SLR für weniger Reiche ;-)
Olympus Camedia C-8080 Wide Zoom

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Olympus Camedia C-8080 Wide Zoom
Datum: 12.02.05, geändert am 20.03.05 (1480 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr gute Ausstattung, Preis okay, USB 2.0, klasse Bilder, handlich und einfach zu bedienen
Nachteile: langsamer Autofokus
Hamburg, 12.02.2005
Die Firma Olympus versorgt mich mit Testgeräten, die ich nach und nach auf Herz und Nieren durchteste. Dieser Testbericht handelt von der C-8080 Wide Zoom, einer Weitwinkelkamera, die dennoch ein brauchbares Tele hat.
>> Lieferumfang
Im Lieferumfang sind folgende Gegenstände enthalten:
- Die Kamera „C-8080 Wide Zoom“
- Lithium-Ionen-Akku
- Ladegerät
- 32 MB xD Picture Card
- USB-Kabel (circa 125 cm lang)
- Audio/Video-Kabel (circa 145 cm lang) mit Klinkenstecker (kameraseitig) und CINCH-Stecker (Audio/Video getrennt)
- Objektivdeckel
- Ausschnitts-Sonnenblende
- RM-2 Infrarot-Fernauslöser
- Schnellanleitung
- Gedruckte Kurzanleitung (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch)
- Europaweite 1-Jahres-Garantie
- Schultergurt (circa 135 cm lang, 4 cm breit) mit Anti-Rutsch-Auflage
- Kamerasoftware Olympus Camedia Master 4.2 für Windows und für Mac
- Ausführliche Anleitung im PDF-Format auf CD-ROM
- USB-Mass Storage Class-Gerätetreiber für Windows 98 (keine Treiber für Windows 2000/Me/XP sowie MacOS 9.0 oder höher erforderlich)
- Apple QuickTime 5.0 für Windows und Macintosh
- Adobe Acrobat Reader 5.0 für Windows
- Adobe Acrobat Reader 4.0 für Macintosh
Punkte: 9 von 10
>> Preis
627,99 Euro am 12.02.2005 bei www.mundmdiscount.de – ein sicher guter Preis für eine Kamera mit 8 Millionen Pixeln und 5fach optischem Zoom. Ich bin mir sicher, dass dieser Preis nach und nach weiter sinken wird.
Punkte: 8 von 10
>> Technische Details
Die technischen Details bitte direkt von der Herstellerseite www.olympus.de entnehmen.
>> Allgemeiner Eindruck
Die 8080 kam im April 2004 auf den deutschen Markt, kostete damals 1.250 Euro – nun hat sie einen deutlich attraktiveren Preis, der für viele mittlerweile ansprechend sein dürfte. Die 8080 ist eine äußerst griffige und recht einfach zu bedienende Kamera. Das fängt bei den Knöpfen an und hört im Menü auf, was wirklich auch Einsteigern gut gefallen dürfte.
Folgende Auflösungen sind bei der 8080 möglich:
3.264 x 2.448 Pixel
2.592 x 1.944 Pixel
2.048 x 1.536 Pixel
1.600 x 1.200 Pixel
640 x 480 Pixel
Der Sensor ist ein 2/3" RGB-CCD-Chip mit 8 Millionen Pixel. Die Bilder können in drei Formaten gespeichert werden: JPEG, RAW und TIFF. Dabei stehen unterschiedliche Qualitätsstufen zur Verfügung. DPOF wird natürlich unterstützt; so kann die Kamera direkt an einen DPOF-fähigen Fotodrucker angeschlossen werden.
Gespeichert wird hier auf besondere Art. So stehen zwei Slots zur Verfügung, einmal für xD-Karten und einmal für CompactFlash-Karten des Typs I und II – damit können dann auch Microdrives aufgenommen werden. Durch eine an der Kamera angebrachte Taste kann man, ohne die Kamera abzuschalten, zwischen den Karten wechseln und die so unterschiedlich beschreiben.
Die Brennweite der 8080 kann sich sehen lassen. Ein 5fach optisches Zoomobjektiv erlaubt so einige Spielereien. Das Tolle daran: Es ist weitwinklig. Somit wird eine Brennweite von 28 bis 140 mm abgedeckt (im Vergleich zu KB). Zusätzlich kann man das 3fach digitale Zoom aktivieren. Diesen hatte ich aber permanent aus.
Der Schärfebereich liegt bei 80cm bis unendlich, Makros sind im normalen Modus von 20 bis 80 cm möglich, im manuellen Makromodus kommt man bis 5 cm an das Objekt heran. Die automatischen ISO-Werte liegen bei 50-400, manuell kann man folgende ISO-Werte festlegen: 50/80/100/125/160/200/250/320/400. Dabei sind neben der Programmautomatik auch Zeitautomatik und Blendenautomatik sowie manuelle Belichtung anwählbar. Die Belichtungszeiten können hier zwischen stolzen 16 Sekunden und 1/4.000 Sekunden liegen. Bulb-Langzeitbelichtung ist möglich. Auch die Blende kann sich sehen lassen. Im Weitwinkelbereich liegt die Anfangslichtstärke bei F2.4 und im Telebereich bei brauchbaren F3.5. Als Sucher stehen der LCD-Monitor und der LCD-Farbsucher mit Dioptrienausgleich zur Verfügung. Der elektronische Videosucher leistet 240.000 Pixel. Das TFT-Display ist leider nur 1,8“ groß, aber noch ausreichend. Es löst mit 134.000 Pixel auf. Zudem ist es kipp- und schwenkbar, was für viele sicherlich interessant sein dürfte.
Der Blitz der 8080 hat es in sich. Neben den gängigen Funktionen (rote Augen usw.) sind auch Langzeitsynchronisationen auf den ersten und zweiten Vorhang möglich. Hier sind maximal 6 Sekunden Langzeitsynchronisation möglich. Die Blitzreichweite liegt bei maximal 5,30 Meter im Weitwinkelbereich und 3,60 Meter im Telebereich.
Der Selbstauslöser bietet leider nur eine einzige Stufe, das sind dann auch stolze 12 Sekunden. Ab und an muss man also Geduld mitbringen – oder aber fernauslösen über Infrarot.
Videos werden im QuickTimeMotion JPEG-Format „gedreht“. Hier sind folgende Werte von Olympus angegeben: 640 x 480 Pixel (15 Bilder pro Sekunde) oder 320 x 240 Pixel (15 Bilder pro Sekunde) sowie 160 x 120 Pixel (15 Bilder pro Sekunde).
Folgende Belichtungsmessungen stehen zur Verfügung: ESP-Mehrfeldmessung, Spotmessung, Multi-Spot-Messung sowie die mittenbetonte Integralmessung. Serienbilder sind möglich, hier kann ein Bild pro Sekunde (aber maximal 26 Bilder) hintereinander auf die Speicherkarte gebannt werden. Eine Panoramafunktion ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit der Tonaufnahme.
Die Maße der Kamera betragen 124 mm x 84 mm x 99 mm bei einem Gewicht von etwa 660 Gramm ohne Akku und Speicherkarte.
Punkte: 10 von 10
>> Fotos
Ich konnte Fotos in verschiedenen Situationen machen; diese Situationen führe ich nun einmal gesondert auf (Nachtaufnahmen habe ich nicht gemacht, sind aber aufgrund der langen Belichtungszeit von bis zu 16 Sekunden sehr gut realisierbar).
Was für alle Aufnahmesituationen leider gilt: Der Autofokus ist nicht der Schnellste. Somit sind Schnappschüsse mit der 8080 nur bedingt möglich (vorfokussieren ist da recht hilfreich).
-- Außenaufnahmen
Die 8080 von Olympus hat im Prinzip von der Qualität der Fotos her keine Schwäche. Die von mir gemachten Außenaufnahmen hatten eine sehr tolle Farbbrillanz, scharfe Linien und auch im vollen Weitwinkel keine Verzerrungen. Auch unter Einsatz des vollen optischen Zooms bekommt man Bilder noch gut ohne Verwacklungen hin, was sicherlich auch an der Masse der Kamera liegt. Durch die Masse liegt sie äußerst gut in der Hand, das Display dann noch fest an die Nase gedrückt (abwischen kann man später ;-)) und schon hat die Kamera einen ziemlichen stabilen Halt. Das Rauschen beginnt erst leicht merkbar ab ISO 250 bis 300, die ISO-Stufen darunter sind praktisch rauschfrei, sofern mein Auge dies beurteilen konnte.
-- Innenaufnahmen
Innenaufnahmen mit Kunstlicht gelangen dank des sehr guten automatischen Weissabgleiches praktisch genauso gut wie Außenaufnahmen. Die Schärfe war auch hier sehr gut, rauschen ist erst ab ISO 250 festzustellen (und auch da nur leicht, was sich mit EBV locker beseitigen lässt) und die Farbwiedergabe später auf dem Monitor zeigte keine Schwächen, die bei Innenaufnahmen hätten auftreten können.
-- Makroaufnahmen
Okay, ein Supermakromodus wäre hier schön gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. So kann man bis auf 5 cm an das Motiv heran, bevor nicht mehr fokussiert werden kann und die Bilder verschwimmen. Im normalen Modus ist ein Makro von 20 cm bis 80 cm Abstand möglich.
-- Blitzaufnahmen
Vom Blitz, der sich dosieren lässt, bin ich schwer angetan. Egal, ob bei Außen- oder Innenaufnahmen – er hat stets eine gute Figur gemacht, auch im Zusammenspiel mit dem automatischen Weißabgleich. Der Blitz hat eine Reichweite von bis zu 5,30 Meter im Weitwinkelbereich und bis zu 3,60 Meter im Telebereich. Damit ist man schon sehr gut bedient, kann aber einen externen Blitz am Blitzschuh anbringen.
Punkte: 9 von 10
>> Bildübertragung
Sofern man nicht mit einem Kartenlesegerät arbeitet (oder arbeiten möchte), ist die Kamera mittels USB 2.0 sehr schnell dabei. So wird sie auch sofort als Laufwerk erkannt und hat keinerlei Probleme bereitet.
Punkte: 10 von 10
>> Akku
Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku schafft unter Zuhilfenahme des Blitzes (aber ohne Nutzung des TFT´s) etwa 300 Bilder – das ist enorm viel. Damit ist die 8080 eindeutig in die Kategorie „gering Strom verbrauchend“ einzuordnen.
Punkte: 10 von 10
>> Bedienungsanleitung
Eine normale Anleitung liegt ausgedruckt vor, ansonsten findet man
das äußerst umfangreiche Handbuch als PDF auf CD-ROM vor.
Punkte: 10 von 10
+++++ FAZIT +++++
Wer keinen großen Wert auf Schnappschüsse legt, aber unbedingt ohne Konverter im Weitwinkelbereich fotografieren möchte, der wird mit der 8080 von Olympus sicherlich schnell glücklich. Eine sehr gute Ausstattung, eine leichte Menüführung und hervorragende Bilder sprechen für sich.
Gesamtpunktestand: 66 von 70
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera


