Olympus C-1000L
Ein gutes Teil - Olympus C-1000L Digitalkamera

Produkttyp: Olympus Digitalkameras

Neuester Testbericht: ... scharfzustellen. Mit einer serienmäßigen C-1000L kann man SmartMedia-Karten bis max. 8 MB nutzen. Es wird aber von Olympus ein U... mehr

Ein gutes Teil
Olympus C-1000L

Franklin+Sesh

Name des Mitglieds: Franklin Sesh

Produkt:

Olympus C-1000L

Datum: 12.10.00, geändert am 22.10.00 (1065 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Spiegelreflex, Objektiv

Nachteile: kein Blitzanschluß

Vor zwei Jahren habe ich mir die C-1000L für 1000 DM gekauft. Sie war damals die erste Spiegelreflex-Digitalkamera, die bezahlbar war. Und da sind wir schon beim ersten Punkt.

Da ich früher mit einer "analogen" Kamera fotografierte, wollte ich beim Umstieg auf Digital auch eine Spiegelreflexkamera (SLR) haben. So bin ich über die C-1000L gestolpert.

Damals gab es auch die C-1400L, welche sich von der 1000er durch die Auflösung unterscheidet. Die 1000er hat 850.000 Pixel (1024 x 768), die 1400er hat 1.400.000 Pixel (1280 x 1024). Ich betreibe meinen Computer mit einer Auflösung von 1440 x 1100 Pixel. So bekomme ich ein Foto der C-1000L auch im Hochformat ganz auf den Bildschirm.

Die C-1400L braucht deutlich mehr Strom als die C-1000L. Mit der 1000er kann man mit guten Akkus ca. 150 - 200 Bilder "schießen", bei der 1400er ist nach ca. 100 Fotos der Tank leer.

Nun aber zur Kamera selbst. Da man beim Anvisieren des Motivs durchs Objektiv sieht, ist hinterher genau das auf dem Foto, was man gesehen hat. Das ist vor allem bei Makroaufnahmen wichtig. Bei den anderen Kameras kann man zwar den Monitor als Sucher verwenden, aber dadurch leeren sich die Akkus rapide.

Bei einer SLR kann man diverse Filter und Zusätze verwenden. So habe ich einen Polfilter, eine selfmade-Nahlinse, einen 1.45-fach Telekonverter und ein 0.42-fach Weitwinkelobjektiv. So kann ich die serienmäßige Brennweite von 50 - 150 mm auf 21 - 218 mm erweitern. Da wir gerade beim Objektiv sind: Das Zoomobjektiv der C-1000L ist von hervorragender Qualität. Die Lichtstärke beträgt 1:2.8 - 3.9 und wird durch den Telekonverter nicht beeinträchtigt. Abschattungen und Randunschärfen sind für die C-1000L Fremdworte.

Die Bildqualität der C-1000L ist für eine 1024 x 768-Punkte-Kamera sehr gut. Das ist größtenteils dem hochwertigem Linsessystem des Objektivs zu verdanken, das eine Auflösung von 150 Linienpaaren/mm (!) hat. Für ganz schnelle Schnapp
schüsse hat die C-1000L zwei sog. Schnellfokustasten, die auf 40 cm oder 2,5 m scharfstellen.

Wo Licht ist, ist auch (im wahrsten Simme des Wortes) Schatten. So läßt sich an die C-1000L kein Zusatzblitz anschließen. Darum ist man auf den eingebauten Blitz angewiesen, der aber sehr kräftig ist. Der Autofokus hat bei schlechten Lichtverhältnissen Schwierigkeiten, scharfzustellen. Mit einer serienmäßigen C-1000L kann man SmartMedia-Karten bis max. 8 MB nutzen. Es wird aber von Olympus ein Upgrade für ältere Olympus-Kameras angeboten. Dann kann man Speicherkarten bis 32 MB verwenden, das Upgrade kostet aber happige 150 DM. Der Zoommechanismus gehört nicht gerade zu den leisersten Vertretern seiner Gattung.

Die Kamerasoftware für das RISC OS-Computersystem ist (typischerweise) sehr leicht zu bedienen. Die Kamera kann sogar vom Computer aus bedient werden. Die Instalation beschränkt sich darauf, die Software auf die Festplatte zu kopieren, was in zwei Minuten geschenen ist.

Fazit: Die C-1000L ist zwar alt aber nicht schlecht. Die Spiegelreflextechnik ist ein riesiger Vorteil und die Bildqualität für die gebotene Auflösung hervorragend. Gebraucht ist die C-1000L für schlappe 300 - 500 DM zu haben.

Fazit: