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Produkttyp: Olympus Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... besseres gewohnt. - Prinzipiell kann man einen externen Blitz anschliessen. Aufgrund der nicht standardmaessigen Anschlussbuchse werden da... mehr
Technisch super, aber der Renner ?
Olympus Camedia C-3040 Zoom

Name des Mitglieds: Gadwin
Produkt:
Olympus Camedia C-3040 Zoom
Datum: 24.05.02, geändert am 24.05.02 (582 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Funktionsumfang
Nachteile: Objektiv, Mechanik
Dies ist meine dritte Digitalkamera. Technische Einzelheiten schildere ich nicht im Detail, dazu kann man sich zB auf der Webseite von Olympus informieren.
Auffaellig fand ich folgendes:
- Das Geraet ist angenehm massiv, ist weder besonders klobig noch besonders kompakt, und hat nicht diesen "Fisher-Price Look" wie manche andere Kamera.
- Die Objektiv-Mechanik allerdings wirkt etwas klapprig, und arbeitet eider weder besonders schnell, noch geschmeidig, noch leise. Das nervt gerade beim Einschalten.
- Objektiv: lichtstark, 35 bis 110 mm, deckt wichtige Brennweiten recht gut ab.
- Die Kamera macht gute plastisch wirkende Bilder mit Hang zum Gelbstich bei Kunstlicht (was man jedoch mit manuellem Weissabgleich evtl mildern kann).
- Ueberstrahlen von "helleren" Lichtquellen zB bei Nachtaufnahmen ist etwas unangenehm.
- Die Bedienung finde ich bis auf Details durchdacht.
- Das CCD ist wohl bei schlechtem Licht ziemlich gut. Auf absolut unterbelichteten Aufnahmen, auf denen praktisch *nur* SCHWARZ zu erkennen war, offenbarten sich bei Spreizung des Farbraums mit einer Bildbearbeitungs-SW erstaunlich brauchbare Bilder mit hoechst verblueffenden Details!
- Weniger gut arbeitet das CCD, wenn man auf 400 DIN aufdreht und ange belichtet. Dann hat man ploetzlich bunte Pixel im Bild. Also lieber weniger belichten und nachher spreizen.
- Datenuebertragung per USB (direkt im Dateiexplorer ueber "Wechseldatentraeger") funktioniert schnell und gut, bis auf gelegentliche Aufhaenger der Treibersoftware bei Trennen der Kamera vom Kabel.
- Serienbildmodus bis 5 Bilder, ca 3 pro Sekunde, in jeder Aufloesung. Hierbei wundert mich aber, das man immer MAXIMAL 5 Bilder am Stueck machen kann, selbst wenn man eine kleine Aufloesung waehlt. Das ist mager ! Dafuer gibt es auch ueberhaupt keinen technischen Grund, immer hin gibt es ja genug Pufferspeicher. Sogar meine alte C840 konnte das besser.
Was ich auch nicht vers
tehe, (war bisher bei allen Digicams, die ich in der Hand hatte), warum man trotz Pufferspeicher immer noch eine fuehlbare Zeit warten muss, wenn man gerade ein Bild gemacht hat, und nun schnell ein zweites machen will !
- Man kann kleine Videosequenzen aufnehmen, was aber eher ein nettes Spiel-Gimmick ist, zum Einfangen von Eindruecken gut.
- Kamera nimmt handelsuebliche Mignonzellen, vielleicht im Urlaub ein Vorteil, wenn alle Akkus leer sind (die man extern in einem Wald-und- Wiesen Ladegeraet laedt). Extremer Pluspunkt !
- Der Monitor zeigt selbst bei Kerzenlicht noch klare Bilder und ist ueberhaupt recht brauchbar, sowohl was die Bildqualitaet angeht, als auch den Informationsgehalt. Ich habe allerdings ein gruenes Fehl-Pixel - das nehme ich wohl in Kauf.
- Der manuelle Fokus ist praktisch kaum brauchbar. Man bewegt dazu auf dem Monitor einen Scrollbalken mit den Menuetasten und muss die Entfernung selber schaetzen. Naja etwas besser als "gar nichts".
- Der Stromverbrauch der Kamera erscheint mir ertraeglich - was gut ist, denn zB den Monitor braucht man relativ haeufig - leider nun auch zum Wechseln der Aufloesung oder zum Aktivieren des Serienbildmodus.
- Eine mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung (Selbstportraits) ist gelegentlich ganz "nett".
- Die Ausstattung ist sehr mager. Es fehlt eine Tasche sowie Akkus. Es ist nur eine 16 MB Karte dabei. Es fehlt ein Netzteil. Die mitgelieferte Software ist kaum brauchbar.
Ich darf bei so einem teueren Geraet mehr erwarten; selbst bei einem 200 Mark Scanner ist man da softwaretechnisch besseres gewohnt.
- Prinzipiell kann man einen externen Blitz anschliessen. Aufgrund der nicht standardmaessigen Anschlussbuchse werden dann DM 800 fuer einen passenden Olympus-Blitz faellig, bzw immer noch ueber 100 Mark fuer ein Adapterkabel. Das ist einfach nur Abzocke.
Zusammenfassender Kommentar:
Die bevorzugte Anwendung dieser Kamera ist Objektfotografie, Portrait
s, Landschaftsbilder, oder aehliches. Eigentlich eine Domaene von Spiegelreflexkameras. Man kann viel experimentieren und alles von Hand einstellen.
Nicht optimal geeignet finde ich diese Kamera zum Festhalten von Geschehnissen (Feiern, Hochzeiten, etc), was eigentlich die Domaene fuer Digitalkameras waere. Die Aufloesung kommt dann naemlich sehr oft gar nicht zur Geltung, da ohnehin leicht unscharfe Bilder durch Verwackeln oder Bewegungen des Motivs entstehen.
Ist hier eine praktische Grenze erreicht ?
Dafuer bevorzuge ich dann tatsaechlich immer noch meine "alte" 1,3 MPixel C840L mit Festbrennweite, deren Aufloesung dafuer wirklich bei weitem reicht !
Bevor man also zum Fotoladen rennt - unbedingt ueberlegen, wozu man denn die Kamera hauptsaechlich benoetigt. Fuer "Action" tut es eine kleinere, schnelle Kamera mit einer Aufloesung von 2 MPixel besser (die es allerdings ebenfalls von Olympus jetzt gibt).
Nachtrag (einige Wochen spaeter): Ich habe jetzt mal direkt mit gleichwertigen Geraeten verglichen, und bin dadurch von meiner Olympus noch mehr ueberzeugt. Bei vielen Kameras ist nicht einmal der vernuenftige Download der Bilder moeglich, oder sie haben komische Akkus, die nur fuer das jeweilige Geraet passen. Gerade diese beiden Punkte sind mir aber extrem wichtig. Auch die Bedienung ist bei der Olympus meist besser.
Ausserdem hat sich mittlerweile gezeigt, wie wertvoll das lichtstarke Objektiv ist. Mir gelingen wirklich hervorragende "Available Light" oder Nachtfotografien mit meiner C3040.
Olympus macht anscheinend mit die besten Digital-Kameras.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Digitalkamera

