Pentax Optio A10
Kaum was Vergleichbares in der Größe - Pentax Optio A10 Digitalkamera

Erhältlich in: 3 Shops

Produkttyp: Pentax Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... zum Teil mit verschiedenen Optionen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Farb- und Trickfilter, die eine nette Spielerei sind,... mehr

Kaum was Vergleichbares in der Größe
Pentax Optio A10

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Produkt:

Pentax Optio A10

Datum: 06.06.06

Bewertung:

Vorteile: Bildstabilisator / Videos in DivX / bis ISO 200 praktisch rauschfrei / sehr schickes Design / preisl

Nachteile: starkes Rauschen bei ISO 400 / kaum manuelle Einstellmöglichkeiten / schlechter Ton bei Videos

T E S T B E R I C H T

Pinneberg, 31.03.2006
© Marc Thomalla


Pentax hat im Frühjahr 2006 eine ganze Reihe neuer Digitalkameras auf den deutschen Markt geschmissen. Einsteigermodelle, ein Unterwassermodell aber auch eine echt gut aussehende kleine Ultrakompaktkamera, die auf den Namen "A10" hört. Diese Kamera ist die erste von Pentax, welche einen eingebauten Bildstabilisator besitzt.

Der neue mechanische Bildstabilisator gewährleistet sichere, verwacklungsfreie Aufnahmen bei Fotos, wie auch bei Videos. Damit gehören bei der Optio A10 verwackelte Bilder und Videosequenzen zumindest theoretisch der Vergangenheit an. 2 Kreiselkompass-Sensoren erkennen Bewegungen der Kamera, während eine CPU die notwendigen Kamerakorrekturen errechnet und der Kameramechanismus den CCD-Sensor um den errechneten Wert korrigiert um die Verwacklung auszugleichen. Ebenfalls neu bei der Optio A10: der größere 1/1,8 Zoll CCD mit einer Auflösung von 8 Megapixel.

Die neue interne Bildverarbeitung ASIC (Application Specific Integrated Circuit) sorgt für eine "ultraschnelle Verarbeitung komplexer Bildbearbeitungsprozesse". Bildspeicherung, Bildbearbeitung und Bildaufbereitung werden bei der Optio A10 spürbar beschleunigt und dass bei einer höheren Bildqualität im Gegensatz zum Vorgängermodell, der Optio S6.

Durch das bewährte Sliding-Lens-System der zweiten Generation passt die Optio A10 mit ihren 88(B) x 54,5(H) x 23(T) mm garantiert in jede Tasche und fällt darin kaum auf. Mit dem großen 2,5 Zoll großen Monitor (232.000 Pixel) und dem Edelstahlgehäuse übertrifft die Optio A10 sogar alle Kriterien der erfolgreichen Optio S - Serie.

Ein besonderes Highlight ist der "Automatic Tracking Autofocus", der bei bewegten Motiven ständig nachfokussiert.

Mehr dazu jetzt in meinem Erfahrungsbericht über die Pentax Optio A10.


+ Lieferumfang +

Im Lieferumfang sind folgende Gegenstände enthalten:

* Li-Ionen-Batterie D-Li8
* USB-Kabel
* AV-Kabel
* Handschlaufe
* Batterieladegerät mit Kabel

Mitgeliefert wird als Bildbearbeitungssoftware "ACDsee für Pentax". Mit diesem Softwareprogramm werden verschiedene Aufgaben abgedeckt. Zum einen dient dieses Programm als Leuchttisch, auf dem die Bilder gesichtet werden können, auf dem die Bilder umbenannt werden können und entsprechen geordnet werden können. Zum Archivieren dieser Dateien stehen dann umfassende Archivfunktionen zur Verfügung, in denen Bilder beschrieben werden können und mit Stichwörtern versehen werden können um die Suchfunktion zu nutzen.

Eine der wichtigsten Funktionen ist die Bildbearbeitung im ACDsee. Egal ob Retusche roter Augen, Anpassung von Farben, Ausschnittbestimmung, Kontrastveränderung und was auch sonst, die Software unterstützt auf einfache Weise.

Als weitere Zusatzfunktion steht eine sehr umfangreiche Druckfunktion zur Verfügung. Egal ob ein Bild gedruckt werden soll, oder ob Alben gestaltet werden sollen, auch hier unterstützt das Programmpaket "ACDsee für PENTAX" den Einsteiger genau wie auch den professionellen Anwender.

Optional ist folgendes Zubehör erhältlich:

* Netzadapter-Kit
* Batterielade-Kit
* IR-Fernbedienung E mit Zoom- und Auslösefunktion
* IR-Fernbedienung F mit Auslösefunktion
* Ledertasche, schwarz mit Querprägung
* Ledertasche, schwarz mit Reptilprägung
* LCD Display Schutzfolie um Kratzer auf dem Monitor zu vermeiden (Verpackung mit 3 Folien)

Punkte: 7 von 10


+ Preis +

Ist der Preis heiß? Für knapp unter 300 Euro ist die A10 Ende März/Anfang April in diversen Onlineshops verfügbar gewesen. Der Preis wird sich sicherlich noch ein wenig nach unten schrauben.

Dennoch muss ich sagen, dass ich kein Problem damit hätte, knapp 300 Euro für diese Kamera auszugeben. Sie hat 8 Megapixel, ein gutes Rauschverhalten (dazu später mehr), ein großes Display und einen optischen Bildstabilisator, der auch im Videomodus noch funktioniert.

Zugegeben, Einsteiger wünschten sich vielleicht bei dem Preis noch eine 256MB- oder 512MB Speicherkarte im Lieferumfang, da diese Karten aber mittlerweile für 25 Euro (NoName SD-Karte bei Amazon, 1 GB groß) zu haben sind, lohnt sich das für den Kamerahersteller wohl kaum noch, es dient nicht mehr als Kaufargument (denke ich doch gerade an meine 8 MB [!] kleine SD-Karte zurück, die ich damals mit meiner Panasonic FZ2 bekam…).

Punkte: 9 von 10


+ Aussehen +

Optisch hat die A10 noch mal deutlich dazu gewonnen im Vergleich zum schon sehr schicken Modell "Optio S6". Nun wirkt das Gehäuse noch edler, wurde ein wenig schlichter gestaltet, besteht aber weiterhin aus Aluminium, welches rund ums Gehäuse eine dunkle Farbabsetzung hat. Schön ist auch die kleine Mulde oben im Gehäuse, wo man perfekt seinen Finger positionieren kann, um die Cam besser zu halten. Die Bedienknöpfe sind logisch angeordnet, es gibt zudem oben auf dem Gehäuse einen extra Button für den Bildstabilisator. Was er bewirkt, erkläre ich weiter unten.

Die Kamera hat ein Stativgewinde (mittig angeordnet), sowie Anschlussmöglichkeiten für USB und AV. Zudem befindet sich das aufklappbare Akkufach unten an der Kamera. Ein kleiner Infrarotpunkt sorgt dafür, dass man optional eine Fernbedienung nutzen kann, um Bilder zu schießen. Des Weiteren wird mit "SR" auf der Front geworben, was für "Shake Reduction" steht -> der Bildstabilisator.

Den Designpreis kann die A10 locker gewinnen!

Die A10 wiegt betriebsbereit 145 Gramm, damit gehört sie fast schon zu den Schwergewichten und den Ultrakompaktkameras.

Punkte: 10 von 10


+ Allgemeiner Eindruck +

Für richtig ambitionierte Hobbyfotografen (von Profis rede ich jetzt gar nicht mal) ist die A10 eher eine Schnappschusskamera, wenn auch eine gute. Wieso ich das behaupte? Ganz einfach: Die manuellen Eingriffsmöglichkeiten in Blende, Zeit oder beides auf einmal (M-Modus) sind nicht möglich, es kann lediglich die Programmautomatik genutzt werden sowie diverse Motivprogramme (Nachtaufnahme, Landschaft, Blume, Porträt, Sport, Surf & Schnee, Kerzenlicht (die Empfindlichkeit wird automatisch auf ISO 800 angehoben und die Auflösung wird auf 4 MP fixiert), Nahrungsmittel, Tiere, Text, Rahmen (hiermit werden Bilder dekorativ umrahmt, die Auflösung wird auf 3 MP fixiert). Die Motivprogramme werden auf Wunsch von der Kamera automatisch eingestellt. Anhand verschiedener Aufnahmeparameter, die sich u. A. aus Entfernungs- und Belichtungsmessung ergeben, werden der Situation entsprechend, Motivprogramme gewählt.

Die Kamera hat ein 3fach optisches Zoom, was im KB-Format 38-114mm entspricht. Das Zoom reagiert ausgesprochen schnell bei einem ziemlich treffsicheren Autofokus. Das Digitalzoom kann auf Wunsch hinzugeschaltet werden, dieser beträgt maximal 4fach. Effektiv stehen 8 Megapixel zur Verfügung, wobei man die Megapixel -je nach Bildauflösung- auch nach unten schrauben kann:

8 MP (3264 x 2448)
5 MP (2592 x 1944)
4 MP (2304 x 1728)
3 MP (2048 x 1536)
2 MP (1600 x 1200)
1024 x 768
640 x 480

Filme werden in 640 x 480 oder 320 x 240 aufgenommen.

Die ISO-Werte können manuell eingestellt werden, sie liegen bei 50, 100, 200 oder auch 400. Dazu aber gleich mehr. Die A10 hat ein 5 Punkt TTL-Kontrasterkennungs-Autofokussystem, umschaltbar auf Landschaftseinstellung (unendlich), zudem eine manuelle Fokussierung sowie einen Panfokus, hier ist eine Schärfenachführung für bewegte Motive wählbar. Manuell ist ein AF-Hilfslicht für schwierige Lichtverhältnisse zuschaltbar. Der Fokussierbereich liegt bei 35cm bis unendlich, im Makromodus geht's bei 12cm los (bis 40cm), im Supermakromodus liegt man zwischen 6cm und 15cm.

Die Verschlusszeiten liegen bei 1/2000s. bis maximal 4 Sekunden, womit man durchaus brauchbare Nachtaufnahmen zustande bringen kann. Die Blitzreichweite liegt bei ca. 0,06 m bis ca. 5,0 m (bei 38mm) sowie ca. 0,35 m bis ca. 2,5 m (bei vollem Zoom).

Ein 2,5"-TFT-Farb-LCD-Monitor (ca. 232.000 Pixel) mit 100% Bildfeld sorgt für eine optimale Bildgestaltung - noch einmal eine Verbesserung im Gegensatz zur S6, wenn auch nur eine leichte. Eine Bildrotation für Hochformataufnahmen ist integriert, praktisch beim Betrachten, wenn es mal schnell gehen soll.

Mit meiner 512MB Highspeedkarte von Kingston wurden die JPEGs sehr schnell gespeichert, das dauerte pro Bild unter einer Sekunde. Bei 512MB Speicher kann man bei vollen 8 Megapixeln etwa 170 Bilder machen. Videoaufnahmen werden nur durch die Speicherkarte begrenzt. Bei bester Videoqualität (gespeichert wird in MPEG4 DivX-Format) passen immerhin mehr als 20 Minuten Film auf die 512MB. Mit der kamerainternen Software können Videodateien geteilt oder zusammengefügt werden. Außerdem können einzelne Szenen als Fotos gespeichert werden.

Es stehen über 18 Digitalfilter, zum Teil mit verschiedenen Optionen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Farb- und Trickfilter, die eine nette Spielerei sind, ich jedoch vertraue da doch eher auf FixFoto und Photoshop CS.

In Sachen "Menüsprache" ist Pentax wieder ganz vorne dabei. Folgende Sprachen stehen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Schwedisch, Holländisch, Russisch, Koreanisch, Thai, Chinesisch und Japanisch.

Wer kein externes Speicherkartenlesegerät zur Hand hat, kann auf einen USB 2.0-Anschluss setzen und somit die Bilder und Videos schön schnell von der Kamera auf den Rechner ziehen.

Punkte: 8 von 10


+ Fotos +

In folgenden Situationen konnte ich die Kamera ausprobieren:

* Außenaufnahmen bei Tageslicht / Sonne
Ich habe alle ISO-Werte einmal durchprobiert, da mich vor allem das Rauschverhalten der A10 interessiert hatte. Der Bildstabilisator bei schönem Wetter - braucht man nicht bei 3fach Zoom. Hohe ISO-Werte im Prinzip auch nicht, aber ich konnte nicht anders und habe mal die ISO-Stufen durchprobiert. ISO 50 und 100 -> absolut kein Rauschen, habe das Bild in voller Auflösung angesehen. Super Qualität. Bei ISO 200 konnte ich auch kein nennenswertes Rauschen erkennen, erst bei ISO 400 wird das Rauschen bei Großansicht des Bildes stark sichtbar; wenn man das Bild aber im Internet zeigen möchte mit etwa 900px Kantenlänge, dann könnte man unter Umständen sogar das obligatorische Entrauschen lassen.
Die Schärfe und die Farben sind ausgezeichnet. Hier kann man wirklich schöne Bilder bekommen.

* Innenaufnahmen bei Kunstlicht
Ich habe bei einem Eishockeyspiel in der Color Line Arena fotografiert, Kunstlicht pur. Die Aufnahmen wurden etwas warm in den Farbtönen (Weißabgleich auf Auto gestellt), jedoch schön scharf, der Autofokus saß auch fast immer perfekt da, wo er hingehörte. Zudem hat er sehr schnell fokussiert.

Hier machte sich auch der Bildstabilisator bemerkbar. Bilder bis 1/40s. bei 3fach Zoom konnten verwackelfrei geschossen werden.

* Aufnahmen im Dunkeln
Aufnahmen im Dunkeln gelangen gut, der Bildstabilisator hat hier ausgezeichnet gegriffen, der Autofokus gut getroffen. Das Rauschen bei ISO 400 ist hier stärker zu erkennen.

* Videoaufnahmen im Dunkeln mit Ton
Videos haben eine ansprechende, wenn auch keine sehr gute Qualität. Der Ton ist verzerrt und klingt blechern. Da muss Pentax definitiv noch was tun.

Punkte: 8 von 10


+ Akku +

Der mitgelieferte Li-Ionen Akku hielt bei mir für etwa 280 Bilder, natürlich immer mit TFT an (es gibt keinen optischen Sucher…), aber zu 95% ohne Blitz - ich wollte noch mehr Leistung aus dem Bildstabilisator herauskitzeln.
220 Bilder sind ein guter Wert.

Punkte: 8 von 10


+ Bedienungsanleitung +

Die Bedienungsanleitung ist Pentax-typisch, also ausführlich und einfach. Ein wenig mehr Erklärungen zum Bildstabilisator würde ich mir im Handbuch noch wünschen, dann wäre es perfekt.

Punkte: 8 von 10



+++++ FAZIT +++++

Brauchbare Videos mit schlechtem Ton, gute Outdoor- und Kunstlichtbilder, super Design und sehr einfache Handhabung. Rauschverhalten bis ISO 200 mehr als brauchbar.

Wer als Einsteiger 8 Megapixel braucht (A3-Größenausdrucke locker möglich), der sollte zur A10 greifen. Für den Preis gibt es im Moment kaum was Vergleichbares in der Größe mit Bildstabilisator.


Gesamtpunktestand: 58 von 70

Empfehlung: 83 %

Fazit: Gesamtpunktestand: 58 von 70, Empfehlung: 83 %

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: