Olympus E-PL5 Kit 14-42
Fotografieren mit Spaß - Olympus E-PL5 Kit 14-42 Digitalkamera

Produkttyp: Olympus Digitalkameras

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Fotografieren mit Spaß
Olympus E-PL5 Kit 14-42

Saron

Name des Mitglieds: Saron

Produkt:

Olympus E-PL5 Kit 14-42

Datum: 02.01.16

Bewertung:

Vorteile: preiswert, hohe Bildqualität, leicht und einfach zu bedienen

Nachteile: nicht wasserdicht

Vor einiger Zeit habe ich angefangen meine Reisen, Wanderungen und Ausflüge im Bild festzuhalten. In der Planungphase habe ich ein Anforderungsprofil erstellt, denn der Markt für Fotoapparate ist sehr groß und nahezu unübersichtlich. Für jeden erdenklichen Zweck gibt es einen speziellen Fotoapparat und einige Fotoapparate lassen sich für fast jeden erdenklichen Zweck einsetzen. Mir war es wichtig eine Kamera zu ergattern, die sowohl leicht zu transportieren ist und sich einfach bedienen lässt. Darüber hinaus wollte ich möglichst große Flexibilität und die Möglichkeit mit unterschiedlichen Objektiven arbeiten zu können. Dann sollte die gesamte Ausrüstung auch nicht viel wiegen, um sie auch wirklich problemlos mitführen zu können. Ein befreundeter Amateurfotograf hat mir bei der Auswahl geholfen und mir die diversen Systeme näher erläutert. Relativ schnell habe ich mich dann für eine Micro Four Thirds Kamera von Olympus entschieden.


+++ Anforderungsprofil +++

Die Olympus PEN E-PL5 Systemkamera erfüllt zu hundert Prozent mein Anforderungsprofil und war zudem preisgünstig. Wer sie sich jetzt zulegen möchte, der profitiert davon das es inzwischen zwei neuere Generationen gibt. Sparfüchse bekommen mit der Olympus PEN E-PL5 Systemkamera viel Qualität für wenig Geld. In der Auflösung unterscheidet sie sich zur aktuellen E-PL7 kaum. Beide Geräte kommen auf ca. 16 Megapixel. Selbstverständlich werden die Sensoren ständig weiterentwickelt, ob unser Auge einen Unterschied problemlos erkennen kann, wage ich anzuzweifeln.


+++ Design +++

Olympus mit mit der PEN-Serie ein großer Wurf gelungen. Der Hersteller ist mit dem Konzept für die Kamera voll auf den Retro-Zug aufgesprungen. Auf den ersten Blick glaubt man ein Relikt der 50er bis 60er Jahre vor sich zu haben. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich der aktuelle Stand der Technik. Bei der E-PL5 kann man das Design sogar noch einmal anpassen, weil sich der Griff abnehmen lässt. Mir gefällt die silberne Version am besten, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Es stehen weitere Farben zur Wahl. Die Objektive passen sich sehr gut dem Design an. Aus meiner Sicht ist die Kamera ein echter Blickfang.


+++ Bildgröße +++

Die maximale Bildgröße ist mit 4608 x 3456 Pixeln bei beiden Kameras exakt gleich. Diese Angabe ist für Einsteiger leider kryptisch. Entscheidend ist für die meisten Anwender der Druck auf Fotopapier, denn man möchte sich über seine Bilder ja freuen. Wenn man einen vernünftigen Ausdruck haben möchte, sollte das Bild mit ca. 62 Dpi gedruckt werden. Das bedeutet für die E-PL5 einen Ausdruck von ca. 184,3 x 138,2 cm. Damit lassen sich die meisten Menschen in Lebensgröße auf Papier bannen. Ob das Wohnzimmer für ein so großes Bild geeignet ist, muss jeder für sich entscheiden. Wenn man in sehr guter Auflösung drucken möchte, wären das bei 152 Dpi ca. 76,8 x 57,6 cm. Diese Größe eignet sich für die meisten Wohnungen deutlich besser. Den Wettlauf um die meisten Pixel gewinnt die E-PL5 auf keinen Fall, aber das muss sie auch nicht, wenn man sich mit den eben genannten Bildgrößen anfreunden kann. Die klassische Bildgröße für das Fotoalbum ist 9 x 13 cm. Die beliebteste Größe bei Bilderrahmen ist DIN A4 was 20 x 30 cm entspricht. Wenn man in aller Ruhe darüber nachdenkt, wird die E-PL5 den meisten Hobbyfotografen völlig reichen. Damit lassen sich wunderbare Familien- und Erinnerungfotos erstellen. Selbst für die Reise und Aufflüge ins Grüne ist sie ausreichend, denn es lassen sich damit schöne Landschaftaufnahmen machen.


+++ Bildqualität +++

Leider übersehen viele Menschen das nicht nur die Daten aus der Kamera für den Ausdruck wichtig sind, sondern auch die Qualität des Druckers und die des Papiers, auf das gedruckt wird. Die Kamera könnte eine noch so hohe Qualität produzieren, wenn man das Bild dann auf normales Papier druckt, wird das Ergebnis niemals zufriedenstellend sein. Gibt man seine Bilder bei einem Dienstleister in Auftrag, zahlt man pro Bild nur wenige Cent und selbst Poster in DIN A4 sind schon für ca. einen Euro zu bekommen. Wer seine Daten den Profis nicht übergeben möchte, weil sie delikat und sehr persönlich sind, sollte für den Druck hochwertiges Glossy-Papier und einen guten Drucker verwenden.

Dem erfahrenen Anwender sei gesagt, dass Rauschen bis einschließlich ISO 3.200 nicht wahrnehmbar ist. Die E-PL5 ist in der Lage Bilder mit ISO 200 bis ISO 25.600 zu erstellen. Beim ISO-Wert geht es grundsätzlich um Licht. Bei einer Kamera ist das die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums, also des Bildsensors. Umso mehr Licht vorhanden ist, desto kleiner kann der ISO-Wert sein, mit dem man ein Bild erstellen kann. Umso dunkler der Raum ist, in dem man fotografiert, desto höher muss der ISO-Wert sein, damit man auf dem Bild nachher etwas erkennen kann. Um schlechte Lichtverhältnisse auszugleichen, kann man einen Blitz verwenden.


+++ Verschlusstyp /-zeit+++

Elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss

Verschlusszeit: 1/4000 - 60 s in 1/3, 1/2, 1 EV-Schritten
Bulb-Modus: Bis zu 30 Minuten
Selbstauslöser: 2 s / 12 s


+++ Belichtung +++

Für die Belichtung stehen diverse Programme und manuelle Optionen zur Verfügung. Einsteiger werden von den 25 Programmen begeistert sein. Vom Portrait, über die Nachtfotografie bis zum Feuerwerk lässt sich eigentlich alles ins beste Licht rücken. 12 Art Filter wie Pop-Art, zartes Sepia und Aquarell geben der Kreativität zusätzlich viel Raum.

Belichtungsreihe:
2 / 3 / 5 Bilder ( +/- 1/3, 2/3, 1 LW-Schritt )
7 Bilder ( +/- 1/3, 2/3 LW-Schritte )

Automatische HDR-Belichtungsreihen:
3 / 5 Bilder ( +/- 2 / 3 LW-Schritte )
7 Bilder ( +/- 2 LW-Schritte )
Für die Erstellung eines HDR Bildes müssen die Bilder, die man mit den HDR-Belichtungsreihen erstellt hat, in einem externen Programm weiterbearbeitet werden. Eine direkte Verarbeitung in der Kamera gibt es nicht! Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil aussieht ist es nicht, denn mit dieser Methode erzielt man die besten Ergebnisse. Große Kosten entstehen auch nicht, denn es gibt für diesen Anwendungsbereich hervorragende Freeware.

ISO Belichtungsreihen:
3 Bilder ( 1/3, 1/2, 1 LW-Schritt )


+++ Bildsensor +++

Typ: 4/3'' Live MOS Sensor
Effektive Pixel: 16,1 Megapixel
Seitenverhältnis & Fläche: 4:3 / 17,3 x 13 mm


+++ Fokussiersystem +++

So wie die Belichtung, kann auch die Fokussierung manuell oder automatisch gesteuert werden, um den Benutzern möglichst viel Gestaltungfreiheit zu gewähren. Für das Kontrast-AF-System ist ein kompatibles Objektiv erforderlich. Das Kit-Objektiv ist selbstverständlich kompatibel! Analoge Objektive müssen manuell fokussiert werden. Der Autofokus ist schnell und lässt auch Bilder von sich bewegenden Objekten zu. Die Fokusbereiche können über das Menü gesteuert werden. Vom einzelnen Messfeld über kleinere Messfeld-Gruppen bis zu 800 Messfeldern sind wählbar. Die Messfelder lassen sich mit einer Gesichtserkennung kombinieren. Die Gesichtserkennung lässt sich sogar noch einmal feiner mit Schwerpunkten justieren. Der AF wird gespeichert wenn Auslöser bis zum ersten Druckpunkt betätigt wird.


+++ Display +++

Schwenkbares LCD - Interaktives Bedienfeld
LCD-Größe: 7,6 cm / 3'' (16:9)
Auflösung: 460.000 Punkte

Dem Display kommt eine besondere Bedeutung zu weil die Kamera keinen Sucher mitbringt. Wer möchte, kann einen nachrüsten, aber sonst fixiert man das was man fotografieren will, mit dem Display. Dieses löst hoch auf und ist selbst bei direktem Sonnenschein gut abzulesen. Auf dem Display kann man alle Einstellungen vornehmen und mit einer Fingerberührung sogar fokussieren und das Bild auslösen. Ich vermisse den Sucher nicht. Als Vorteil empfinde ich, auf dem Display das zu sehen, was später exakt so auch auf dem Bild zu sehen sein wird. Insbesondere wenn man manuelle Einstellungen vornimmt, sind die Auswirkungen sofort sichtbar.

Das Display lässt sich nach oben und unten klappen und sogar so einstellen das man es für Selfies verwenden kann. Gerade wenn man mit einem niedrigen Stativ arbeitet, oder in einer Menschenmenge über Kopf fotografieren muss, hilft das schwenkbare Display sehr.


+++ Lieferumfang +++

Kameragehäuse
M.ZUIKO DIGITAL 14‑42mm 1:3.5‑5.6 II R
Blitz FL-LM1
MCG‑4 Kameragriff
BLS-5 Akku
BCS-5 Akku-Ladegerät
Micro Four Thirds Gehäusekappe (BC-2)
Schultergurt
CB-USB6 USB-Kabel
CB-AVC3 Audio/Video-Kabel
Olympus Viewer 2 Software CD-ROM
Bedienungsanleitung
Garantiekarte


+++ technische Daten +++

Gehäusematerial: Metall
Objektivbajonett: Micro Four Thirds
Prozessor: Typ TruePic VI
unterstützte Speicherkarten: SD, Eye-Fi, SDHC, SDHC/SDXC UHS-I
Akku BLS5 LiIon Batterie
Abmessungen (B x H x T) 110,5 x 63,7 x 38,2 mm
Gewicht: 325 g inklusive Akku und Speicherkarte


+++ Preis +++

neu ab ca. 420,- Euro


+++ Praxistest +++

Ich möchte an dieser Stelle niemanden mit den diversen Einstellungsmöglichkeiten, Menüs und Optionen langweilen, sondern mich auf die wichtigsten beschränken. Wer einfach nur gute Bilder machen möchte und sich nicht mit den Menüs plagen will, kann die Kamera unter so gute wie allen Bedingungen im Auto-Modus verwenden. Das heißt, man drückt nur auf den Auslöser und die Kamera nimmt alle Einstellung selber wahr. Erfahrene Anwender können aber auch alle Einstellungen von Hand vornehmen. Einzelbilder und automatische Bilderserien sind kinderleicht herstellbar. Diverse Programme helfen dem Einsteiger hervorragende Bilder zu fotografieren.

Die Tasten und Wahlräder fühlen sich hochwertig an und sind leicht bedienbar. Olympus hat Jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Kameras und das merkt man dem logischen Aufbau und der Amordung der Tasten und Wahlräder an. Die Druckpunkt findet man intuitiv heraus. Leider ist das Menü nicht ganz so Benutzerfreundlich gelungen. Als ich mit der Fotografie anfing, war ich Einsteiger und bin trotzdem sehr schnell damit klar gekommen, hätte mich aber über weniger Abkürzungen und mehr Text gefreut. Ich habe mir zur Unterstützung ein Buch geholt, aber die Bedienungsanleitung würde auch reichen.

Im Set ist ein 14-42mm Objektiv enthalten, mit dem man eigentlich alle Aufgaben abdecken kann. Ich habe mir zusätzlich weitere Objektive gegönnt, aber wer gut zu Fuß ist, braucht zum Beispiel eigentlich kein Teleobjektiv. Wer sich die Wege sparen möchte, oder ein Tier vor dem Foto nicht aufschrecken möchte, legt sich eins zu. Zu meinen anderen Objektiven werde ich eigene Testberichte verfassen. Das 14-42mm Objektiv stellt sich elektronisch scharf, wenn man den Auslöseknopf etwa zur Hälfte nieder drückt. Mit zwei Tasten kann man bequem automatisch zoomen. Profis steht es aber frei die automatischen Einstellungen teilmanuell oder völlig manuell vorzunehmen. Dazu ist nur eine kleine Anpassung im Menü erforderlich, die sich überalle schnell vornehmen lässt.

Mit einer FlashAir-Karte kann man seine Aufnahmen per WiFi z.B. direkt an das Smartphone senden, um sie dann möglichst schnell in den Social Media zu veröffentlichen. Bei einigen Kits ist die Karte im Lieferumfang enthalten, aber nicht bei allen! Es lohnt sich, den Lieferumfang vor der Bestellung bzw. dem Kauf zu prüfen!

Ich habe mir eine kleine wasserdichte Kameratasche gekauft, um die Kamera überall hin mitnehmen zu können. Leider ist weder das Gehäuse noch das Objektiv für den Betrieb im Regen geeignet. Auf der anderen Seite möchte man auch eher selten bei schlechtem Wetter fotografieren. Unentwegte spendieren der Kamera entsprechendes Zubehör und können mit der richtigen "Verpackung/Plastikhülle" sogar unter Wasser Bilder machen. Ohne die richtige Hülle wäre die Kamera unter Wasser natürlich nicht betriebsbereit, sondern sofort maximal als Briefbeschwerer tauglich. Welche Hülle die Kamera Unterwassertauglich macht, erfragt man am besten den Zubehörhändler des Vertrauens.

Einige Diskussionen von Fotografen wirken befremdlich. So scheiden sich die Geister bei der Frage, ob man einen Bildstabilisator benutzen sollte, oder auch nicht. Bei der E-PL5 kann man das entsprechende Programm im Menü deaktivieren. Insbesondere wenn man mit einem Stativ fotografiert wird ein Bildstabilisator nicht benötigt. Wer den Unterschied im Bild erkennen kann, wird sich über diese Option freuen. Ich habe es probiert und keinen Unterschied feststellen können. Mir stehen aber auch keine Laborgeräte für eine Testreihe zur Verfügung.

Videos lassen sich in Full HD mit 1920 x 1080 Pixel Auflösung drehen. Die Filme haben eine erstaunliche Qualität. Sogar der Ton ist in Ordnung. Seine Grenzen findet der begeisterte Nachwuchsfilmer in der Größe des Datenspeichers. Selber habe ich das Ganze zwar getestet, aber ich nutze diese Form der Aufnahme äußerst selten. Mir bereiten die stehenden Aufnahmen einfach mehr Freude.

Ein Blitz ist im Lieferumfang vorhanden, muss aber aufgesteckt werden. Für kleinere Projekte wie den nächsten Geburtstag ist dieser Blitz völlig ausreichend, aber für anspruchsvolle Aufgaben kann man über einen leistungsstarken externen Blitz nachdenken. Ich fotografiere am liebsten mit natürlichem Licht.

Wer sich mehrere Objektive zugelegt hat, wird sich freuen das der Objektivwechsel schnell und unkompliziert ist. Die roten Punkte auf Objektiv und Gehäuse richtet man aus und schon passt das Objektiv. Mit einem leichten Dreh rastet es im Gehäuse ein und löst sich nur, wenn man den Knopf neben dem Objektiv betätigt.

Als Zubehör empfehle ich einen zweiten Accu. Im Prinzip braucht man den nicht, denn die Acculaufzeit ist sehr gut, aber wenn er ausfällt geht das Leben mit Ersatz weiter. Nichts ist blöder, als wenn die besonderen Momente nicht fotografiert werden können weil der Accu leer ist.

Zum obligatorischen Thema Weißabgleich habe ich mich bislang nicht geäußert, weil ich es für nicht so wichtig halte. Mit jeder Bildbearbeitung kann man den Weißabgleich auch im Nachhinein noch anpassen. Wer das nicht will, findet auch hierzu reichlich Einstellungsmöglichkeiten. Es bleibt einfach kein Wunsch offen.


+++ Fazit +++

Obwohl es bereits neuere Versionen gibt, ist man als Hobbyfotograf mit dieser Kamera sehr gut aufgestellt. Mich überzeugt die Bildqualität und die kompakte Bauweise. Die E-PL5 ist leicht und einfach zu bedienen. Es ist ein Fotoapparat den man wirklich immer dabei haben kann.

Fazit: Empfehlung für preisbewusste Hobbyfotografen

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: