Panasonic Lumix DMC-FX500
FX500 - gut bei Tageslicht - Panasonic Lumix DMC-FX500 Digitalkamera

Erhältlich in: 5 Shops

Produkttyp: Panasonic Digitalkameras

FX500 - gut bei Tageslicht
Panasonic Lumix DMC-FX500

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Produkt:

Panasonic Lumix DMC-FX500

Datum: 08.09.08

Bewertung:

Vorteile: schick, guter Stabilisator, guter Zoombereich

Nachteile: rauschen zu hoch, Auslöseverzögerung zu lang

Die Panasonic FX500 ist die erste Digicam von Panasonic, welche mit einem Touchscreen ausgestattet wurde. Sie kam im Mai 2008 in die Läden und sollte ein neues Gefühl von Bedienbarkeit geben. Dies ist jedoch nur teilweise gelungen, da nicht permanent auf "touch" gesetzt wird, sondern man eine Mischung aus touch und Knopfdruck durchführen muss. Dazu später aber mehr.

Die Preisempfehlung von Panasonic lag im Mai 2008 bei rund 430 Euro - das hätte natülich keiner bezahlt, der sich ein wenig mit Kompaktkameras auskennt. Mittlerweile hat sich der Preis bei rund 310 bis 320 Euro eingependelt, je nach Farbe (Silber oder Schwarz).

Die FX500 hat recht ordentliche Technik zu bieten. So löst sie mit maximal 10 Megapixel auf, der Sensor ist ein 1/2,33" CCD-Chip, gespeichert wird in JPEG, Videos in QuickTime-Movie. RAW steht leider nicht zur Verfügung. Der interne Speicher ist mit 27 MB schonmal brauchbarer als bei so manch anderer Kamera. Erweiterbar ist er durch SD- und SDHC-Karten. Die Energie bekommt die FX500 durch einen 1.000mAh Akku, welcher rund 300 Bilder schafft (ein Nachteil;eigentlich wären mehr Bilder drin, aber da das Display permanent in Gebrauch ist... ihr könnt euch den Rest denken). Weitere 3:2 Bildauflösung mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten; zusätzliche 4:3 Bildauflösungen mit 3.648 x 2.432, 3.072 x 2.048, 2.560 x 1.712 und 2.048 x 1.360 Bildpunkten; zusätzliche 16:9 Bildauflösungen mit 3.648 x 2.056, 3.072 x 1.728, 2.560 x 1.440 und 1.920 x 1.080 Bildpunkten.

Der Zoombereich ist mit 25 bis 125mm durchaus interessant, so sind neben Architekturaufnahmen auch leichte Teleaufnahmen möglich; mit 125mm kommt man zum Beispiel in den meisten Zoos noch ganz gut aus, an Flughäfen wird's dann schon eher eng. Zusätzlich kann ein 4fach Digitalzoom hinzugeschaltet werden, was ich natürlich aber aus Qualitätsgründen nicht empfehlen kann. Der Schärfebereich der Leica-Linse liegt bei 50cm im Weitwinkel und 100cm im Tele. Die Scharfstellung ist nur über Autofokus realisierbar, kein MF möglich. Dafür hat man aber auf Wunsch volle Kontrolle über die Belichtungssteuerung. Neben der Programmautomatik sind auch Zeitautomatik, Blendenautomatik und manuelle Belichtung möglich. Die Belichtungszeiten liegen bei 1/2000s bis 8 Sekunden im Automatikmodus oder bis zu 60 Sekunden in der Langzeitbelichtung. Die ISO-Einstellungen fangen bei ISO 100 an und enden mit 1600 im Autobereich oder 6400 (!) im manuellen Betrieb. Die Blende geht ab 2.8 los, im Tele leider erst bei 5.6, was den Stabilisator gut arbeiten lässt oder teilweise schon ein Stativ erfordert, je nach Lichtsituation. Eine durchgängige Blende 2.8 ist nicht drin - schade!

Der TFT-Monitor mit seinen 3 Zoll löst mit 230.000 Pixeln auf. Das Display lässt sich eigentlich auch gut ablesen, außer bei direkter Sonneneinstrahlung. Ist natürlich irgendwie logisch, aber zeitgleich auch tödlich, wenn man auf den TFT als Kamerasteuerung angewiesen ist... Zudem reagiert er im LowLight-Bereich etwas träge und zeigt leichtes Rauschen.

Der integrierte Blitz bietet 6 Einstellungen an: Blitz ein, Blitz aus, Automatikblitz, Funktion zur Vermeidung roter Augen, Aufhellblitz sowie Langzeitsynchronisation. Eine maximale Reichweite von knapp 6 Metern im Weitwinkel ist schon beachtlich; im Tele halbiert sich die Reichweite, ist aber immer noch durchaus brauchbar. Der Weißabgleich passt sich übrigens auf das Blitzlicht sehr gut an - ich hatte keine Blaustiche im Bild wie bei anderen Kameras zuvor.
Der Selbstauslöser kann auf 2 Sekunden oder 10 Sekunden angesetzt werden.

Wer Fan von Motivprogrammen ist, wird bei der FX500 sicherlich nicht enttäuscht werden. Folgende Programme stehen zur Verfügung: Porträt, Schöne Haut, Selbstporträt, Landschaft, Sport, Nachtporträt, Nachtlandschaft, Speisen, Party, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Hohe Empfindlichkeit, Baby 1/2, Tiere, Highspeed-Serienbilder, Sternenhimmel, Feuerwerk, Strand, Schnee, Luftaufnahme. Zudem kann die FX500 Gesichter selbständig erkennen und so auf die Gesichter scharfstellen.

Der bekannte O.I.S. (optical image stabilizer) von Panasonic tut wie gehabt seinen Dienst - nämlich gut bis sehr gut.

Die FX500 wiegt mit Akku etwa 175 Gramm und hat die Maße (BxHxT) 95 mm x 57 mm x 23 mm.

Im Lieferumfang serienmäßig enthalten:

FX500
Standardakku
Ladegerät
Videoanschlusskabel
USB-Anschlusskabel
TrageschlaufeBildbearbeitungssoftware Lumix Simple Viewer für Windows (XP/oder höher) und für Macintosh (System X/oder höher)
Bildbearbeitungssoftware PhotofunStudio für Windows (XP/oder höher) und für Macintosh System X
Albumsoftware Arcsoft Mediaimpression für Windows (XP/oder höher) und für Macintosh (System X/oder höher)
Panoramasoftware Arcsoft PanoramaMaker für Windows (XP/oder höher) und für Macintosh (System X/oder höher)


Bevor es jetzt um die Bildqualität geht, einmal kurz ein paar Worte zur Videoqualität. Die FX500 kann in folgenden Auflösungen Videos in unebegrenzter Länge aufzeichnen:

1280 x 720 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)
848 x 480 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)
320 x 240 Bildpunkte (30 Bilder pro Sekunde)

Dabei nimmt die FX500 im QuickTime Motion JPEG-Format auf. Zur Wiedergabe wird später am PC QuickTime empfohlen.


Kommen wir nun zur Bildqualität an sich. Die FX500 macht bei Tageslicht durchaus gute Fotos. Die Bilder haben angenehme Kontraste, eine gute Schärfe und kaum CAs. Die Verzeichnungen bei 25mm sind leicht sichtbar, können aber am PC gut und schnell behoben werden. Bei vollen 125mm wird das Bild etwas weicher, sodass hier ein späteres Nachschärfen nötig ist. Alternativ kann man die Schärfe direkt in der Kamera erhöhen, ich empfehle hier +1, wenn Aufnahmen mit 125mm gemacht werden. Ansonsten können auch noch weitere Settings diesbezüglich vorgenommen werden: Kontrasteinstellungen -2 bis +2; Schärfeneinstellung -2 bis +2; Sättigung -2 bis +2; Rauschunterdrückung -2 bis +2.

Bis ISO 400 kann man die Bilder noch gut gebrauchen, alles was danach kommt kann nur mit starkem Detailverlust akzeptiert werden. Das Bildrauschen über ISO 400 hinweg ist nicht mehr schön und auch später am PC wird man kaum mehr groß was retten können, wenn die Bilder auf 20x30 gebracht werden sollen.

Die Auslöseverzögerung ist mir persönlich auch zu lang. Ich habe jetzt nicht nachgemessen, aber mein subjektiver Eindruck war: Das dauert zu lang! Serienbilder können mit der FX500 natürlich auch gemacht werden. Bis zu 2,5 Bilder in der Sekunde sind möglich (nur bei hoher Auflösung), max. 7 Bilder im Standardmodus mit reduzierter Auflösung.

Makroaufnahmen machen nicht so viel Spaß - die Schärfe saß meist nicht da, wo ich sie haben wollte. Und durch den fehlenden manuellen Fokus war das teilweise wirklich ärgerlich.

Mein Fazit: Die FX500 machte einen guten Eindruck bei Tageslicht, sofern man das Display noch ablesen konnte. Die Menüführung ist ungewöhnlich, weil manchmal das Display und manchmal die Knöpfe eingesetzt werden müssen. Entweder / oder - meine Meinung. Der optische Sucher hatte durch das 3" Display keinen Platz mehr. Die Akkulaufzeit ist okay, aber nicht gut.

Ich würde sie mir aber nicht kaufen.


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Achtung, ein Hinweis an alle kritischen Leser, die ich nun eventuell verstimmt habe: Es handelt sich hier um meine persönlichen Erfahrungen - ich teste die Hardware in Livesituationen, soll heißen: Ich knipse keine Testkarten ab oder mache Benchmark-Tests. Das können weiterhin die Redakteure der "Fachmagazine" machen. Wer meinen Bericht als "unsinnig" abstempelt - kein Problem, damit kann ich gut leben :-)
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Fazit: Gerade noch gut bei Tageslicht

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: