Pentax Optio E80
Günstig, und eine von so vielen, aber nicht ganz wie alle anderen. - Pentax Optio E80 Digitalkamera

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Produkttyp: Pentax Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... experimentieren. Das zum Beispiel macht durchaus einen Unterschied beim Kontrastumfang, der Farbwiedergabe und natürlich bei der Belic... mehr

Günstig, und eine von so vielen, aber nicht ganz wie alle anderen.
Pentax Optio E80

Matthias33

Name des Mitglieds: Matthias33

Produkt:

Pentax Optio E80

Datum: 15.12.10

Bewertung:

Vorteile: günstig, noch Win2000-kompatibel, AA-Batterien/Akkus als Stromversorgung

Nachteile: nichts Gravierendes, außer, dass die Akkukapazität nicht voll ausgenutzt wird.

Einleitung:
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So, die digitale Aufrüstung kommt nun langsam auch bei mir an. Heute in Form eines günstigen Kompaktfotoapparates. Eigentlich fotografiere ich gar nicht, aber nun, wenn man doch mal irgendwas über´s Internet verkaufen oder sonst Informationen austauschen will, ist es doch ungemein praktisch. Nach viel Hin und Her im Fachgeschäft habe ich mich für die Pentax Optio E 80 entschieden. Nicht, weil sie mir von den näher in Augenschein genommenen am besten gefallen hätte, nein, sondern nur, weil es die einzige dort erhältliche Digitalkamera mit einer noch vorhandenen Kompatibilität zu Windows 2000 war.

Das Problem war einerseits, dass ich keinesfalls später teuer zu ersetzende Spezialakkus wollte, sondern nur ordinäre Mignon-Akkus. Das an sich wäre noch nicht das Problem gewesen. Aber dann sollte die Kamera auch noch unter Windows 2000 laufen, und da wurde es zur Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.
Praktica Modelle, bei denen das laut Hersteller auch noch geht, führte das Geschäft nicht. Für alle anderen Digicams hätte ich mindestens Windows XP gebraucht. Ich habe mit einer Fujifilm und einer Nikon probiert, es war nichts zu machen. Die modernen Kameras werden von Win 2000 bei Anschluss über das USB-Kabel einfach nicht als Laufwerk erkannt. Schuld ist der ab Win XP verwendete PTP Treiber-Standard. Bis Win 2000 wurden MSC-Treiber verwendet. MSC ist nicht aufwärts- und PTP nicht abwärtskompatibel, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. Jedenfalls lassen sich die PTP-Treiber nicht unter Windows 2000 installieren, und schon hat man den Salat. Das Problem ist also nur mit einer Digitalkamera lösbar, die auch den alten MSC Treiberstandard noch beherrscht. Bei der Pentax Optio E 80 war das - Pentax sei Dank - noch der Fall. Ein Wunder, dass das Geschäft bei der riesigen Auswahl an Digitalkameras auf dem Markt mir überhaupt helfen konnte. Da ich die Kamera für Einsätze geplant habe, bei denen ich immer gleich 2 oder 3 Bilder sofort auf dem Rechner weiterverarbeiten wollte, war der Verzicht auf das USB-Kabel für mich eigentlich keine Option. Der Fachverkäufer wollte mir ja schon einreden, dass ich doch auch günstig einen Kartenleser kaufen könnte, und dann für die Übertragung der Bilder immer nur die Karte aus dem Fotoapparat entnehmen und in den Kartenleser stecken müsste. Ja, klar, das geht auch. Wenn man das alle 100 Bilder mal macht, warum nicht? Aber wegen jedem einzelnen Bild den Plasteverschluss aufpopeln um die SD-Karte zu entnehmen. Nee, nee, da schwante mir schon, dass das auf Dauer nicht gut geht, also blieb nur die Variante mit dem Direktanschluss über USB.

Die Pentax Optio E 80 kostete nun also 90 Euro, eine SD-Karte mit 2 GB noch mal überteuerte 10 Euro, aber so ist das eben im Fachgeschäft.

Technische Daten:
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Haupteigenschaften des Apparates sind also: 10 Megapixel, 2 Mignon-Batterien oder Akkus, 2,7" Display mit 230.000 Pixeln.

weitere Daten (ausgewählt):
Auflösung: min: 640x480, max.: 3648x2736 (10 MP)
Video: 320x240 - 640x480 (15 oder 24 Bilder/s)
1280x720 (15 Bilder/s)
Dateiformat: JPEG (Exif 2.2), DCF 2.0. DPOF, Print Image Matching III
Video: AVI (Motion JPEG), PCM System, mono, Movie SR (Video ohne Verwacklung)
Speicher: intern 6 MB, extern SD/SDHC Speicherkarte
Weißabgleich: Automatisch
Objektiv:
Brennweite: 5,7 - 17,1 mm (ca. 31,5-94,5 mm Kleinbildbrennweite)
Blende: F 2,9 (Weitw.) - 5,2 (Tele)
Zoom: 3 x optisch; max. 5,7 x digital (intelligent, abhängig von Auflösung und Motivprogramm); kombiniert max. 17,1
Focus: 3 Punkte (Auto/Makro/Panofocus/unendlich/automatische Schärfenachführung wählbar)
Focusbereich: Standard 0,5 m - unendlich
Makro 0,1 - 0,6 m (Weitwinkel)
Belichtungskorrektur: +- 2 LW
Gesichterkennung: ja
Digitalfilter: s/w, sepia, rot, pink, purpur, blau, grün, gelb, Helligkeit
Blitz: Auto/aus/ein/ein+rote Augen
Blitzbereich (T): 0,1 - 6 m
Selbstauslöser: 2 + 10 s
Batterielebensdauer: bei 50 % Blitzverwendung 210 Bilder, Video 100 min
Wiedergabezeit: ca. 400 min
Schnittstellen: USB 2.0, PC/AV-Anschluss
Videonorm: PAL/NTSC (mono)
Gewicht: 175 g mit Batterien und SD-Karte
Abmessungen:(BxHxT) 101,5 x 59 x 25 mm
Software: ACDSee Bildarchivierungs- und Bearbeitungsprogramm incl. Treiber
Betriebssysteme: Win2000, XP, Vista
Hardware mind.: Intel Pentium III/AMD Athlon
256 MB RAM

Lieferumfang: zwei AA-Batterien, USB-Kabel, CD-ROM, Gurt, Kurzanleitung
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So, wo fangen wir am besten an?

Vielleicht beim Bildschirm, zu Neudeutsch Display. Der beträgt cm ( Zoll). Ist nicht riesig, doch ausreichend groß. Das mag auch Vorteile beim Stromverbrauch haben. Das Display ist sichtbar dunkler als das anderer Modelle. Bei Aktivitäten an der Kamera wird der Bildschirm heller, tut man nichts, dunkelt er gleich nach wenigen Sekunden etwas ab. Dieses Feature dient sicher der Stromverbrauchsreduktion und ist auch abschaltbar.
Obwohl es eigentlich nicht zum Bildschirm, sondern eher zu der Bildqualität gehört: Aus mir völlig unverständlichen Gründen erscheinen die fotografierten Bilder, die ja nach dem Knipsen angezeigt werden, dunkler als die Displaydarstellung vor dem Schnappschuss. Man denkt dann jedesmal, das Bild ist unterbelichtet und misslungen. Vor dem Knipsen sieht das Motiv strahlend aus, und hinterher plötzlich fade und unterbelichtet. Hinzu kommt, dass man den Eindruck nicht los wird, dass sich da auch schnell anstatt Weiß so ein Gelbstich ins Bild gemogelt hat. Was nun richtig ist, enthüllt dann erst der Monitor am Computer, und da sieht es tatsächlich trüber aus als die Displayanzeige während des ganzen Aufnahmemodus´.

Als Nächstes kurz zu den Tasten: Hiervon sind mehr vorhanden, als ich an anderen Kameras bemerkt habe. Auf der Rückseite sind das ein Vierfachnavigationsschalter mit "OK"-Taste in der Mitte, darüber und darunter noch einmal je zwei Tasten, und ganz oben auf der Rückseite natürlich noch der Zoomschalter. Mit den Tasten, die zum Teil doppelt belegt sind, lässt sich schnell auf wichtige Funktionen zugreifen. Programmwahlmodus, Hauptmenü für Einstellungen, Blitzmodus einstellen, Focusmodus einstellen (Autofocus, Makro u.a.), Wechsel zwischen Bildwiedergabe oder Aufnahme, löschen und anderes erreicht man so mit einem Klick. Die Tasten sind groß genug, gut und sinnvoll angeordnet, aber lassen sich nicht gut separat erfühlen. Sie sind zu flach, und gehen so nahtlos ineinander über, dass man sie per Tastgefühl nicht auseinanderhalten kann. Trotzdem geht die Blindbedienung nach kurzer Eingewöhnung recht gut.

Die Bildqualität:
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So, jetzt geht es langsam ans Eingemachte, nämlich die Bildqualität. Man stellt sehr schnell fest, dass scharfe, gute Bilder nur bei viel Licht, niedrigem ISO-Wert und mit möglichst hoher Pixelauflösung gelingen. Man kann die riesigen Bilder, für die mein 15"-Monitor dann gar nicht mehr ausreicht, ja hinterher wieder verkleinern; das ist trotz doppelter jpeg-Komprimierung besser als von vorn herein mit weniger Auslösung zu fotografieren. Bei magerem Licht, wozu schon fehlende Sonne zählt, wird das Bild schnell krieselig.
Ich fotografiere allermeistens in der Grundeinstellung, verwende also keine Motivprogramme, weil das viel zu umständlich wird, und mir die Ergebnisse zu wenig berechnenbar erscheinen. Das reicht eigentlich auch aus. So lernt man die Kamera kennen, und nachdem man es zunächst bei der Vollautomatik belassen hat, kann man z.B. auch mit der manuellen Einstellung der ISO-Werte experimentieren. Das zum Beispiel macht durchaus einen Unterschied beim Kontrastumfang, der Farbwiedergabe und natürlich bei der Belichtungszeit.
Leider fehlt der Pentax ein Weißabgleich, um bei verschiedenen Lichtsituationen, vornehmlich eben Kunstlicht in Innenräumen, einen unnatürlichen Farbstich zu vermeiden. Andere Kameras, auch dieser Preisklasse, sind da schon besser ausgestattet, obwohl man das auch nicht erwarten kann. Und was mich besonders erstaunt hat: Noch nicht einmal bei der jpeg-Komprimierung kann man zwischen Feinheitsgraden auswählen, wie ich das eigentlich für üblich gehalten habe, z.B. normal oder fein. Ausgerechnet die verwendete Kompressionsrate der Optio 80 E erscheint mir relativ grob, was man besonders bei 640x480 Bildern sieht. Die sehen deutlich unschöner aus als wenn man (wie schon erwähnt) das gleiche Motiv z.B. mit 1024x768 P. ablichtet, und erst nachträglich auf die 640x480 P. verkleinert. Trotzdem schlägt sich die Kleine wacker. Die Bilder sind immer brauchbar. Bei zu wenig Licht werden sie schnell unscharf, aufgrund der längeren Belichtungszeit.
Farblich ist meist ein gewisser Stich drin, der zunächst, wenn man das am Computer anschaut, gar nicht so unangenehem auffällt. Mal sieht es zu rötlich, mal zu grünlich aus. Die einzige Farbe, die mir wirklich als solche verfälscht erscheint, ist rot. Dies ist immer heller und leuchtend, geht manchmal schon in Richtung orange. Wenn man dann nachbearbeitet, ist man doch sehr erstaunt, dass das Bild häufig schon ganz einfach mit weniger Farbsättigung deutlich naturgetreuer aussieht. Und mit den Nachbesserungsmöglichkeiten für Farbe, Kontrast, Helligkeit usw., die ACDSee mitbringt, und die z.T. auch automatisiert werden können, lässt sich praktisch jedes Bild ohne großartige Spielerei so toll aufpeppen, dass es besser aussieht als das, was man fotografiert hat. Bei dem erneuten Speichern im jpeg-Format ist mir übrigens noch keine weitere Verschlechterung der Qualität ins Auge gefallen, das ist positiv.

Sehr beachtlich insgesamt; was bleibt, ist die körnige Krieselei bei wenig Licht.

Apropos noch mal: Stichwort "wenig Licht". Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, weshalb auch bei wenig Licht auf dem Display ein ordentliches Bild mit Hintergrund angezeigt wird, und nach dem Fotografieren (ohne Blitz) der ganze Hintergrund schwarz bleibt. Jedenfalls abhängig vom ISO-Wert. Das kann zwar auch bisweilen reizvoll aussehen, aber entspricht nicht dem natürlichen Seheindruck. Warum ist die Kamera nicht in der Lage, ganz einfach das abzuspeichern, was sie doch auf dem Display auch anzeigt? Ist mir ein absolutes Rätsel. Überhaupt ist die Darstellung eines Motives auf dem Display nach dem Fotografieren immer dunkler als vorher. Nach dem Knipsen wird ja für einen Moment das fertige Foto angezeigt, und das sieht einfach konsequent dunkler aus. Sehr nervig! Da passiert es schon mal, dass man überlegt, noch einmal zu fotografieren. Es wäre weniger irritierend und vor allem berechenbarer, wenn man hinterher genau das auf dem Display erkennt, was man auch vor bzw. während des Knipsens (bloß da ist der Bildschirm ja schwarz) gesehen hat. Andere Digitalkameras haben solche Macken doch auch nicht.
Insgesamt reicht die Qualität für Dokumentationszwecke aus. Will man bei einer Internetauktion etwas anbieten oder in einem Internetforum mal eben etwas per Foto mitteilen, das gelingt anstandslos. Die Fotos werden allemal besser als das, was man oft bei ebay & Co. zu sehen bekommt. (Da hab ich keine Fragen mehr, wenn Leute fast schwarze "Bilder" einstellen, die erst nach Durchlaufen einer drastischen Helligkeitsverstärkung und ggf. Kontrastkorrektur in einem Bildbearbeitungsprogramm beispielsweise als Typenschilder einer Maschine erkennbar werden, auf denen tatsächlich Zahlen wiederzufinden sind.)

Video:
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Habe ich noch nicht ausprobiert, sicher später.

Rund um den Strom:
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Nun zu einem ganz großen Schwachpunkt der Pentax Optio E 80: Der Anspruch an die Stromquelle, d.h., genauer gesagt, an die Spannung der Stromquelle. Bekanntermaßen haben normale Alkaline Batterien eine Nennspannung von 1,5 V, Akkus dagegen nur eine von 1,2 V. In voll geladenem Zustand ist das jeweils mehr, bei Akkus so ca. 1,4 V. Das heißt aber ebenso, dass bei Erreichen der 1,2 V Spannung im unbelasteten Zustand der Akku noch längst nicht leer ist. Ich habe wirklich gute Sanyo Akkus mit 2700 mAh, bei denen quittiert die Pentax schon den Dienst, wenn sie noch halb voll sind. Das ist höchst ärgerlich. Da ich meine Akkus lange erhalten will, lade ich sie nie halb voll wieder auf. Das wäre bei dieser Kamera erst recht kontraproduktiv, denn wenn die Akkus müde werden, ist man noch schneller am Wechseln. So muss ich sie immer erst vollständig entladen, was für ein Aufwand. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich nicht doch ein Modell mit eigenem Lithium-Ionen-Akku hätte nehmen sollen.
Die Optio E 80 hat auch nicht, wie ich das bei einer Nikon in der gleichen Preisklasse gesehen habe, eine Einstellmöglichkeit im Menü, welchen Batterietyp man eingelegt hat. Das wäre bei dem Stromhunger aber nicht nur sinnvoll, sondern praktisch erforderlich, damit die Kamera besser einschätzen kann, wann die Stromquelle wirklich erschöpft ist. Aber immerhin - über 200 Bilder soll sie laut Hersteller mit Alkaline Batterien schaffen - ich mag es gar nicht glauben. mal sehen, wie das so wird, darüber kann ich noch nichts sagen.
So kann die Optio E 80 mich mit ihrem gesamten Stromkonzept nicht überzeugen. Schön die Vorkehrungen gegen unnütz hohen Stromverbrauch, schön, wenn sie bei sparsamstem Einsatz eine gute Weile durchhält, aber das alleine reicht mir nicht. Ich mag keine Geräte, die mich mit halb gefülltem Stromlieferanten im Stich lassen.

Die beiliegende Software:
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Nun zur Software, die man zum Benutzen der Digitalkamera im engeren Sinne ja nicht braucht. Sie dient einerseits dem Installieren der Treiber, die man braucht, damit bei Verwendung des USB-Anschlusses die Kamera als Laufwerk erkannt wird. Das flutschte Gott sei Dank reibungslos.
Dann ist da aber noch ACDSee, das Archivierungs- und Bearbeitungsprogramm. Ehrlich, ich kann eigentlich solche Programme nicht mehr sehen. So was gibt´s massenhaft im Internet, auch für Musik, versprochen wird, dass alles einfacher und schneller wird, und hinterher stellt man ernüchtert fest, dass man nur wieder Festplattenspeicher geopfert hat, und den ganzen Luxus überhaupt nicht benötigt. Außerdem habe ich schon einige Bildbearbeitungsprogramme wie z.B. XnView. So, also mit der Einstellung habe ich das ACDSee mal probehalber installiert, eigentlich nur, um mir zu bestätigen, dass es doch wieder nutzlos war.

Da staunte ich dann aber nicht schlecht, als sich wirklich eine brauchbare Programmoberfläche auftat. Ohne es zu lang zu machen, man kann schnell und übersichtlich durch seine Bilddateien surfen, einen Editor öffnen, und was das Wichtigste ist: Man kann die Bilder von der Pentax tatsächlich optimieren, und das tut ihnen meist sehr gut. Den Farbeindruck natürlicher machen und Größenänderung sind fast die einzigen Funktionen, die ich nutze. Das geht mit anderen Programmen auch, aber mit ACDSee geht es doch irgendwie unbeschwerter, komfortabler und führt zu besseren Ergebnissen als z.B. mit Irfan View. Auch eine ganze weitere Palette von Filtern ist an Bord. So macht das Programm wirklich einen ausgewachsenen Eindruck. Nach kurzem Stöbern im Internet war dann klar, dass es sich um eine Anwendung für Fotografen handelt, für die der Hersteller normalerweise sage und schreibe 124 Euro haben will. Na, da hat sich Pentax nicht lumpen lassen. Ich mag das Handling mit dieser Software, und sie scheint mir genau so gut zu sein wie das, was Nero unter den Brennprogrammen ist. Na, oder wenigstens war, bis zur Version 6, denn das aufgeblähte Monster von heute will ja auch keiner mehr.

Fazit:
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Na, also für 90 Euro will ich mal nicht unzufrieden sein. Brauchbare Bilder, die sich zumindest mit Nachbearbeitung allesamt sehen lassen können, bekommt man hier. Für Dokumentationszwecke geht es in Ordnung. Erinnerungsfotos überlasse ich bis auf Weiteres dann doch der guten alten Canon Prima 5, einer 20 Jahre alten Kleinbildkamera ohne Zoom, die aber dafür mit herrlicher Belichtung und Blende ein wunderschönes Bild nach dem anderen schießt. Die Handhabung der Optio E 80 ist gut, die Ausstattung recht spartanisch, dafür aber noch mit Windows 2000 kompatibel. Und ein Stromfresser ist sie auch noch, der zwar Universalakkus akzeptiert, was ja sehr toll ist, aber gleichzeitig nicht weiß, wann die wirklich leer sind. Die Akkus werden schon für eine Reihe Bilder ausreichen, aber nur, wenn man peinlichst darauf achtet, nicht unnötig an der Kamera rumzuspielen, oder sie einfach laufen zu lassen. Einschalten, knipsen, ausschalten, aber das fällt nicht gerade leicht. Für mobilen Einsatz sind mind. ein Paar frisch geladene Ersatzakkus Pflicht, sonst gehen die Foto-Pläne schnell in die Hose.
Die Pentax Optio E 80 ist eigenlich ein Gerät von der Sorte, welches man auf den zweiten Blick anfängt zu mögen. Sie ist nicht wirklich gut, hat ihre Ecken und Kanten, aber irgendwie auch Charakter. Ich kann die Kamera Leuten mit nicht so hohen Ansprüchen an ihre Bilder empfehlen (und das trifft mit Sicherheit auf die meisten zu!), ganz besonders wer auf die später teueren Spezialakkus verzichten möchte, oder auch noch (wie ich) Wert auf einen Direktanschluss an ein altes Betriebssystem unterhalb von Windows XP (Win2000) mittels USB-Kabel legt. Die Sterne für die kleine Pentax fallen nicht gerade vom Himmel. Mit Ach und Krach habe ich mich noch mal entschieden, wegen des vergleichsweise sehr günstigen Preises 4 Sterne zu verteilen. Und vor allem, weil die Kleine mit den Standard-Akkus und der Betriebssystemkompatibilität noch Wünsche erfüllt, wie es andere in dieser Kombination nicht mehr können. Das muss man unbedingt hervorheben und honorieren.

Vielen Dank für´s Lesen

Fazit: Ja, wo gibt´s denn so etwas - preiswert und trotzdem nicht schlecht ? :)

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: