Vielseitige Kamera mit Standardakkus
Pentax *ist DS

Name des Mitglieds: euhrig
Produkt:
Pentax *ist DS
Datum: 11.04.06
Bewertung:
Vorteile: Standard-Mignonzellen, Kompatibel zu alten Pextax-Objektiven, sehr vielseitige Ausstattung
Nachteile: langsamer Autofokus, wenig ausgereifte Belichtungsautomatik, kein Programmshift
Die Pentax *istDs (und die sehr ähnliche *istDL) ist zur Zeit die einzige Digital-SLR, die mit Standardakkus zu betreiben ist. Das bedeutet, daß man nicht nach ein paar Jahren für einen Wucherpreis einen neuen Spezialakku kaufen muß. Für mich war dies ausschlaggebend, diese Kamera zu kaufen.
Zum Vergleich habe ich mich intensiv auch mit der Canon EOS 350D und 300D beschäftigt. Der Vergleich fällt folgendermaßen aus:
Verarbeitungsqualität:
Die Pentax macht einen etwas solideren Eindruck, das Objektiv hat weniger Spiel und ein Metallbajonett, bei Canon gibt es nur Kunststoff in der Basisausstattung.
Ausstattung:
Auch hier ist die Pentax etwas vielseitiger. Als Stromversorgung dienen Mignon-Akkus, die für über 300 Bilder reichen, die Canon hat einen teuren Spezialakku, der auch nicht länger hält.
Viele Parameter können bei der Pentax sehr intuitiv eingestellt werden, wie z.B. Farbkontrast, Bildschärfe, Belichtungsmeßfelder, Kopplung von AF und Belichtung etc.etc. Am besten lädt man sich für einen vollständigen Überblick die Bedienungsanleitung bei Pentax herunter. Bei Canon gibt es leiner keine Anleitung zum Download.
Die Pentax und die Canon 300D haben 6 Mio Pixel, die Canon 350D 8 Mio. Aber für Fotos bis DIN A5 reichen sowieso 1,5 Mio Pixel aus. Nur wer stärker vergrößern woll, braucht mehr.
Autofokos:
Hier geht der Punkt klar an die Canon. Man tipt den Auslöser an und das Bild ist sofort scharf, auch bei sehr schwachen Lichtverhältnissen. Die Pentax ist hier viel langsamer und probiert bei wenig Licht öfter mal herum, bis sie letztendlich aber auch die richtige Schärfe findet.
Belichtung:
Beider verfügen über eine Mehrfeldmessung, Spot- und Integralmessung. Die Belichtungsautomatik der Canon ist zuverlässiger, das Bild ist eigentlich immer richtig, bei der Penatx muß man öfter (insbesondere bei Gegenlicht) manuell eingreifen, dafür ist der Eingriff aber auch etwas einfacher.
Kompatibilität:
Bei der Pentax lassen sich alle K-Objektive (M42 auch mit entsprechendem Adapter) montieren. Volle Kompatibilität wird aber nur bei den A-Abjektiven unterstützt. Die M-Objektive (ohne A-Position) sind z.B. nicht zusammen mit dem eingebauten Blitz verwendbar (die Belichtungsautomatik funktioniert dann nicht). Externer Blitz geht jedoch mit allen. (Klar, daß mit alten Objektiven natürlich kein AF geht)
Die Canon ist kompatibel zu allen EF-Objektiven, ältere FD-Objektive passen nicht (wie bei allen EOS).
Bei beiden Kameras ist der Chip etwas kleiner als ein Kleinbild, so daß sich der Bildausschnitt verkleinert. Die Objektiv-Brennweie muß ca. x 1,5 genommen werden, um Kleinbildverhältnisse zu erhalten.
Bildqualität:
Die Canon hat einen CMOS, die Pentax einen CCD. Die Bildqualität ist bei Pentax und Canon aber gleichermaßen gut.
Wer also eine schnelle und perfekte Automatik will, der sollte eine der Canons kaufen, wer gerne künstlerisch experimentiert und auch ältere Objektive benutzen möchte, für den ist die Pentax die richtige Wahl. Zumal sie den großen Vorteil der Mignonzellen hat.
Es ist übrigends egal, ob man die DS oder die DL nimmt, sie sind sich von den Funktionen her sehr ähnlich.
Fazit: Sehr vielseitige Kamera mit Mignonzellen, aber ein paar Schwächen beim AF und der Belichtung
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Ausstattung: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
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