Olympus SP-550 Ultra Zoom
Enorme Möglichkeiten mit kleinen Schwächen - Olympus SP-550 Ultra Zoom Digitalkamera

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Produkttyp: Olympus Digitalkameras

Enorme Möglichkeiten mit kleinen Schwächen
Olympus SP-550 Ultra Zoom

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Produkt:

Olympus SP-550 Ultra Zoom

Datum: 29.04.07

Bewertung:

Vorteile: siehe Vorteile

Nachteile: siehe Nachteile

Die Olympus SP-550 UZ ist eine Kamera für fortgeschrittene Fotografen, welche mit 7 Megapixel auflösen kann. Die Kamera ist einzigartig und im Bereich kompakte Megazoom mit ihren Möglichkeiten unschlagbar.

Hier vorab die Details:

* 7,4 Millionen Pixel
* Extragroßer 2,5-Zoll-LCD mit 230'000 Pixel
* echter Weitwinkel (28mm)
* 18fach-Zoomobjektiv (entspricht 28 – 504 mm), 1:2,8 - 4,5
* Supermakro-Modus mit 1 cm Mindestabstand
* Autofokus mit Kontrastmessung
* Prädiktiver Autofokus
* 4 eigene Einstellungen speicherbar
* RAW Daten Speicherung
* ISO50 - ISO5000
* 1,2 Bilder pro Sekunde (RAW) / 7 Bilder (Volle Bildgrösse) in Folge
* 7 Bilder pro Sekunde im High Speed Modus / 15 Bilder (at 3 MP Modus)
* mechanischer Bildstabilisator (Chip gleicht aus)
* Movieaufnahme mit Sound (VGA-Auflösung bei 30 Bps)


Lieferumfang:

Der Lieferumfang ist nicht so prickelnd. Folgende Gegenstände findet man beim auspacken vor:

* SP-550 Kamera
* Objektivdeckel
* Handschlaufe
* Bedienungsanleitung
* Garantiekarte
* 4AA Batterien
* Software Olympus Master
* USB-Kabel CB-USB6
* Audio/Video-Kabel CB-AVC3

Optional ist weiteres Zubehör erhätlich wie Telekonverter oder ein Unterwassergehäuse.
Die meisten Card-Reader können xD-Cards lesen. Wenn nicht gibt es noch den CF-Adapter von Olympus,
damit kann man xD-Cards im CF-Card-Reader lesen.
Systemblitze kann man aufgrund des fehlenden Blitzschuhs nicht direkt einsetzen.
Der interne Speicher beträgt lediglich 20 MB.
Das ist natürlich mehr als mager wenn man bedenkt, dass nicht einmal eine xD-Speicherkarte beigelegt wurde.
Eine 256er Karte hätte es durchaus sein dürfen. Olympus wird sich denken, das sowieso alle Benutzer grössers Speicherkarten kaufen werden.
Praktisch ist die Olympus Ledertasche, welche optional zu der SP-550 gekauft werden kann. In dieser ist die Cam sehr gut geschützt und
es hat im Seitenfach noch Platz für einen Satz Akkus und Speicherkarten.


Preis:

Ich halte nichts von Angaben der Herstellerpreise, ich orientiere mich immer an günstigen Onlineshops.
Ich habe meine SP550 Anfang Februar für Euro 425 gekauft.
Der Preis von 425 Euro ist für eine 7 Megapixel-Kamera mit 18fach optischem Zoom schon sehr gut.
Heute (29.04.2007) ist die SP550 ab Euro 420 zu haben. Da die Verfügbarkeit wegen starker Nachfrage eher nicht so gut ist, dürfte der Preis vermutlich noch etwas ansteigen.


Aussehen:

Vom Aussehen her wirkt die SP-550 sehr wertig. Mit ihrem anthrazitfarbenen (Plastik-) Gehäuse kommt sie elegant daher, ist gut verarbeitet und liegt für eine Kamera dieser Größenordnung sehr angenehm in der Hand.
Einen großen Vorteil hat der Fotograf auch durch den Griff, der die Kamera ausgesprochen ruhig in der Hand liegen lässt.
Die Knöpfe an sich lassen sich alle sehr gut bedienen (fast alle sind einfach mit dem Daumen erreichbar).
Die SP-550 wirkt gut durchdacht und mit ihrem 2,5" TFT-Display sehr einladend. Der optische Sucher ist ausreichend groß und bietet ein gutes Bildblickfeld.
Die Maße betragen 116 x 78,5 x 78 mm bei knapp 400 Gramm Gewicht (betriebsbereit).


Allgemeiner Eindruck:

Die im Februar 2007 erschienene Kamera konnte also vom Aussehen schon überzeugen.
Das Gefühl, eine billige Kamera in Händen zu halten, trat bei mir niemals auf.
Vielmehr kann aber die SP-550 durch ihre Technik überzeugen, auf die ich nun ein wenig mehr eingehen werde.
Die SP-550 mit ihren 7 Megapixeln kann mit 8 verschiedenen Auflösungen arbeiten. Da wären:

3072 x 2304
2560 x 1920
2304 x 1728
2048 x 1536
1600 x 1200
1280 x 960
1024 x 768
640 x 480

Wobei die 640 x 480 Pixel wirklich nicht mehr zeitgemäß sind und wenn überhaupt- für Bilder benutzt werden, die ausschließlich per E-Mail verschickt werden. Gespeichert werden die Bilder entweder auf dem internen Speicher (da stehen aber bloß 20 MB zur Verfügung) oder aber auf einer xD-Karte, welche leider nicht mitgeliefert wird.

Günstige Speicherkarten sind im Internet erhätlich. Die Bilder werden entweder im JPEG- oder im RAW-Format abgelegt.

Wer ein wenig mehr aus seinen Bildern herausholen möchte, fotografiert sicher im RAW-Format, auch wenn man dann wirklich praktisch jedes Bild am PC nachbearbeiten muss. Doch die unterschiedlichen Ergebnisse sind meist erstaunlich. Wer die Bilder mittels eines
Kartenlesers auf den PC überspielt, den interessiert es sicherlich nicht, dass die SP-550 immerhin USB 2.0 unterstützt und sich somit die vor allem großen RAW-Bilder bestens auf den PC übertragen lassen. Die SP-550 braucht vier normale AA-Batterien (bzw. Akkus).
Sicherlich ist das manchmal besser, wenn man auch einfache Batterien in der Not einlegen kann. Optional kann die Kamera auch mit einem Netzgerät betrieben werden, aber wer macht das schon…

Um mal ein wenig genauer zu werden: Die SP-550 besitzt ein 18-fach optisches Zoomobjektiv, welches eine Brennweite von 28-504mm (KB-Format) abdeckt.
Zusätzlich ist ein Finezoom vorhanden, der mit Auflösungsreduktion auf 5MP ein 28fach Zoom zulässt. Ein weiterer 5,6fach Digitalzoom ist vorhanden, aber wegen der Qualitätseinbusse nicht zu empfehlen.

Der Schärfebereich liegt im Weitwinkel bei 10cm und im Telebereich bei 120cm, das sind sehr gut Werte.Die Makro-Eigenschaften können auch überzeugen, kann man doch bis zu 1 cm an das Motiv heran und so schon einiges an Makrogegebenheiten abdecken.
Die kürzeste Belichtungszeit liegt bei 1/2.000s. für echte Sportaufnahmen (wenn man richtig Bewegungen einfrieren möchte) dürfte es durchaus mehr sein.
Die Langzeitbelichtung ist mit 30 Sekunden möglich, das reicht faus, um ansprechende Nachtaufnahmen zu machen.
Ebenso kann man eine Bulb-Langzeitbelichtung durchführen. Die Anfangsblende liegt bei F2.8 im Weitwinkel und bei F4.5 im Telebereich.
Der Autofokus der SP550 ist nicht der schnellste. Vor allem mit ausgefahrenem Tele kann die Cam nur schwer fokussieren.
Man kann den lahmen Autofokus aber überlisten. Zuerst kurz vor das Objekt fokussieren, dann das Objekt selber.
Den Auslöser nach dem ersten Fokussieren wieder los lassen und dann auf das letztendlich gewünschte Motiv fokussieren.
Der Autofokus ist somit schneller und genauer.

Wie ich schon erwähnte, hat die SP-550 nicht nur ein großes, helles 2,5" TFT-Display (welches mit 230'000 Bildpunkten auflöst), sondern auch einen elektronischen optischen Sucher.

Einen externen Blitz kann so ohne weiteres nicht anschließen (es sei denn, man nimmt einen Metz-Blitz als externen Blitz; aber eine echte Blitzschiene gibt es bei der SP-550 nicht).
Man verlässt sich da besser auf den internen Blitz, der sich per Knopfdruck schnell aufklappen lässt. Die Anti-Rotaugen-Funktion ist natürlich integriert, zudem hat die SP-550 eine integrierte Slave-Funktion. Der Blitz reicht bis zu 0,3 Meter weit (im Weitwinkel) und bis zu 4,5 Meter im Telebereich. Leider gibt es zur SP550 keine Fernbedienung.

Die SP-550 hat verschiedene Modi für den Schnellzugriff, die da wären:

* Porträt
* Landschaft
* Landschaft mit Porträt
* Nachtaufnahme
* Nachtaufnahme mit Porträt
* Sport
* Innenaufnahmen
* Kerzenlicht
* Selbstporträt
* Porträt in natürlichem Licht
* Sonnenuntergang
* Feuerwerk
* Speisen
* Vitrine
* Dokumente
* Auktion
* Aufnehmen und Auswählen 1
* Aufnehmen und Auswählen 2
* Schnee
* Strand
* Unterwasser-Weitwinkel 1
* Unterwasser-Weitwinkel 2
* Unterwasser-Nahaufnahme

Im Videomodus findet man einen digitalen Bildstabilisator vor.


Fotos:

Ich habe Fotos in verschiedenen Situationen gemacht. Vor allem hat mich der Makromodus interessiert, aber auch der maximale Zoom mit seinen 504mm.
Vorneweg sei gleich gesagt: Wer wirklich oft den vollen Zoombereich benötigt, sollte zur SP-550 greifen, denn der Bildstabilisator im Fotomodus ist einfach klasse.
Es ist leicht möglich, Bilder ohne Verwackeln zu knipsen. Auf ein Stativ kann daher für die meisten Fototouren verzichtet werden.
Die Farbwiedergabe der Bilder hat mir gefallen. Die Kanten waren in der Standard-Einstellung schön scharf, sodass man hier nur selten nachbearbeiten musste.
Wenn man aber alles selber per EBV regeln möchte, sollte man die Kamera interne Rauschunterdrückung und Schärfung ausschalten.
Die Auslöseverzögerung nach Fokussierung war sehr schnell, der Autofokus an sich ist bei Motiven im Schatten ein wenig langsam.
Die Makros an sich hatten eine angenehme Schärfe und konnten mich überzeugen. Die 1 cm Mindestabstand sind auch mehr als ausreichend.
Die Bilder im JPEG-Format werden auch herkömmlichen xD-Karten schnell gespeichert, die RAW-Bilder dauern 2-4 Sekunden, je nach Dateigröße.
Die Bildqualität kann erheblich gesteigert werden, wenn die Kamera interne Rauschunterdrückung ausgeschaltet wird und die Nachschärfung auf 0 gestellt wird.
Das Bildrauschen kann mittels Software am PC viel besser entfernt werden. Ausserdem sollten die ISO-Werte nicht über ISO-400 eingestellt werden.
Eine weitere Verbesserung erreicht man, in dem man die Auflösung reduziert. Die Bilder werden dann aber kleiner.
Bei Gegenlicht neigt die SP-550 zu Farbsäumen, was aber mit Software locker entfernt werden kann.


Akku:

Wie ich schon sagte, wird hier bei der SP-550 nicht auf Li-Ion-Technologie gesetzt, sondern auf herkömmliche Alkaline-Batterien oder Akkus.
Ich empfinde das als Vorteil, weil man vor allem auf Reisen auch mal normal Batterien verwenden kann und nicht unbedingt auf ein Ladegerät angewiesen ist.
Die SP550 hat eine Macke, sie zeigt viel zu spät an, wenn die Akkus leer sind. Darum sollte unbedingt ein zweiter Akkusatz angeschafft werden.


Bedienungsanleitung:

Die Anleitung an sich ist in mehreren Sprachen verfügbar und machte einen guten Eindruck.
Die einzelnen Funktionen werden gut abgehandelt, sodass Einsteiger sich recht schnell mit der SP-550 zurecht finden dürften. Die Anleitung kann auch von der Olympus Webseite kostenlos runtergeladen werden, was sehr Kundenfreundlich und lobenswert ist.


FAZIT:

Die Olympus SP--550 ist eine gute, kompakte Megazoom Kamera, die enorme Möglichkeiten bietet. Die Kamera ist daher in ihrer Klasse unschlagbar. Sie hat ein paar Schwächen, welche aber jede Cam in der Klasse hat. Wenn man das berücksichtigt, kann man mit der Kamera viel anstellen und tolle Bilder machen.

Vorteile:
+ klein und leicht
+ echter 28mm Weitwinkel
+ 18x optisches Zoom
+ gute Bildqualität
+ enorme Möglichkeiten
+ sehr gutes Makro
+ liegt gut in der Hand
+ normale Batterien verwendbar
+ einfache Bedienung
+ 4 Einstellungen speicherbar
+ RAW Daten Speicherung
+ ISO50
+ sehr gutes LCD
+ mechanischer Bildstabilisator

Nachteile:
- langsamer Autofokus
- Farbrauschen bei Gegenlicht
- Akku Ende wird zu spät angezeigt
- keine Fernbedienung
- erhöhtes Bildrauschen ab ISO400

Fazit: Enorme Möglichkeiten mit kleinen Schwächen

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: