
Erhältlich in: 3 Shops
Produkttyp: Panasonic Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... drauf los schiessen kann auch mal zu Farbverfälschungen führen. Die Farbwiedergabe und der Kontrast können darüber hinaus nach den jew... mehr
Sehr gute Kamera mit nur leichten Schwächen
Panasonic Lumix DMC-FX1

Name des Mitglieds: Lupin
Produkt:
Panasonic Lumix DMC-FX1
Datum: 14.07.04, geändert am 15.07.04 (1703 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr gute Bildqualität bei Tageslicht und Anti-Wackelfunktion bei Dämmerlicht, Schnelle Foto-Bereitschaft, Sehr gutes Display
Nachteile: Bildrauschen bei Dämmerlicht, Blasse Farben bei Blitz-Fotos, Nur 16MB SD-Karte geliefert
Ich habe die DMC-FX1 von Panasonic vor etwa 5 Wochen nach einem Frust-Anfall mit meiner alten Digital-Kamera von HP gekauft. Die Bilder waren oft grün stichig und blass, die Zeit bis zum ersten Foto sehr lang und bei schwachem Licht war es gar unmöglich, ohne Blitz zu fotografieren.
Folglich waren mir bei einer neuen Kamera vor allem wichtig: eine gute Farbtreue, ein gutes Objektiv (wg. Kontrast und Lichtstärke) mit dem man auch noch in der Dämmerung fotografieren kann ohne zwangsläufig zu verwackeln und nicht zuletzt sollte es eine State of the Art Kamera in Bezug auf Bedienung und Funktionen sein. Die Anzahl der Pixel war mir nicht allzu wichtig, denn die maximale Auflösung der Bilder hatte ich bereits bei meiner alten 3,2 Mio Pixel Kamera so gut wie nie genutzt.
Nachdem ich die FX-1 nun seit 5 Wochen (wg. Nachwuchs...) intensiv nutze, lässt sich zusammefassend sagen, dass ich all meine Anforderungen und noch mehr mit der Panasonic bekommen habe. Ich bin mit der Kamera sehr zufrieden. Her mein Urteil im Detail:
Bildqualität:
Insbesondere die Kontraste und Farben sind dank des Leica-Objektivs bei Tageslicht sehr gut. Der Weissabgleich funktioniert tadellos und stellt sich selbst bei schwierigen Verhältnissen in der Regel optimal ein. Man hat zur Not auch die Möglichkeit den WA manuell auf eine weisse Fläche zu kalibrieren, allerdings war das bislang noch nicht nötig. Einziges Manko: man muss der Kamera insbesondere bei Innenaufnahmen u.U. etwas Zeit lassen (ca. 3-4 Sek.), den optimalen Weissabgleich zu ermitteln, d.h. spontan drauf los schiessen kann auch mal zu Farbverfälschungen führen.
Die Farbwiedergabe und der Kontrast können darüber hinaus nach den jeweiligen Vorlieben des Nutzers angepasst werden. Z.B. lässt sich die Farbe nach "normal", "cool" und "warm" justieren, der Kontrast nach "natural", "standard" und "vivid. Ich nutze i.d.R. die Einstellungen "warm" und "vivid" und bin von den Bildern, die meist besser aussehen, als das Original begeistert. Einzig bei dämmrigen Innenaufnahmen kann es manchmal ratsam sein, "warm" wieder in "normal" umzustellen, da die Bilder - durch das Kunstlicht sowieso schon "warm" - sonst zu rötlich werden.
Die Motiv-Programme sind ein weiterer Plus-Punkt. Schnell einstellbar über dein Dreh-Rad haben sie tatsächlich einen merkbar positiven Effekt auf die Bildqualität.
Innenaufnahmen im Dämmerlicht gelingen dank des lichtstarken Leica-Objektivs und der Anti-Wackel-Automatik selbt ohne Blitz, sofern man nicht sehr zittert oder sich das Objekt bewegt. Die variabel einstellbare ASA-Zahl (von 50 - 400 ASA manuell oder automatisch) hilft zusätzlich. Ich habe damit sogar Panorama-Aufnahmen von Städten in der Dunkelheit und Schnappschüsse am Abend aus der Hand hinbekommen.
Nachteil bei wenig Licht: das relativ starke Farb-Rauschen. Das ist meiner Ansicht nach einer der größten Nachteile der Kamera. Bei 400 ASA und ohne Blitz werden die Bilder zwar ausreichend hell, die "Körnung" ist aber äußerst grob und das Bildrauschen sehr stark. Ich weiss allerdings nicht, ob andere Kameras mit solchen extremen Licht-Verhältnissen besser umgehen können.
Um das Farbrauschen bei Dämmerlicht zu vermeiden, kann man natürlich auch mit Blitz fotografieren. Der Blitz funktioniert einwandfrei und lädt extrem schnell wieder auf. Allerdings leidet die Farbtreue deutlich und die Bilder sind nicht immer optimal belichtet. Ich weiss nicht, ob das an einer mangelnden Blitzdosierung je nach Entfernung oder an etwas anderem liegt, aber die Bilder haben definitiv mit Blitz nicht die gleiche Güte und Brillianz wie ohne.
Bedienung:
Nach dem Einschalten steht ie Kamera trotz auszufahrendem Objektiv nach einer Sekunde für das erste Bild zur Verfügung. Das ist sehr gut. Auch Reihenaufnahmen sind selbst mit Blitz in schneller Folge möglich. Diese Eigenschaft klingt nicht weiter aufregend, macht aber in der täglichen Praxis einen riesigen Komfort-Unterschied zu anderen, langsameren, Kameras aus.
Die Bedienung der Kamera ist meist intuitiv, wenn auch zum Teil gewöhnungsbedürftig.
Gut: die Motiv-Programme sind direkt üer ein Drehrad einzustellen und auch die wichtigsten Funktionen wie Blitz, Selbstauslöser, Bildvorschau und Belichtungsjustierung (+/- 2 Blendenwerte) lassen sich direkt über ein Multifunktionsknopf abrufen. Negativ ist das umständliche Löschen einzelner Bilder, denn es werden pro Bild drei Tastendrücke auf unterschiedlichen Tasten benötigt. Das macht es unnötig kompliziert. Gut wiederum ist die Möglichkeit einzelne Bilder aus der Gesamtübersicht zum löschen markieren zu können.
Die Menüstruktur, in der grundlegende Kamera-Einstellungen vorgenommen werden können, hätte besser strukturiert werden können, aber man gewöhnt sich daran und nach etwas Übung merkt man diese Unzulänglichkeit nicht mehr.
Akku:
Der Akku hält angemessen lang. In der Regel bekommt man damit einen Foto-reichen Urlaubstag gemeistert, ohne einen Ersatzakku dabei haben zu müssen. Gut ist die Akku-Rest-Anzeige, denn sie zeigt nicht (wie bei meiner letzten Kamera) erst dann ein halbvoll oder leer-Zustand, wenn es bereits fast zu spät ist, sondern man hat auch nach der Leer-Anzeige noch Gelegenheit 10-20 Fotos zu schiessen.
Display:
Das Display ist zwar etwas klein aber dafür hat es eine großartige Bildwiedergabe in Sachen Kontrast und Farbe. Auch aus spitzem Winkel und bei heller Umgebung kann man das Bild sehr gut erkennen. Negativ ist hier der Sucher zu erwähnen, der zwar immerhin in die gleiche Richtung wie das Objektiv zeigt (bei meiner letzten Kamera war das seitlich versetzt - sehr ärgerlich!), aber nur einen kleineren Ausschnitt (etwa 80 % vom Bild).
Was sonst noch:
Der optische 3x Zoom funktioniert, wie man es erwarten kann, auch der digitale Zoom bietet keine Überraschungen. Aus irgendwelchen Gründen arbeitet die USB-Verbindung wesentlich schneller, als bei meiner alten Kamera (nein, es ist nicht USB 2.0), das war eine positive Überraschung, denn ich dachte, da gäbe es keine Unterschiede.
Negativ: die Kamera hat keinen eigenen Speicher, man ist also auf die (mitgelieferte) SD-Speicherkarte angewiesen, die jedoch mit nur 16 MB sehr klein ausfällt.
Insgesamt bin ich aber mit der Kamera sehr zufrieden und kann sie jedem weiterempfehlen.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera

