewöhnlichen Haltung des Kamera-Zwitters kam es des Öfteren zu Bildverwacklern, die auch nicht ausgeglichen werden konnten, da ein Bildstabilisator hier leider gänzlich fehlt. Das macht sich deutlich bemerkbar.
Blitzaufnahmen waren in Ordnung, auch wenn sich die Intensität des Blitzes leider nicht regeln lässt. Dennoch kam es nicht zu Verfärbungen (ins bläuliche), wie wir es bei der Panasonic FZ2 festgestellt haben.
Der 10fach optische Zoom lässt sich leider nicht stufenlos verstellen, ruckelt ein wenig beim zoomen und konnte nicht überzeugen. Weder bei Foto, noch bei Video.
Punkte: 5 von 10
+ Videos +
Wir haben diverse Kurzvideos aufgenommen um zu sehen, wie sich die Optio MX hier schlägt. Wie schon bei den Fotos versagt das optische Zoom, da er ruckelt und nicht stufenlos funktioniert. Auch die Scharfstellung des heran gezoomten Motivs dauert meist um die 3-4 Sekunden – eindeutig zu lange. Die Helligkeit wird automatisch angepasst, auch das dauert 2-3 Sekunden.
Der Ton, zumindest bei unseren Tests, war nicht gut. Er wurde viel zu leise aufgezeichnet, der integrierte Lautsprecher hatte so seine Mühe, den Ton laut genug wiederzugeben, sodass wir das Gesprochene verstehen konnten.
Die Bildqualität an sich war okay, auch wenn so eine Kamera niemals einen echten Camcorder zur heutigen Zeit ablösen könnte.
Punkte: 5 von 10
+ Bildübertragung +
Die Übertragung erfolgt mittels USB 2.0 – geht somit sehr fix und hat uns sehr gefreut, da so auch große Videos schnell übertragen werden können, wenn man keinen Kartenleser einsetzt.
Punkte: 10 von 10
+ Akku +
Der Akku ist ein sehr großer Pluspunkt bei der Kamera. Er leistet stolze 1800 mAh, was für einen Lithium-Ionen-Akku für Digicams (noch) eher selten ist. So schafft man es mit einer Akkuladung inkl. TFT-Nutzung und des Öfteren mit dem Blitz auf stolze 250 Bilder, eher mehr als weniger. Videos greifen etwas mehr Akkuleistung ab – bei Nutzung von Foto und Video hält der Akku etwa 150 Bilder.
Punkte: 9 von 10
+ Software +
Neben USB- und Kameratreibern findet man noch ACDSee vor, welches ein ausreichendes Programm zur nachträglichen Bildbearbeitung ist. Weitere Software: ACDShowtime und ACD Fotoslate 2.0
Punkte: 9 von 10
+ Bedienungsanleitung +
Die Bedienungsanleitung ist 142 Seiten stark und sehr hilfreich. Sie spricht alle Menüpunkte sehr genau an und gibt Einsteigern so die Möglichkeit, das Beste aus der Kamera herauszuholen. Auch findet man noch mal das Manual auf CD vor.
Punkte: 10 von 10
+++++ FAZIT +++++
Die Optio MX ist eine nette Spielerei, kann aber nicht mit anderen Kameras in dieser Zoomklasse mithalten. Videos sind hier eine tolle Funktion für das Video zwischendurch, aber keinesfalls konkurrenzfähig gegenüber echten Camcordern.
Wer zuviel Geld hat, der kauft sich die Optio MX als Spielerei, aber wir bleiben dabei: Videos passen nicht zur Digitalkamera (daher testen wir diese Kategorie bei herkömmlichen Kameras auch nicht).
Gesamtpunktestand: 76 von 100
(C) by Marc Thomalla / digicamclub
Fazit:




