Olympus C-50 Zoom
Olympus Camedia C-50 Zoom

Name des Mitglieds: theromer
Produkt:
Olympus Camedia C-50 Zoom
Datum: 26.03.03, geändert am 26.03.03 (2433 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: klein , sinnvolle Bildprogramme, hohe Auflösung
Nachteile: Objektiv nicht sehr lichtstark, ungewöhnliche ISO Stufen
***Handhabung***
Angesichts der Kameragrösse: Gut!
Obwohl die Kamera so klein ist, sind die Bedienelemente ausreichend gross geraten. Ich habe in dieser Hinsicht schon schechteres gesehen - bei viel grösseren Kameras. Die Hauptbedienelemente sind
a) Objektivschutzklappe, die der Ein- bzw. Ausschalter ist.
b) Ein Drehrad auf der Kamerarückseite, über welches das Bildprogramm vorwählbar ist. Davon gibt es 10 - MyModus, P/ASM (Voll-, Blenden- und Verschlusszeitautomatik bzw. manueller Modus), Vollautomatikmodus, Portrait, Portrait vor Landschaft, Landschaft, Nachtaufnahme, Sportaufnahme, Selbstporträt am ausgestreckten Arm, Movieclip.
c) Die Menüsteuerung mittels OK-Taste und 4 Richtungstasten (zum Glück keine 5-Weg Wippe wie bei meiner Sony DSC-F707, deren Druckpunkte sehr ungenau sind).
d) Nicht zu vergessen, der Auslöser mit Zoomhebel drumrum.
e) Bildschirm An-Aus-Taste und
f) 2 Tasten für Blitz und Makro- bzw. Single-Spot Messsmodus.
Insgesamt ein sehr aufgeräumtes Design, alle wichtigen Einstellungen sind schnell zu erreichen (auch deshalb, weil man dort wo es wichtig ist 3 von 4 Optionen der ersten Menüebene für sich frei festlegen kann).
Die oben aufgeführten Bildprogramme sind sehr praktisch, da ca. 90% aller Bildsituationen über das Drehrad direkt eingestellt werden können.
Ausser dem P/ASM und dem "My" Modus sind alle anderen Einstellungen vollautomatisch. Beim "My" Modus kann man sich eine bevorzugte Startsituation der Kamera festlegen - z.B. Blitz an, ISO 160 und Zoom 50 mit niedrigem Kontrast beim Einschalten der Kamera. Es heisst also nur anschalten und losknipsen. Wunderbar!
Nach dem Wegschieben der Schutzklappe wartet man ca. 3 Sekunden, bis das Objektiv ausgefahren und der Bildschirm automatisch angeschalten wurden. Das ist ein guter Wert - die Sony DSC-F707 braucht 2 Sekunden und dies ist das schnellste, das ich bisher
erleben konnte. Natürlich geht es auch ohne Monitor - als Schnappschusskamera ist das auch wichtig, soll doch nicht jeder gleich an den ausgestreckten Armen zum erkennen des Bildschirms sehen, wenn fotografiert wird...
Die Menüstrukturen im Aufnahme- bzw. Wiedergabemodus sind sehr gut und schützen auch ausreichend vor versehentlichem Löschen der Bilder.
Vier Nachteile bei der Handhabung sind erwähnenswert:
1) Da die Kamera so klein ist, muss die Kamera von mir eigentlich mit ausgestreckten Fingern gehalten werden. Trotz der vorgesehernen Griffmulden, kann ich die Kamera nicht mit den Seiten meiner Finger stabilisieren (wie z.B. die Olympus C-4040). So ist die Handhabung zwangsweise wackliger als bei anderen Kameras. Leute mit kleineren Händen - vor allem Frauen - werden dieses Problem nicht haben.
2) Durch das neue Konzept der voreingestellten Modi fehlen mir einige Einstellmöglichkeiten. Zum Beispiel würde ich gerne beim Portrait Modus die Lichtempfindlichkeit einstellen können, was aber nicht vorgesehen ist. Dies geht nur im P/ASM, dem "My" und dem Movie Modus.
3) Irgendwie ist mir (trotz meiner langen Erfahrung vor allem mit Olympus Digitalkameras) nicht ersichtlich wie man in den vordefinierten Bildprogrammen z.B. einstellt, dass der Monitor, oder der Blitz beim Einschalten An bzw. Aus sind. Mal passiert dies, mal das. Verlässlich konnte ich das bisher nicht hinbekommen. Da ich sonst bei jeder meiner bisherigen Kameras sämtliche Einstellungen fand, verstand und auch benutzen konnte, gehe ich hier einfach von einem "Funktionsdesign" Problem aus.
4) Interessanterweise hat sich Olympus im Gegensatz zu den meisten anderen Digitalkameras (auch aus dem eigenen Hause) für ISO Werte von 80, 160 und 320 entschieden. Dies bedeutet also nur eine wirklich brauchbare Einstellung: 80 ist mit der minimal möglichen F2,8 des Objektivs einfach zu dunkel und 320 bringt enormes Bildrauschen mit
sich
. An
dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass im Nachtmodus automatisch ISO 320 gewählt und Streupixel kameraintern nicht effektiv genug herausgerechnet werden. Insofern ist der Nachtmodus eine nette Spielerei, die aber Streupixel enthält.
***Verarbeitung/Komponenten***
Alles in Allem: Klasse!
- Da ich nicht genau sagen kann, welche Teile Metall und welche Kunststoff sind, nenne ich das Design Metall-Finish. Und obwohl ich die Kamera noch nicht runterfallen liess, gehe ich davon aus, dass sie das überstehen würde.
- Vor allem der automatische Objektivschutz ist wichtig, da man die Kamera ob ihrer Grösse beinahe zwangsweise in der Hosentasche transportiert.
- Ein Objektiv mit minimalem F2,8 ist zwar für Olympus keine Meisterleistung, aber dennoch ein guter Wert im Vergleich zur Konkurrenz.
- Der Blitz ist kein Wunderwerk, reicht aber für die gängigen Schnappschusssituationen aus. Ist das Motiv zu nah, wird alles leider etwas zu weiss, was gerade bei Personen ärgerlich ist. Hier ist der "My" Modus hilfreich, da man die Blitzstärke absenken kann.
- Der Lithium-Ionen Akku ist nicht der Kamera zu laden, hierfür gibt es ein externes Ladegerät, welches mitgeliefert wird. Wenigstens scheint es einen eingebauten "Notakku" zu geben, da die Kamera während des Ladens die Einstellungen, sowei Datum und Uhrzeit nicht "vergisst" (ca 3 Stunden lang - über Nacht ohne Akku sind die Einstellungen doch weg). Die Akkulaufzeit scheint mir OK - genaue Tests hierzu muss ich noch durchführen. Grundsätzlich scheint ein Zweitakku empfehlenswert - wie bei allen proprietären Akkusystemen.
UPDATE: Immer noch kann ich keine genauen Daten liefern - eine Restzeitanzeige wie bei Sony fehlt. Immerhin kann ich nun berichten, dass ab der roten "Akku fast leer" Anzeige noch ca. 75 Bilder in höchster Auflösung mit Blitz und eingeschaltetem Monitor IN FOLGE gemacht wer
den können
. Ein nett
er Wert.
- Der LCD-Bildschirm ist klein und ausreichend, wo will man auf einer Winzkamera einen grossen LCD unterbringen?. Aber auch hier setzt Sony die Standards, was LCD-Qualität anbetrifft - die C-50 kann nicht ganz mithalten.
- Das Stativgewinde ist aus Kunststoff, scheint aber auswechselbar zu sein - so wie auch viele andere Gehäsebauteile verschraubt anstatt "verklickt" sind.
- Unter Windows meldet sich die Kamera automatisch als Wechsellaufwerk (Media Storage Class konform) an, so dass man sich die unsägliche "Camedia Master" Software ersparen kann. Photo Impact (das auch beiliegt) habe ich nicht mal installiert - mein Photoshop Elements ist auf jeden Fall besser ;-)
Mac OS-X wird scheinbar unterstützt, Linux Treiber darf man sich selberbasteln...
***Bildqualität***
Alles in Allem: Gut!
- Man darf von einer Winz-Kamera und deren Objektiv keine Wunderdinge erwarten. Vor allem im Vergleich mit minimal F2.0 der Sony DSC-F707 und F1.8 der Olympus C-4040 ist ein minimales F2.8 der C-50 schon traurig. Es bedeutet einfach: Man braucht mehr Licht! Aber im Vergleich zur Konkurrenz der anderen Minikameras ist es gut.
- Obwohl das Bild bei gleichem Motiv grundsätzlich mehr Rauschen aufweist wie bei der Sony DSC-F707, ist doch die Detailzeichnung (z.B. feine Linienmuster) erstaunlicherweise besser als bei der Sony Kamera. Natürlich nur, wenn genug Licht da ist. Eventuell wird bei der Sony schon kameraintern viel heftiger nachbearbeitet und geglättet.
- Bei älteren Olympus Kameras (z.B. C-4040) war die Farbtemperatur immer kühler und die Sättigung geringer als bei anderen Consumer-Kameras. Und obwohl es nicht immer so übersättigt und schnuckelig warm sein muss wie bei der Fujifilm Finepix 6800, so mag ich doch warme, gut gesättigte Bilder wie bei der Sony DSC-F707 - vor allem weil ich ausser für Effekte und Ausbelichtung nicht nachbearbei
te; die Bilder
müssen schon an
sehnlich sein, wenn sie aus der Kamera kommen ;-)
Olympus hat bei der C-50 jedoch nachgelegt und eine Kamerainterne Bildoptimierung spendiert, die zwar immer noch leicht kühle Bilder bringt, die Sättigung wurde jedoch entscheidend verbessert.
Grundsätzlich scheint der Ansatz von Olympus nach wie vor zu sein, qualitativ hochwertige Bilder aus der Kamera kommen zu lassen, selbst wenn dies etwas auf Kosten der Gefälligkeit bzw. des "Boa-Ey! Bunt!" Faktors geht. Meiner Meinung nach ein löblicher Ansatz.
- Bildeffekte wie Sepia, Black&White, Panoramafunkton etc. zähle ich zu technischen Daten und können anderswo nachgelesen werden - aber sie sind vorhanden ;-)
- UPDATE: Autofokus (auch bei Rauch in der Luft):
Da in einem Kommentar gefragt wurde, wie man das versehentliche scharfstellen auf Rauch in der Luft umgehen könne, hier meine Antwort: Ich glaube gar nicht, denn dieses Problem habe ich auch mit anderen Kameras... Ansonsten ist mir aufgefallen dass der Autofokus zwar gut arbeitet, aber im Portraitmodus ab 2,50 m Entfernung aufwärts beinahe völlig versagt - ziemlich blöd an langen Essenstafeln.
5 Millionen Pixel (für den Aufzeichnungsprozess)
CCD mit Grundfarbfilter (RGB)
Metallgehäuse
3fach Zoomobjektiv (entspricht einem 38 - 114 mm Objektiv bei einer 35 mm-Kamera)
Lichtstarkes Zoomobjektiv (f2,8 / 4,8)
Stufenloses 1 bis 4fach Digital-Tele (bis zu 5fach im VGA-Modus)
Programmautomatik, manuelle Blenden- und Belichtungszeitvorwahl, manueller Belichtungsausgleich, Szenen-Programmautomatikmodus und sechs Programme
xD-Picture Card Speichermedium
QuickTime Motion JPEG
USB-Anschluss (AutoConnect
***Fazit***
Eine wunderbare Schnappschusskamera, die beinahe eine eierlegende Wollmilchsau ist.
Dennoch benutze ich sie nur als Ergänzung zu meiner Sony DSC-F707, welche eben in Extr
emsituationen (Nacht
s, Landschaft, optis
cher 4-fach Zoom) besser scheint.
Was mir aber sehr zu denken gibt (also ein grosser Pluspunkt der C-50) ist die geringere Detailauflösung der Sony Kamera. Dies muss ich eventuell mal nicht nur im Zimmer mit einem statischen Motiv, sondern auch draussen testen.
Alles läuft auf eine uneingeschränkte Kaufempfehlung hinaus. Es ist unglaublich, dass eine so kleine Kamera so aufgeräumt, praxisnah und hochwertig verarbeitet daherkommt.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera




