Nikon Coolpix S52c
Nicht zu empfehlen - Nikon Coolpix S52c Digitalkamera

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Nikon Digitalkameras

Nicht zu empfehlen
Nikon Coolpix S52c

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Produkt:

Nikon Coolpix S52c

Datum: 14.09.08

Bewertung:

Vorteile: schick, klein und leicht, großes Display

Nachteile: schlechte Bildqualität, Stabi arbeitet kaum merkbar

Die Nikon S52c kam im April 2008 auf den Markt. Ein 3" Display, VR-Stabilisierung (auch bei Videos) und 9Megapixel sollten das Fotografenherz höher schlagen lassen - letzten Endes war ich aber froh, die S52c nur zum Testen da zu haben. Hätte ich sie mir gekauft, würde ich mich entweder noch heute ärgern oder aber die Kamera bereits wieder verkauft haben. Aber der Reihe nach.

Die 9 Megapixel müssen mit einem 1/2,5" RGB-CCD-Chip zurecht kommen. Dies beutet eine maximale Auflösung von 3.456 x 2.592 Pixeln. Gespeichert wird im JPEG-Format, RAW ist leider nicht möglich. Videos werden im QuickTime-Format abgespeichert. Wer seine SD-Karte nicht zur Hand hat, der kann auf 38MB internen Flashspeicher zurückgreifen. Für ein paar Bilder ist das dann brauchbar, aber 38MB sind ja echt nicht die Welt. Der Akku (730 mAh stark) schafft etwa 280 Bilder - das ist nicht sonderlich viel. Da Nikon aber auf einen optischen Sucher verzichtet hat, geht das natürlich an die Akkureserven.
Die S52c hat ein 3fach optisches Zoomobjektiv, was eine Brennweite von 38-114mm abdeckt. Zusätzlich kann ein 4faches Digitalzoom hinzu geschaltet werden. Die 38mm Anfangsbrennweite sind alles andere als interessant, zu viel für ein "normales" Weitwinkel. Der Schärfebereich liegt bei 30cm bis unendlich, ein manueller Fokus kann auf Wunsch aktiviert werden. Jedoch hat man ansonsten recht wenige Möglichkeiten, aktiv in die Fotografie einzugreifen (es stehen einige Motivprogramme zur Verfügung wie Porträt, Landschaft, Sport/Action, Strand/Schnee, Feuerwerk, Nachtaufnahme und 9 weitere). Lediglich die Programmautomatik steht zur Verfügung, Blende und Zeit (automatisch sind 1/2000 Sekunden bis 4 Sekunden möglich) sind nicht von Hand festzulegen. Nahaufnahmen sind ab 4cm möglich, das ist auch nicht berauschend. Wo wir auch beim Thema "Rauschen" wären. Im Automatikmodus werden ISO-Werte zwischen 100 und 800 ausgewählt, manuell sind bis ISO 3200 möglich bei reduzierter Auflösung.
Auch die Lichtstärke kann nicht sonderlich überzeugen; bei 38mm liegt die Blende bei 3,3 im Telebereich dann bei 4,2.

Wie schon bei der P80 hat Nikon viel Wert auf Internationalität gelegt und eine Menge Menüsprachen zur Verfügung gestellt (Tschechisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Finnisch, Französisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Holländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Thailändisch und Chinesisch).
Die Maße betragen schlanke 98 mm x 59 mm x 21 mm (BxHxT) bei gerade mal 140 Gramm Gewicht. Das Gehäuse ist aus Metall.

Im Lieferumfang enthalten sind standardmäßig neben der Cam:
EN-EL8 (Li-Ion)-Akku
Netzgerät
Netzgerät EH-63
Videoanschlusskabel
USB-Anschlusskabel
AV-Kabel EG-CP15, USB-Kabel UC-E13
Trageschlaufe
Kamerasoftware Nikon PictureProject für Windows (XP/oder höher) und für Macintosh (System X/oder höher)

Fotoqualität
Tja, die Fotoqualität. Die Nikon S52c hatte mich interessiert, da ich zuvor noch keine Kompaktkamera von Nikon da hatte, welche mit dem beliebten VR-Stabilisator ausgerüstet wurde. So war ich natürlich mehr als neugierig - und wurde bitter enttäuscht.

Die Fotos werden (auch bei Tageslicht) oft unnatürlich; Farben sind zu hell, Gesichter zu blass, oftmals treten seltsamerweise Unschärfebereiche im Bild auf, die ich mir echt nicht erklären konnte. Es war genug Licht da, das Motiv "hat sich nicht bewegt" - und dennoch wurden die Bilder nicht wirklich knackscharf, wie ich es mir erhofft hatte - zahlt man hier den Tribut, dass es keine manuellen Einstellmöglichkeiten in Sachen Zeit und Blende gibt? Auch die Auslöseverzögerung erschien mir als recht lang. Vom VR-Stabilisator war ich dann auch noch enttäuscht - eine Stabilisierung konnte ich irgendwie hier nicht bemerken (im Vergleich zur P80, wo der VR gut funktionierte).
Die Aufnahmen rauschen schon bei ISO400 merklich, was aber am PC noch einigermaßen behoben werden konnte. Aber auch hier war ich mehr enttäuscht als angetan.
Makroaufnahmen werden auch oft unscharf; der Mindestabstand von 4cm macht Makroaufnahmen eh uninteressant für mich, aber wenn im Makromodus die Belichtungszeit auf 1/25s geht, dann braucht man schon ein Stativ - und das bei einer so kleinen Knipse.

Die Serienbildfunktion ist eher lachhaft, denn maximal 1,6 Bilder pro Sekunde ist doch wirklich nicht mehr up to date!
Die Verwacklungswarnanzeige setzt sehr früh ein, aber der nicht so gut funktionierende Stabilisator kann's kaum ausgleichen.

Die D-Lighting-Technologie zur kamerainternen Ausgleichung zwischen hellen und dunklen Bildbereichen funktionierte -wie schon bei der P80- ziemlich gut. Ein Pluspunkt für die S52c. Auch die Gesichtserkennung mit automatischer (!) Scharfstellung auf die Augen klappte meist gut, sofern man keine Mützen / Hüte trägt. Diese werden dann gern mal als weiteres Gesicht gewertet...
Ich muss wirklich sagen, dass die S52c in Sachen Fotoqualität allenfalls Mittelmaß erreicht. Ich habe kaum ein schönes Bild mit ihr hinbekommen.

Videoqualität
Videos werden brauchbar, aber gut werden sie nicht. Im AVI-Format sind maximal 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde möglich; schön ist die Funktion, direkt Schwarz/Weiß-Videos zu machen.
Angenehm: Die Videos werden ebenfalls optisch stabilisiert - das kann nicht jede Kamera mit internem Stabi!

FAZIT
Die S52c hat mich echt enttäuscht. Hätte die P80 auch so schlecht abgeschnitten, würde ich wohl nie wieder eine kompakte Nikon in die Hand nehmen. Die P80 war aber besser, sodass ich noch Hoffnung habe. Die S52c -> Finger weg!


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Achtung, ein Hinweis an alle kritischen Leser, die ich nun eventuell verstimmt habe: Es handelt sich hier um meine persönlichen Erfahrungen - ich teste die Hardware in Livesituationen, soll heißen: Ich knipse keine Testkarten ab oder mache Benchmark-Tests. Das können weiterhin die Redakteure der "Fachmagazine" machen. Wer meinen Bericht als "unsinnig" abstempelt - kein Problem, damit kann ich gut leben :-)
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Fazit: Nicht zu empfehlen

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Ausstattung:    
Bildqualität:    
Akkulaufzeit: