Nikon Coolpix S10
Nikon muss noch lernen...
Nikon Coolpix S10

Name des Mitglieds: digicamclub.de
Produkt:
Nikon Coolpix S10
Datum: 10.12.06
Bewertung:
Vorteile: 10fach Zoom, VR-Technik, zoomen in Videos möglich, einfache Bedienung
Nachteile: Rauschen ab ISO 400 zu hoch, ISO 800 ist tödlich, flaue Bilder ab 8fach Zoom
Erfahrungsbericht
Hersteller: Nikon
Modell: S10
Erschienen: September 2006
Tester: Marc Thomalla
Datum: 10.12.2006
Nikon ist mit der im September 2006 erschienenen Kamera weiter in den Bereich der Megazoom-Kameras eingedrungen und stellt mit der S10 ein 10fach Zoom Modell vor, welches mit der VR-Technik (VR steht für Vibration Reduction) ausgestattet ist. Der Betrieb mit dem VR-Bildstabilisator entspricht einem Gewinn von 3 Blendenstufen (achtfach längere Verschlusszeit). Bisher kam der VR-Bildstabilisator in den neuesten Objektiven von Nikon für die digitale Spiegelreflexfotografie vor, daher war ich sehr gespannt, wie sich der Stabilisator in einer Kompaktkamera verhält.
Nikon´s S10 ist Anfang Dezember 2006 für mindestens 325 Euro erhältlich, was für ein Modell mit 10fach optischem Zoom und VR-Technik durchaus okay ist. Die S10 leistet 24 Bit bei folgenden möglichen Auflösungen: 2.816 x 2.112, 2.048 x 1.536, 1.024 x 768 Bildpunkte sowie 640 x 480 Pixel. Der Sensor ist ein 1/2,5" CCD-Chip mit 6 Megapixel. Der interne Speicher beträgt 16 Megabyte, das ist recht viel, aber aufgrund der heutzutage großen Speicherkarten wird wohl keiner auf den internen Speicher zurückgreifen müssen. Die USB-Schnittstelle zur Bildübertragung ist im Standard 2.0 –also ausreichend schnell, wenn man mal keinen Kartenleser zur Hand hat. Ansonsten hat die S10 einen Anschluss für ein Netzgerät, einen PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar) sowie einen Audioausgang. Der Akku ist ein 1.100 mAh; 3,7 V Lithium-Ionen-Akku, Typ EN-EL5. Das Netzgerät ist nur optional erhältlich, ein Ladegerät für den Akku wird natürlich mitgeliefert. Die Ladezeit beträgt rund 3 bis 4 Stunden. Es lassen sich rund 250-300 Aufnahmen mit einer Akkuladung machen.
S10 – dreh dich!
Die S10 (im schicken Metallgehäuse) fällt extrem auf. So kann (muss) man doch das Objektiv um 180° drehen, sodass man auch sehr außergewöhnliche Blickwinkel abdecken kann. Durch die Drehung bekommt die Kamera eine sehr gute Ergonomie für das Handling, man hält sie sehr sicher und kann auch so Verwacklungen vermeiden. Aber die Kamera ist ansonsten recht klobig gebaut, auf keinen Fall eine Hemdtaschenkamera, in die Hose passt sie vielleicht noch. Doch wer ein 10fach Zoom haben möchte, muss Abstriche machen. Ansonsten ist die S10 nämlich sehr gut verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Die S10 schluckt SD-Karten, ich hatte eine mit 2GB von Transcend im Einsatz, diese wurde anstandslos angenommen.
Das Menü – sehr gut verständlich
Die Menüführung ist gut. Sie könnte in einigen Bereichen schneller sein, doch wenn man weiss wo man hin navigieren muss, dann ist die Bedienung der Nikon S10 gut gelungen. Das Menü lässt sich auf dem 2,5“ TFT-Display sehr gut ablesen, was wohl auch an der Darstellung mit stolzen 230.000 Bildpunkten liegt. Jedoch spiegelt das Display etwas mehr als bei anderen Kameras die ich zuletzt hatte, was in hellem Tageslicht manchmal etwas gestört hat.
10fach Zoom mit VR – klasse?
Das 10fach optische Zoomobjektiv (38mm – 380mm) arbeitet schnell und relativ leise. Die VR-Technik wird von Nutzern sehr gelobt, bei der S10 jedoch stößt man im Extrembereich (ab ca. 8fach Zoom) an seine Grenzen. Panasonic hatte hier mit seinem Bildstabilisator mehr überzeugen können. Auch ist die Bildqualität im größeren Zoombereich längst nicht mehr so gut. Die Bilder werden ab einem Zoombereich von etwa 8fach leicht matschig und blass in den Farben. Auch habe ich den Eindruck, schneller zu verwackeln als damals noch mit einer Panasonic FZ2 oder FZ10. Und das waren immerhin ältere Modelle.
Der Schärfebereich der S10 liegt bei 30cm bis unendlich, bei Makroaufnahmen muss ein Mindestabstand von 4cm gewahrt bleiben.
Die Schnelligkeit des Zooms kann überzeugen, die Abbildungsleistung nur bis etwa 7fach, danach wird’s eher mittelklassig.
Weitere technische Einzelheiten
Zum Rauschverhalten der S10 komme ich später, aber hier schon einmal die möglichen ISO-Werte: 50/100/200/400 und 800. Diese sind manuell anwählbar. Die Belichtungssteuerung erfolgt ausschließlich über Programmautomatik. Manuelles Eingreifen ist leider nicht möglich. Die Blende hat eine Anfangslichtstärke von F/3.5, das ist okay, kann aber auch hier mit Panasonic nicht mithalten. Die manuelle Belichtungskorrektur geschieht +/- 2 in 1/3 Stufen, das ist Standard.
Auf einen optischen Sucher muss man leider gänzlich verzichten (ich erwähnte ja schon das leicht spiegelnde Display…).
Der Selbstauslöser löst entweder nach 3 Sekunden oder nach 10 Sekunden aus, andere Zeiten kann man hier nicht einstellen.
Nette Extras inklusive
Auch die S10 besitzt verschiedene Programme für bestimmte Situationen. Da wären Porträt, Landschaft, Sport/Action, Porträt bei Nacht, Party/Innenaufnahmen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Dämmerung, Nachtaufnahme, Nahaufnahme, Museum, Feuerwerk, Dokumentkopie sowie Gegenlicht. Ein manueller Weißabgleich für die unterschiedlichen Lichtverhältnisse ist natürlich möglich.
Die Serienbildfunktion ist nicht ganz so schnell, es sind lediglich 1,6 Bilder pro Sekunde möglich, da auch nur maximal 5 Bilder in Folge, wenn sie mit hoher Auflösung fotografiert werden sollen. Nikon hat auch eine BSS-Funktion mit an Bord. BSS steht für „Best-Shot-Selector“, hiermit kann man automatisch die schärfsten Bilder aus einer aufgenommenen Bildserie herausfinden und filtern.
Der VR-Stabilisator lässt sich auch abschalten. Dann erscheint ein kleines Symbol auf dem Display, wenn der Auslöser halb durchgedrückt ist, sodass man gewarnt wird, wenn zum Beispiel die Verschlusszeit zu lang ist.
Dann bietet Nikon noch die „D-Lighting-Technologie“ zur kamerainternen Ausgleichung zwischen hellen und dunklen Bildbereichen, wobei ich die Bilder anschließend als zu hell empfand.
Ein Porträt-Autofokus mit Gesichtserkennung zur automatischen Scharfstellung auf die Augen des Motivs ist auch vorhanden und zeigte enorm gute Ergebnisse.
Die integrierte Diashow-Funktion Pictmotion von muvee ermöglicht die Bildwiedergabe auf innovative, unterhaltsame Weise. Man wählt die gewünschten Bilder, einen Stil und die passende Hintergrundmusik aus. Fünf Musikstücke sind bereits vorinstalliert und beliebige weitere können per SD-Karte importiert werden. Die animierte Pictmotion-Präsentation für die Wiedergabe auf dem Kameramonitor oder einem Fernseher wird automatisch erstellt.
Ein beRAUSCHENdes Erlebnis? Die Bildqualität im Detail!
Die beste Technik reicht manchmal einfach nicht aus, um aus einer im Preis fairen Kamera die eierlegende Wollmilchsau zu machen. Zuerst einmal zu den positiven Eigenschaften der S10.
Die Bilder werden, sofern man maximal 7fach optischen Zoom verwendet, sehr frisch in den Farben, haben eine gute Zeichnung und werden bei guten Lichtverhältnissen auch schön scharf. Wenn man jedoch mehr zoomt, dann werden die Bilder meist flau in den Farben und verlieren stark an Zeichnung. Man kann dann definitiv nicht mehr von sehr guten Bildern sprechen, was mich schon ein wenig enttäuschte. Der Stabilisator gefällt mir dann auch nicht mehr so gut wie noch bei weniger Zoom, sodass ich hier ehrlicherweise Panasonic den Vortritt lassen muss, deren Bildqualität ist bei vollem Zoom (und das ist derzeit immerhin 12fach) einfach besser.
Jedoch hat die S10 beim Thema Bildrauschen bis IS0 200 locker die Nase vorn, ab IS0 400 wird’s dann leicht rauschig, sodass man definitiv schon mit einem Entrausch-Programm aktiv werden sollte. Auf ISO 800 hätte Nikon besser verzichten sollen, das ist keine gute Werbung. Enorm verrauscht betrachtete ich die ISO 800 Bilder auf unterschiedlichen Monitoren. Das Blöde ist, dass in der ISO-Automatik sehr schnell ISO 400 oder sogar ISO 800 gewählt wird, sodass spontane Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen nachbearbeitet werden müssen, sofern sie denn noch zu retten sind.
Ehrlich gesagt hätte ich mir mehr von der S10 in punkto Bildqualität erhofft, sodass ich sie hier nur im Mittelmaß ansiedeln würde, sofern man auch den vollen Zoombereich regelmäßig nutzt.
Und…. Action! Die Video-Sequenzen
Zugegeben, ist teste nur ungern Video-Sequenzen, da ich selbst so gut wie nie Videos drehe mit einer Digicam. Auf einer der größten amerikanischen Internetseiten zum Thema digitale Fotografie musste ich allerdings von zahlreichen Usern lesen, dass sie mit der Video-Funktion der S10 nicht zufrieden sind. Ich bot meine Hilfe an und hatte auch ein Test-Video gemacht in etwas schlechterem Licht, wie es angefordert wurde. Und ich muss auch hier sagen: Nikon zeigt hier hoffentlich nicht das Beste, was sie können, denn ansonsten wäre der Video-Modus ebenso unnütz wie Kippfenster in U-Booten.
Zwar ist es möglich, während der Aufnahme zu zoomen (aber maximal gefühlt 3fach, mehr ist nicht drin), jedoch funktioniert die digitale Bildstabilisierung nicht wirklich gut, der Ton rauscht (also nicht nur die Bilder ab ISO 400…) und die Qualität erinnert eher an eine 50€-Videocam vom Billigmarkt.
Die Aufnahmedauer ist abhängig von der SD-Karte, intern begrenzt Nikon nicht. Video-Sequenzen werden im AVI-Format gedreht, mit 30 oder 15 Bildern pro Sekunde.
Deal or no deal?
Für den Preis von derzeit mehr als 300 Euro würde ich nicht zur S10 raten. Sie hat Schwächen ab einem 8fachen Zoombereich, die Videos sind nicht wirklich brauchbar und mal so eben einstecken kann man die Kamera auch nicht, dafür ist sie dann doch zu groß.
Nikon ist sicherlich auf dem richtigen Weg, aber da noch längst nicht angekommen.
Hersteller: Nikon
Modell: S10
Erschienen: September 2006
Tester: Marc Thomalla
Datum: 10.12.2006
Nikon ist mit der im September 2006 erschienenen Kamera weiter in den Bereich der Megazoom-Kameras eingedrungen und stellt mit der S10 ein 10fach Zoom Modell vor, welches mit der VR-Technik (VR steht für Vibration Reduction) ausgestattet ist. Der Betrieb mit dem VR-Bildstabilisator entspricht einem Gewinn von 3 Blendenstufen (achtfach längere Verschlusszeit). Bisher kam der VR-Bildstabilisator in den neuesten Objektiven von Nikon für die digitale Spiegelreflexfotografie vor, daher war ich sehr gespannt, wie sich der Stabilisator in einer Kompaktkamera verhält.
Nikon´s S10 ist Anfang Dezember 2006 für mindestens 325 Euro erhältlich, was für ein Modell mit 10fach optischem Zoom und VR-Technik durchaus okay ist. Die S10 leistet 24 Bit bei folgenden möglichen Auflösungen: 2.816 x 2.112, 2.048 x 1.536, 1.024 x 768 Bildpunkte sowie 640 x 480 Pixel. Der Sensor ist ein 1/2,5" CCD-Chip mit 6 Megapixel. Der interne Speicher beträgt 16 Megabyte, das ist recht viel, aber aufgrund der heutzutage großen Speicherkarten wird wohl keiner auf den internen Speicher zurückgreifen müssen. Die USB-Schnittstelle zur Bildübertragung ist im Standard 2.0 –also ausreichend schnell, wenn man mal keinen Kartenleser zur Hand hat. Ansonsten hat die S10 einen Anschluss für ein Netzgerät, einen PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar) sowie einen Audioausgang. Der Akku ist ein 1.100 mAh; 3,7 V Lithium-Ionen-Akku, Typ EN-EL5. Das Netzgerät ist nur optional erhältlich, ein Ladegerät für den Akku wird natürlich mitgeliefert. Die Ladezeit beträgt rund 3 bis 4 Stunden. Es lassen sich rund 250-300 Aufnahmen mit einer Akkuladung machen.
S10 – dreh dich!
Die S10 (im schicken Metallgehäuse) fällt extrem auf. So kann (muss) man doch das Objektiv um 180° drehen, sodass man auch sehr außergewöhnliche Blickwinkel abdecken kann. Durch die Drehung bekommt die Kamera eine sehr gute Ergonomie für das Handling, man hält sie sehr sicher und kann auch so Verwacklungen vermeiden. Aber die Kamera ist ansonsten recht klobig gebaut, auf keinen Fall eine Hemdtaschenkamera, in die Hose passt sie vielleicht noch. Doch wer ein 10fach Zoom haben möchte, muss Abstriche machen. Ansonsten ist die S10 nämlich sehr gut verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Die S10 schluckt SD-Karten, ich hatte eine mit 2GB von Transcend im Einsatz, diese wurde anstandslos angenommen.
Das Menü – sehr gut verständlich
Die Menüführung ist gut. Sie könnte in einigen Bereichen schneller sein, doch wenn man weiss wo man hin navigieren muss, dann ist die Bedienung der Nikon S10 gut gelungen. Das Menü lässt sich auf dem 2,5“ TFT-Display sehr gut ablesen, was wohl auch an der Darstellung mit stolzen 230.000 Bildpunkten liegt. Jedoch spiegelt das Display etwas mehr als bei anderen Kameras die ich zuletzt hatte, was in hellem Tageslicht manchmal etwas gestört hat.
10fach Zoom mit VR – klasse?
Das 10fach optische Zoomobjektiv (38mm – 380mm) arbeitet schnell und relativ leise. Die VR-Technik wird von Nutzern sehr gelobt, bei der S10 jedoch stößt man im Extrembereich (ab ca. 8fach Zoom) an seine Grenzen. Panasonic hatte hier mit seinem Bildstabilisator mehr überzeugen können. Auch ist die Bildqualität im größeren Zoombereich längst nicht mehr so gut. Die Bilder werden ab einem Zoombereich von etwa 8fach leicht matschig und blass in den Farben. Auch habe ich den Eindruck, schneller zu verwackeln als damals noch mit einer Panasonic FZ2 oder FZ10. Und das waren immerhin ältere Modelle.
Der Schärfebereich der S10 liegt bei 30cm bis unendlich, bei Makroaufnahmen muss ein Mindestabstand von 4cm gewahrt bleiben.
Die Schnelligkeit des Zooms kann überzeugen, die Abbildungsleistung nur bis etwa 7fach, danach wird’s eher mittelklassig.
Weitere technische Einzelheiten
Zum Rauschverhalten der S10 komme ich später, aber hier schon einmal die möglichen ISO-Werte: 50/100/200/400 und 800. Diese sind manuell anwählbar. Die Belichtungssteuerung erfolgt ausschließlich über Programmautomatik. Manuelles Eingreifen ist leider nicht möglich. Die Blende hat eine Anfangslichtstärke von F/3.5, das ist okay, kann aber auch hier mit Panasonic nicht mithalten. Die manuelle Belichtungskorrektur geschieht +/- 2 in 1/3 Stufen, das ist Standard.
Auf einen optischen Sucher muss man leider gänzlich verzichten (ich erwähnte ja schon das leicht spiegelnde Display…).
Der Selbstauslöser löst entweder nach 3 Sekunden oder nach 10 Sekunden aus, andere Zeiten kann man hier nicht einstellen.
Nette Extras inklusive
Auch die S10 besitzt verschiedene Programme für bestimmte Situationen. Da wären Porträt, Landschaft, Sport/Action, Porträt bei Nacht, Party/Innenaufnahmen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Dämmerung, Nachtaufnahme, Nahaufnahme, Museum, Feuerwerk, Dokumentkopie sowie Gegenlicht. Ein manueller Weißabgleich für die unterschiedlichen Lichtverhältnisse ist natürlich möglich.
Die Serienbildfunktion ist nicht ganz so schnell, es sind lediglich 1,6 Bilder pro Sekunde möglich, da auch nur maximal 5 Bilder in Folge, wenn sie mit hoher Auflösung fotografiert werden sollen. Nikon hat auch eine BSS-Funktion mit an Bord. BSS steht für „Best-Shot-Selector“, hiermit kann man automatisch die schärfsten Bilder aus einer aufgenommenen Bildserie herausfinden und filtern.
Der VR-Stabilisator lässt sich auch abschalten. Dann erscheint ein kleines Symbol auf dem Display, wenn der Auslöser halb durchgedrückt ist, sodass man gewarnt wird, wenn zum Beispiel die Verschlusszeit zu lang ist.
Dann bietet Nikon noch die „D-Lighting-Technologie“ zur kamerainternen Ausgleichung zwischen hellen und dunklen Bildbereichen, wobei ich die Bilder anschließend als zu hell empfand.
Ein Porträt-Autofokus mit Gesichtserkennung zur automatischen Scharfstellung auf die Augen des Motivs ist auch vorhanden und zeigte enorm gute Ergebnisse.
Die integrierte Diashow-Funktion Pictmotion von muvee ermöglicht die Bildwiedergabe auf innovative, unterhaltsame Weise. Man wählt die gewünschten Bilder, einen Stil und die passende Hintergrundmusik aus. Fünf Musikstücke sind bereits vorinstalliert und beliebige weitere können per SD-Karte importiert werden. Die animierte Pictmotion-Präsentation für die Wiedergabe auf dem Kameramonitor oder einem Fernseher wird automatisch erstellt.
Ein beRAUSCHENdes Erlebnis? Die Bildqualität im Detail!
Die beste Technik reicht manchmal einfach nicht aus, um aus einer im Preis fairen Kamera die eierlegende Wollmilchsau zu machen. Zuerst einmal zu den positiven Eigenschaften der S10.
Die Bilder werden, sofern man maximal 7fach optischen Zoom verwendet, sehr frisch in den Farben, haben eine gute Zeichnung und werden bei guten Lichtverhältnissen auch schön scharf. Wenn man jedoch mehr zoomt, dann werden die Bilder meist flau in den Farben und verlieren stark an Zeichnung. Man kann dann definitiv nicht mehr von sehr guten Bildern sprechen, was mich schon ein wenig enttäuschte. Der Stabilisator gefällt mir dann auch nicht mehr so gut wie noch bei weniger Zoom, sodass ich hier ehrlicherweise Panasonic den Vortritt lassen muss, deren Bildqualität ist bei vollem Zoom (und das ist derzeit immerhin 12fach) einfach besser.
Jedoch hat die S10 beim Thema Bildrauschen bis IS0 200 locker die Nase vorn, ab IS0 400 wird’s dann leicht rauschig, sodass man definitiv schon mit einem Entrausch-Programm aktiv werden sollte. Auf ISO 800 hätte Nikon besser verzichten sollen, das ist keine gute Werbung. Enorm verrauscht betrachtete ich die ISO 800 Bilder auf unterschiedlichen Monitoren. Das Blöde ist, dass in der ISO-Automatik sehr schnell ISO 400 oder sogar ISO 800 gewählt wird, sodass spontane Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen nachbearbeitet werden müssen, sofern sie denn noch zu retten sind.
Ehrlich gesagt hätte ich mir mehr von der S10 in punkto Bildqualität erhofft, sodass ich sie hier nur im Mittelmaß ansiedeln würde, sofern man auch den vollen Zoombereich regelmäßig nutzt.
Und…. Action! Die Video-Sequenzen
Zugegeben, ist teste nur ungern Video-Sequenzen, da ich selbst so gut wie nie Videos drehe mit einer Digicam. Auf einer der größten amerikanischen Internetseiten zum Thema digitale Fotografie musste ich allerdings von zahlreichen Usern lesen, dass sie mit der Video-Funktion der S10 nicht zufrieden sind. Ich bot meine Hilfe an und hatte auch ein Test-Video gemacht in etwas schlechterem Licht, wie es angefordert wurde. Und ich muss auch hier sagen: Nikon zeigt hier hoffentlich nicht das Beste, was sie können, denn ansonsten wäre der Video-Modus ebenso unnütz wie Kippfenster in U-Booten.
Zwar ist es möglich, während der Aufnahme zu zoomen (aber maximal gefühlt 3fach, mehr ist nicht drin), jedoch funktioniert die digitale Bildstabilisierung nicht wirklich gut, der Ton rauscht (also nicht nur die Bilder ab ISO 400…) und die Qualität erinnert eher an eine 50€-Videocam vom Billigmarkt.
Die Aufnahmedauer ist abhängig von der SD-Karte, intern begrenzt Nikon nicht. Video-Sequenzen werden im AVI-Format gedreht, mit 30 oder 15 Bildern pro Sekunde.
Deal or no deal?
Für den Preis von derzeit mehr als 300 Euro würde ich nicht zur S10 raten. Sie hat Schwächen ab einem 8fachen Zoombereich, die Videos sind nicht wirklich brauchbar und mal so eben einstecken kann man die Kamera auch nicht, dafür ist sie dann doch zu groß.
Nikon ist sicherlich auf dem richtigen Weg, aber da noch längst nicht angekommen.
Fazit: Nikon muss noch einiges lernen...
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| Zuverlässigkeit: | ||
| Bedienkomfort: | ||
| Ausstattung: | ||
| Bildqualität: | ||
| Akkulaufzeit: |


