Olympus Camedia C-300 Zoom
Digitalize me! - Olympus Camedia C-300 Zoom Digitalkamera

Produkttyp: Olympus Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... vergisst. So muss jedesmal die Uhrzeit/Iso-Wert usw. neu eingestellt werden. Einen echten FauxPax hat Olympus mit seinen Speicherkart... mehr

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Olympus Camedia C-300 Zoom

zordak

Name des Mitglieds: zordak

Produkt:

Olympus Camedia C-300 Zoom

Datum: 20.01.03, geändert am 21.01.03 (500 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gute Linse, schnelle Bedienung, großes TFT

Nachteile: keine Akkus dabei, kleine Smart Media Karte, Gehäuse aus Plastik

Erfahrungsbericht: Olympus C-300 Zoom
1. Update: 21. Januar 2003 - 17:11 Uhr

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1. Einleitung
2. Verpackung
3. In der Praxis
4. Ergebnisse (hinzugefügt)
5. Empfehlungen & Tipps
6. Preis

Schlusswort
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1. Einleitung
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Mit dem Weihnachtsgeld habe ich mir vorgenommen davon eine (anständige) Digitalkamera zu kaufen. Nach verschiedenen Test mit einer Sony bzw. der aktuellen Aldi Cam (Traveller bzw. Praktica mit 4 MPIX) bin ich auf einen Test der Stiftung Warentest gestoßen, wo die Olympus C-300 neben vielen anderen Modellen getestet wurde und Platz 2 in der Gesamtwertung belegte. Aus diesem Grund beschloss ich diese Kamera zu kaufen und mir selbst ein Bild (im wahrsten Sinne) davon zu machen und herauszufinden, was dieses 3-Megapixel Modell hergibt. Gesagt, bestellt. Eine Woche später war sie da, allerdings nicht gerade üppig ausgerüstet.



2. Verpackung
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In der Verpackung finden sich folgende Dinge:

- die Kamera
- 4 normale Mignon Batterien (Marke Sanyo)
- ein USB Kabel
- 16 MB Olympus Speicherkarte
- eine kleine Tageschlaufe
- TV Adapterkabel
- Handbuch in mehreren Sprachen (auch in D)



3. In der Praxis
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Ausgepackt und eingestöpselt ist alles sehr schnell, allerdings wirkt die Kamera recht klobig im Vergleich zu meiner kleinen Olympus Analog-Kamera und wiegt mit (4!) Batterien auch mehr. Allerdings sind die Bedienelmente großzügig angebracht, das Display hat eine ausreichende Schärfe und Größe. Insgesamt stehen 6 Knöpfe für die Menünavigation zur Verfügung, die sehr übersichtlich (aber leider nur auf Englisch) ist. Was positiv auffällt ist, dass man auch mit ausgeschaltetem Display fotografieren kann, da ein optischer Sucher mit Dioptrinausgleich mit eingebaut ist.
Das spart nicht nur Strom, sondern in dunklen Räumen auch Nerven. Wie bei Olympus üblich arbeitet der Auslöser in 2 Stunden: leicht Drücken zum Fokussieren (evt. auch zur Spot Messung), festes Drücken zum Auslösen. Was mir weniger gut gefällt ist die Anordnung des Blitzes, der beim Öffner des Objektivschutzes von alleine nach obenschnell und beim Schließen mit der Hand wieder nach untern gedrückt werden muss. Das wirkt meiner Meinung nach recht billig und für das Geld könnte man in diesen Punkt mehr erwarten. Der Objektivschutz ist aber trotz dieser kleinen Unannehmlichkeit eine praktische Einrichtung, da hiermit die Kamera gleichzeitig an und ausgeschaltet wird bzw. in eine Art Standby fällt, je nachdem bis zu welcher Stufe man den Schutz nach rechts zieht. Die Linse ist so vollständig geschützt und fährt erst heraus, wenn der Schutz komplett geöffnet ist. Eine Verschmutzung ist somit gänzlich ausgeschlossen, wenn man bei Fotografieren nicht gerade den Finger drauf hat ;). Zum Zoomen steht ein Kippschalter zur Verfügung, durch den vergrößert und verkleinert wird. Der Clou dabei ist, dass die Linse nicht nach vorn oder nach hinten fährt, sondern lediglich im vorderen (statischen) Teil gezoomt wird. Ich dachte auch zuerst die Kamera wäre kaputt, weil ich es wie gesagt anders gewohnt bin, aber das hat schon seine Richtigkeit. Der optische Zoom geht übrigens bis 2,8x, der digitale bis 2x, es kann also insgesamt eine 10x Vergrößerung erreicht werden, wobei das lediglich einen Sollwert darstellt, da beim digitalen Zoom lediglich interpoliert (=die fehlenden Pixel rechnerisch aufgefüllt) und nicht wirklich gezoomt wird.

Anschlüsse sind 2 Stück vorhanden. Einmal ein USB bzw. Video out Anschluss links an der Kamera versehen mit einem Plastikstopfen, der so ausschaut, als würde er sehr schnell ausleiern zum anderen eine externe Spannungsversorgung von 6,5 Volt, welche allerdings ein Originalnetzteil erfordert. Vergesst es, wenn ihr es mit einem Steckernetzteil für 5
Euro betreiben wollt, er brauch wirklich 6,5 V und nicht 6,0 V (4x1,5V Mignon )wie rechnerisch anzunehmen wäre.
Exponierte Teile (abstehende Teile jeder Art) bilden lediglich die Klappe des Smart Media Karteneinschubs, die man nur öffnen muss um die Speicherkarte zu wechseln und wie vorhin angesprochen der kleine (aber kräftige und ausreichende) Blitz, der beim Anschalten nach oben schnellt.

Das Gehäuse ist gut ausgearbeitet, wirkt allerdings bei näherer Betrachtung etwas billig, da kein Metall, sondern ausschließlich (lackierter) Kunststoff verbaut wurde, der allerdings in eine sehr schöne und vor allem edle Form gebracht wurde. Kratzer sollte man allerdings vermeiden, da gerade die Silberelemente dazu neigen unschön auszusehen.



4. Ergebnisse
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Beinahe hätte ich die Ergebnisse vergessen, aber glücklicherweise haben wir ja viele aufmerksame Leser, die mich drauf hingewiesen haben. Danke ;)

Vielleicht gleich vorweg: Die besten Ergebnisse erzielt man (wie bei analogen Kameras auch) bei Tageslicht in freier Natur und der Sonne im Rücken. Die Belichtungszeit ist so sehr kurz und die Autoeinstellung versucht es meist mit ISO Werten um die 100-200. Die Bilder sind sehr klar und weisen im Gegensatz zur angesprochenen Aldi Kamera keine Schmiereffekte auf. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig, die Farben für meine Begriffe naturgetreu und schön leuchtend. Der Kontrast ist ok. Außenaufnahmen kommen so gut zur Geltung und stellen kein Problem da. Zu meiner Verwunderung werden auch Außenaufnahmen mitten in der Nacht dank des eingebauten Blitzes noch sehr schön und bleiben relativ gut erkennbar, sofern es nicht stockdunkel und ein wenig Licht vorhanden ist. Anders verhält es sich in relativ dunklen und unregelmäßig ausgeleuchteten Räumen mit dem Blitz, wie ich feststellen musste. Hier hat der Helligkeitssensor sichtliche Schwierigkeiten, was sich zum einen in ?Schmiereffekten? in den Bildern zeigt und zum anderen mit
langen Belichtungszeiten verbunden ist. Die Farben wirken teilweise etwas blass. kommt Hier sollte man am besten manuell einen ISO Wert einstellen und ihn auf den Raum einpendeln, bevor man losknipst. Bei allen Dunkelaufnahmen ist vielleicht anzumerken, dass es hier kaum zur sog. Weißrauschen (kleine Weiße striche im Bild) kommt. Hier scheinen Software und Hardware bestens zu harmonieren. Außenaufnahmen ohne Blitz und mit wenig Licht (z.B. von einer Autobahn oder dem Mond) sollte man nur mit einem Stativ durchführen, da die Belichtungszeit locker 2 Sekunden erreichen kann. Dementsprechend sehen dann die gemachten Bilder aus, falls man es ohne Stativ versucht: Verschiebungseffekte und Bewegungsunschärfe. Allerdings gibt das einige schöne Effekte: Straßenlichter werden so zu brennenden Fackeln =) Hier könnte man ein wenig rumexperimentieren, falls einem das zusagt. Einige Bilder sehen nämlich so ganz gut aus.

Die im HQ Modus gemachten Bilder sind in der Regel 400-700 KB groß (1984x1488 Pixel), im SHQ Modus (1984x1488 Pixel) haben sie locker mehr als das Doppelte (ca. 1,4MB - 1,80MB).

Mit einer Batteriefüllung (4x1800 mA) sollte man, wenn man sparsam fotografiert (ohne TFT und ohne Blitz) locker auf mehr als 100 Bilder. Bisher habe ich leider meist unter Extrembedingungen (mit TFT und Blitz im Dunkeln) meine Fotos gemacht, was sich natürlich auf die Akkulaufzeit negativ auswirkt. Also hier ist nach ca. 30-40 Bildern Schluss.

Noch ein kleiner Tipp:
Nützlich hervorzuheben ist vielleicht der Makromodus, mit dem sich auch nahe und kleine Objekte sehr gut ablichten lassen. Wenn Bilder in dieser Dimension chronisch unscharf wirken, sollte man manuell in den Makromodus schalten und so sein glück versuchen. Es hilft meist ;)



5. Empfehlungen & Tipps
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1. Man sollte sich unbedingt ein Akku Ladegerät (z.B. Ultra Quick Plus von Friwo) und 2 Satz =(2x4) NiMH Batterien kaufen, da die Kamera tr
otz ihrer 4 Batteriefächer viel Strom zieht (wie die meisten digitalen Kameras). Es macht sich vor allem bemerkbar, wenn mit Blitz und TFT gearbeitet wird. Daher sollte man unbedingt auf aufladbare Batterien (ca. 1600-2000 mA) setzen und ein Ladegerät mit Refresh bzw. Entladefunktion nutzen, damit die Batterien lange halten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine 1800 mA Batterien (Firma Friwo) nach ca. 40 Minuten leer sind, wenn ich im Dunkeln mit TFT und Blitz fotografiere. Daher sollte man immer einen Reservesatz bereithalten und mit dem Laden immer wechseln.

2. Die beigelegte (Smart Media) Memory Card ist relativ klein mit ihren 16 MB und die Kamera besitzt keinen internen Speicher, daher sollte man sich eine größere Karte zulegen, wenn man nicht alle 10 Minuten zum PC rennen möchte um die Bilder zu übertragen und auf der Karte zu löschen. Ich persönlich besitze eine 128 MB Karte von Toshiba, darauf passen mehr als 60 Bilder in hoher Qualität und über 120 Bilder in mittlerer (normaler) Qualität. Das reicht auch, wenn man in Urlaub fährt. Die Bildqualität kann man bei jedem Bild bestimmen, womit man bei Platzmangel ein wenig ?quetschen? kann. Ich rate allerdings von sog. Billigkarten wie Hama ab, da diese wegen ihres relativ niedrigen Preises und Fertigungsstandes mehr Strom verbrauchen und teilweise Inkompatibel mit bestimmten Kameras sind

3. Man sollte sich unbedingt eine Tasche zulegen um Kratzer im Gehäuse zu vermeiden. Es muss keine Original Olympus Tasche sein, die mit ihren 25 Euro nicht grade günstig ist. Eine einfache mit Gürtelclip(!) aus dem Fotoladen für 5 oder 10 Euro reicht meist.

4. Für alle Tauchfans unter euch. Es gibt ein Unterwassergehäuse für die C-300, mit dem sich schöne Unterwasseraufnahmen machen lassen, ohne dass die Kamera nass wird. Allerdings kostet der Spaß über 300 Euro und lohnt sich nicht für jeden.


6. Preis
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Anfang Januar habe ich diese Kamera zum Preis von kna
pp 350 Euro gekauft. Mittlerweile ist sie aber schon für ca. 330 Euro in diversen Versandhäusern zu haben. Das Zubehör hat ebenfalls noch mal 100 Euro extra gekostet. Darin enthalten die Speicherkarte für 50 Euro, das Ladegerät incl. 4 Akkus (1800mA) für 36 Euro und 4 extra Akkus (2000 mA) für 14 Euro

Summa summarum macht das einen Endbetrag von ungefähr 450 Euro. Nicht jedermanns Sache und ich empfehle jedem, der kein Technikfan ist noch zu warten, bis die Preise auf einem vertretbaren Level angekommen sind.



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Schlusswort
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Danke fürs lesen meiner kleinen Zusammenfassung. Wie sicher einige bemerkt haben verzichte ich hier weitgehend auf das Herumwerfen mit Datenblätterkopien, die ohnehin für jeden auf der Herstellerseite zugänglich sind und meiner Meinung nach keinen praktischen Nutzen haben. Darum verweise ich an dieser Stelle auf Quellen, die weitere Informationen bereithalten und über meine persönlichen Erfahrungen hinausgehen:

www.olympus.de (Homepage des Herstellers)
http://www.digicamfotos.de/4images/categories. php?cat_id=116 (Testbilder der Kamera)

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(c) zordak, Jan 2003 - dieser Artikel ist erschienen unter ciao.com sowie dooyoo.de

Fazit: