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Produkttyp: Olympus Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... Die Sprachen Deutsch / Englisch / Französisch / Spanisch/ Italienisch und Russisch sind schon mit in der Kamera, weitere Sprachen können ... mehr
Rauscharm ist was anderes...
Olympus µ 810

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Olympus µ 810
Datum: 07.06.06
Bewertung:
Vorteile: sehr gute Verarbeitung, flüssige Videos
Nachteile: Rauschverhalten, Auslöseverzögerung
E r f a h r u n g s b e r i c h t
Testkamera: Olympus mju 810
- Allgemeines und Technisches
Seit ich damals die Olympus C-70 in Händen hatte, hat mich Olympus gefesselt. Schicke, kompakte Kameras, mittlerweile auch gute DSLRs - das hat gepasst. Dementsprechend groß waren meine Erwartungen der mju 810 gegenüber. Auf den ersten Blick war ich schon überzeugt; optisch sehr schön, schickes Metallgehäuse, logisch angeordnete Button - aber wie sieht es mit der Technik aus? Kann Olympus den hohen Standard halten?
Die mju 810 ist eine der neuesten Digicams aus dem Hause Olympus. Sie hat tatsächliche 8 Megapixel, welche auf einem 1/1,8-Zoll-CCD abgespeichert werden. Durch den recht großen Chip (wenn man sich mal die Größe der Kamera ansieht…) können ISO-Werte von bis zu 1600 eingestellt werden. In bestimmten Modi sogar ISO 3200 (Modi "Porträt in natürlichem Licht", "Kerzenlicht"). Das TFT-Display ist 2,5 Zoll groß und schafft eine Auflösung von 230.000 Pixeln. Intern kann auf etwa 28 MB gespeichert werden; der Speicher ist durch xD-Karten auf bis zu 1 GB erweiterbar. Die Kameramaße betragen 97 (B) x 56,2 (H) x 22,7 (T) mm bei einem Endgewicht von 155 Gramm.
Als Zoomobjektiv dient ein 3fach Zoom, welches den Brennweitenbereich 7,4 - 22,2 mm (entspricht einem 35 - 105 mm Objektiv bei einer 35-mm-Kamera) abdeckt. Die maximale Blende liegt dabei zwischen 1:2,8 (Weitwinkel) und 4,7 (Tele). Damit ist die mju im Weitwinkelbereich recht lichtstark, braucht im Telebereich aber kräftig Licht, um ansprechende Fotos zu machen. Das digitale Zoom kann bis zu 5fach genutzt werden, jedoch geht hier die Bildqualität komplett flöten. Das Gehäuse der 810 ist spritzwassergeschützt, jedoch nicht wasserdicht.
Der Nahbereich (Naheinstellgrenze) liegt bei 60cm - das ist für eine Kompaktkamera recht viel. Leider. Nahaufnahmen (einfacher Makromodus) sind ab 30 cm möglich, im Supermakromodus kann man bis auf 10cm an das Motiv heran. Das ist nicht wirklich berauschend. Schön aber ist, dass man sich ein Live-Histogramm einblenden kann, um immer über die auftretenden Lichtverhältnisse informiert zu sein.
Manuelle Einstellmöglichkeiten hat man bei der mju 810 leider wenig, dafür aber werden dem Fotografen 20 Aufnahmemotivprogramme mit auf den Weg gegeben: Porträt, Landschaft mit Porträt, Landschaft, Sport, Nachtaufnahme, Nachtaufnahme mit Porträt, Innenaufnahme*, Kerzenlicht*, Selbstporträt, Porträt in natürlichem Licht*, Sonnenuntergang, Feuerwerk, Museum, Speisen, Vitrine, Dokumente, Auktion, Aufnehmen und Auswählen 1*, Aufnehmen und Auswählen 2 sowie Strand & Schnee.
* bedeutet: Bei der Anwendung der BrightCapture Technology wird die Bildgröße reduziert.
Die Kamera hat einen Bildstabilisator, der das Verwackeln nach einer Aufnahme ausgleichen soll - wie sich der Stabilisator im Praxistest gezeigt hat, kannst du weiter unten in Erfahrung bringen. Die maximale Verschlusszeit liegt zwischen 1/1.000 Sekunde bis hin zu einer halben Sekunde, bei einer Nachtaufnahme kann auf maximal 4 Sekunden verlängert werden. Das reicht mir persönlich nicht aus, weswegen ich die mju 810 jetzt schon einmal als reine Einsteiger-Kamera abstempeln möchte.
Im ISO-Automodus wählt die Kamera immer ISO-Werte zwischen 64 und 400, bis zu 3200 ISO aber bei den Modi "Porträt in natürlichem Licht" sowie "Kerzenlicht". Wenn man den ISO-Wert selbst festlegen möchte, kann man folgende Werte finden: 4, 100, 200, 400, 800, 1600 und 3200 (3200 wie gesagt nur in speziellen Modi, nicht in der Programmautomatik!). Der Weißabgleich kann ebenfalls von Hand auf folgende Situationen eingestellt werden: Wolken, Sonnen-, Kunst- und fluoreszierendes Licht 1, 2, 3.
Der integrierte Blitz ist recht stark, kommt im Weitwinkelbereich auf mehr als 5 Meter Reichweite, im Telebereich immerhin noch auf etwas mehr als 3 Meter. Die Leitzahl beträgt 7,5.
Wer viel Serienaufnahmen machen muss, kann mit der mju 810 bis zu 12 Bilder bei 4,2 Bildern pro Sekunden schießen - das ist durchaus brauchbar. Als weitere Zusatzoptionen hat die mju 810 eine integrierte Rauschunterdrückung, die bei mir bei meinen Testaufnahmen aber kaum Anklang gefunden hat, war praktisch wirkungslos.
Die 810er hat integrierte Bildbearbeitungsfunktionen, die da wären: Bildgröße ändern, Beschneiden, Bilddrehung, Schwarz-Weiß, Sepia, Rote Augen entfernen, Rahmen einfügen, Titel einfügen, Kalender einfügen, Layout verändern, Korrektur von Helligkeit und Sättigung.
Videos können geschnitten werden, eine andere Bearbeitung ist nicht möglich. Die Videos an sich werden auch ganz brauchbar, haben zwar nur eine recht kleine Auflösung, werden aber flüssig und scharf, die Vertonung stimmt auch (WAVE-Format).
Die mju 810 ist multilingual. Die Sprachen Deutsch / Englisch / Französisch / Spanisch/ Italienisch und Russisch sind schon mit in der Kamera, weitere Sprachen können über die Software Olympus Master aus dem Internet geladen werden.
Vor allem für Einsteiger interessant: Die Guide-Funktion. Ohne groß immer das Handbuch mitschleppen zu müssen, sind die wichtigsten Hilfetipps bereits in der Kamera integriert und können problemlos abgerufen werden.
- Bildqualität
Die C-70 war damals mit ihren 7 Megapixeln klasse. Rauscharm, schnell, einfach klasse. Die mju 810 musste doch eigentlich noch besser werden… Pustekuchen! Ich muss schon sagen, dass ich von der Kamera bei Innenaufnahmen mehr als enttäuscht bin, das Rauschverhalten ist auch nicht befriedigend und die Schnelligkeit… schnell ist was anderes. Aber der Reihe nach…
Auf einem Hamburger Indoorspielplatz habe ich unter anderem Aufnahmen bei Kunstlicht gemacht sowie schnelle Motive (Kinder können verdammt schnell sein… ;-)) fotografiert. Sobald man in den Sportmodus wechselt, werden die Bilder total verrauscht, dies ist sehr deutlich zu erkennen, die Bildqualität leidet erheblich. Von ISO 1600 oder 3200 rede ich besser erst gar nicht, ISO 800 hat mir echt den Rest gegeben. Wenn man jedoch Outdooraufnahmen bis ISO 400 macht, kann man mit den Bildern durchaus was anfangen.
Die Auslöseverzögerung konnte mich auch nicht überzeugen; vor allem nicht bei sich bewegenden Motiven, wo der Autofokus nachgeführt werden musste. Hier habe ich oft neben dem Motiv gelegen (und ich hatte schon zahlreiche Kompaktkameras, wo dies nicht so war…) und bin zu dem Schluss gekommen, dass die mju 810 technisch zwar gut ausgestattet ist, jedoch keinesfalls als rauscharme Schnappschusskamera anzusehen ist.
Die Farben, das muss man der 810 zu Gute halten, kommen klar und kräftig rüber. Hier musste ich mittels EBV kaum eingreifen.
Aber das Rauschverhalten, das macht echt keinen Spaß mehr!
- Fazit
Wie weiter oben erwähnt: Eine reine Einsteigerkamera mit vielen Motivprogrammen, kaum manuellen Einstellmöglichkeiten, einem schlechten Rauschverhalten bei Innenaufnahmen ab ISO 800 (ISO 400 lässt sich noch korrigieren) und einem zu langsamen Autofokus.
Für einen derzeitigen Onlinepreis von etwa 320 Euro (immerhin 600 DM…) ist die Kamera leider nicht gut genug. Die Verarbeitung ist schon exzellent, aber die Verarbeitung rauscht schließlich auch nicht ;-)
Fazit: Eine reine Einsteigerkamera
| Verarbeitung: | ||
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| Bedienkomfort: | ||
| Ausstattung: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera
- Nicht zu empfehlen!
- Gute 6 Megapixel Cam
- Schicke Spaßknipse
- Kaum was Vergleichbares in der Größe
- Mit dieser Digitalcamera sind wir seit Jahren sehr zufrieden
- Olympus E-PL1 - Fotos gut, Bedienung naja, immer noch günstig.
- Agfa ePhoto 1680, wenige Megapixel mit viel Energie und Nostalgiefaktor
- Sony Alpha NEX-3, sehr gute Bildqualität, kompaktes Gehäuse

