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Produkttyp: Nikon Digitalkameras
Neuester Testbericht: ... ein oder andere analoge Goldstück für wenig Geld ersteigern können. Bei der automatischen Scharfstellung mit Autofokus-Objektiven kann di... mehr
Alter Besen mit zuschaltbarem Turbo - Nikon D80
Nikon D80

Name des Mitglieds: redleaf
Produkt:
Nikon D80
Datum: 17.03.10
Bewertung:
Vorteile: Verarbeitung, Bildqualität, Preis-/Leistungsverhältni s, Ausstattung, Akkulaufzeit,Analog-Objek tiv-ok
Nachteile: Geschwindigkeit, Rauschverhalten ab ISO 800
Ich habe die D80 nun seit fast 2 Jahren. Dank ihr wurde ich zum "Dauerknipser" 
Nachdem ich monatelang im Internet recherchiert hatte, welche Cam ich mir zulegen sollte, landete ich bei Nikon. Beeindruckt und überzeugt hat mich letztendlich das Gesamtpaket "d80".
Allgemeines:
Ergonomie/Verarbeitung:
Die Cam liegt optimal in der Hand. Das Gehäuse ist gut verarbeitet, die Knöpfe befinden alle an der richtigen Stelle. Lediglich das Griffteil hätte ein wenig mehr "Profil" vertragen können. Bei größeren, schwereren Objektiven im Zusammenspiel mit montierten Blitzgeräten wird die einhändige Haltung doch sehr anstrengend für Ungeübte.
Das Navigationskreuz sitzt rechts optimal in Daumenreichweite, die anderen wichtigen Knöpfe können problemlos mit der linken Hand "on the fly" bedient werden. Weniger praktisch finde ich das monochrome Status-Display. Mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung behilft man sich dann aber trotzdem in der Not.
Das rückseitige FarbLCD verwöhnt dann aber wieder doch ein wenig mit 2,5" Größe und einer Auflösung von 230.000 Pixeln sowie gutem Kontrast als auch einstellbarer Helligkeit.
Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass die Cam auch für Brillenträger gerüstet ist (-2.0 bis +1.0 Dioptrin.).
Optik:
Das in meinem Fall mitglieferte 18-135mm Nikkor-Objektiv bietet zu einem günstigen Preis die beste Allrounder-Funktionalität. Sehr positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, auch analoge Objektive von anno dazumal noch benutzen zu können. So mancher Schnäppchenjäger hat bei Online-Auktionshäusern schon das ein oder andere analoge Goldstück für wenig Geld ersteigern können.
Bei der automatischen Scharfstellung mit Autofokus-Objektiven kann die D80 dank ihrer elf AF-Messfelder fast jedes Motiv erfassen. Auf welches Messfeld die D80 scharf stellt, bestimmt entweder der Benutzer oder die Kamera. Bei der manuellen Wahl kann man allerdings immer nur ein Messfeld anwählen, während die Kameraautomatik auch mehrere Messfelder aktivieren kann.
Blitz:
In Verbindung mit Kurz-/ Normalobjektiven ist der Bordblitz durchaus brauchbar (Leitzahl 13), wenn auch von der Leistung her nicht derart perfekt, dass man auf ihn schwören müsste. Bei größeren Objektiven "steht er sich selbst im Weg", d. h. es kommt zu Abschattungen. Als sehr positiv hervorzuheben ist die Erweiterbarkeit mit externen Blitzgeräten wie z. B. SB-600/SB-900.
Vor allem für Enthusiasten bietet sich hier die Möglichkeit, die "Führungsqualitäten" des Bordblitzes zur Steuerung externer Blitzgeräte per Funk auszunutzen (Master/Slave-Prinzip).
Bildqualität:
Seit Jahren streiten sich "Experten", wieviel Megapixel braucht man wirklich? Die 10.2 der D80 sind für den Alltagsgebrauch absolut ausreichend - für Fotoabzüge diesseits des DIN A4-Formats zumindest ;-). Die Möglichkeit, im Rohdatenformat zu speichern, wird vor allem Jene überzeugen, die von einer kleineren "Kompaktkamera" auf größere Modelle umsteigen. Fotos können problemlos nachbearbeitet werden, ohne an den Originaldaten etwas "herumzupfuschen", und oft kitzelt man dank der guten Bildqualität noch einiges aus Fotos heraus. Die tatsächliche Pixelauflösung von 3.872*2592 findet auf dem CCD-Sensor (23.6 x 15.8mm) durchaus ihre Geltung.
Für das JPG-Format gibt es drei Qualitätsstufen (Fine, Normal, Basic). Nach meinem Dafürhalten sollte man entweder im Fine, Raw - oder kombinierten Modus arbeiten. JA! Man kann sogar automatisch Raw UND Jpg abspeichern (große SDHC-Karten sind von Vorteil!) . Bei ISO-Werten unter 800 verhält sich die D80 durchaus rauscharm.
Akku:
Nach fast 2 Jahren mit der D80 mitsamt Zubehör (qualitativ unterschiedliche Objektive, Blitzgeräte) bin ich nach wie vor begeistert, was alles aus ihr herauszuholen ist. Temperaturen von -20 bis +30 hat sie schon problemlos überstanden. Die Akku-Effizienz ist so gut, dass selbst bei eisiger Kälte kein Unterschied zur Normaltemperatur festzustellen ist. Da ich den Bordblitz nicht ganz so oft nutze, kommt mein Original-Nikon Akku auf mind. 1.500 Bilder (einstellungsabhängig) .
Abschließend ich rate davon ab, "NoName" (für Nikon geeignet)-Akkus zu kaufen!
Gerade eben erst versagte ein solches "NoName"-Produkt nach 1 Jahr seinen Dienst, während der alte Original-Akku munter weiterschnurrt.
Fazit: "Must have" für Spiegelreflex-Einsteiger zum kleinen Preis mit viel Potenzial! Zugreifen !!
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