Olympus C-2000 Zoom
Zu schade für's Altenteil - Olympus C-2000 Zoom Digitalkamera

Produkttyp: Olympus Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... auf meinen Rechner? Muß ich ins Museum? Das waren meine Vorrteile, bevor ich die Olympus C 2000 Z das erste mal in der Hand hielt..... A... mehr

Zu schade für's Altenteil
Olympus C-2000 Zoom

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

Olympus C-2000 Zoom

Datum: 18.04.02, geändert am 18.04.02 (372 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Handling, Features, Zuverlassigkeit

Nachteile: Stromverbrauch, kein USB

Ok Ok! Sie ist schon älter, was aber keinesfalls gleichbedeutend mit "schlecht" gesetzt werden sollte - eher im Gegenteil. Seit anderthalb Jahren begleitet mich die C-2000 Z eigentlich nur, weil sie bei einem grossen Warenhaus reduziert angeboten wurde (zu einem damals immer noch recht stolzen Preis von umgerechnet 670.- €) aber ich kannte die Kamera bereits aus dem Bekanntenkreis und war von ihr begeistert, als sie noch wesentlich teurer war...Ende vom Lied: Dem Kaufrausch verfallen hab ich die Cam samt optionalem Netzadapter, Akkus und Ladestation plus einer extra 32 MB-SmartMedia Karte mitgenommen - bereut habe ich das bis heute nie, mehr noch, seit dem habe ich meine gute, alte Spiegelreflexkamera mit 35mm Rollfilm nie wieder angefasst, was beweist, dass die Digitalkamera durchaus auch professionelle Kleinbildkameras bis zu einem gewissen Grad ersetzen kann.

Was kann sie überhaupt?
Fast alles, was heutige Spitzenkameras auch können, möchte man sagen - mit kleinen Einschränkungen, versteht sich - die heutige Entwicklung im Elektroniksektor ist verdammt schnell und nichts ist so alt, wie Equipment von gestern, doch zu ihren Fähigkeiten kommen wir gleich, wobei ich mich auf die relevanten und auch interessanten Eckdaten beschränke, alle gebotenen Features - én Detail - aufgeführt würden sicher den Rahmen sprengen.

Lieferumfang:
Neben der Kamera enthält das Paket eine 3,3V / 8 MB SmartMedia Speicherkarte, Anschlusskabel für PC (seriell), RCA-Kabel für TV (AV), einen Tragriemen, eine Fernbedienung, Handbücher und last but not least: Software Suite bestehend aus CamediaMaster (Kamerasoftware für die Übertragung und Verwaltung der Bilder) und Adobe PhotoShop SE (semiprofessionelle Bilbearbeitungssoftware) auf CD. Ich denke nicht, dass diese Kamera heute noch in den Läden steht, daher dient diese Auflistung denjenigen unter Euch, die das gute Stück gebraucht kaufen und sicher gehen wollen, dass auch alles vollständig vorhanden i
st.

Technik & nützliche Fakten
Der CCD-Chip hat eine maximale Auflösung von 2,1 MegaPixel und kann bis zu einer Auflösung vom 1600 x 1200 (SHQ-Modus) hochgefahren werden, standardmässig ist der HQ-Modus auf 1068 x 768 eingestellt, was meiner Erfahrung nach einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Speicherbedarf darstellt. Speichermedium ist eine SmartMedia Karte, die zwischen 8 bis maximal 32 MB fassen kann, achtet darauf, dass ihr beim eventuellen Nachkauf unbedingt eine 3,3 Volt-Karte nehmt, nur solche werden akzeptiert. Speicherformat ist wahlweise JPEG (Standard-Einstellung) und das mittlerweile selten benutzte - aber professionelle - TIFF-Format. Die JPEG-Kompression kann zusätzlich noch in 3 Stufen verändert werden (jedoch nicht im SHQ-Modus), um Speicherplatz zu schinden, das geht aber natürlich auf Kosten der Bildqualität, weswegen ich dazu rate, maximal die mittlere Kompression zu wählen - wenn überhaupt. Die Speicherkarte sitzt - seitlich und gut geschützt - unter einer Abdeckklappe. Unter einer weiteren Klappe gegenüber, befindet sich das Anschlußfeld mit Buchsen für den seriellen Anschluß an den PC nebst den Buchsen für TV-Anschluß und den (optionalen!) Netzadapter. Die Spannungsversorgung besteht aus 4 x 1,5 V AA Mignon Batterien, die unten in die Kamera eingesetzt werden - hierbei empfehle ich dringend den Einsatz von Akkus, da besonders bei extensivem Einsatz des Farb-LCD und/oder Blitz rasch der Saft ausgeht. Akkus sind bei einem ausgesprochen stromhungrigen Gerät, wie der C-2000 Z wesentlich wirtschaftlicher, als Einweg-Batterien. Geeignet sind hierfür passende NiMH, NiCd oder LiIon-Akkus mit mindestens 900 mAH Kapazität.

Bei einer Kamera dieser Preisklasse erwartet man natürlich, dass sie über solche Highlights, wie Zoom, Blitz, Selbstauslöser und Autofocus gebietet...so ist es auch. Der Zoom besteht aus einer Kombination von 3fach optisch und 2,5fach digitalem Zoom, gezoomt wird mittels Wippe und Zeigefinger, wobei der E
ffekt sowohl auf dem Display, als auch im optischen Sucher sichtbar ist. Das Blitzlicht ist zwar fest eingebaut, aber nicht die einzige Möglichkeit seine Mitmenschen zu blenden - eine Buchse für einen externen Blitz gibts auch noch. Die Cam hat mehrere Modi fürs Blitzen, eine Rotaugen-Reduktion fehlt selbstverständlich nicht, muss aber angewählt werden. Fernauslösung kann auf 2 Arten geschehen: entweder per mitgelieferter Fernbedienung oder durch den einstellbaren Selbstauslöser. Zuguterletzt, der Autofocus ist einstellbar von ca. 15 - 20 cm bis unendlich und zeigt (nicht-)erfolgreiche Scharfstellung per LED im Sucher an.

5 Betriebsmodi lassen sich wählen: Setup, Playback, P, A und S. Im Setup lassen sich Grundeinstellungen vornehmen, Playback gibt bereits erfolgte Aufnahmen wieder und bietet begrenzte Editiermöglichkeiten, die Stellungen "P", "A" und "S" dienen zum fotografieren und repräsentieren den Vollautomatik-Modus bis hin zur manuellen Verstellung mit unterschiedlicher Gewichtung von beispielsweise Blende/Verschlusszeit/Helligkeitskorrektur (das aber nur am Rande, sonst hör ich heute nicht mehr mit dem Schreiben auf). Überhaupt lässt sich beinahe alles verstellen und den eigenen Wünschen anpassen, das geschieht vornehmlich über das 4,5 cm Color-Display und einer verständlichen Menüführung, die auch Anfänger sicher nicht überfordert.

Handling
Motivsuche geschieht entweder per Sucher oder stromfressend per LCD-Display, wobei man bei Benutzung des Displays je nach eingestelltem Modus auch noch Feineinstellungen vornehmen kann, was versierte Fotografen sicher freut, für schnelle Schnappschüsse genügt der Sucher. Das Handling an sich geht in Ordnung, die Kamera ist geringfügig grösser, und schwerer als eine Kleinbildkamera und etwas kleiner, als eine gute Spiegelreflex – nervig ist nur der Tragriemen, den die Designer besser woanders hinverfrachten können hätten, ich lasse ihn meistens ab, weil er mir en
tweder ständig vor der Linse herbaumelt oder ich nicht weiß, wohin mit dem Teil. Das Gehäuse ist recht robust und hat in anderthalb Jahren schon den einen oder anderen Knuff klaglos eingesteckt, ohne dass es zu Funktionseinbußen oder gar kompletten Fehlfunktionen kam. Die Datenübertragung zum PC ist dank der langsamen seriellen Anbindung über COM-Port grade bei voller Speicherkarte oft nervtötend lahm...hier hat die Entwicklung die Kamera überholt, heutzutage geht das fix per USB. Erwähnenswert ist beim Handling nur noch der schon oft angeklungene Stromverbrauch, der es notwendig macht, mindestens 1 Ersatzpack Akkus oder Einweg-Batterien dabei zu haben – Display- und Blitzbenutzung verschlimmern den Energiehaushalt entsprechend

Fazit
Kurzum lässt sich sagen, dass ausser nem USB-Anschluss nichts wirklich fehlt, die Fülle ihrer Fähigkeiten ist echt beeindruckend, wie man hier lesen kann - und ich hab Vieles noch nicht erwähnt, weil ich sonst gleich das Handbuch hätte scannen können. Wer ambitioniert ist das Fotografieren auf digitaler Ebene mal auszuprobieren oder einfach ne gute Allround-Kamera sucht, und die Camedia zu nem günstigen Kurs (vermutlich Gebraucht) ergattern kann, der sollte ihr ne Chance geben, auch wenn sie kein modernes Top-Modell ist reicht sie für den Hausgebrauch mehr als aus, selbst semi-professionelle Anwendungen sind damit drin. Alt heisst in diesem Falle wirklich nicht schlecht, sondern allenfalls etwas langsamer und dem Batteriekonsum kann man mit Akkus entgegenwirken, dafür bietet sie eine Fülle von Features, die entdeckt und ausprobiert werden wollen. Auch Einsteiger kommen mit ihr klar, das Handbuch hilft Foto-Neulingen schnell auf die Sprünge und die Bedienung an sich ist kinderleicht.

Fazit: